Sonntag, 31. August 2014

Rezension zu "Traummann mit Ente" von Alice Golding, Chicklit-Roman, eBook

Titel: Traummann mit Ente
Autorin: Alice Golding
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 390 KB 
Seitenzahl der Printausgabe: 214 Seiten
ASIN: B00N455NUA
 Preis: 2,99 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Freuen Sie sich auf ... eine turbulente Geschichte um Neu-Autorin Valerie, die ihrem Traummann Erik gleich zu Beginn ihres Kennenlernens eine gepfefferte Lüge auftischt ... auf kritische Mitglieder einer Schreibgruppe ... verrückte Hotelgäste ... und eine Mutter, die man nicht geschenkt haben will!

Endlich einen Mann an ihrer Seite – das ist alles, was Valerie sich wünscht. Humorvoll soll er sein, treu und … eine Ente fahren. Als ihr mit Erik genau so ein Traumtyp begegnet, könnte alles perfekt sein. Wäre da nicht diese klitzekleine Lüge, die ihr über die Lippen kommt, um sich ein bisschen interessanter zu machen. Denn eine erfolgreiche Schriftstellerin ist sie wahrhaftig nicht, genau genommen umfasst ihr geplanter Roman erst zwei Zeilen. Als Eriks Freund, ein bekannter Verleger, gerne eine Leseprobe von Valeries Schaffen sehen würde, ist guter Rat teuer. Wie schreibt man auf die Schnelle eine spannende Geschichte, wenn man schon beim Verfassen einer Glückwunschkarte Schweißausbrüche bekommt? Doch Valerie wäre nicht Valerie, wenn sie da nicht einen genialen Einfall hätte … "


Über die Autorin:
Alice Golding wurde in den wilden Siebzigern in Hessen geboren. Ihr Vater fuhr statt einer gelben Ente einen roten Manta, dabei wehten ihr auf der Kunstlederrückbank ABBA-Klänge um die Ohren. Mit Eintritt in die Grundschule kam die Autorin mit dem Hochdeutschen in Berührung - was ihre Leidenschaft für Fremdsprachen erklären könnte.
Bis heute hat sie etliche literarische Kurzgeschichten und Kurzkrimis sowie vier Romane veröffentlicht - mit "Gesucht: Traummann mit Ente" den ersten Chicklit-Roman.


Eigene Meinung:
Chaostante Valerie, Rezeptionistin in einem Hotel, liest in einer Zeitschrift von zwei Autorinnen, die es durch einen Mops-Roman in die Bestsellerliste geschafft haben. Valerie beschließt, dass sie auch einen Roman schreiben kann. Nur zu dumm, dass sie in genau dem Augenblick ihrem Traummann Erik begegnet. Dem will sie nicht sagen, dass sie "nur" eine Rezeptionistin ist und outet sich als Schriftstellerin. Zufällig ist Eriks Freund Verleger und auch Erik und Nachbarin Rosina sind neugierig, was Valerie so schreibt. So schlittert Valerie von einer Katastrophe in die nächste ....

Alice Golding hat einen tollen, witzigen Schreibstil. Die Geschichte um Valerie ist absolut genial, romantisch und zum Brüllen komisch. Ich hatte beim Lesen ein Dauergrinsen im Gesicht und musste manche Passagen meinem Mann vorlesen (der fand die ihm vorgelesenen Stellen auch sehr witzig).

Die Protagonisten sind sehr lebendig und mehr als gelungen. Die quirlige und etwas chaotische Valerie hat die Leser durch ihre sympathische Art auf ihrer Seite. Erik scheint wirklich ein Traummann zu sein. Valeries Nachbarin Rosina Daric mit ihrem Akzent und ihrer warmherzigen, hilfsbereiten Art hat mir besonders gut gefallen. Unsere Möchtegern-Autorin hat so ihre Vermutung, was Rosina von Beruf ist und dadurch sind Missverständnisse auch schon vorprogrammiert. Die Schreibgruppenabende und die teilnehmenden Personen kann ich mir auch richtig gut vorstellen.


Chicklit-Romane lese ich sehr, sehr selten.  Da ich von Alice Goldings Debütroman "Hirngespinster" (das ist ein Spannungsroman, den sie unter Ivonne Keller veröffentlicht hat) mehr als begeistert war, habe ich mich darüber gefreut, ihren neuen Debütroman lesen zu dürfen. Die Autorin hat mir verraten, dass in "Traummann mit Ente" eine ähnliche Person wie die Olga aus "Hirngespinster" vorkommen wird - und Olga fand ich klasse.  So fieberte ich ihrem Chicklitromandebüt entgegen.
 
