Mittwoch, 25. Juni 2014

Rezension zu "Im Land der Nachtschattenvögel" von Katjana May, Fantasy, eBook, Carlsen Impress Verlag


Titel: Im Land der Nachtschattenvögel
Autorin: Katjana May
Seitenzahl: 322 Seiten

Isbn-Nr:  978-3-646-60058-2 
Verlag: Carlsen Impress Verlag
Preis: 3,99 Euro

 

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Es scheint nur ein abgegriffenes Büchlein zu sein, das die Schulbibliothekarin der sechzehnjährigen Julie Winter in die Hand drückt. Dass sich hinter dem dicken Sagenwälzer eine ganz neue Welt verbirgt, entdeckt Julie erst, als es schon zu spät ist – und sie sich mittendrin befindet. In einem Land wie aus einem Märchen, mit einer dunklen Herrscherin an dessen Spitze und einem jungen Jäger an ihrer Seite, der ihr wahrscheinlich nicht nur Gutes will. Doch das Geheimnisvollste an diesem Land sind seine Ureinwohner, die Nachtschattenvögel. Um zurück nach Hause zu finden, muss Julie ihren eigenen Weg gehen, den unheimlichen Vögeln folgen und Zusammenhänge aufdecken, die mehr mit ihrer Vergangenheit zu tun haben, als sie es für möglich hält…

Über die Autorin:
Katjana May ist seit 2013 im Bereich der romantisch-abenteuerlichen Fantasy aktiv, schreibt aber schon sehr viel länger. Zusätzlich zu den phantastischen Genres hat sie unter anderem Namen bereits in den Bereichen Mystery, Kinder- und Jugendliteratur, Märchen und Lyrik veröffentlicht und auch Auszeichnungen erhalten. Falls ihr mehr wissen möchtet: www.katjana-may.de 

Eigene Meinung:
Julie wird über ein Buch in eine komplett andere Welt gebracht. Eigentlich möchte sie nur wieder nach Hause. Doch sie erhält immer wieder einen geheimnisvollen Hilferuf und sie kann erst nach Hause zurück, wenn sie dem Hilferuf folgt und den Bewohnern dieser Welt hilft. Das ist natürlich sehr gefährlich. Das Mädchen erhält Hilfe von verschiedenen Einwohnern und muss sich manchmal fragen, wem sie trauen kann und wem nicht.

Katjana May beschreibt das Land der Nachtschattenvögel mit ihren Bewohnern sehr detailiert. Spannung und Tempo werden so nach und nach aufgebaut. Die Charaktere sind gelungen, auch neuartige Geschöpfe, wie z. B. die Nachtschattenvögel hat Katjana May kreiiert.  Julie ist ein sympathischer Teenager, die ganz langsam das Geheimnis der Nachtschattenvögel und des geheimnisvollen Landes ergründet. Sie muss sich im Laufe der Geschichte weiterentwickeln und so manches Mal über ihren eigenen Schatten springen.

Wer auf schöne Fantasygeschichten mit Magie, einer zarten Liebesgeschichte, neuen Geschöpfen,   und sympathischen Charakteren steht, muß diese Geschichte einfach lesen. Manchmal war der Verlauf der Geschichte etwas zu vorhersehbar. Deshalb 4/5 Sterne.

Montag, 23. Juni 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Schattenhauch" von Tanja Bern, Dystopie,


Titel: Schattenhauch
Autorin: Tanja Bern
http://www.romane.tanja-bern.de/10.html (mit Leseprobe)
Verlag:  Impress/Carlsen Verlag (5.6.14)
Seitenzahl:
261 Seiten (301 S. geschätzt bei amazon, meine persönliche Meinung aufgrund meiner Lesegeschwindigkeit: 361 S.)
ISBN: 978-3-646-60039-1
Preis: 3,99 € (eBook)


Hast Du ihn gesehen? Den Schatten…


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Vor 30 Jahren hat eine große Chemiekatastrophe die Menschheit fast völlig ausgerottet. Die Überlebenden bzw. ein kleiner Teil davon lebt nun in einem Dorf, ohne Strom, in einfachsten Verhältnissen. Schutzwälle grenzen die Gemeinschaft zum Urwald ab, in dem es noch einige andere gibt… die Schatten… die gefährlich sind… und deswegen darf man auch nicht in den Wald gehen!

