Dienstag, 29. April 2014

Rezension zu "Schattenmädchen" Das Geheimnis einer Familie von Laila El Omari, Coppenrath Verlag, historischer Roman

Titel: Schattenmädchen - Das Geheimnis einer Familie
Autorin: Laila El Omari
Seitenzahl: 320 Seiten, gebundene Ausgabe
Verlag: Coppenrath, F. 1. Auflage (2/14)

Isbn Nr. 13-978-3649615279
Preis: 16,95 Euro
Vielen Dank an  Blogg dein Buch

Klappentext:

"Mit dem plötzlichen Auftauchen des charismatischen Engländers Adrian Frost gerät das eintönige Leben der wohlbehütet aufgewachsenen Maya Cameron völlig aus den Fugen. Doch auch wenn sich Maya ihrem romantischen Gefühlen für den reichen Erben der Frost-Ländereien verliert, so spürt sie gleichzeitig eine scheinbar undurchdringliche Düsternis, die mit Adrian Einzug auf Leighs End, der Teeplantage ihrer Familie, hält. Maya glaubt nicht an Zufall, und schon bald kommt sie einem lang gehüteten Geheimnis auf die Spur, das ihre heile Welt Stück für Stück zerbrechen lässt"

Über die Autorin:
Laila El Omari, geboren in Münster als Kind eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter, studierte Orientalistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Münster und Bonn. Sie hat bereits mehrere faszinierende Romane in der Belletristik veröffentlicht, die in der Zeit vom 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts spielen. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Bonn.
 

Eigene Meinung:
Die sechzehnjährige Maya Cameron lebt mit ihren Eltern, ihrer Großmutter, ihrer ein Jahr älteren Schwester Irene und ihren jüngeren Geschwistern Edward und Elisabeth auf einer Teeplantage in Ceylon. Ende des 19. Jahrhundert bietet das Leben für ein Mädchen im Teenageralter nicht sehr viel Abwechslung. Eine junge Dame muß sich gut benehmen und gut aussehen, damit sie einen passenden Mann findet.  Maya erwartet viel mehr vom Leben.  Abwechslung bieten Maya  Ausritte mit ihrer Stute und ab und an hilft sie ihrem Vater im Kontor.  Da kommt der gutaussehende Verwandte Adrian Frost aus England zurück nach Ceylon. Adrian wurde nach Ceylon geschickt, da seine Verwandten in England einen Skandal vertuschen wollen. Maya ist fasziniert von Adrian. Die beiden treffen sich heimlich nachts und versuchen herauszufinden, was mit Mayas Tante Hester und mit Adrians Mutter geschah, die beide spurlos verschwunden sind.

Die Autorin besitzt einen sehr fesselnden Erzählstil, der mir sehr gut gefällt.  Sie beschreibt Ceylon sehr detailliert, die Farben und die Düfte kann man fast sehen, bzw. riechen. So dass man meint, man befände sich mitten auf der Teeplantage und reitet mit Maya zusammen aus oder erforscht die Räume des Gutshauses. Die Figuren Maya, Adrian und Irene sind glaubhaft und lebendig dargestellt. Die beiden jüngeren Geschwister, die ständig lauschen oder die Großmutter ärgern, bringen Humor in die Geschichte. Maya ist eine sympathische Siebzehnjährige, die versucht, sich  den strengen Regeln und gesellschaftlichen Zwängen der jungen Mädchen im 19. Jahrhundert zu widersetzen, was zu Auseinandersetzungen mit ihren Eltern und insbesondere mit ihrer sehr strengen Großmutter führt.

Ihre ältere Schwester Irene hütet ein Geheimnis. Maya ist irritiert, da sich die Schwestern immer alles erzählt haben. Der charismatische Adrian wirkt anfangs wie ein Playboy, das könnte allerdings täuschen.  Die Großmutter, die auf alte Sitten und Gebräuche beharrt, ist mir total unsympathisch. Ella, die Frau eines Teehändlers aus England, die auf den gesellschaftlichen Veranstaltungen in Mayas Umfeld auftaucht, spiegelt die selbstbewusste, selbstbestimmte Frau wieder.

