Dienstag, 30. Dezember 2014

Rezension zu "Lügentanz " von Ivonne Keller, Knaur eBook, Spannungsroman


Titel: Lügentanz
Autorin: Ivonne Keller
Dateigröße: 504 KB (383 Seiten)
 ASIN: B00MKJNENO
Verlag: Knaur eBook, Auflage 1 (15.12.14)
Preis:  9,99 Euro


Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Psychologische Spannung vom Feinsten für Fans von Gillian Flynn, S.G. Watson und Wiebke Lorenz!

„Liebst du mich noch?“ Als Michaela Michalsen ihrem Mann David diese Frage stellt, rechnet sie nicht mit einem „Nein“. Oder gar damit, dass er sich von ihr trennen will. Liegt es am Schock über seine Antwort, dass ihr die Erinnerung an ein wichtiges Telefonat fehlt, bei dem es um ihre eigene Tochter ging? Oder kehren die Aussetzer zurück, die sie schon vor zwölf Jahren im Griff hatten? Spielt ihr Mann ein falsches Spiel? Will er sie loswerden? In den Wahnsinn treiben?"

Über die Autorin:
Seit ihrer Kindheit liebt Ivonne Keller das Spiel mit der Sprache. Aufgewachsen in einem hessischen Dorf, begeisterte sie sich bereits in der Schule für englischsprachige Literatur und lernte später während eines Auslandsstudiums im andalusischen Granada Spanisch. Die Faszination für Sprache, gekoppelt mit dem Interesse für alles Menschliche, führte sie neben ihrer Arbeit als Personalerin zum Schreiben. Dabei interessiert es sie besonders, was mit Menschen passiert, die kurz davor sind, auszuflippen. Wenn das Leben so anstrengend wird, dass die Fassade bröckelt und man auf das schauen kann, was dahinter liegt. Meist sind Frauen ihre Hauptfiguren - so wie in ihrem ersten Roman »Hirngespenster«. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Söhnen und einer bunten Katze in der Nähe von Frankfurt am Main. Mehr über die Autorin erfahren Sie auf ivonne-keller.de oder vernetzen Sie sich via Facebook unter facebook.com/ivonne.keller


Eigene Meinung:
Die Geschichte beginnt an Michaelas Geburtstag. Ihr Mann behauptet, sie nicht mehr zu lieben. Er streitet das Gespräch später ab. Auch an ein mit der Lehrerin ihrer Tochter Karla geführtes Telefonat erinnert sich Michaela nicht. Michaela bekommt Panik, da sie schon früher unter Gedächtnislücken zu leiden hatte. Als sie auf eine Anzeige stößt, in der eine Wohnungs- und Hundesitterin gesucht wird, bewirbt sie sich spontan, um eine Auszeit nehmen zu können und wird prompt genommen. Michaelas Mann David und ihre beste Freundin Bea finden das keine gute Idee und mischen sich ein. Beide sind der Meinung, Michaela sollte eine Therapie machen.

In einem 2. Erzählstrang lernen wir Lena kennen, die sich auch auf diese Anzeige hin bewirbt. Lena ist jung und weiß noch nicht so genau, was sie vom Leben eigentlich will. Sie sucht dringend eine Wohnung und einen Job.

Lena und Michaela freunden sich im Laufe der Geschichte an. 

Die Story liest sich flüssig. Es herrscht eine ständige unterschwellige Spannung und erst einmal ist alles was die beiden Frauen betrifft reichlich undurchsichtig.

Ich würde "Lügentanz" als einen psychologischen Spannungsroman bezeichnen, bei dem ein Beziehungsdrama im Vordergrund steht. Genau wie Michaela fragt man sich als Leser, ob sich Michaela alles nur einbildet oder ob wirklich etwas an ihrem Verdacht dran ist und ihr Mann sie los werden möchte. Man reimt sich eine Geschichte zusammen um später festzustellen, dass man völlig falsch lag.