Ich habe es nicht bereut, Valeries Geschichte zu lesen. Wenn Alice Golding oder Ivonne Keller irgendeine Art von Buch veröffentlichen wird, werde ich das lesen.

5/5 Sterne, absolute Leseempfehlung auch für Leseratten, die dieses Genre normalerweise meiden.



Freitag, 22. August 2014

Rezension zu "Die Unbekannte" von Peter Swanson, Blanvalet Verlag, Thriller

Titel: Die Unbekannte
Autor: Peter Swanson
Isbn Nr. 13-978-3764504861
Seitenzahl: 320 Seiten broschiert (28.7.14)

Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 14,99 Euro


Klappentext:
"George Foss hatte nicht gedacht, dass er sie jemals wiedersehen würde, bis er Liana eines Nachts in seiner Lieblingsbar in Boston erblickt. Er weiß nur zu gut, dass er sich von ihr fernhalten sollte, doch seit zwanzig Jahren kann er diese Frau nicht vergessen. Und nun ist sie zurückgekommen, um George um einen Gefallen zu bitten, der ihn in große Gefahr bringen wird. Trotzdem willigt er ein, ihr zu helfen, denn Liana ist die Einzige, die er jemals wirklich geliebt hat. Drei Menschen werden sterben, ein Vermögen in Diamanten wird verschwinden, und es ist kaum vorstellbar, dass George all das überleben könnte …

Zwanzig Jahre lang hat er auf sie gewartet. Jetzt wünscht er sich, er wäre ihr nie begegnet."

Über den Autor:
Peter Swanson hat bereits in zahlreichen namhaften Magazinen wie The Atlantic Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht. Er hält Abschlüsse in kreativem Schreiben, Pädagogik und Literatur. Peter Swanson lebt mit seiner Ehefrau in Somerville, Massachusetts. Die Unbekannte ist sein Debütroman. 

Eigene Meinung:
George Foss, alleinstehender Geschäftsführer einer Literaturzeitschrift, lebt ein beschauliches Leben. In einer Bar trifft er nach 20 Jahren seine erste Liebe, Liana, die er am College kennengelernt hat, wieder. Die Ereignisse in der Vergangenheit sollten George eigentlich davon abhalten, mit Liana erneut Kontakt aufzunehmen. Schließlich hat er seine einzigen Prügeleien und anderen Ärger nur dieser Dame zu verdanken. George ist wohl immer noch ein bisschen in Liana oder Jane, wie sie sich nennt, verliebt - und entsprechend betriebsblind.. Er lässt sich von Liana einspannen, nichtsahnend, in welche Schwierigkeiten sie ihn diesmal katapultieren wird.
 
Peter Swanson besitzt einen wunderbar fesselnden, sehr atmosphärischen Erzählstil. Er hat mit  George einen sympathischen, sehr verliebten und durch seine Liebe ziemlich naiven Protagonisten erschaffen, der überhaupt nichts böses ahnt und Liana auch nichts böses zutraut. Sogar 20 Jahre später hat Liana noch eine unglaubliche Wirkung auf George. In Rückblicken in die Collegezeit, erfahren wir, was damals passiert ist und erahnen damit, was diesmal passieren wird. Nur George ist so naiv wie vor 20 Jahren.

Liana hingegen scheint eine Femme fatale zu sein. Ihrer Wirkung auf Männer bewusst, wickelt sie diese um ihren kleinen Finger und spannt sie für ihre Pläne ein.

Diese Geschichte lässt in unserem Kopfkino einen richtig guten Film noir entstehen.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für dieses raffinierte, intelligente Thrillerdebüt mit überraschendem Ende. 


Mittwoch, 20. August 2014

Rezension zu "Vergessen" von Elke Pistor, Ullstein Verlag, Kriminalroman

Titel: Vergessen
Autorin: Elke Pistor
Isbn Nr. 13-978-3548286105
Seitenzahl: 304 Seiten

Verlag: Ullstein Taschenbuch (8.8.14)
Preis: 9,90 Euro




Klappentext:
"Kommissarin Verena Irlenbusch steht unter Druck: Während sie einen hochintelligenten Psychopathen jagt, verschlimmert sich die Alzheimererkrankung ihrer Großmutter. Außerdem wurde ihr der schlechtgelaunte Kollege Christoph Todt an die Seite gestellt, dem sie jede Information aus der Nase ziehen muss. Doch Verena bleibt liebevolle Enkelin und professionelle Ermittlerin – auch wenn es sie fast zerreißt. Als sie schließlich auf die Spur des Mörders kommt, verfängt sich Verena in ein Netz aus lang vergessener Schuld und neuem Hass. Wird sie diesen Fall heil überstehen?"

