Samstag, 29. November 2014

Rezension zu "Ponts de Paris" von Mara Ferr, Emons Verlag, Paris Krimi

Titel: Ponts de Paris
Autorin: Mara Ferr
Seitenzahl: 190 Seiten (7.10.14, broschiert)
Isbn Nr. 13- 978-3954514380
Verlag: Emons Verlag
Preis: 9,90 Euro

Klappentext: 
"Marie ist tief und schmerzhaft gefallen: Ehemals elegante Gattin eines reichen Schönheitschirurgen, lebt sie heute als Obdachlose in Paris. Ihr tristes Dasein nimmt eine dramatische Wende, als ihr ein Geschäftsmann ein lukratives Angebot macht: Für ein fürstliches Einkommen soll sie in seinem Bordell als Hausdame arbeiten. Das Fatale daran: Lehnt sie das Angebot ab, sterben ihr Sohn und ihr Enkel. Nimmt sie es an, stirbt sie selbst . . ."

Über die Autorin: 
Mara Ferr, geboren 1965 in Österreich, studierte Psychologie, bevor sie eine Ausbildung zur Pädagogin abschloss. Später arbeitete sie als freie Lektorin und beschäftigte sich mit journalistischer Pressearbeit, bevor sie ihren ersten Kriminalroman veröffentlichte.

Eigene Meinung:

Marie, früher elegant und in den Kreisen der oberen Zehntausend unterwegs, lebt jetzt als Obdachlose in Paris. Ihre Runden durch Paris führt sie an den vielen Pariser Brücken vorbei.  Ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung, als ihr der reiche Geschäftsmann Monsieur Mondieu ein Angebot unterbreitet, das sie nicht abschlagen kann, denn ansonsten sterben ihr Sohn und ihr Enkel. Sie soll die Hausdame seines exklusiven Bordells werden. Marie nimmt an, sie rechnet aber an jedem zweiten Donnerstag an dem sie für ihren Job abgeholt wird, dass sie nicht mehr lebend zurückkehren wird. Um ihre Tätigkeit zu ertragen, stehen ihr Claude und Lille zur Verfügung. Marie stürzt sich in Tagträume, um alles zu ertragen und fängt dann an, Pläne zu schmieden ..

Mara Ferr hat eine liebenswürdige Marie erschaffen, die angesichts ihres Elends immer noch Werte besitzt, sich nicht verkaufen lässt, und nichts Unrechtes tun möchte. Marie ist dem skrupellosen Geschäftsmann Monsieur Mondieu allerdings ausgeliefert. Sie muss seine Monologe ertragen und seinen Zynismus.

Dieser Paris Krimi besitzt diesen ganz bestimmten Pariser Flair und liest sich sehr leicht. Sprachlich bewegt sich auch der dritte Krimi von Mara Ferr auf höchstem Niveau. Besonders zu betonen ist, dass die Geschichte ohne großes Blutvergießen, ohne Gewaltdarstellungen und ohne genaue Schilderung von Missbrauch aller Art, der nur angedeutet wird, auskommt.

4,5/5 Sterne, absolute Leseempfehlung für diesen Krimi mit gut charakterisierten Protagonisten, der aber eher ruhig verläuft und der mich trotzdem gefesselt hat. Was ich diesmal allerdings etwas vermisst habe, ist der rabenschwarze Humor von Mara Ferr.






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kleiner Bericht über meinen Besuch der Frankfurter Buchmesse

Ich habe am Freitag, den 13.10.17, die Buchmesse besucht und mich mit einigen lieben Freunden, die aus ganz Deutschland angereist waren ...