Michaelas Handlung an manchen Stellen in der Geschichte ist mitunter nicht so ganz logisch und nachvollziehbar. Vielleicht erklärt sich das, durch ihre Erlebnisse in ihrer Vergangenheit. Mehr möchte ich nicht verraten, um die Spannung nicht zu nehmen.

Unterstützung bekommt Michaela von Lena, bei der aber auch nicht ganz klar ist, welche Interessen sie verfolgt.

Zwischen den verschiedenen Erzählsträngen sind Emails von Bea gestreut, die uns Einblicke in die Vergangenheit von Michaela und Bea gewähren.

4/5 Sterne für dieses gelungene Spiel zwischen "Sein" und "Schein" und interessanten, etwas undurchsichtigen Frauenfiguren.








Donnerstag, 25. Dezember 2014

Rezension zu "Engelsgleich", Martin Krist, Ullstein Buch Verlag, Thriller



Hier meine Rezension zu einem Buch, für das sich das Einlösen eines Weihnachtsgutscheins lohnt:


Titel: Engelsgleich
Autor: Martin Krist
Seitenzahl: 576 Seiten (broschiert, 5.12.14)
Isbn Nr.  13 9783548286396
Verlag: Ullstein Buch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
"In Berlin wird Hauptkommissar Paul Kalkbrenner zu einem Tatort gerufen. Auf einem Fabrikgelände wurde der verstümmelte Leichnam einer jungen Frau entdeckt. Unweit davon befinden sich stinkende Kloakebecken. Fassungslos müssen Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth zusehen, wie eine Leiche nach der anderen aus den Gruben geholt wird. Ist unter ihnen auch die verschwundene Merle, die von ihrer Pflegemutter Juliane Kluge verzweifelt gesucht wird?" 

Über den Autor:
Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin. Weitere Infos unter: www.martin-krist.de

Eigene Meinung:

Martin Krist hat mit "Engelsgleich" einen rasanten, sehr komplexen mit vielen verschiedenen Handlungssträngen erschaffen. Die sehr schnell wechselnden einzelnen Szenen werden aus der Sicht von vier verschiedenen Personen erzählt.
Juli Kluge, die mit ihrer Partnerin und drei Pflegekindern zusammenlebt. Merle, die älteste Pflegetochter verschwindet und Juli versucht, ihre Pflegetochter zu finden. Juli erzählt in der Ich-Perspektive.

Ein zweiter Erzählstrang handelt von den Ermittlungen von Paul Kalkbrenner und seinem Team. Das Team hat ganz schön viel zu tun und die Ermittler gehen manchmal etwas unkonventionelle Wege, was dem  Staatsanwalt natürlich überhaupt nicht gefällt.
 
In einem weiteren Erzählstrang lernen wir Anezka kennen, die auf der Flucht ist, und unglaubliche Dinge erleben muss.

Und da ist noch Markus, ein kleiner Ganove, der groß hinaus will in der Szene und sich mit den falschen Leuten einlässt.


Dieser rasante Thriller liest sich trotz der vielen verschiedenen Personen und Erzählsträngen recht flott. Man ist ständig am Rätseln, wie alles wohl zusammenhängen wird,  und man entdeckt dann schnell, dass Martin Krist einige Überraschungen und Wendungen parat hat.

Die Themen, die der Autor gewählt hat, sind leider sehr aktuell und realistisch. Sie wecken Emotionen beim Leser, sie lassen wirklich keinen kalt, ab und an muss man nach Luft schnappen, so spannend ist dieser Thriller.


Mir hat "Engelsgleich" richtig gut gefallen, ein stellenweise brutaler, richtig packender Thriller mit interessanten Figuren, der 5/5 Sterne verdient hat. Für Thrillerfans, die auch etwas komplexere Geschichten mögen, ein absolutes Muss. Am Schluss bleiben noch einige Fragen offen, vielleicht werden die im nächsten Thriller geklärt?