Über die Autorin:
Elke Pistor, Jahrgang 1967, ist in Gemünd in der Eifel aufgewachsen. Nach dem Abitur in Schleiden zog es sie zum Studium nach Köln, wo sie nach einem Zwischenstopp am Niederrhein bis heute lebt. Schon seit sie als Kind einen Steinmetz der Dombauhütte bei der Arbeit beobachten durfte, ist sie von "Kölns größter Baustelle" und ihren Geheimnissen fasziniert. Sie arbeitet als freie Seminartrainerin in der Erwachsenenbildung und leitet Schreibworkshops. Nach Kurzgeschichten und Kurzkrimis erschien ihr erster Eifel Krimi "Gemünder Blut" im Herbst 2010 im Emons Verlag. Mehr unter: http://www.elke-pistor.de/
Eigene Meinung:

Ein Zahnarzt foltert einen Patienten, verletzt seine Zahnarzthelferin und springt dann aus dem Fenster. Ein kleines Mädchen spielt mit einer Freundin Verstecken und wird dabei entführt. Beide Fälle bekommt Kommissarin Verena Irlenbuch auf den Tisch. Ihre Kollegin Leo liegt im Krankenhaus und so bekommt sie einen neuen Partner zugeteilt. Christoph Todt scheint allerdings ein einsamer Kämpfer zu sein. Das Ermittlungsteam muss sich erst noch zusammenraufen. Noch mehr Sorgen bereitet Verena, dass sie ihre Großmutter nicht mehr alleine lassen kann. Sie hat die Alzheimererkrankung. Verena will das noch nicht so richtig wahrhaben und versucht Beruf und Privates unter einen Hut zu bringen.
Dieser Krimi rund um die Themen  "Vergessen" und um die Alzheimererkrankung von Verena Irlenbuchs Großmutter liest sich flüssig und leicht.

Es soll sich hier um den ersten Fall der Kommissarin Verena Irlenbusch handeln. Ich hatte allerdings ständig das Gefühl, den ersten Teil dieser Reihe verpasst zu haben, obwohl dieser Krimi einen sehr starken Einblick in Verenas Privatleben gewährt. Die Figur der Kommissarin bleibt doch etwas farblos. Der immer etwas mürrische, neue Kollege Christoph Todt lässt uns auch an seinem Privatleben teilhaben. Die Ermittlungsarbeit der beiden gerät dabei dann leider etwas in den Hintergrund, entsprechend fehlte mir hier die für einen Kriminalroman nötige Spannung.

Zwischendurch wird sehr einfühlsam erzählt, was das am Anfang der Geschichte entführte Kind Mia erlebt.
2/5 Sterne für den sehr einfach gestrickten Krimi mit viel Privatkram der Ermittler, ohne große Überraschungen und Wendungen. Dem routinierten Krimileser ist hier zu schnell klar, wer hier der gesuchte Mörder ist.

Freitag, 15. August 2014

Rezension zu "Das Geheimnis von Barton Hall" von L. C. Frey, Schauernovelle, Ideenkarree Leipzig, eBook,