Die 17jährige Amelie ist ein intelligentes Mädchen, hat ihre Freunde und hilft den Dorfbewohnern, in dem sie sich u.a. mit natürlichen Mitteln um die „medizinische“ Versorgung kümmert. Leider werden innerhalb des Dorfes bestimmte Blüten knapp, die sie für einen Sud dringend benötigt. Mutig wie Amelie ist, wagt sie sich doch außerhalb des Walls und sieht ihn im Wald, einen Schatten. Diese Begegnung ängstigt die Heranwachsende…

Bei einem „Schulausflug“ verschwindet ein anderes Mädchen und es herrscht helle Aufregung, denn ein Zugang im Wall ist geöffnet und von ihr fehlt jede Spur. Amelie, die sich für das Verschwinden verantwortlich fühlt, schließt sich zusammen mit Derlyn, einem gleichaltrigen Jungen, der als Kind im Wald gefunden und im Dorf aufgezogen wurde, den Suchtrupps an und begibt sich wieder in den düsteren Urwald…

Meine Meinung
Die Dystopie wird in der dritten Person aus Sicht mehrerer Personen erzählt. Am Anfang des Romans lernt der Leser natürlich erst einmal die beiden Protagonisten, Amelie und Derlyn, näher kennen. Sie kommt mit jedem gut aus und wird respektiert. Er ist ein Einzelgänger, denn er kommt aus dem Urwald, gibt sich anders und wirkt androgyn.

Ich musste bei einer Szene wirklich in mich hineinlächeln, was die Autorin mit Sicherheit bezweckt hat. Amelie soll herausfinden, ob Derlyn nun ein Junge oder ein Mädchen ist. Diese Mutprobe haben sich die Jungs aus der Clique ausgedacht und feixen sich natürlich einen. Amelie und Derlyn kommen sich durch diesen Hintergrund etwas näher; buchstäblich so gemeint, denn sie möchte diesen körperlichen Beweis „ertasten“. Himmlische Situationskomik bzw. Fremdschämen inbegriffen *gg*

Leider konnten mich die aufkeimenden Gefühle von Amelie und Derlyn nicht wirklich mitreißen, aber die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist auch nicht Hauptbestandteil dieser Dystopie, worüber ich auch ganz glücklich bin…

Ich möchte über die eigentliche Geschichte nicht zu viel verraten… der Hauptbestandteil der Story findet im Urwald statt… zwischen und in den Bäumen… in der „alten“, zerstörten Stadt… es gibt nicht nur Gut und Böse, Richtig und Falsch, Mensch und Schatten.

Die Schriftstellerin legt viel Wert auf die Natur und ich habe mehr als einmal den erhobenen Zeigefinger gesehen… was ich aber auch wichtig finde in der heutigen Zeit und Gesellschaft. Viel zu sehr verlassen wir uns auf unsere Maschinen, Gerätschaften, den Strom. Bequemlichkeit und Überfluss bestimmen das Leben. Vielleicht sollte man sich mal wieder bewusst werden, was man eigentlich WIRKLICH zum Leben benötigt!

Leider (muss ich fast sagen, denn ich mochte den Film nicht!) erinnerten mich einige Szenen sehr an den Blockbuster AVATAR. Dadurch liefen bei mir in der Fantasie auch ein paar blaue Gestalten rum, die in der Geschichte überhaupt nichts verloren haben…

Bis zur Mitte des Buches hatte mich das Geschehen noch nicht wirklich packen können. Bis dahin hätte ich für mich gesagt: Ist ein schönes Buch, kann man gut weglesen, aber so wirklich vom Hocker reißen tut es mich nicht wirklich.
Allerdings wurde die Dystopie bis zum Schluß schön abgerundet und einige Fäden fanden zusammen und ich kann sagen, dass mich das Buch gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt hat. Besonders die Szenen mit dem Löwen und den Wölfen haben mich angesprochen, aber auch die zwischenmenschlichen Beziehungen auf verschiedenen Ebenen…

Die Schreibweise war für mich sehr angenehm und der Text wurde gekonnt durch Dialoge aufgelockert. Was ich ein bißchen schade finde, ist, dass es dieses Buch bislang leider nur als eBook gibt.

