Samstag, 29. November 2014

Rezension zu "Ponts de Paris" von Mara Ferr, Emons Verlag, Paris Krimi

Titel: Ponts de Paris
Autorin: Mara Ferr
Seitenzahl: 190 Seiten (7.10.14, broschiert)
Isbn Nr. 13- 978-3954514380
Verlag: Emons Verlag
Preis: 9,90 Euro

Klappentext: 
"Marie ist tief und schmerzhaft gefallen: Ehemals elegante Gattin eines reichen Schönheitschirurgen, lebt sie heute als Obdachlose in Paris. Ihr tristes Dasein nimmt eine dramatische Wende, als ihr ein Geschäftsmann ein lukratives Angebot macht: Für ein fürstliches Einkommen soll sie in seinem Bordell als Hausdame arbeiten. Das Fatale daran: Lehnt sie das Angebot ab, sterben ihr Sohn und ihr Enkel. Nimmt sie es an, stirbt sie selbst . . ."

Über die Autorin: 
Mara Ferr, geboren 1965 in Österreich, studierte Psychologie, bevor sie eine Ausbildung zur Pädagogin abschloss. Später arbeitete sie als freie Lektorin und beschäftigte sich mit journalistischer Pressearbeit, bevor sie ihren ersten Kriminalroman veröffentlichte.

Eigene Meinung:

Marie, früher elegant und in den Kreisen der oberen Zehntausend unterwegs, lebt jetzt als Obdachlose in Paris. Ihre Runden durch Paris führt sie an den vielen Pariser Brücken vorbei.  Ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung, als ihr der reiche Geschäftsmann Monsieur Mondieu ein Angebot unterbreitet, das sie nicht abschlagen kann, denn ansonsten sterben ihr Sohn und ihr Enkel. Sie soll die Hausdame seines exklusiven Bordells werden. Marie nimmt an, sie rechnet aber an jedem zweiten Donnerstag an dem sie für ihren Job abgeholt wird, dass sie nicht mehr lebend zurückkehren wird. Um ihre Tätigkeit zu ertragen, stehen ihr Claude und Lille zur Verfügung. Marie stürzt sich in Tagträume, um alles zu ertragen und fängt dann an, Pläne zu schmieden ..

Mara Ferr hat eine liebenswürdige Marie erschaffen, die angesichts ihres Elends immer noch Werte besitzt, sich nicht verkaufen lässt, und nichts Unrechtes tun möchte. Marie ist dem skrupellosen Geschäftsmann Monsieur Mondieu allerdings ausgeliefert. Sie muss seine Monologe ertragen und seinen Zynismus.

Dieser Paris Krimi besitzt diesen ganz bestimmten Pariser Flair und liest sich sehr leicht. Sprachlich bewegt sich auch der dritte Krimi von Mara Ferr auf höchstem Niveau. Besonders zu betonen ist, dass die Geschichte ohne großes Blutvergießen, ohne Gewaltdarstellungen und ohne genaue Schilderung von Missbrauch aller Art, der nur angedeutet wird, auskommt.

4,5/5 Sterne, absolute Leseempfehlung für diesen Krimi mit gut charakterisierten Protagonisten, der aber eher ruhig verläuft und der mich trotzdem gefesselt hat. Was ich diesmal allerdings etwas vermisst habe, ist der rabenschwarze Humor von Mara Ferr.






Donnerstag, 27. November 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Unendlich - Seelenmagie 1" von Alana Falk, Bookshouse Verlag, Fantasy

Titel: Unendlich – Seelenmagie 1
Autorin: Alana Falk  
Seitenzahl: 459 Seiten
ISBN: 9789963523795
Preis: 2,99 EUR (E-Book) / 15,99 EUR (P-Book)

Verlag: Bookshouse Verlag

Eine für mich rundum gelungene fantastische Geschichte mit einem ganz gemeinen Cliffhanger! (Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh…)


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Leonora „Lena“ ist eine fleißige 18jährige Schülerin, die ein großes Interesse an Pflanzen und Chemie hat. Sie wirkt auf ihre Mitmenschen vielleicht unscheinbar und sonderbar, hat dadurch auch wenig Freunde, aber ihr bester Kumpel Mike ist immer für sie da und steht ihr mit Rat und Tat zur Seite. Die geliebte Gromi (Großmutter) ist leider ein halbes Jahr zuvor verstorben und Lena trauert immer noch sehr um sie, was ihre Mutter, mit der sie sich ständig streitet, nicht nachvollziehen kann. Das Vermächtnis ihrer Oma immer im Blick, geht Lena in der Freizeit auf Erkundungstour und sammelt mit Mike Pflanzen. Die Schülerin möchte gerne ihre Heimat hinter sich lassen und sieht die Lösung darin, an einem Chemieintensivkurs teilzunehmen, bei dem es ein Stipendium zu ergattern gibt. Ihre größte Konkurrentin hierbei ist Luise, die zu allem übel auch noch mit Lenas Exfreund Adrian zusammen gewesen ist. Luise macht Lena gerne und oft und auch mit unfairen Mitteln das Leben schwer.
Beim Kurs lernt Lena den 25jährigen Cay kennen, einen Chemiestudenten aus München, der für die praktischen Versuche als „Assistent“ zuständig ist. Er ist eher verschlossen, zeigt aber großes Interesse an Lena. Cay sucht auffallend oft die Nähe der jungen Frau und gerade als sie sich endlich dazu durchringt, die in ihr aufkeimenden Gefühle zuzulassen (und damit ihren erhofften Studiumgewinn zu gefährden!) und ihm diese zu gestehen, eröffnet Cay ihr, dass er in den nächsten Tagen leider fort muss.
Hat diese junge Liebe eine Chance und welches Geheimnis verbirgt Cay vor Lena?