Titel: Das Geheimnis von Barton Hall
Autor: L. C. Frey
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2619 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 136 Seiten
Verlag: Ideenkarree Leipzig, Auflage: 1.0 (30.7.14)
ASIN: B00MALTLIQ
Preis: 3,99 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:
   »Ich schreibe diese Zeilen als ein Geständnis, in der Hoffnung, dass Sie mir die Konsequenzen vergeben mögen, die aus meinem Handeln folgen werden. Seien Sie sich indes gewiss, alles geschieht einzig zum Wohle meiner geliebten Rosabelle. Ich tue es, um ihres Lebens und meiner Seele willen, die untrennbar eins sind!
Und doch gestehe ich, dass mich auch jetzt noch Zweifel plagen. Ist es richtig? Gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit? Darüber zerbreche ich mir nun schon seit Wochen den Kopf. Allein, ich sehe keinen Ausweg, der mir noch bliebe, wenn ich die Geliebte wirklich retten will.
Der, welcher kühn voranschreiten will, muss frei von Furcht sein!
Nein, ich muss meine Nerven beruhigen, mich sputen, denn schon in wenigen Stunden wird der Morgen grauen. Sie jedoch bitte ich, mir meinen hastigen Stil zu verzeihen, es bleibt nicht mehr viel Zeit, so wenig Zeit!
Mögen die seltsamen Götter, die mein Vater aus den Abgründen der Äonen hervorgezerrt hat, uns gnädig sein!«
Port, New Hampshire, in den letzten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts. Der Tod seines vermögenden Vaters zieht den jungen Robert Barton zurück nach Barton Hall, dem Stammsitz seiner Familie. Aus Langeweile beginnt er sich mit den merkwürdigen Umständen zu beschäftigen, die zum Tod seines Vaters führten und gerät bald selbst in einen Strudel aus üblen Ahnungen und uralten Geheimnissen.
Wer oder was hat John Barton tatsächlich umgebracht und wie hängt das alles mit dem finsteren, halbverfallenen Haus auf dem Hügel über der Stadt Port zusammen? 
Eine klassische Schauernovelle aus dem Sloburn-Universum und eine Verneigung vor H.P. Lovecraft und E.A. Poe."

Über den Autor:
 L.C. Frey veröffentlicht unter diesem Pseudonym seit 2013 Thriller und Horrorgeschichten. Seine erotisch-makabre Kurzgeschichte "Psycho Girl Story" wurde seit ihrem Erscheinen mehrere tausend Male heruntergeladen und von ihren Lesern ausschließlich mit Bestnote bewertet.

Noch im selben Jahr veröffentlichte L.C. Frey die ersten beiden Bände seiner Serie um den mysteriösen Detektiv Jake Sloburn, den Pilotroman "Nest"(http://amzn.to/19f2n9B) und den zweiten Band, "Blue"(http://amzn.to/1a4aYLW). Beide Bücher fanden durchweg positive Beachtung durch Presse und Leser und wurden als E-Book sowie Paperback veröffentlicht.

Nach über zwei Jahren Entwicklungszeit erblickte im Dezember 2013 sein bislang seitenstärkstes Buch, der Horrorthriller "Draakk" das Licht der Welt.

L.C.Frey lebt und arbeitet in Leipzig. Erfahren Sie mehr über den Autor, neue Bücher, aktuelle Gewinnaktionen und Verlosungen auf seiner Website oder folgen Sie ihm tagesaktuell auf Facebook oder Twitter. www.LCFrey.com, www.facebook.com/L.C.FreyOfficial. Twitter: @LutzCFrey

Eigene Meinung:

Diese schaurig schöne Novelle ist in der Sprache der alten Meister verfasst, sehr passend, da sie im Jahre 1883 spielt. Diese Geschichte liest sich einfach wunderschön, ist spannend, fesselnd, düster und sehr geheimnisvoll.

Sofort sind wir zusammen mit dem Briefeschreiber mitten im Geschehen in Barton Hall und wollen das Rätsel um den Tod seines Vaters ergründen. Dem Schreiber etwas voraus, wissen wir aus den Polizeiakten bereits, dass auch der Ich-Erzähler und seine Angebetete zu Tode kommen werden. Das macht uns noch neugieriger. Doch zusammen mit dem jungen Erzähler begeben wir uns erst einmal in die Vergangenheit, erfahren, warum sein Vater so abgeschieden und zurückgezogen gelebt hat, warum er keinen Zugang zu seinem Sohn gefunden hat und versuchen zusammen mit ihm geheimnisvolle Schriften zu finden, die das Rätsel des Glastubuses lösen sollten.

L. C. Frey spielt mit dem Lese. Er weckt dessen Neugier und seinen wissenschaftlichen Drang, Rätsel zu lösen,  raffiniert. Wir wollen wissen, was Robert Bartons Vater suchte. Doch auch die Zuhilfenahme von Gelehrten bringt Robert nicht weiter. Viele Mystiker vor uns waren dem Geheimnis, das Sir John Barton und dessen Sohn Robert lösen wollen, bereits auf der Spur. Na, um was geht es wohl?