Ich befinde mich momentan im Fantasy- und Dystopien-Fieber und bereue es wirklich nicht, diesen Roman „gefunden“ und gelesen zu haben. Anvisiert wird ein jugendliches Publikum ab 14 Jahren… allerdings kann ich diese Lektüre auch allen Erwachsenen ans Herz legen.

Es gibt etliche Randfiguren, die sehr stimmig beschrieben und in die Handlung integriert wurden.

Schattenhauch war der erste Roman, den ich von Tanja Bern gelesen habe, allerdings gibt es schon mehrere Veröffentlichungen von ihr, die ich mir mit Sicherheit noch näher ansehen werde.

Ich bedanke mich herzlich beim Carlsen/Impress Verlag für die Bereitstellung dieses eBook-Rezi-Exemplars (als Gast-Rezensentin für Biggis Blog)!

Fazit
Eine Jugend-Dystopie, die mit einer guten Idee, schönen Szenen und einem guten Blick für die Natur daher kommt und den Leser in eine in sich stimmige Geschichte eintauchen lässt.
Ich vergebe sehr gute 4/5 Sterne und freue mich schon auf die nächste Lektüre von Tanja Bern!


Samstag, 21. Juni 2014

Rezension zu "Auf der Spur" von Jule Blum und Elke Heinicke, Konkursbuchverlag, Thriller,

Titel: Auf der Spur
Autorinnen: Jule Blum und Elke Heinicke
Seitenzahl: 224 Seiten, brochiert
Verlag: Konkursbuch Verlag  (7.3.2014) 
Isbn Nr.  ISBN 978-3-88769-795-2.
Preis: 9,90 Euro

Klappentext:

Marie lebt ein ruhiges Leben in einer Heidelberger Reihenhaussiedlung. Plötzlich bekommt sie unheimliche Nachrichten. Briefe, ohne Absender, ohne Briefmarke. Sie fühlt sich beobachtet. Dass ein Stalker es ausgerechnet auf sie abgesehen hat, kann sie sich nicht vorstellen. Die Briefe enthalten verwirrende Informationen über ihre Eltern, Anleitungen und Koordinaten. Waren ihre Eltern wirklich die Menschen, die sie kannte? Marie hat keine Idee, wer ihr solche Nachrichten schicken könnte. Ihre Mutter ist tot, ihr Vater, dessen liebloser Umgang mit ihr tiefe Spuren hinterlassen hat, lebt dement im Pflegeheim. Sie hat Angst und ist zugleich fasziniert von dem Spiel, in das der unbekannte Briefeschreiber sie lockt.
Nach dem Prinzip des Geocachings werden für Marie kreuz und quer in Deutschland kleine Behälter versteckt. Über jedem neuen Rätsel, jedem Abenteuer liegen die Ereignisse der Vergangenheit wie ein dunkler Schatten. Ein Abenteuer beginnt, das Maries bisheriges Leben aus den Fugen geraten lässt. Doch dann wird das Spiel immer bedrohlicher.
Der Geocaching-Thriller! Sein wahres Gesicht entfaltet sich erst ganz am Schluss.

Über die Autorinnen:
Jule Blum ist Germanistin, westsozialisiert. Elke Heinicke Slawistin und Anglistin, ostsozialisiert. Begeisterte Geocacherinnen, seit sei das erste Mal ein GPS in der Hand gehalten habe.


Eigene Meinung:
Mit diesem Thriller bin ich nicht so richtig warm geworden. Ich hatte den Eindruck, die Autorinnen würden ihre Lebensgemeinschaft und das Geocachen in die Geschichte auf Biegen und Brechen hineinbringen. Entsprechend konstruiert wirkt das Ganze. Die Charaktere haben zuviele Widersprüche für meinen Geschmack, sie agieren ab und an ganz schön seltsam.  Die ganze Geschichte ist nicht schlüssig und logisch.

Für einen Thriller bietet mir die Story zu wenig Spannung, zuviel vom Alltag des Pärchens wird hier erzählt und der ist nicht eben spannend.

Wer allerdings vom Geocaching noch keine Ahnung hat, der erhält hier einen kleinen Einblick und findet dieses Hobby wahrscheinlich sehr spannend.

 2/5 Sterne für diesen Roman um Liebe zwischen Frauen, Geocaching und um ein Geheimnis, das in der Vergangenheit liegt.