Laila El Omari hat für uns Leser noch einige Überraschungen und Wendungen eingebaut, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte.

5/5 Sterne für diesen spannenden und interessanten Einblick in das Leben der Engländer im 19. Jahrhundert in Ceylon verknüpft mit einer Liebesgeschichte und einem düsteren Familiengeheimnis.

Mittwoch, 23. April 2014

Gewinnspiel zum Welttag des Buches am 23.04.14



Vielen Dank an Christina Mettge und Dagmar Eckhardt, die diese Aktion in diesem Jahr wieder ins Leben gerufen haben. Die beiden haben unglaublich viel Zeit in diese tolle Sache investiert.

Auch in diesem Jahr bin ich wieder dabei und möchte einige Bücher verlosen:

Selection von Kierra Cass (eine Rezension zu dem Buch findet ihr auf meinem Blog, schaut doch mal nach)

und "Der Spezialist von Mark Allen Smith

Meine Gastrezensentin stellt diese beiden Bücher zur Verfügung:
und

Ich war letzte Woche eine Woche im Urlaub. Prompt ist noch eine Buchspende vom Suhrkamp-Verlag eingetrudelt. Ihr könnt das Buch auch gewinnen:
Vielen Dank an den Suhrkamp-Verlag:
http://www.suhrkamp.de/Antonio-Hill/Der-Sommer-der-toten-Puppen_875.html

Wie könnt ihr gewinnen?

Bis zum 30.4.2013 23.59 Uhr habt ihr die Möglichkeit, diesen Beitrag zu kommentieren. Bitte gebt an, welches Buch ihr gewinnen möchtet und warum. Bitte gebt eure Mailadresse im Kommentar mit an. Ihr müsst nicht Leser meines Blogs sein, ich würde mich natürlich sehr über neue Leser freuen.

Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
Bei TeilnehmerInnen unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
Versand ist nur innerhalb Germany möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.

Ich wünsche euch viel Glück!

Per Random-Org werden die Gewinner am 1.5. gezogen. Die Gewinner werden per Mail von mir benachrichtigt und erhalten dann nach Bekanntgabe ihrer Adresse Buchpost von Kaddel und mir. 

Kaddel und ich wünschen euch ganz viel Spaß am Welttag des Buches und mit eurem Buchgewinn. Wir melden uns ab und werden den Welttag des Buches mit einem tollen Buch gebührend feiern. Bis später ..

Samstag, 19. April 2014

Rezension zu "Hinter Fenstern", Kurzgeschichtensammlung von Anja Ollmert, Ebook



Titel: Hinter Fenstern
Autorin: Anja Ollmert
Seitenzahl: 336 Seiten (TB)
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (13.1.14)
Isbn Nr. 978-1494998981
Preis: 12,00 Euro 
eBook zur Zeit in Überarbeitung




Kurzbeschreibung:
"34 Geschichten erlauben heimliche Blicke auf kriminelle, skurrile, unterhaltsame und spannende Lebensentwürfe und Ereignisse. Am Ende wird klar: Das Leben ist nichts für Feiglinge! Eine Titelauswahl: Voodoo auf Rezept * Eingefangen im Augenblick* Gefährliche Natur * Jeden Tag ein anderer sein * Den Teufel im Leib * Du bist nicht allein * Schöne alte Welt * Steuerschulden * Die Frau, die Facebook kaputt gemacht hat * Leberwurst im Goldarm * Plattfuß * Totenruhe * Last Lullaby of Birdland * Dienstfrei"


Über die Autorin:
Anja Ollmert, geb. 1966, lebt im Ruhrgebiet. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und arbeitet ehrenamtlich als geistliche Leiterin eines katholischen Frauenverbandes (kfd) und als Kinderchorleiterin.