5/5 Sterne für diese wundervoll erzählte Schauernovelle mit sehr interessanter Thematik und einer raffinierten Wendung. Leider war diese Novelle, die laut L. C. Frey eigentlich eine Kurzgeschichte werden sollte, viel zu kurz. Ich möchte mehr solcher Geschichten lesen.

Samstag, 9. August 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Cupid Unendliche Nacht (Die Niemandsland-Trilogie, Band 2) von Nadine d*Arachart und Sarah Wedler, Carlsen Impress Verlag, Dystopie, eBook

Titel: Cupid. Unendliche Nacht (Die Niemandsland-Trilogie, Band 2)
Autorinnen: Nadine d'Arachart/Sarah Wedler 
ISBN: 978-3-646-60052-0
Seitenzahl: 283 Seiten (440 S. geschätzt bei amazon, kommt auch eher hin nach meinem Empfinden)
eBook (3.7.14)
Verlag: Carlsen Impress

FB Fanseite
Preis: 3,99 € (eBook)





Bei dieser Fortsetzung hat es mich RICHTIG gepackt!

--- ACHTUNG --- Es handelt sich um den 2. Teil einer Trilogie --- Sollte Band 1 noch nicht bekannt sein, nicht weiterlesen --- Rezi kann SPOILER enthalten ---

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Was „Watcher“, der Anfang der Trilogie, nicht wirklich geschafft hatte, gelang „Cupid-Unendliche Nacht“ nun problemlos: Ich bin ein Fan und warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung, die schon im Oktober erscheinen wird – zum Glück!
Die Handlung wird konsequent fortgesetzt und ohne Pause steigt der Leser wieder ins Geschehen ein.

Patience wurde gerettet und Jolette (Jo) und Cy sind mit ihrem Schützling und der Hündin Mali auf der Flucht. Ein wenig zur Ruhe kommen sie auf der Insel, ihrem Versteck. Hier erfährt man auch durch eine eindrucksvolle „Vorstellung“, was die besondere Aufgabe der Schützlinge ist. In dieser Umgebung kommen sich Jo und Cy auch näher und endlich steht die „eiskalte“ Wächterin zu ihren Gefühlen und weiß, dass diese auch erwidert werden.
Da gibt es nur ein Problem: Auch Patience hat sich in ihren männlichen Beschützer verliebt und Jo als pflichtbewusste Watcher will zu Gunsten ihres Schützlings auf ihre eigene Liebe verzichten.
Zusammen mit Skinner macht sich Jo nun auf der Suche nach der Zentrale bzw. Darian Leigh und flieht im Grunde genommen auch vor ihrem inneren Chaos…

Meine Meinung

Die Dystopie wird hauptsächlich aus Sicht von Jolette erzählt, aber auch Lynn, ein Cupid-Mädchen kommt zu Wort. Die Cupids rücken mehr in den Vordergrund, wie schon der Titel vermuten lässt. Ich habe sogar gewisse Sympathien entwickelt, was mich selber erstaunt hat. Die Hintergrundgeschichte von Slade fand ich sehr aufschlussreich und hat mich berührt.

Zu meinem persönlichen Liebling hat sich Skinner herauskristallisiert, der als Halb-Cupid einen wahrlich schweren Stand in der Geschichte hat, sich aber als wahrer Freund und Held zeigt. Ich mag ihn sehr und wäre ehrlich gesagt bei der Fahrstuhl-Szene beinahe gestorben!!!

Auf die Protagonisten wird mehr eingegangen und ich hege sehr große Sympathien für die „kleine“ Patience, den „echten Kerl“ Cy und die innerlich zerrissene Jo. Ich konnte in dieser verzwickten Dreiecksgeschichte wirklich jeden Standpunkt dieser Persönlichkeiten nachvollziehen und verstand die Beweggründe, warum sie sich so verhalten haben, wie sie es nun einmal taten.

Ich kam wesentlich besser in den Handlungsstrang hinein als bei „Watcher“. Die Szenen wurden sehr schön ausgeschmückt und plastisch dargestellt. Ich habe u.a. mitgezittert und mitgefiebert und mitgelitten bei den „Hinrichtungen“.

Der Spannungsbogen in der Geschichte wurde unaufhaltsam aufgebaut und hat mich voll in seinen Bann gezogen. Ich mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Und war über diesen Cliffhanger am Ende doch etwas überrascht.

Ich danke den Autorinnen von Herzen für diese interessante Storyline und ich bin froh, dass ich nach dem für mich schwachen Start der Trilogie doch am Ball geblieben bin.