Donnerstag, 19. Juni 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Blood and Gold" Elemente der Schattenwelt Band 1 von Laura Kneidl, Fantasy, Carlsen Impress Verlag


Titel: Blood&Gold (Elemente der Schattenwelt, Band 1)
Autorin: Laura Kneidl
http://www.elemente-der-schattenwelt.de/
http://fan-lounge.carlsen.de/laura-kneidl
https://www.facebook.com/groups/291620617662535/
Verlag: Impress /Carlsen Verlag (8.5.14)
Seitenzahl: 416 Seiten

ISBN: 978-3-646-60054-4
Preis: 4,99 € (eBook)



Warden ist mein zweiter FOUR *hach*…


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):
Wir wissen es doch alle, oder ahnen es zumindest: Sie leben mitten unter uns, und sie müssen bekämpft werden. Vampire, Werwölfe, Geister und ähnliche Gestalten sind auch 2014 in Evanstone anzutreffen… und die Hunter gehen auf die Jagd! 

Die volljährige Cain (ein Mädchenname, an den ich mich wirklich gewöhnen musste!) und ihr Cousin Jules fiebern ihrer Auswahlzeremonie entgegen. Der Gen-Reader erkennt hierbei anhand eines Bluttropfens, ob und welches Hunter-Gen bei den Anwärtern vorhanden ist. Cain hofft, dass sie – genau wie ihre Mutter – eine Blood Huntress ist und zur Vampirjägerin ausgebildet wird. Und natürlich soll Jules, ihr bester Freund, idealerweise ihr Partner werden und sie würden dann gegenseitig als Venatoren auf sich aufpassen…

Aber erstens kommt es natürlich anders, und zweitens als man denkt.
Obwohl… Cain soll tatsächlich zukünftig Blutsaugern auf die Pelle rücken, aber Jules… ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber auf jeden Fall werden anhand eines ausgeklügelten Testes die besten idealen Partner herausgefiltert und die Päarchen (Venatoren) zusammengeführt.
Hier kommt dann der 18jährige Warden Prinslo ins Spiel. Ihm eilt sein schlechter Ruf voraus, denn er befindet sich bereits auf der Jagd. Er sucht die Mörder seiner Eltern und will die Täter zur Strecke bringen… und so treffen sie aufeinander, Cain und Warden, und müssen lernen, sich aufeinander verlassen zu können…

Meine Meinung

Mein erster Satz muss einfach lauten: Ahhhhh, ich bin so begeistert!

Ich habe diesen tollen Auftakt einer Fantasy-Reihe einfach nur inhaliert. Morgens habe ich das Buch in meinem Urlaub in die Hand genommen und abends waren über 400 Seiten einfach von mir aufgesaugt worden.

Der Anfang mit der Aufnahmezeremonie hat mich natürlich an Harry Potter erinnert, aber in diesem Genre sind mittlerweile Ähnlichkeiten bzw. gleiche Ansätze nun keine Seltenheit mehr und wenn ich mich gut unterhalten fühle, der Schreibstil stimmt und ich mich in die beiden Protagonisten „verliebe“, ist das doch auch egal *gg* Ich möchte hier dann auch noch schnell einmal „Buffy“ und „Supernatural“ und natürlich „Divergent“ ins Spiel bringen…

Die Hauptpersonen sind Cain, Warden und Jules.
Jules ist anfänglich eher als Randfigur angesetzt, aber er wächst einem gleich ans Herz und ich finde ihn einfach nur sympathisch.
Cain ist eine moderne, junge Frau, die nicht ohne Daisy, ihr Handy, leben kann und ihr Leben quasi stündlich twittert. Sie ist so aufgeregt, freut sich auf ihre Lebensaufgabe und muss sich dann mit einem verschlossenen, fremden Gleichaltrigen auseinander setzen.
Ja und Warden *hach* Wer mich kennt, weiß, dass ich ein totaler DIVERGENT-Junkie bin und Four (Tobias) dort einfach LIEBE!!! Und ich muss hier sagen… Warden ist (fast) genauso tough und in sich gekehrt und einfühlsam und… *hach*… einfach TOLL (Danke Laura Kneidl!!!).
Eine Stelle in diesem Buch war für mich quasi eine Schlüsselszene zwischen Cain und Warden. Es findet ein Trainingsturnier statt, wobei einer der Partner mit verbundenen Augen einen Gegner von einem Balken mit einem Stock schlagen muss und der andere muss hierzu dem „Blinden“ Kommandos und Tipps geben. Eine schöne Situation, die den Umgang zwischen den Venatoren aufzeigt…