Über die Autorin: 

Alana Falk ist 1980 geboren und in Süddeutschland aufgewachsen, wo sie mit ihrem Mann und ihrem Kater lebt. Sseit sie in den USA für einige Wochen die Highschool besucht hat, ist die englische Sprache ihre Leidenschaft. Deswegen übersetzt sie mit Hingabe Liebesromane. Sie liebt TV-Serien, vor allem BBC-Serien wie Downtown Abbey, Doctor Who und Sherlock. Außerdem natürlich Bücher und Musik. Wenn sie ein Lied gefunden hat, dass sie inspiriert, hört sie das wochenlang in Endlosschleife, während sie an ihren romantischen Fantasy-Geschichten schreibt. Mehr über Alana Falk auf der Bookshouse-Seite ode rauf ihrer Homepage Alana Falk.
Meine Meinung

Es handelt sich bei Unendlich um das erste Buch, das ich von Alana Falk gelesen habe und ich war von Anfang an von ihrer Schreibweise, ihrem klaren Ausdruck und die Art, mich mit Worten zu packen, begeistert. Auf ihrer Homepage habe ich entdecken können, dass sie bereits mehrere Romane in verschiedenen Genres und unter unterschiedlichen Namen veröffentlicht hat und ich werde mich mit Sicherheit in nächster Zeit durch ihre Werke lesen…
Die Schriftstellerin konnte mich von Anfang bis Ende durch ihre detaillierte Beschreibung und bildliche Darstellung einzelner Szenen genauso begeistern, wie bei der Ausarbeitung der Charaktere. Sie erzählt aus Sicht von Lena, außer im Epilog – da kommt dann die männliche Hauptfigur zu Wort.
Lena war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte ihre Zurückhaltung Cay gegenüber sehr gut nachvollziehen, der doch sehr zurückhaltend und mysteriös daherkommt. Es konnte zwischen den beiden eine stimmige Atmosphäre aufgebaut werden und als Leser sah man quasi auf den Seiten die Funken sprühen.
Lena hat im Laufe der Geschichte auch ein gewisses Konfliktpotential mit ihrem besten Freund Mike. Hier wurden beide Sichtweisen und Verhaltensmuster gut erklärt.
Es handelt sich bei dem Start dieser faszinierenden paranormalen Trilogie um eine gelungene Mischung aus Fantasy und Liebesgeschichte. Endlich sind die Protagonisten auch mal älter als die obligatorischen 16 Lenze und es steckt auch ein schöner Schuss Erotik im Text.
Das Buch hat mich am Ende beim Lesen schon FAST glücklich und zufrieden zurückgelassen und ich dachte für mich, dass die Handlung eigentlich auch in sich stimmig beinahe abgeschlossen wäre, aber dann kam ein Cliffhanger, der mich um Haaresbreite vom Sofa gefegt hätte. Ich musste tatsächlich die letzten 10 Seiten noch einmal lesen und war doch ein wenig… geschockt, entsetzt, fassungslos… ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass alle drei Teile dieser Trilogie in JAHRESabständen veröffentlicht werden. Ich war nach dem Umblättern der letzten Seite schon etwas frustriert würde ich meinen.
Zur Info: Band 2 „Verirrt“ und Band 3 „Im Augenblick“ werden dann auch ERST im Juni 2015 und Juni 2016 veröffentlicht. Ich komme immer noch nicht ganz drüber weg, wenn ich diese Jahreszahlen sehe. Es interessiert mich wirklich brennend, wie es weitergeht und ob alle Geheimnisse im Umfeld von Lena aufgedeckt werden.
Das Zielpublikum dieser Reihe liegt im weiblichen Bereich und ich würde doch die Altersgrenze ab 16 Jahren anvisieren wollen.

Fazit:
Der wunderschöne Anfang einer bezaubernden, fantastischen Trilogie! Bin ein großer Fan und hätte nach dem Lesen am liebsten gleich mit Band 2 gestartet! Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen… und die weiteren Projekte der Autorin ebenfalls. Ich vergebe natürlich fantastische 5/5 Sterne!


