Samstag, 22. November 2014

Rezension zu "Das Verstummen der Krähe" von Sabine Kornbichler, Piper Verlag, Kriminalroman


Titel: Das Verstummen der Krähe
Autorin: Sabine Kornbichler
Seitenzahl: 432 Seiten (TB 13.8.13)
Verlag: Piper Taschenbuch
Isbn Nr. 978-3492302036
Preis: 12,99 Euro
 Klappentext:
"Kristina Mahlos Auftrag als Nachlassverwalterin hat es in sich. Eine Verstorbene vererbt ihr beträchtliches Vermögen ihren fünf besten Freunden, jedoch unter der Bedingung, dass es gelingt, den Mord aufzuklären, für den ihr Mann einst verurteilt worden war. Kris will den Fall ablehnen, doch dann entdeckt sie in der Wohnung der Toten einen Hinweis auf ihren eigenen Bruder Ben, der vor Jahren spurlos verschwand …"
Über die Autorin:
Sabine Kornbichler, geboren 1957, wuchs an der Nordsee auf und arbeitete in einer Frankfurter PR-Agentur, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Schon ihr erster Roman, »Klaras Haus«, war ein großer Erfolg. Sie lebt und arbeitet als Autorin in München.

Eigene Meinung:
In diesem Krimi ermittelt eine Nachlassverwalterin, die sympathische Kris, deren Bruder Ben vor 6 Jahren spurlos verschwunden ist. Das hat Spuren bei ihrer ganzen Familie hinterlassen. Ihre Eltern wohnen getrennt und kommunizieren nur noch über gelbe Zettel. Kris bekommt den Auftrag, für die verstorbene Theressa Lenhardt den Nachlass zu regeln. Fünf ihrer Freunde sollen ihr Vermögen erhalten, allerdings nur unter der Bedingung, dass keiner der Erben am Mord an dem Journalisten Konstantin Lischka beteiligt war. Der Ehemann von Frau Lenhardt wurde aufgrund von Indizien des Mordes an dem Journalisten angeklagt. Seine Frau ist davon überzeugt, dass ihr Mann unschuldig war. Da Frau Lenhardt andeutet, dass Ben, der verschwundene Bruder von Kris, in die Sache verwickelt zu sein scheint, hat die sympathische Nachlassverwalterin natürlich ein ganz besonderes Interesse an diesem Fall.

Dieser Krimi braucht etwas bis er in die Gänge kommt, dafür lernen wir die ganze Familie und die Freunde von Kris kennen. Die Protagonisten sind glaubhaft und sehr lebendig. Neben vielem Privatem, das wir über die sympathische Kris und ihre Familie und Freunde erfahren, wartet dieser Krimi mit einem mehr als kniffligen Fall auf, den Kris zu lösen hat. Henrike, ihre Freundin, steht ihr tatkräftig zur Seite, schließlich schreibt Henrike gerade an einem Krimi und hat Verhörtechniken studiert. Wir erleben viele Dialoge zwischen Kris und den Erben. Anfangs sind die mehr als hilfsbereit, alle Fragen von Kris zu beantworten, und scheinbar sind sich alle einig, dass keiner von ihnen mit dem Mord etwas zu tun hat. Als Kris jedoch weiteremittelt, gerät sie in Gefahr und die Einigkeit der Erbengemeinschaft bekommt so langsam Risse.

Ein Krimi, der ohne großes Blutvergießen und Gewaltszenen auskommt, dafür den Leser mitraten lässt. Da fast jeder der Verdächtigen ein Motiv hat, wird es ganz schön schwierig.
4/5 Sterne für diesen soliden Krimi mit sympathischer Ermittlerin.

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