Eigene Meinung:

Eine gelungene Kurzgeschichtensammlung, die sich dank Anja Ollmerts flüssigen Schreibstils schnell lesen lässt. Die Geschichten lassen uns hinter die Fassade von ganz normalen Menschen blicken. Anja Ollmert  verarbeitet aktuelle Themen,  wie z. B. Demenz, Facebook oder Stalking. Manch ein Verbrechen bleibt ungesühnt, manche Personen in ihren Geschichten dürsten  nach Rache, wieder andere haben es auf ein Erbe abgesehen und ein Mann will mit Vodoo seinen Konkurrenten ausschalten, um hier einige Themen zu nennen. Die Geschichten sind von humorvoll, nachdenklich stimmend, skurril bis bitterböse. Für jeden Geschmack ist hier etwas dabei.

Die Rechtschreib- und Formatierungsfehler wurden behoben. Ihr könnt also zuschlagen!

Das Holzbuch ist laut Autorin fehlerfrei.  4/5 Sterne für diese Kurzgeschichtensammlung. 

Montag, 14. April 2014

Rezension zu "Die Illusion des Getrenntseins" von Simon Van Booy, Suhrkamp Insel Verlag,Roman

Titel: Die Illlusion des Getrenntseins
Autor:  Simon Van Booy
Isbn Nr. 13-978-3-458-17592-6
Seitenzahl: 207 Seiten gebunden (14.4.14)
Verlag: Suhrkamp Verlag
Preis: 18,95 Euro

Klappentext:

"Eine kleine Bäckerei in Paris, mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Ein Soldat, dem in einem Akt der Güte das Leben geschenkt wird und der damit das Richtige tut. Eine mutige junge Frau, die offene Arme hat für ein Neugeborenes ohne Namen. Und ein Autor, der die Geschichte dieser Menschen in einer wunderbar zarten, eleganten Prosa erzählt – und dabei die unglaubliche Wucht menschlichen Schicksals entfaltet.
Als Martin schon fast alt genug für die Schule ist, erzählen ihm seine Eltern, dass ihnen vor einigen Jahren, mitten in den Kriegswirren, ein Fremder ein Baby auf den Arm gedrückt hat: ihn selbst. Er braucht Jahre, um seine Herkunft zu begreifen – und er braucht sein ganzes Leben, um dem Mann zu begegnen, der ihn einst gerettet hat. Und auch dann weiß er nicht, wer da vor ihm steht.
Simon van Booy erzählt davon, wie unsere Leben untrennbar miteinander verbunden sind. Davon, dass die Welt nur scheinbar ein fremder Ort ist und die Menschen darin uns näher sind, als wir ahnen."
Über den Autor:
Simon van Booy, geboren und aufgewachsen in Wales, lebt mit seiner Frau und Tochter in Brooklyn. Er ist der Autor von zwei Erzählungsbänden und zwei Romanen sowie drei Philosophiebüchern und schreibt u. a. für die New York Times, den Guardian und die BBC. Sein Werk wurde in vierzehn Sprachen übersetzt.

Eigene Meinung:
Wir erleben die Geschichte von Martin,  Mr. Hugo und einigen weiteren Personen in der Zeit von 1939 bis 2010.   
Simon van Booy hat die bewegenden Schicksale verschiedener Menschen zu einem grandiosen Roman verwebt. Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen.  Es geht in diesem Buch um Menschen, die sich in den Kriegswirren des 2. Weltkrieges nicht darum kümmern, ob die andere Person, auf die sie durch Zufall treffen,  ein Freund oder ein Feind ist. Sie beweisen Mut und helfen dem anderen, auch wenn sie dabei ihr eigenes Leben riskieren. Dabei springen die einzelnen Szenen in die Gegenwart, wo wir Einzelheiten über eine Person beispielsweise von deren Enkelin erfahren.

Die Geschichten sind sehr philosophisch und sehr weise. Der Autor erzählt wunderbar einfühlsam und bewegend und trotzdem sehr spannend. Das Buch stimmt nachdenklich und ist trotz manchen furchtbaren Erlebnissen und Schicksalschlägen der Protagonisten positiv und lebensbejahend.