Wie üblich beim Impress Verlag erscheint dieses Buch leider zunächst nur als eBook. Und ich muss es ja zugeben: Auch dieser Roman ist wieder einmal für Jugendliche ab 14 Jahren ausgelegt, ist aber natürlich auch für Erwachsene – wie mich - geeignet.

Ich bedanke mich herzlich beim Carlsen/Impress Verlag für die Bereitstellung dieses eBook-Rezi-Exemplars (als Gast-Rezensentin für Biggis Blog)!

Fazit
Eine Dystopie, die komplett überzeugen konnte und von der Grundidee für mich sehr neu und überraschend ist. Der Leser muss sich schon drauf einlassen können.
Ich vergebe nunmehr hervorragende 5/5 Sterne und ich muss es noch einmal erwähnen: Ich warte sehnsüchtig auf den Abschluss dieser rasanten, actionreichen und spannenden Niemandsland-Trilogie!



Mittwoch, 6. August 2014

Rezension zu "Der Gesang der Wellen nach dem Sturm" von Kirsty Wark, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Der Gesang der Wellen nach dem Sturm
Autorin: Kirsty Wark
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Seitenzahl: 448 Seiten (TB 2.5.14)

Isbn Nr. 978-3-426-51517-4
Preis: 9,99 Euro



Klappentext:
"Auf der kleinen sturmumtosten Insel Arran, im Westen Schottlands, lebt Elizabeth Pringle. Die alte Dame weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und es an der Zeit ist, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und sich von der Seele zu schreiben, woran sie seit Jahrzehnten so schwer zu tragen hat.

Kurze Zeit später erlebt Martha die Über­raschung ihres Lebens: Eine Unbekannte namens Elizabeth Pringle hat ihrer kranken Mutter ein Haus auf Arran vermacht."

Über die Autorin:

Kirsty Wark wurde 1955 in Dumfries/Schottland geboren. Sie arbeitet als Journalistin undgehört in Großbritannien zu den bekanntesten TV-Moderatorinnen. Kirsty Wark ist mit dem TV-Produzenten Alan Clements verheiratet, mit dem sie einen Sohn und eine Tochter hat. DER GESANG DER WELLEN NACH DEM STURM ist ihr erster Roman.

Eigene Meinung: 

Der Debütroman von Kirsty Wark erzählt von zwei Frauen, die die Insel Arran verbindet. Elizabeth Pringle hat ihr Leben auf der Insel Arran verbracht. Die Grundschullehrerin, die Pflanzen über alles liebt, gerne eine gute Tasse Tee oder einen Whisky trinkt, schreibt auf anraten ihres amerikanischen Freundes Saul kurz vor ihrem Tod ihre Lebenserinnerungen auf. Ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit belastet ihre Seele.
Die zweite Frau, um die es hier geht, heißt Martha. Sie ist Journalistin und pflegt ihre demenzkranke Mutter. Ihre Schwester lebt in Dänemark und lässt Martha mit der Sorge um ihre Mutter alleine. Martha findet einen Brief in der Wohnung ihrer Mutter. Diese hat das Häuschen von Elisabeth Pringel geerbt. Sie wollte es wohl von Elizabeth abkaufen.  Neugierig geworden, fährt Martha spontan auf die Insel. Die Journalistin in ihr wird geweckt. Sie möchte alles über die verstorbene Elizabeth Pringle erfahren.

Insbesondere Elizabeth ist eine sehr interessante Frau, die mit zwei total verschiedenen und um Jahre jüngere Männer befreundet war. Niall sind zwei sympathische Männer, die Elizabeth sehr gut gekannt haben. Natürlich lernt Martha diese beiden wichtigen Männer auch kennen.

Ein Frauenroman, der auf Arran spielt, da musste ich natürlich zugreifen. Dieser Roman liest sich leicht, er schlägt aber eher leise Töne an. Dennoch fesselte mich das Leben dieser beider Frauen, die von der Autorin sehr liebevoll und detailliert charakterisiert wurden. Den Roman habe ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen. 

4/5 Sterne für diesen Roman über das Leben, ein Geheimnis, um Verzicht und die Liebe, mit viel Poesie zwischen den Zeilen.