 

Sonntag, 21. Dezember 2014

Titel: MUC, Anna Mocikat, Endzeitroman, Droemer Knaur

Titel: MUC
Autorin: Anna Mocikat
Isbn Nr. 978-3-426-51540-2
Seitenzahl:366 Seiten (Paperback 1.12.14)
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 12,99 Euro


Klappentext:

"München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia.
Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine ­gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will."

Über die Autorin:
Anna Mocikat, geb. 1977, machte zunächst eine journalistische Ausbildung, ehe sie an der renommierten Drehbuchwerkstatt München(Filmhochschule München) ein Stipendium erhielt und Drehbuchschreiben studierte. Anschließend war sie mehr als zehn Jahre lang im Filmbusiness als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig, wobei sie mit zahlreichen namhaften TV-Sendern und Produktionsfirmen zusammen arbeitete. Später schrieb sie als Gamewriterin für diverse deutsche Videospielhersteller. Anna Mocikat lebt in der Nähe von München.

Eigene Meinung:
Pia verlässt ihr Alpendorf um nach MUC zu gehen und ihren Bruder Paul dort zu suchen. Das Mädchen ist anders als die Alpenbewohner. Sie hat dunkle Haare, alle anderen Bewohner dort sind rothaarig. Sie ist eine Außenseiterin und erhofft sich in dem legendären MUC eine bessere, interessantere Welt. Auf dem Weg nach MUC findet sie viele Reste der alten Welt. Fremdartige Tiere, die bedrohlich wirken, Technik, die sie nicht kennt, und natürlich gibt es auch Gefahren, denen sich Pia stellen muß.

Die Autorin beschreibt die Welt, in der sich Pia bewegt, bildhaft und sehr detailliert, so dass wir uns Pias Welt sehr gut vorstellen können. Wir erfahren viel aus der alten Welt, die wie unsere ist, und sehr viel über das Leben, das Pia im Alpendorf führen musste.
Leider kommt die Spannung hier viel zu kurz, ungefähr nach der Hälfte des Buches fängt die Geschichte erst an spannend zu werden. So richtig fesseln konnte mich die Story  auch nicht. Die alte Welt, das große Sterben und der Herrscher in MUC mit seiner "Religion",  mit der er die Menschen unterdrückt, das kommt mir doch alles sehr bekannt vor und bietet keine großen Überraschungen. Auch die Lovestory konnte da nichts retten. 

Die Charaktere Pia, Robin, Aela und Co sind gut gezeichnet und Pia ist eine sehr sympathische Figur, die ihre Persönlichkeit im Laufe der Handlung weiterentwickelt.
Der Klappentext klang spannend, auch dass ein Endzeitroman in Deutschland spielt, fand ich ganz interessant. An einen Endzeitroman habe ich die Erwartung einer fesselnden Story, die von Anfang an spannend ist. Diese Erwartung wurde hier leider nicht erfüllt, daher 3/5 Sterne. 

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Rezension zu "Die Erben der alten Zeit 2 - der Thul" von Marita Sydow Hamann, Santicum Medien, Fantasy


Titel: Die Erben der alten Zeit - der Thul
Autorin: Marita Sydow Hamann
Seitenzahl: 528 Seiten (gebundene Ausgabe)
Verlag: Santicum Medien (24.2.14) 
Isbn Nr. 13-978-3950365894
Empfohlenes Alter: ab 12
Preis: 19,80 Euro

Klappentext:
"Der bösartige Magier Oden, der grausam über den Planeten Godheim herrscht, hat der 14-jährigen Charlie jenes magische Amulett entrissen, mit dem man zwischen der Erde und Godheim reisen kann. Während Charlie auf Godheim festsitzt, startet Oden seinen magischen Angriff auf die Erde. Gemäß einer alten Prophezeiung, soll nur Charlie ihn noch stoppen können. Doch die hat nicht die mindeste Ahnung, wie das geschehen soll. Sie weiß ja nicht einmal, wie sie ihre in Gefangenschaft geratene Freundin Hanna aus Odens Burg Asgard befreien kann. So macht sie sich mit ihren Freunden auf die Suche nach jener jungen Frau, die ihr mehrmals in Visionen erschienen ist. Ob dies der richtige Weg ist?" 
 