Ich vergebe  5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für dieses sprachlich sich auf höchstem Niveau bewegende Buch. Dieses Buch eignet sich sehr gut zum Verschenken.

Freitag, 11. April 2014

Rezension zu Watcher. Ewige Jugend - die Niemandsland-Trilogie Band 1 von Nadine D'Arachart und Sarah Wedler, Impress Verlag

Watcher - ewige Jugend - die Niemandsland-Trilogie Band 1
Autorinnen:Nadine d'Arachart und Sarah Wedler
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1751 KB
Verlag: Impress (3.4.14)
ASIN:B00J289IHC
Preis: 3,99 Euro
 


Kurzbeschreibung:
"England, wie es die Großväter unserer Großväter einmal kannten, gibt es nicht mehr. Übrig geblieben ist eine einzige Stadt, umgeben von hohen Mauern, die es von dem abtrennen, was da draußen ist. Dem Niemandsland. Sie beherbergt die Reichen, die Glück gehabt haben, die Armen, denen nichts mehr bleibt, und die ewig jung Bleibenden, wie Jolette und Cy. Sie gehören nicht zu den Glücklichen, nicht zu den Unglücklichen, und auch nicht zu den Todgeweihten aus dem Niemandsland. Sie sind die Watcher. Ihre alleinige Aufgabe ist es, das Einzige, das alle am Leben erhalten könnte, vor den Todgeweihten zu schützen und jegliche menschliche Emotion dabei abzuschalten. Sie führen ein perfektes Leben. Bis sich Jolette und Cy eines Tages begegnen… Dies ist der erste Band der Niemandsland-Trilogie. Der zweite Band erscheint im Sommer 2014."

Über die Autorinnen:
Nadine d'Arachart wurde 1985 in Hattingen geboren und schreibt seit vielen Jahren gemeinsam mit Sarah Wedler. Neben diversen Veröffentlichungen in Anthologien und Jahrbüchern erhielten sie gemeinsam verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen - u.A. den Ideale Literaturpreis und den Green Me Story Award. 2011 standen die beiden im Finale des Open Mike in Berlin. Zuletzt wurden Nadine und Sarah mit dem Förderpreis zum Literaturpreis Ruhr 2012 ausgezeichnet. "Die Muse des Mörders" ist ihre erste Romanveröffentlichung. Im April folgte der Thriller "Abgründe" als E-Book.

Sarah Wedler wurde 1986 geboren und lebt in Hattingen. Sie studiert Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum und schreibt seit vielen Jahren Kurzgeschichten und Drehbücher. Gemeinsam mit Nadine d'Arachart wurde sie bereits mehrfach mit Literatur- und Drehbuchpreisen ausgezeichnet - u.A. mit dem Kubischu Förderpreis und dem Aachener Drehbuchpreis. 2011 stand sie gemeinsam mit Nadine im Finale des Berliner Open Mike; 2012 wurden beide mit dem Förderpreis zum Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. "Die Muse des Mörders" ist der erste Krimi, den die beiden Autorinnen gemeinsam veröffentlicht haben. Später folgte der Thriller "Abgründe" als E-Book.

Eigene Meinung:

Normalerweise gehe ich nicht auf Cover ein, dieses hier muss ich einfach erwähnen. Es ist wundervoll gestaltet und passt ganz gut zu dieser Story.

Diese Dystopie dreht sich um Jolette, die auch Jo genannt wird. Jolette ist ein Watcher. Sie beschützt das reiche Mädchen Patience, das in einem Internat lebt. Anfangs ist noch gar nicht klar, vor wem Patience beschützt werden muß.
Wir tauchen zuerst in eine heile Welt des Internats ein. Jo, die uns ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, versorgt die Tiere im Internat und hat natürlich immer ein Auge auf Patience. Die heile Welt zerbricht, als Cupids Jagd auf Patience machen und Jo, Patience wegschickt. Mit ihrer Hündin Mali und Cy, einem etwas mysteriösen zweiten Watcher, versucht Jo Patience zu beschützen. Es folgt eine Verfolgungsjagd durch ganz Europa, bei der Jo und Cy auf viele interessante Charaktere treffen und Abenteuer erleben. Ich möchte hier nicht darauf eingehen, was Watcher und Cupids genau sind. Schließlich möchte ich euch nicht die Spannung nehmen. Das wird alles im Laufe der Geschichte geklärt.