Neben der wachsenden Beziehung von Cain und Warden wird viel Wert auf Action gelegt. Die Jagd- und Kampfszenen werden wunderbar in Worte gefasst. Ich fühlte mich immer wieder mitten ins Geschehen geschmissen und habe mitgefiebert, bei diversen Angriffen, bei denen Opfer auf beiden Seiten zu verzeichnen waren…

Schön finde ich, dass es hier mal nicht um eine zerstörte Stadt in der Zukunft oder eine Untergrundformation in der Vergangenheit geht, sondern dass die Storyline im Hier und Jetzt angesiedelt ist.

Mich hat der Roman vollends überzeugt und hatte mich schon nach wenigen Seiten einfach packen können. Es war gar nicht daran zu denken, dass ich dieses Buch erst am nächsten Tag zu Ende lese. Und als ich dann bei den letzten Zeilen angelangt war, war ich einfach glücklich bzw. ein wenig traurig, weil ich nicht mehr mit Cain und Warden weiter kämpfen konnte…

Anvisiert wird ein jugendliches Publikum ab 14 Jahren… allerdings kann ich diese Lektüre auch allen Erwachsenen ans Herz legen, besonders den weiblichen Fans von FOUR aus Divergent *gg*.
Was ich ein bißchen schade finde, ist, dass es dieses Buch bislang leider nur als eBook gibt, aber was nicht ist, kann ja noch werden (hoffentlich)…

Blood & Gold war der erste Roman, den ich von Laura Kneidl gelesen habe, es wird allerdings nicht der letzte gewesen sein. Das ist mal sowas von klar. Da es sich auch nicht um das Erstlingswerk gehandelt hat, hat sich meine Wunschliste wieder einmal vergrößert.

Ich bedanke mich herzlich beim Carlsen/Impress Verlag für die Bereitstellung dieses eBook-Rezi-Exemplars (als Gast-Rezensentin für Biggis Blog)!

Fazit
Ein Jugendroman, der rasant und mit dem gewissen Schuss Romantik daher kommt, und einen mitreißt in eine Welt, die einfach „fantastisch“ ist. TOP!
Ich vergebe verdiente 5/5 Sterne und freue mich schon auf die die Fortsetzungen, die am 02.10.14 (Soul & Bronze) und in 2015 (Magic & Platina) erscheinen werden!


Dienstag, 17. Juni 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Sternensommer" von Sabrina Qunaj, Carlsen Impress Verlag, Fantasy


Titel: Sternensommer
Autorin: Sabrina Qunaj 
http://www.sabrina-qunaj.at/
Verlag: Impress /Carlsen Verlag (5.6.14)
Seitenzahl:
347 Seiten
ISBN: 978-3-646-60060-5

Preis: 3,99 € (eBook)

Perfekte, fantastische Lovestory, wenn nicht diese grauen, tribbelnden „Hunde“ wären…


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Dilia Hanreich, 16jährige Highschool-Diva, scharrt am letzten Schultag wieder ihre Clique um sich und stolziert auf ihren Pumps im Designer-Fummel über die Flure und freut sich ihres Lebens, denn ihr Daddy will mit seiner neuen Freundin und ihr in den Urlaub fliegen. Sommer, Sonne, Erholung pur – da kann man es auch wochenlang mit der x-ten neuen Fast-Stiefmutter aushalten, auch wenn die nur ein paar Jährchen älter ist, als man selbst… 

Aber der Tag fängt schon nicht gut an, denn Dilia läuft ihr Schulkamerad Emrys auch noch über den Weg, ein Nerd, der sie so richtig nervt und auch schon gar nicht ihr Typ ist. Dilia verbringt allerdings nach dem letzten Schulgong noch ein wenig (heimlich) Zeit in der Schule, um sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Tanz, hinzugeben. Hier kann sie ihr mexikanisches Temperament ausleben und ungestörte Minuten erleben. Zu Hause erhält sie ihren nächsten Dämpfer: Der gemeinsame Urlaub mit Papi, für den sie alles tut, um ein bißchen Aufmerksamkeit zu erhaschen, fällt ins Wasser… die Arbeit wieder einmal. Daddy wird allerdings einen Kurztrip mit seiner Herzallerliebsten in Paris verbringen können und – Überraschung – Dilia darf ins SOMMERCAMP, worauf sie natürlich so gar keine Böcke hat…