Über die Autorin:
Marita Sydow Hamann wurde 1973 in Norwegen, geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. 1999 zog sie nach Schweden, um als persönliche Assistentin für Kinder mit geistigen und körperlichen Behinderungen zu arbeiten. Als Ausgleich zur Arbeit mit ihren Patienten begann sie mit dem Schreiben. Marita Sydow Hamann lebt mit ihrem Mann, drei Pferden, zwei Hunden und einer Katze auf einem kleinen Hof in Schweden. Mehr über Marita findet ihr hier: http://www.marita-sydowhamann.com/

Eigene Meinung:
Hanna befindet sich in den Händen von Oden auf Burg Asgard und macht Bekanntschaft mit einer uns aus Band 1 vertrauten Figur. Mit der Hilfe von Tora kommt Charlie so langsam wieder zu Kräften. Zwischen Kunar und Charlie gibt es Spannungen.

Sofort war ich wieder mitten im Geschehen, obwohl es schon eine Weile her ist, dass ich Band 1 gelesen hatte. Es geht spannend weiter mit den uns bereits aus Band 1 bekannten Figuren. Wir reisen in verschiedene Welten mit interessanten, teils magischen Figuren, die alle sehr vielschichtig und gut charakterisiert sind.

Marita Sydow Hamann besitzt einen sehr bildhaften Erzählstil und beschreibt uns die verschiedenen Welten sehr detailliert. Manchmal wurde mir das in diesem Band etwas zu langatmig, richtig spannend und fesselnd wird es dann im letzten Drittel des 2. Bandes.Sehr einfallsreich fand ich, wie sich manche Geschöpfe aus dem Schweden der Gegenwart in Godheim in magische Wesen verwandelten und umgekehrt, was aus den gefährlichen, magischen Wesen in Godheim im heutigen Schweden wurde.

Die Autorin hat hier viele interessante Elemente aus der nordischen Mythologie zu einer Fantasy-Science-Fiction-Story  verwebt. Von mir gibt es für diese gelungene Fortsetzung 4/5 Sterne für diese ungewöhnliche Fantasy-Geschichte mit sympathischen Figuren. Ich bin gespannt, was sich Marita in Band 3 noch so einfallen lässt.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Rezension zu "Hochmut" von Mike Franley, eBook, Psychothriller

Titel: Hochmut
Autor: Mike Franley
Seitenzahl: 290 Seiten
Dateigröße: 410 KB 
Isbn-Quelle für Seitenzahl: 1503029433
ASIN: B00OLUQK2M
Preis: zur Zeit 0,99 Euro, TB: 10,99 Euro
2 überarbeitete Auflage: 9.12.14
 


Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Was Heil versprach, brachte den Untergang. Bei den Schuldigen dominiert gnadenlose Arroganz und Gier. Selbst im Angesicht der Gefahr sind sie nur zögerlich bereit, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Doch keiner von ihnen ahnt, zu was die Opfer fähig sind.
Wer alles verloren hat, überschreitet eine Grenze – eine Grenze, hinter der es kein menschliches Mitgefühl mehr gibt.

Folgen Sie Kommissar Köstner und seinem Team durch die Abgründe dieses Falls und entscheiden Sie selbst, wer Ihr Mitgefühl verdient hat."

Über den Autor:
Lange Zeit hatte Mark Franley (Jahrgang 1972) nichts mit dem Schreiben im Sinn, fühlte sich aber neben seiner beruflichen Tätigkeit immer zu kreativen Hobbys hingezogen. Bevor er damit begann, Bücher zu schreiben, stellte er Holzschmuck her und widmet sich bis heute der Ölmalerei, mit der er auch an einigen Vernissagen teilnahm.
Lange Zeit versuchte er die Bilder in seinen Gedanken als Gemälde umzusetzen und fand dann im geschriebenen Wort ein Ventil, diesen Gedanken Leben einzuhauchen.
In seinem Debütwerk „Der heilige Arkh“ gebraucht Mark Franley nun erstmals Worte, um seine Gedanken in Bilder zu fassen. Mehr über den Autor erfahrt ihr hier: http://www.mark-franley.de/.
 