In dieser Dystopie ist London, wie jede andere Metropole, riesengroß. Beherrscht wird London von Industriellen, die unermesslich reich sind. Sie lassen ihren Reichtum und ihre Macht von Vigilanten beschützen.  Die Arbeiter leben in Arbeitervierteln. Ihr Leben besteht nur aus Arbeit und Armut. Und dann gibt es noch das Niemandsland, das durch Mauern von London abgeschottet wird. Diese fortschrittliche Zukunftswelt mit vielen neuen Technologien erinnert sehr an das Ständesystem des Mittelalters. Entsprechend brutal werden sogenannte Verbrechen geahndet.

Die beiden Autorinnen haben mit Jo eine sympathische Protagonistin erschaffen. Jo sieht sich als Freundin von Patience und nimmt ihren Job sehr pflichtbewusst wahr. Cy ist etwas mysteriös, wir Leser werden anfangs im Ungewissen gelassen über seine Rolle. Das macht uns natürlich um so neugieriger auf den Fortlauf der Geschichte. Ab und an erzählen die Cupids uns, was sie so erleben. Auch deren Rolle ist uns zuerst überhaupt nicht klar. Was wollen die Cupids mit den Kindern der Industriellen? Warum lassen die Industriellen die Cupids nicht einfach von den Vigilanten töten? So nach und nach werden unsere Fragen beantwortet und unsere Neugier befriedigt. Auch viele überraschende Wendungen erwarten uns in dieser Dystopie.
 
Ein gelungener Auftakt einer ganz anderen Dystopie mit fesselndem, spannendem Plot, viel Action, Verfolgungsjagden, sympathischen Charakteren, einer beginnenden Liebesgeschichte, neuartigen Wesen und einer Zukunft, die hoffentlich nie so sein wird. 5/5 Sterne, absolute Leseempfehlung. Ich bin gespannt auf den 2. Teil  und auf weitere, neue Ideen der beiden Autorinnen.

Montag, 7. April 2014

Gastrezension zu "Konnte mein Herz wissen, dass Tote weiterleben und lieben?" von Joana Peters,Roman, Frieling und Huffmann Verlag

Titel: Konnte mein Herz wissen, dass Tote weiterleben und lieben?
Autorin: Joana Peters
Seitenzahl: 128 Seiten Flexibler Einband/broschiert:
Verlag : Frieling & Huffmann (15.12.13), Roman
ISBN: 9783828031692
Preis: 8,90 Euro (neu)
(auch als eBook erhältlich, 6,99 Euro)



Eine Jugendliebe wiederfinden… und wieder verlieren

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten)
Joana Peters schreibt hier über ihr Leben. Sie fühlt, lebt und liebt, hat aber mit 50 Jahren das Gefühl, vielleicht etwas verpasst zu haben. Die Jugendliebe wird gesucht, gefunden und sie beginnt eine Affäre mit dem geliebten René. Die folgenden Begegnungen bestimmen von nun an ihr Dasein. Treffen werden kurzfristig von ihm abgesagt, SMSen werden geschrieben und Joana verliert sich in dieser Verliebtheit. Bis zu dem Tag, an dem sie erfährt, dass René gestorben sein soll. Mit dieser Tatsache kann und will sie sich nicht abfinden… aber ist ihr Geliebter wirklich tot? 

Infos zur Autorin
https://www.facebook.com/joana.peters.984?fref=ts
http://www.amazon.de/Joana-Peters/e/B00IW7AMII

Meine Meinung
Als Erstes möchte ich hier erwähnen, dass ich es immer schwierig finde, Rezensionen zu Biografien zu verfassen. Denn es handelt sich wirklich um eine außergewöhnliche und unglaubliche Lebensgeschichte, die von Joana intensiv beschrieben wird, denn es ist ihre eigene!