Montag, 4. August 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Wanderer, Sand der Zeit" von Amelie Murmann, Carlsen Impress Verlag, eBook, Fantasy

Schniefen gebracht hat
Titel: Wanderer. Sand der Zeit

Autorin: Amelie Murmann
Verlag: Carlsen Impress Verlag
Seitenzahl:
368 Seiten (3.7.14)
ISBN-Nr.: 978-3-646-60066-7
Preis: 3,99 € (eBook)


FB-Fanseite der Autorin
 


Ein kurzweiliges Debut, das mich zum Schmunzeln und Schniefen gebracht hat

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Emilia, eine 16jährige hervorragende Schülerin, möchte nichts sehnlicher, als in ihrem Wunschinternat aufgenommen zu werden: Palaestra Viatorum. Ihr Zeugnis lässt nicht zu wünschen übrig… nur mit Kunst, da hapert es etwas.
Sie nimmt darauf hin eine Extra-Arbeit an und soll über ein Gemälde in einer Ausstellung referieren. Vertieft in ein Bildnis, bemerkt sie, wie zwei Jungen aus einem anderen Rahmen springen und an ihr vorbei laufen, wobei sie der eine beinahe umrennt. Emilia ist verblüfft und erstaunt muss sie feststellen, dass beide durch ein anderes Gemälde wieder verschwinden.
Fassungslos nach diesem Ereignis muss sie es auch noch hinnehmen, dass sie nicht die erforderliche Note in Kunst erhält und begräbt gedanklich bereits die Aufnahme im Eliteinternat.

Beim Schwimmtraining fällt Emilia in eine Art Trance und droht zu ertrinken. Max, einer der beiden Jungen aus dem Museum, rettet sie. Und noch eine Überraschung: Emilia erhält doch eine Einladung zur Aufnahmeprüfung für ihre so geliebte Schule. Dieses Internat ist nämlich an „besonderen“ Schülern interessiert und, wer hätte das gedacht, Emilia besitzt ganz besondere Fähigkeiten!

Unsere weibliche Hauptdarstellerin muss von nun an viele Abenteuer überstehen, lernt neue Freunde kennen und natürlich darf die Liebe in dieser Geschichte auch nicht zu kurz kommen…


Meine Meinung

Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, war ich schon fast traurig. Lieb gewonnene Charaktere, ein toller Schreibstil, humorvolle, aber auch actionreiche Szenen hatten mich so in ihren Bann gezogen, dass ich (fast) nicht aufhören konnte zu lesen. Und nach einem „offenen“ Ende freue ich mich schon sehr auf den zweiten Teil dieser Dilogie und warte sehnsüchtig auf die Veröffentlichung!

Dieses Debüt der jungen Autorin konnte mich voll und ganz überzeugen. Mit frischem Charme und einer flotten Schreibweise wurde es mir nie langweilig und ich griff immer wieder gerne zum eBookReader, um weiterlesen zu können.

Neben den beiden Protagonisten, Emilia und Max, die sehr sympathisch, natürlich und überzeugend gelungen sind, nimmt man auch dankend die Randfiguren, u.a. Logan und Kit, in sein Herz auf.

Auch bei diesem Titel (Sand der Zeit) musste ich wieder einmal an einen Kinofilm denken – Prince of Persian, allerdings kann ich hierzu gleich sagen, dass die Thematik eine völlig andere ist, obwohl auch etliche Zeitsprünge in dem Text vorkommen und man sich als Leser an einigen Stellen schon sehr konzentrieren muss.

Der Schriftstellerin ist es sehr gut gelungen, die Szenen bildlich darzustellen. Ich fühlte mich immer wieder mitten ins Gesamtbild geworfen. Einfallsreich fand ich auch, dass die Kapitel aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt wurden… mal war der Leser Emilia, mal Max, aber dann auch wieder Logan oder Kit oder halt ein paar andere Personen in der Geschichte.

Natürlich wird ein Augenmerk auf die wachsende Beziehung von Emilia und Max – gespickt mit Missverständnissen und Eifersüchteleien - geworfen, aber diese Geschichte bietet einem als fantasybegeisterten Leser viel mehr. Sogar ein Hauch Mythos ist vorhanden und selbst Götter dürfen hier nicht fehlen…

Und auch bei diesem Jugend-/Fantasybuch ab 14 Jahren muss ich wieder einmal feststellen, dass es z.Z. LEIDER nur als eBook erhältlich ist. Die Covergestaltung finde ich wunderschön gelungen und ich denke, dass diese Dilogie mit Sicherheit einen Platz in meinem Bücherregal finden würde.
Die Geschichte ist natürlich auch für weibliche Erwachsene geeignet, die schöne Liebesgeschichten mit fantastischen Elementen mögen. Für Männer wäre diese Lektüre meiner Ansicht nach nicht wirklich geeignet…

Ich bedanke mich herzlich beim Carlsen/Impress Verlag für die Bereitstellung dieses eBook-Rezi-Exemplars (als Gast-Rezensentin für Biggis Blog)!