Eigene Meinung:
Auch der 5. Band der Reihe um den Ermittler Mike Köstner beginnt sehr spannend. Der Leser wird sofort ins Geschehen geworfen. Martin möchte sich für den Tod seiner Frau und seiner Tochter an den Beteiligten rächen. Was mit seiner Familie passiert ist, wird so nach und nach aufgeklärt.
Das Ermittlerteam bekommt verschiedene Leichen auf den Tisch, doch ein Zusammenhang der Fälle ist nicht zu ersehen. Die Kripo hat keinerlei Anhaltspunkte. Das Team Tom und Sabrina bekommen Hilfe von Mike Köstner, der nicht mehr im Dienst ist, und zusammen mit seiner Freundin voerst in Dänemark lebt. Erst Mikes Intuition bringt das Team auf eine Spur.

Mike Franleys schreibt wie gewohnt flüssig, die Szenen sind spannend und der Leser ist erst einmal am Rätseln. In verschiedenen Handlungssträngen wird aus der Sicht des Täters und der Ermittler erzählt. Zum Ende hin hat Franley noch eine überraschende Wendung parat. Leider ist diese nicht ganz schlüssig und wirkt etwas zu konstruiert.
 
Mike Franley hat wieder einmal einen sehr gesellschaftskritischen Psychothriller mit aktueller Thematik abgeliefert. Es geht hier um die Pharmaindustrie.  Leider hätte die ganze Geschichte - Täter, Ermittler und die Hintergründe -  etwas mehr beleuchtet gehört. Zu viele Dinge bleiben offen, die Charaktere sind nicht sehr gut ausgearbeitet.

Auch die Hochspannung, die ich bisher von Mike Franleys Psychothrillern kenne, fehlte hier etwas. Ich war nicht so richtig gefesselt, die Figuren konnten keine Emotionen in mir wecken. Mir scheint das ganze Buch etwas zu hastig geschrieben.

Das Lektorat hat hier nicht gut gearbeitet, Namen wurden verwechselt, einige Rechtschreib- und viele Kommafehler musste ich entdecken. Das finde ich sehr schade (Ich hatte ein Ebook der 1. Auflage, evtl. sind die Fehler jetzt behoben). 

3/5 Sterne für diesen durchaus lesenswerten Psychothriller um ein interessantes Thema mit einigen Schwächen.


Mittwoch, 10. Dezember 2014

Rezension zu "Bezwungen" von Teri Terry, Coppenrath Verlag, Dystopie,

Titel: Bezwungen
Autorin: Teri Terry
Seitenzahl: 376 Seiten (gebundene Ausgabe) 2.6.14
Isbn Nr. 13-978-3-649611851
Verlag: Coppenrath Verlag 
http://www.bloggdeinbuch.de/
Preis: 17,95 Euro


Klappentext:
"Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Denkt sie. Kylas Leben ist einmal mehr in größter Gefahr, als Nico einen hinterhältigen Anschlag auf sie ausübt. Auf der Flucht vor dem skrupellosen Anführer von Free UK sucht sie Unterschlupf bei ihren Freunden von MIA. Dort kann sie mit neuer Identität untertauchen und aus dem Blickfeld der Lorder und der Terroristen verschwinden. Sich in Sicherheit wähnend, kreisen Kylas Gedanken wieder mehr um ihre Kindheit, und Stück für Stück kommen Erinnerungsfetzen an Lucy und ihre Eltern zurück. Als Kyla endlich ihre Mutter kennenlernt, erfährt sie, wer sie als Kind wirklich war. Doch wieso hat ihr Vater sie damals freiwillig den Terroristen übergeben? Und welch dunkles Geheimnis verbirgt sich hinter ihrer Familiengeschichte?"