Da es eine wahre Begebenheit ist, kann ich nicht das Thema an sich bewerten, denn die Storyline ist nicht Fiktion.

Der erste Teil des Buches ist in Tagebuchform geschrieben und ich muss ganz ehrlich sagen, dass die Protagonistin zu Anfang schon ziemlich unsympathisch auf mich gewirkt hat, wenn ich jetzt einen Roman beurteilen müsste. Joana rennt René quasi hinterher, klettet wie verrückt und bombadiert ihn unablässig mit SMSen… puh, war irritierend für mich und ich war auch etwas genervt!

Der Mittelteil der Biografie war ganz okay zu lesen. Das letzte Kapitel war für mich dann sehr interessant und hatte mich auch von der Erzählweise und der Thematik in seinen Bann gezogen.

Als Leser merkt man, dass hier keine „professionelle“ Autorin geschrieben hat. Ich ziehe allerdings meinen Hut vor Joana Peters, die unter Pseudonym ihre Lebensgeschichte in diesem Werk verarbeitet hat und uns daran teilhaben lässt.

Die Covergestaltung finde ich wiederum rundum gelungen. In einem wunderschönen Blau ist als Hintergrund das Portrait einer jungen Frau zu sehen. Ich habe mir genauso Joana beim Lesen in ihren Jugendjahren vorgestellt.

Als Zielgruppe kann ich hier niemand bestimmten nennen. Ich würde allerdings empfehlen, dass die Leser zumindest volljährig sein sollten.

- Bei meinem Leseexemplar handelt es sich um ein signiertes, gewonnenes Buch von der Schriftstellerin, das einen sicheren Platz in meinem Buchregal gefunden hat. Vielen Dank Joana Peters! -

Fazit
Eine Lebensgeschichte, die mich am Ende doch noch zum Nachdenken angeregt hat und man muss sich in Deutschland als „Unwissender“ doch wundern, was alles im Verborgenen geschehen und passieren kann!
Als Roman/Fiktionsgeschichte wäre dieser Lesestoff nicht unbedingt etwas für mich gewesen, aber da es sich um eine wahre Begebenheit handelt, bin ich doch überrascht und das Buch hat mich grübelnd zurückgelassen, nachdem ich die letzte Seite umgeblättert habe!
Ich vergebe durchwachsene bis gute 3 von 5 Sternen.

Samstag, 5. April 2014

Rezension zu "Nachtkalt" von Mark Franley, Psychothriller, eBook



Titel: Nachtkalt
Autor: Mark Franley
Seitenzahl: 207 Seiten 
Dateigröße: 793 KB
ASIN: B00J5TSXMY
Format: Kindle Edition 
Preis: 2,99 Euro  (auch als TB für 10,99 Euro erhältlich)

Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Der neue Psychothriller des Bestsellerautors Mark Franley garantiert Spannung in Bestform. Nichts für schwache Nerven, aber für all jene, die den Nervenkitzel suchen.

Warum? Immer wieder stellt sich die Medizinstudentin Anja Lange diese Frage. Scheinbar harmlose Vorfälle verdichten sich mehr und mehr zu einer Bedrohung, die sie langsam um den Verstand bringt. Nicht nur, dass es keinerlei greifbaren Grund dafür gibt, auch ihre Glaubwürdigkeit schwindet von Mal zu Mal. Als sich dann auch noch die Polizei gegen sie stellt, liegt ihre ganze Hoffnung auf Mike Köstner. Kann er das tödliche Spiel beenden, oder ist doch alles anders, als es scheint? "

Über den Autor:

Mark Franley lebt und schreibt in Mittelfranken, wo er 1972 das Licht der Welt erblickte.
Die Eigenschaft, mit offenen Augen durch die Welt zu laufen, spiegelt sich in all seinen Geschichten wieder. Immer wieder finden sich gesellschaftliche Themen, geschickt eingebettet in fiktive Geschichten, und regen so zum Nachdenken an. Einige kurze, prägnante Sätze genügen, um den Leser in eine andere Welt zu holen und ihn dort festzuhalten. Spannung ist in jedem Fall garantiert!