Der Chauffeur lädt die kleine aufgetakelte Dame mit ihren großen Koffern als es soweit ist auch im Ferienlager ab und dort huscht ihr als erstes der kleine Schwerenöter Freddy über den Weg. Ein kleiner neunmalkluger Fratz, den Dilia tatsächlich gleich ins Herz schließt… die Eltern, Ed und Laura, sind auch sehr nett zu ihr, aber da gibt es ja noch den älteren Bruder von Freddy, der natürlich EMRYS heißt *gg*

Wer hier jetzt auf eine bittersüße Liebesgeschichte mit Zickenalarm und auf schlagfertige Wortgefechte hofft, liegt genau richtig. Allerdings kommt noch ein gehöriger „fantastischer“ Schuss hinzu, denn Dilia kann in Emrys Augen die Sterne sehen und es scheint fast so, als sei er nicht von dieser Welt…  


Meine Meinung

Zunächst muss ich gestehen, dass ich froh bin, ENDLICH mal wieder einen in sich stimmigen und abgeschlossenen Roman in den Händen gehabt zu haben. Kein Warten auf das nächste Buch, sondern man fängt einfach an zu lesen und wenn die letzte Seite vorbei ist, dann hat auch die Geschichte ein Ende.

Ich habe bereits die Diologie Teufelsherz und Teufelstod von Sabrina Qunaj begeistert gelesen und konnte mich wieder schnell in ihrem flotten Schreibstil zurecht finden. Die Seiten flogen dahin und ich hatte sehr viel Spaß mit den Protagonisten, Dilia und Emrys. Die Randfiguren, hier insbesondere Freddy, Ed und Laura, aber auch die Haushälterin und der Chauffeur von Dilia wurden sympathisch gezeichnet und haben gut ins Gesamtbild gepasst.

In letzter Zeit muss ich feststellen, dass mich einige Bücher aus dem Fantasy-Genre an Kinofilme erinnern. Bei Sternensommer musste ich doch glatt an das „Geblitz-Dingse“ aus Men in Black denken, was aber doch irgendwie anders ablief in diesem Roman. Die Idee fand ich sehr gut und auch, dass hier auch neben den (wenn es sie denn gibt) positiven Aspekten auch die Nachteile aufgeführt und „diskutiert“ werden.

Ich fand das Päarchen einfach nur zuckersüß. In der Highschool und auch im Sommercamp wurden die beiden wirklich als liebenswerte (ja, auch eine Zicke kann liebenswert rüber kommen!) Personen dargestellt, die ich vom ersten Moment an mochte (naja, okay, Dilia erst auf den zweiten Blick *gg*). Die Ortschaften konnte ich mir sehr bildlich vorstellen und war auch immer mitten im Geschehen als stille Betrachterin.

Wie bereits angedeutet geht es hier nicht nur um die Teenie-Liebelei, sondern auch um einen „fantastischen“ Hintergrund. Hierüber möchte ich eigentlich nicht zu viel erzählen und auch nicht unnötig ins Detail gehen, weil ich Angst davor habe, zu viel zu verraten, aber es wurde mir dann doch etwas zu viel, als so kleine graue „Hunde“ darhergedribbelt kamen… das konnte ich für mich überhaupt nicht mit der an sich wirklich schönen Geschichte vereinbaren und musste hier leider, leider, leider wirklich 1 Stern bei der Bewertung abziehen. Es hatte mich einfach gestört und ich war schon fast entsetzt… ist aber alles Geschmacksache!

Und auch bei diesem Jugendbuch muss ich leider feststellen, dass es z.Z. nur als eBook erhältlich ist. Ich persönlich liebe mittlerweile alle Stories, die ein jugendliches Publikum ab 14 Jahren ansprechen sollen. Naja, mit knapp 40 liege ich ja auch noch voll im Rahmen *gg* Die Geschichte ist natürlich auch für weibliche Erwachsene geeignet, die schöne Liebesgeschichten mit fantastischen Elementen mögen. Für Männer wäre diese Lektüre meiner Ansicht nach nicht wirklich etwas…

Ich bedanke mich herzlich beim Carlsen/Impress Verlag für die Bereitstellung dieses eBook-Rezi-Exemplars (als Gast-Rezensentin für Biggis Blog)!

