Sonntag, 21. Dezember 2014

Titel: MUC, Anna Mocikat, Endzeitroman, Droemer Knaur

Titel: MUC
Autorin: Anna Mocikat
Isbn Nr. 978-3-426-51540-2
Seitenzahl:366 Seiten (Paperback 1.12.14)
Verlag: Droemer Knaur
Preis: 12,99 Euro


Klappentext:

"München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia.
Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine ­gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will."

Über die Autorin:
Anna Mocikat, geb. 1977, machte zunächst eine journalistische Ausbildung, ehe sie an der renommierten Drehbuchwerkstatt München(Filmhochschule München) ein Stipendium erhielt und Drehbuchschreiben studierte. Anschließend war sie mehr als zehn Jahre lang im Filmbusiness als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig, wobei sie mit zahlreichen namhaften TV-Sendern und Produktionsfirmen zusammen arbeitete. Später schrieb sie als Gamewriterin für diverse deutsche Videospielhersteller. Anna Mocikat lebt in der Nähe von München.

Eigene Meinung:
Pia verlässt ihr Alpendorf um nach MUC zu gehen und ihren Bruder Paul dort zu suchen. Das Mädchen ist anders als die Alpenbewohner. Sie hat dunkle Haare, alle anderen Bewohner dort sind rothaarig. Sie ist eine Außenseiterin und erhofft sich in dem legendären MUC eine bessere, interessantere Welt. Auf dem Weg nach MUC findet sie viele Reste der alten Welt. Fremdartige Tiere, die bedrohlich wirken, Technik, die sie nicht kennt, und natürlich gibt es auch Gefahren, denen sich Pia stellen muß.

Die Autorin beschreibt die Welt, in der sich Pia bewegt, bildhaft und sehr detailliert, so dass wir uns Pias Welt sehr gut vorstellen können. Wir erfahren viel aus der alten Welt, die wie unsere ist, und sehr viel über das Leben, das Pia im Alpendorf führen musste.
Leider kommt die Spannung hier viel zu kurz, ungefähr nach der Hälfte des Buches fängt die Geschichte erst an spannend zu werden. So richtig fesseln konnte mich die Story  auch nicht. Die alte Welt, das große Sterben und der Herrscher in MUC mit seiner "Religion",  mit der er die Menschen unterdrückt, das kommt mir doch alles sehr bekannt vor und bietet keine großen Überraschungen. Auch die Lovestory konnte da nichts retten. 

Die Charaktere Pia, Robin, Aela und Co sind gut gezeichnet und Pia ist eine sehr sympathische Figur, die ihre Persönlichkeit im Laufe der Handlung weiterentwickelt.
Der Klappentext klang spannend, auch dass ein Endzeitroman in Deutschland spielt, fand ich ganz interessant. An einen Endzeitroman habe ich die Erwartung einer fesselnden Story, die von Anfang an spannend ist. Diese Erwartung wurde hier leider nicht erfüllt, daher 3/5 Sterne. 

Kommentare:

  1. Ach wie schade, dass es hier an der Spannung mangelt. Das ist natürlich ein dicker Minuspunkt. Ich überlege noch, ob ich mir das Buch kaufen soll oder nicht. Danke für Deine Rezension.
    LG Gabi

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  2. Ich habe das Buch auch erst kürzlich gelesen, die etwas flachere Spannung habe ich dem jugendlichen Charakter des Buches zugeschrieben, da man mit der Hauptfigur Pia ja doch die ganz klassische Entwicklung durchmacht, die recht vorhersehbar ist. Dafür konnte ich mich auch nicht so richtig erwärmen, aber ich komme auch genrell an Jugendbücher nicht ran. Aber bei mir hat die Idee zu "MUC" das ganze wieder aufgewertet, weil ich total angetan davon war, dass man hier die Überlegung anstellt, dass in unserer Zukunft statt des Fortschritts ein enormer Rückschritt stecken und all unsere gefeierten Technologien von heute völlig wertlos und nutzlos sein könnten. Da wollen wir immer mehr und mehr und ohne es beeinflussen zu können, schmeißt die Natur uns zurück ins Mittelalter, eine spannende Überlegung! Das hat mir hier echt gut gefallen. :)

    Viele liebe Grüße, Philly

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    1. Liebe Philly,
      es gibt aber sehr spannende Jugendbücher, z. B. Tribute von Panem oder Erebos. Die Idee des Rückschrittes war interessant. War aber auch nicht unbedingt neu.
      Liebe Grüße
      Biggi

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    2. Für mich ist das leider alles gleich "seicht" in der Spannung, da ich mit jugendlichen Charakteren nichts anfangen kann, bzw. die typischen Entwicklungsmerkmale mich langweilen. Ich schalte mich da mental immer ganz schnell ab :), weil mich die Konflikte nicht reizen.

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