Eigene Meinung:

Mark Franley hat mit "Nachtkalt" einen Psychothriller kreiiert, der Gänsehaut garantiert. Es geht in diesem Psychothriller rund um das Thema "Stalking", die Glaubwürdigkeit der Opfer, die Machtlosigkeit der Polizei und die Ohnmacht der Opfer. 

"Nachtkalt" ist aus der Sicht von Anja,einer sympathischen Medizinstudentin geschrieben. Anja muss auf ihren autistischen Bruder aufpassen, da ihre Mutter im Krankenhaus liegt. Ihr Elternhaus liegt einsam am Waldrand. Das ist natürlich mehr als ideal für einen Stalker. Anja scheint bedroht zu werden, fühlt sich beobachtet, erhält Anrufe. Sie nimmt das alles erst einmal überhaupt nicht ernst. Da ist ja auch noch Florian, ein Mitstudent. Zwischen ihm und Anja keimt eine Liebesbeziehung auf und Anja erhält so Unterstützung.  Doch dann demonstriert der Unbekannte seine Macht, so dass Anja die Bedrohung ernst nehmen muss.  Fast schon gegen Ende des Buches kommt Mike Köstner mit ins Spiel, den wir bereits aus Marks Vorgänger-Thrillern kennen. Diesmal ist Mike jedoch ein Privatdetektiv. Er hat den Polizeidienst an den Nagel gehängt. 

Mark Franley hat mit Anja Lange eine sympathische Protagonistin erschaffen. Wir können uns Anjas Situation ganz gut vorstellen und fiebern mit. Wir werden von Mark Franley ganz schön im Ungewissen gelassen, wer denn der Stalker ist und was er bezweckt. Manchmal keimt so ein Verdacht auf, wer hinter dem Stalking stecken könnte. Einige Überraschungen und Wendungen wurden gekonnt eingebaut.

Kleinere Rechtschreibfehler sind mir aufgefallen, die stören den Lesefluss allerdings nicht. Nur mit dem Ende, insbesondere, wie sich eine Person aus einer gefährlichen Situation zieht, bin ich nicht so ganz einverstanden. Hier hätte ich doch gerne genauer gewusst, wie sich der Protagonist aus der Affaire gezogen hat. Das ging dann doch etwas zu schnell. Insgesamt war der Schluss dann etwas unbefriedigend, hier hätte ich noch einige Dinge etwas genauer gewusst.  Das kann der Autor eigentlich viel besser, aber bei Mark Franley liegt meine persönliche Messlatte auch ziemlich hoch.

Von mir gibt es 4/5 Sterne für diesen atmosphärischen, superspannenden Psychothriller, der mir Albträume beschert hat - so beschäftigt hat er mich - und der leider viel zu schnell gelesen ist. 

Donnerstag, 3. April 2014

Rezension zu "Roter Mond" von Benjamin Percy, Penhaligon Verlag, Roman


Titel: Roter Mond
Autor: Benjamin Percy
Seitenzahl: 640 Seiten, gebunden
Verlag: Penhaligon Verlag (24.3.14)
Isbn Nr. 13-978-3764531232
Preis: 19,99 Euro

 Klappentext:
"Sie leben unter uns. Sie verwandeln sich. Sie kämpfen gegen ihre Unterdrücker – uns!
Als Regierungsagenten Claire Forresters Haustür eintreten und ihre Eltern ermorden, muss sie erkennen, dass sie und ihre Familie schon immer Ausgestoßene waren.

Chase Williams hat seinen Wählern versprochen, die USA vor Terror zu beschützen. Doch nun wird er selbst zu dem, was er zu vernichten geschworen hat.

Bis heute wird die Bedrohung durch Gesetze, Gewalt und Drogen in Schach gehalten. Doch die Nacht des Roten Mondes rückt näher, wenn die Welt für immer ihr Antlitz verändern wird – und die Schlacht um die Menschlichkeit beginnt …

Eine überzeugende Parabel auf die Welt, in der wir leben."

