Montag, 3. November 2014

Rezension zu "Zorn - Wie sie töten" von Stephan Ludwig, Thriller, Fischer Taschenbuch

Titel: Zorn - Wie sie töten
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 406 Seiten  (TB, 20.10.14)
Isbn Nr.  13-978-3-596-19861-0
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
"In einer Winternacht wird ein Mensch vor die S-Bahn gestoßen. Niemand beobachtet den Mord, die Polizei geht von Selbstmord aus. Auch Hauptkommissar Claudius Zorn schenkt dem Vorfall keine Beachtung. Er ist damit beschäftigt, seinen ehemaligen Kollegen Schröder zu überreden, wieder sein Partner zu werden. Was jedoch weder Zorn noch Schröder ahnen: Der Täter ist ganz in ihrer Nähe. Und hat eine Reihe neuer Opfer im Visier. Menschen, die den beiden Ermittlern nahestehen …

Der vierte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder"


Über den Autor:
Stephan Ludwig, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung:
Ich muss jedem Leser einfach raten, mit dem ersten Band dieser Reihe zu beginnen, es lohnt sich wirklich, denn die Charaktere und die Beziehung zwischen Zorn und Schröder entwickeln sich im Laufe der Reihe. 

Von Anfang an ist dieser Thriller von Stephan Ludwig fesselnd und spannend geschrieben. Die Spannung lässt im Buch auch nicht nach und endet in einem atemberaubenden Finale.

Schon im ersten Kapitel  sofort Zeuge eines Mordes, die Polizei tippt hier allerdings auf Selbstmord.

Zorn hat ganz andere Probleme, als Arbeiten und kommt daher auch überhaupt nicht in die Gänge. Entsprechend bekommen wir kultmäßige Dialoge zwischen Zorn und Schröder oder Zorn und der Staatsanwältin serviert. Die sind teilweise zum Brüllen komisch! Schröder kontert mit trockenem Humor.

Zorns Arbeitswille steigt erst etwas an, als er mit dem Wachtmeister Kanthak zusammenarbeiten soll. Den kann er überhaupt nicht leiden, der nervt ihn total. Das beruht allerdings auf Gegenseitigkeit.

Zorn zeigt in diesem 4. Teil seinen weichen Kern unter seiner rauen Schale, den wir ja schon immer vermutet haben. Wir erleben hier Zorn in Hochform und Schröder steht ihm in nichts nach.

In diesem 4. Teil vermischen sich die Ermittlungen mit dem Privatleben von Zorn und Schröder. Wir dürfen auf viele verschiedene Überraschungen und Wendungen gespannt sein. Stephan Ludwig betätigt sich ab und an am Ende eines Kapitels als Hellseher mit vagen Andeutungen auf ein Geschehen und wir sind dann um so gespannter, was da denn jetzt genau passieren wird im nächsten oder übernächsten Kapitel.

Dieser temporeiche Thriller ist ziemlich blutig und nichts für zartbesaitete Gemüter. Mich hat er komplett überzeugt und ich vergebe hier sehr gerne 5/5 Sterne und meine Leseempfehlung für dieses Genrehighlight.
 Ich bin gespannt, was sich der Autor im nächsten Teil einfallen lässt, und ich möchte nun endlich den Vornamen von Schröder wissen.


Kommentare:

  1. Wow, das klingt gut. Die ersten drei Bände haben mir ja schon sehr gut gefallen und der hier steht schon auf meiner Wunschliste. Jetzt wandert er ganz nach oben.
    LG Gabi

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    1. Liebe Gabi,
      ja, Zorn und Schröder haben mich wieder total überzeugt. Ich liebe diese beiden Ermittler.
      GLG Biggi

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