Fazit
Eine Liebesgeschichte im klassischen Sommercamp-Hintergrund mit viel Freude am zeichnen romantischer Szenen. Der fantastische Einschlag war für mich leider ein wenig „zu viel“.
Ich vergebe sehr gute 4/5 Sterne und freue mich natürlich auf weitere Lektüre von Sabrina Qunaj, wobei ich hier nun die historischen Romane anvisiert habe!

Dienstag, 3. Juni 2014

Rezension zu "Judith und Jolanthe" von Oliver Fehn, Pandämonium Verlag, Novelle

Titel: Judith und Jolanthe
Autor: Oliver Fehn
Seitenzahl: 104 Seiten (30.4.14
Verlag: Pandämonium Verlag
Isbn Nr. 13-978-3944893044
Preis: 8,99 Euro




Klappentext:
"Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Jolanthe, die bäuerlich-herbe Raumpflegerin in der Nachtbar 49th Parallel, und die Serviererin Judith – jung, attraktiv und alles andere als ein Kind von Traurigkeit. Die beiden Frauen werden Freundinnen und erzählen sich aus ihrem Leben – doch als Judiths 12jähriger Sohn Levin auftaucht, der jede Nacht nach Sperrstunde zauberhafte Klänge auf dem Barpiano spielt, gerät Jolanthes Welt jäh aus den Fugen. Sie beginnt, den Jungen auf fanatische Weise zu vergöttern, und zeichnet ein Bild von ihm, dem Levin nicht gerecht werden kann.

Oliver Fehns erste längere Arbeit seit der „Klavierbrücke“ – eine Novelle voller Fantasie und Farben, die von Liebe handelt, von der Musik und vom versäumten Leben. Zu „Judith und Jolanthe“ komponierte der Autor auch vier Klavierstücke (Levin’s Theme, Judith’s Rag, Jolanthe’s Waltz und In Search of My Father), die er vielleicht irgendwann auf CD einspielen wird."

Über den Autor:
Oliver Fehn, geboren 1960, ist Autor zahlreicher Romane und Sachbücher. Im Pandämonium-Verlag erschienen bisher sein Roman "Die Klavierbrücke", die Kurzgeschichtenbände "Keiner will mehr nach San Francisco" und "Hitzemond", sowie seine Übersetzung von Mark Twains Roman "Der geheimnisvolle Fremde". Neben seiner Autorentätigkeit arbeitet er vor allem als Übersetzer von Büchern aus dem Musikfachbereich.

Eigene Meinung: 
Judith, die als Bedienung in der Bar "49th Parallel" arbeitet, ist jung, schön, eben Lebensfreude pur. Sie lernt die Raumpflegerin Jolanthe kennen, die in derselben Bar arbeitet.Jolanthe hatte ein hartes Leben, was man ihr anmerkt.  Die beiden total gegensätzlichen Frauen freunden sich an. Als Judiths zwölfjähriger Sohn Levin zu Besuch kommt, scheint Jolanthe aufzublühen. 

Auch diese Novelle über zwei Frauen und das Leben, das doch gelebt werden möchte, ist von Oliver Fehn wunderbar erzählt. Er hat interessante Figuren erschaffen und lässt uns Nächte im "49th Parallel" in einer wunderschönen Atmosphäre verbringen. Levins Musik verzaubert uns genauso wie Jolanthe. Wenn wir genau hinhören, können wir seine Musik ganz leise zwischen den Zeilen heraushören.

5/5 Sterne für diesen fast schon etwas zu kurzen, sehr stimmungsvollen Lesespaß, der in uns eine Saite zum Erklingen bringt und noch lange nachhallt. 

Rezension zu "Mudbound - Die Tränen von Mississippi" von Hillary Jordan, übersetzt von Karin Dufner , Pendo Verlag, Roman

Titel: Mudbound - Die Tränen von Mississippi Autorin: Hillary Jordan Übersetzt von: Karin Dufner Seitenzahl: 348 Seiten, (Klappenbrosc...