Über den Autor:
Benjamin Percy wuchs auf im tiefsten Oregon. Vor seinem Romandebüt „Wölfe der Nacht“ schrieb er zwei hochgelobte Erzählbände. Er lehrt Creative Writing an der Iowa State University.

Eigene Meinung: 
  
In Amerika herrscht eine Seuche. Die "Infizierten" verwandeln sich in Werwölfe. Ansteckung erfolgt unter anderem durch Bisse oder Geschlechtsverkehr. Die Regierung versucht die Seuche einzudämmen, indem sie den Infizierten Drogen verabreicht, die die Verwandlung stoppt, aber schlimme Nebenwirkungen haben. Deshalb möchte nicht jeder Lykaner, wie die Infizierten genannt werden, diese Drogen einnehmen. Manche versuchen daher, den Bluttests zu entgehen. Als alle Insassen bis auf  Patrick bei einem Flugzeugattentat durch einen Lykaner getötet werden, eskaliert die Situation der Lykaner in Amerika. Was den Rebellen Aufwind beschert. Der Kampf zwischen Mensch und Lykaner verschlimmert sich um ein Vielfaches.

Die Geschichte ist in drei Bücher und in kurze Kapitel unterteilt.
Wir erleben diese unglaublich spannende, total andere Werwolf-Geschichte aus der Sicht verschiedener Personen.  Da ist Claire, eine Lykanerin, die sich nicht gerne verwandelt und nur ein normales Leben führen möchte. Sie wird aus ihrem Alltag gerissen, als Regierungsbeamte ihr zu Hause stürmen und sie flüchten muß. Ab diesem Zeitpunkt kämpft Claire um ihr Überleben. Patrick, der nach der Trennung seiner Eltern bei seinem Vater aufgewachsen ist, soll nun für 12 Monate zu seiner Mutter fliegen. Patrick ist der einzige Überlebende des Flugzeugattentats, er wird als "Wunderjunge" gefeiert. Chase Williams möchte Präsident von Amerika werden, als er infiziert wird. Dieses Geheimnis möchte er um jeden Preis bewahren.  
Was anfangs noch nicht ersichtlich ist, kristallisiert sich im Laufe der Geschichte heraus, die Schicksale dieser Protagonisten  hängen zusammen.

"Roter Mond" ist ein unglaublich intensiv geschriebenes Buch mit sehr interessanten, glaubwürdigen Charakteren. Das ist Kopfkino pur, dabei sind manche Szenen nichts für schwache Nerven. Es geht ziemlich brutal zu in diesem düsteren Amerika. Gut oder Böse gibt es nicht, eher die Schattierungen. Wir erleben grausame Gesetze, die brutal umgesetzt werden, hilfsbereite Menschen und Lykaner, die nicht danach schauen, ob es sich bei den Hilfsbedürftigen um Lykaner oder um Menschen handelt und wir erleben machthungrige Politiker, die über Leichen gehen.

Die wechselnden Erzählstränge mit Cliffhangern machen dieses Buch, das ich mit seinen 640 Seiten innerhalb 3 Tagen verschlungen habe, zu einem absoluten Pageturner. Der Autor hat auch einige Wendungen und Überraschungen eingebaut. Am Anfang eines neuen Buches werden wir von Ereignissen überrascht, die dann im Laufe der Geschichte erklärt werden. Dieser Kniff erhöht noch einmal die Spannung. Der Autor unterrichtet kreatives Schreiben, das merkt man.

 "Roter Mond" ist gesellschaftskritisch, stimmt nachdenklich und ist mit Parabeln wie "Die Stadt der Blinden" zu vergleichen. 5/5 Sterne, ein Highlight!  Dieses Buch muss man einfach lesen.  

1. Lesung von Petra Durst-Benning im Cafèhaus Veit in Reutlingen

Am Mittwochabend war Premiere der Caféhauslesungen von Petra Durst-Benning im Caféhaus Veit in Reutlingen. Die Gäste der restlos ausver...