Fazit
Eine Liebesgeschichte mit mythischem Hauch und mit viel Action, aber auch die Romantik kommt nicht zu kurz – eine sehr gute Mischung.

Ich vergebe hervorragende 5/5 Sterne und kann den Abschluss dieser Dilogie gar nicht erwarten. Den Namen Amelie Murmann sollte man sich merken – ich tue es auf jeden Fall!






Freitag, 1. August 2014

Rezension zu "Ziemlich mitgenommen" von Mia Sassen, Wunderlich Verlag, Roman




Titel: Ziemlich mitgenommen
Autorin: Mia Sassen
Seitenzahl: 352 Seiten

Isbn Nr. 13-978-3805250672
Verlag: Wunderlich (18.7.14) brochiert
Preis: 14,95 Euro


Klappentext:
"Gerade hat Isabel ihren Job verloren und sich mit Mann und pubertierender Tochter gestritten, da gibt auch noch ihr uralter Opel Corsa seinen Geist auf. Verzweifelt streckt sie am Straßenrand den Daumen raus. Zu ihrer Überraschung hält tatsächlich jemand an: Die ältere Dame am Steuer des Landrovers ist auf dem Weg nach Istanbul, um ihre Jugendliebe wiederzufinden. Das liegt zwar nicht gerade direkt auf dem Weg nach Hamburg, aber dort vermisst Isabel ja ohnehin niemand. Ein aufregender Roadtrip durch den steinigen Balkan beginnt, mit geheimnisvollen Kroaten, wütenden Albanern und gefesselten Polizisten – und einem blinden Passagier …"

Über die Autorin:

Mia Sassen ist das Pseudonym einer deutschen Buch-und Filmautorin, die einen Teil ihrer Kindheit in der Karibik verbrachte. Sie ist viel auf Abenteuerreisen unterwegs und lässt sich auch sonst gern überraschen. Ihren Schreibtisch hat sie aber am liebsten in Hamburg.

Eigene Meinung:

Isabel ist vom Pech verfolgt. Sie verliert ihren Job, ihr Mann zeigt kein Verständnis für ihre Probleme, ihre pubertierende Tochter braucht sie nur als Fahrdienst, sie meint Wechseljahrsprobleme zu haben und dann geht auch noch ihr Auto kaputt. Als sie von einer alten Dame mitgenommen wird, die nach Istanbul fährt um ihre Jugendliebe zu suchen, beschliesst sie spontan, mitzufahren.

Wir begleiten Isabel und Victoria, so heißt die alte Dame,  auf einem kurzweiligen Roadtrip, der uns durch halb Europa führt, mal per Anhalter, mal im versehentlich von Albanern geklauten Landrover oder auch per Boot. Die beiden sympathischen Protagonistinnen sind sehr abenteuerlustig - man kann auch im Alter noch unkonventionell und abenteuerlustig sein.  Quasi mittellos, geraten sie von einer skurillen Situation in die nächste.

Dieser Roman ist unglaublich witzig geschrieben, dabei hat er doch eine ernste Botschaft an uns: "Carpe diem" - "Nutze den Tag", wie der Lateiner sagt. Der Schreibstil von Mia Sassen ist herrlich locker, frech und frisch. Das Ende regt zum Nachdenken an.

Der Roman erinnert uns daran,  unsere Träume nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern ganz spontan zu leben. Wir sollten empfänglich für Abenteuer sein, ganz egal, ob wir 5 oder 99 Jahre alt sind.
 
Für alle LeserInnen, die ab und an überlegen, ob sie nicht doch aus ihrem Leben ausbrechen und den Zug nach nirgendwo oder sonstwohin nehmen sollten. 5/5 Sterne, absolute Leseempfehlung.

Rezension zu "Das Leuchten einer Sommernacht" von Ella Simon, Goldmann Verlag, Liebesroman

Titel: Das Leuchten einer Sommernacht Autorin: Ella Simon Seitenzahl: 400 Seiten (TB, Klappenbroschur,17.7.17) Isbn Nr. 13-978-3-442-4...