Über die Autorin:
Teri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben - und ganz nebenbei kam sie auch noch zu einem seltsamen Namen. Ihre häufigen Umzüge als Kind und auch als Erwachsene haben Teri häufig in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen, wie Kyla in ihrem Debüt Gelöscht.

Teri hat vor Kurzem ihre Anstellung als Bibliothekarin in Buckinghamshire aufgegeben, um sich voll und ganz auf ihre Arbeit als Autorin konzentrieren zu können. Zudem verfasst sie eine Masterarbeit über die Darstellung des Terrorismus in aktuellen Dystopien für Jugendliche.

Der erste Band ihrer Trilogie "Gelöscht" hat sich innerhalb von kürzester Zeit zu einem Bestseller entwickelt und wurde bereits in zehn Sprachen übersetzt.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Autorin: www.territerry.com 


Eigene Meinung:
Auch wenn es schon eine Weile her ist, dass ich die ersten beiden Bände "Gelöscht" und "Zersplittert" gelesen hatte, konnte ich mich schnell wieder in die Story einfinden.

Hilfreich für den Leser wäre bei solchen Reihen, bei denen man etwas warten muss, bis der nächste Band erscheint, am Anfang ein Kapitel "Was bisher geschah"  oder zumindest ein Personenregister. Wer das dann nicht lesen möchte, kann mit dem nächsten Kapitel beginnen.

Kyla erzählt uns ihre Erlebnisse wie bereits gewohnt, aus der Ich-Perspektive, so dass wir ihren Gedankengängen folgen können und alle Ereignisse ganz genau aus ihrer Sichtweise erleben. Das Mädchen entwickelt sich im Laufe der drei Bände weiter.

Der dritte Band dreht sich um Kylas Erlebnisse mit ihrer Familie vor dem Sliden. Sie versucht herauszufinden, wer ihre Familie ist und was genau geschah in der Vergangenheit. Kyla kommt ihrer Geschichte auf die Spur, sie ist umgeben von Verrätern und muss unterscheiden lernen, wer es gut mit ihr meint.

Kyla lebt in einer Diktatur, in der keiner wagt, sich gegen die Lorder zu wehren. Man kann sich vorstellen, wie schrecklich es für Kyla und ihre Freunde ist, was sie in dieser Gesellschaft von Zwang und Kontrolle der Lorder erleben müssen und wie hilflos sie sich fühlen. 

Auch der dritte Band ist sehr spannend und fesselnd erzählt. Diese Dystopie beinhaltet alles, was das Leserherz begehrt. Eine zarte Lovestory, tolle, sympathische Charaktere und eine spannende, fesselnde Handlung. Das ist eine  Dystopie, die aus dem Einheitsbrei herausragt. "Bezwungen" ist ein toller Abschluss dieser Reihe mit gelungenen Charakteren und vielen Überraschungen.

"Bezwungen" und überhaupt die ganze Reihe, bekommt von mir 5/5 Sterne  und meine absolute Leseempfehlung. Weihnachten naht, das wäre doch was für eure Wunschliste?

Samstag, 6. Dezember 2014

3 Jahre Bibliothek der vergessenen Bücher - ein Grund um zu feiern




Es ist Zeit zu feiern! 3 Jahre Bibliothek der vergessenen Bücher.
Schuld daran, dass ich zum Bloggen gekommen bin, ist mein Chef. Ich sollte herausfinden, ob eine Firmenseite auf Facebook für uns Sinn macht und habe mich dort dann erst einmal privat angemeldet. Die Seite kam mir mehr als dubios vor, da ich sofort von einigen Freunden Mails und Freundschaftsanfragen erhalten habe. Schnell habe ich dann festgestellt, dass hier viele Buchverrückte unterwegs sind und ich habe einige interessante Seiten entdeckt, auf manchen Seiten konnte man sogar Bücher gewinnen. Ich der absolute Pechvogel, was Gewinnspiele anbelangt, hatte hier sogar Glück. Ich habe bei Vorablesen so manch ein Buch gewonnen, dort mit meinen Besprechungen begonnen und festgestellt, dass mir das Spaß macht. Als das Forum "Wir lesen" Rezensenten für Fantasy-Bücher gesucht hat, habe ich mich beworben und wurde sofort genommen. Kurz darauf hat mich Petra Weber vom Krimikiosk gefragt, ob ich keine Lust hätte, für den Krimikiosk zu rezensieren. Ich durfte viele neue Autoren und Autorinnen entdecken, die ich wahrscheinlich nie beachtet hätte (ich war ziemlich auf meine Lieblingsautoren fixiert und habe dann meist nach ähnlichen Autoren gesucht).

Irgendwann kam dann der Wunsch nach einem eigenen Blog. Zu Beginn meines Bloggerlebens war ich stolz darauf, dass ich so viele Bücher und Ebooks angeboten bekomme. Die Ernüchterung folgte dann sofort. So viele Bücher konnte ich gar nicht lesen, schließlich habe ich ja auch einen Job, Familie, Freunde und weitere  Hobbies.

Ich habe viele Freunde und Gleichgesinnte gefunden, gute und schlechte Erfahrungen mit Bloggern und Autoren gemacht, festgestellt, dass Gemeinschaftsprojekte meist nicht sehr lange halten, manche Enttäuschung eingesteckt und ab und an wurde ich auch ganz schnell ohne ersichtlichen Grund entfreundet. Es geht eben alles schneller im Internet :).  Deshalb freue ich mich um so mehr, dass ich mein Blog-Projekt durchgezogen habe. Ich bin unabhängig und kann tun und lassen, was ich will.

Vielen, vielen Dank, liebe Leserinnen und Leser, für eure Treue. Ohne euch würde das Bloggen doch gar keinen Sinn machen. Vielen Dank, liebe Autorinnen und Autoren für die tollen Bücher, die ihr schreibt und die ich bereits kennenlernen durfte.Vielen Dank, liebe Verlage, für die Veröffentlichung interessanter Bücher.Vielen Dank, liebe Bloggerinnen und Blogger für eure Unterstützung.

Ich  möchte euch nicht voll labern, nein, ich möchte mit euch feiern und ihr könnt auch etwas gewinnen. Der Emons-Verlag hat mir drei Exemplare von Mara Ferrs neuem Paris-Krimi "Ponts de Paris" zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Dieses Angebot habe ich sehr gerne angenommen, das hat auch zu meinem Bloggeburtstag gepasst,  begleiten mich Mara Ferrs Krimis doch durch mein Bloggerleben. Ich habe alle ihre Krimis verschlungen. Ganz herzlichen Dank an den Emons Verlag für diese drei tollen Krimis.

Was ihr tun müsst? 
Ihr solltet LeserIn meines Blogs sein, schließlich möchte ich mich bei meinen LeserInnen und Lesern bedanken.

Bitte beantwortet folgende Frage per Mail an biggiralf at freenet.de (bitte gebt eure Mailadresse an)

Wie heißt der erste Krimi von Mara Ferr?

Zeit habt ihr bis zum Freitag, 12.12.14, 23.59 Uhr. Am Samstag wird dann ausgelost.  Die Gewinner werden auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben.

Teilnahmebedingungen:
1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
3. Versand ist nur innerhalb Germany möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

Ich wünsche euch viel Glück und hoffe, dass ihr mir weiterhin treu bleibt und ganz viel Spaß hier bei mir habt. 

Per Random-Org werden die Gewinner am Samstag, 13.12. gezogen. Die Gewinner werden per Mail von mir benachrichtigt und erhalten dann nach Bekanntgabe ihrer Adresse Buchpost von mir.


Herzlichen Glückwunsch! 
Gewonnen haben: Moni M., Sabine K. und Uncle Tom.



Mittwoch, 3. Dezember 2014

Rezension zu "Schattenschrei" von Erik Axl Sund, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Schattenschrei
Autor: Erik Axl Sund
Seitenzahl: 448 Seiten (Paperback 17.11.14)

Isbn Nr. 13-978-3-442-48119-4
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 12,99 Euro
Band 3 der Victoria-Bergman-Trilogie

Klappentext:
"Während Jeanette Kihlbergs Ermittlungen endlich Erfolge zeigen, geht Sofia durch die Hölle. Ist Victoria Bergman schuldig?
Endlich zeigen sich mehr und mehr Erfolge in den Ermittlungen der Kommissarin Jeanette Kihlberg. Sie glaubt, zwei Frauen als Mörderinnen identifiziert zu haben. Aber damit sind die Verbrechen noch nicht aufgeklärt ... Und auch, was die unauffindbare Victoria Bergman mit den Morden zu tun hat, ist noch unklar. Derweil wird für Psychologin Sofia die Zusammenarbeit mit Jeanette immer schwieriger, weil sie dabei ihrem eigenen, persönlichen Kern immer näher kommt. Und das führt sie geradewegs in die Hölle.


"Krähenmädchen" (Band 1 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im Juli 2014 erschienen.
"Narbenkind" (Band 2 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im September 2014 erschienen.
"Schattenschrei" (Band 3 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im November 2014 erschienen."

Über die Autoren:
Erik Axl Sund ist das Pseudonym des schwedischen Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist. Håkan ist Tontechniker, Musiker und Künstler. Jerker ist der Producer von Håkans Elektropunkband "iloveyoubaby!" und arbeitet zurzeit als Bibliothekar in einem Gefängnis. Zusammen haben sie drei Romane geschrieben, die Victoria-Bergman-Trilogie, für die sie 2012 mit dem Special Award der Schwedischen Krimiakademie ausgezeichnet wurden.

Eigene Meinung:
Diesmal rückt Victoria in den Vordergrund der Geschichte. Durch Rückblicke in die Vergangenheit, erhalten wir einen Einblick in die Geschehnisse von damals und Victoria und Sofia sind dabei, diese aufzuarbeiten.

Während Jeanettes Ermittlungen voran schreiten, dreht der Staatsanwalt fast durch, da er ein verstörendes Päckchen bekommt und er wird immer unsympathischer.

In diesem Teil wird weniger gemordet, die Ermittler sind jedoch genauso entsetzt wie der Leser, weil sie eine überaus erschütternde Entdeckung machen.

Das Autorenduo bleibt ihrem sachlichen, nüchternen Erzählstil treu. Sie streuen Zahlen ein über den Kindesmissbrauch und der Pädophilen, was ziemlich verstörend wirkt und hoffen lässt, dass hier endlich mehr unternommen wird, um die Opfer zu schützen und die Täter zu bestrafen.

Ganz langsam fügt sich Puzzleteil für Puzzleteil zusammen und Geheimnisse werden gelöst. 

Für mich ist der dritte Band ein gelungener Abschluss dieser Trilogie mit unglaublichen Wendungen.
Wahnsinn, was die beiden Autoren für eine komplexe Geschichte entwickelt haben!

Zartbesaiteten Lesern sollte allerdings davon abgeraten werden, diese Trilogie zu lesen und viele Leser werden wohl vom letzten Teil enttäuscht sein, da die Autoren nicht alle Geschehnisse haarklein für den Leser aufbereiten.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diese sehr komplexe, unglaublich spannende, brutale, düstere und verstörende Trilogie. Nicht ohne Grund hat diese Trilogie den Special Award der Schwedischen Krimiakademie gewonnen.





Rezension zu "Die Liebe in diesen Zeiten" von Chris Cleave, übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg, DTV-Verlag, Liebesroman

Titel: Die Liebe in diesen Zeiten Autor: Chris Cleave Übersetzt von: Susanne Goga-Klinkenberg  Seitenzahl: 496 Seiten , (broschiert, 7...