Dienstag, 25. November 2014

Rezension zu Passagier 23 von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur, Psychothriller

Titel: Passagier 23
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 432  spannende Seiten (30.10.14, Hardcover)
Isbn Nr. 13- 978-3-426-19919-0 
Verlag:Droemer Knaur
Preis: 19,99 Euro

Nach dem Besuch einer Lesung mit Sebastian Fitzek am letzten Dienstag, ist dieser Thriller auf meinem Sub hoch gerutscht und ich war am Wochenende einfach weg - auf Kreuzfahrt mit der "Sultan of the Seas" (normalerweise würden mich keine zehn Pferde auf ein Kreuzfahrtschiff bringen. Ich bin heute noch "Traumschiff" geschädigt. Bei Muttern musste man  "Traumschiff" gucken und ich habe eben ab und an mitgeguckt ..

Klappentext:
"Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …"

Über den Autor:
Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.

Eigene Meinung:
Sebastian Fitzek hat hier wieder einen richtig fesselnden, reichlich mysteriösen und sehr spannenden Thriller mit interessantem Plot und einer ungewöhnlichen Lokation abgeliefert. So ein Kreuzfahrtschiff bietet unglaubliche Möglichkeiten, Verbrechen zu verüben.

Die Charaktere sind ungewöhnlich und teilweise etwas schräg, z. B. die Rentnerin Gerlinde, die auf dem Schiff wohnt, und einen Thriller schreiben möchte. Die Story ist mehr als raffiniert und mit hintergründigem Humor.

Kaum zu glauben, dass man so viele Überraschungen und Wendungen in eine Geschichte einbauen kann. Einmal angefangen, muss man diese Kreuzfahrt an einem Stück erleben, das Buch ist kaum aus der Hand zu legen.  Allerdings ist davon abzuraten, das Buch vor einer geplanten Kreuzfahrt zu lesen, es sei denn, man ist total abgebrüht oder hat wenig Phantasie.

5/5 Stern und meine absolute Leseempfehlung. Sebastian Fitzek hat sich mit "Passagier 23" wieder einmal selbst übertroffen. 


Samstag, 22. November 2014

Rezension zu "Das Verstummen der Krähe" von Sabine Kornbichler, Piper Verlag, Kriminalroman


Titel: Das Verstummen der Krähe
Autorin: Sabine Kornbichler
Seitenzahl: 432 Seiten (TB 13.8.13)
Verlag: Piper Taschenbuch
Isbn Nr. 978-3492302036
Preis: 12,99 Euro
 Klappentext:
"Kristina Mahlos Auftrag als Nachlassverwalterin hat es in sich. Eine Verstorbene vererbt ihr beträchtliches Vermögen ihren fünf besten Freunden, jedoch unter der Bedingung, dass es gelingt, den Mord aufzuklären, für den ihr Mann einst verurteilt worden war. Kris will den Fall ablehnen, doch dann entdeckt sie in der Wohnung der Toten einen Hinweis auf ihren eigenen Bruder Ben, der vor Jahren spurlos verschwand …"
Über die Autorin:
Sabine Kornbichler, geboren 1957, wuchs an der Nordsee auf und arbeitete in einer Frankfurter PR-Agentur, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Schon ihr erster Roman, »Klaras Haus«, war ein großer Erfolg. Sie lebt und arbeitet als Autorin in München.

Eigene Meinung:
In diesem Krimi ermittelt eine Nachlassverwalterin, die sympathische Kris, deren Bruder Ben vor 6 Jahren spurlos verschwunden ist. Das hat Spuren bei ihrer ganzen Familie hinterlassen. Ihre Eltern wohnen getrennt und kommunizieren nur noch über gelbe Zettel. Kris bekommt den Auftrag, für die verstorbene Theressa Lenhardt den Nachlass zu regeln. Fünf ihrer Freunde sollen ihr Vermögen erhalten, allerdings nur unter der Bedingung, dass keiner der Erben am Mord an dem Journalisten Konstantin Lischka beteiligt war. Der Ehemann von Frau Lenhardt wurde aufgrund von Indizien des Mordes an dem Journalisten angeklagt. Seine Frau ist davon überzeugt, dass ihr Mann unschuldig war. Da Frau Lenhardt andeutet, dass Ben, der verschwundene Bruder von Kris, in die Sache verwickelt zu sein scheint, hat die sympathische Nachlassverwalterin natürlich ein ganz besonderes Interesse an diesem Fall.

Dieser Krimi braucht etwas bis er in die Gänge kommt, dafür lernen wir die ganze Familie und die Freunde von Kris kennen. Die Protagonisten sind glaubhaft und sehr lebendig. Neben vielem Privatem, das wir über die sympathische Kris und ihre Familie und Freunde erfahren, wartet dieser Krimi mit einem mehr als kniffligen Fall auf, den Kris zu lösen hat. Henrike, ihre Freundin, steht ihr tatkräftig zur Seite, schließlich schreibt Henrike gerade an einem Krimi und hat Verhörtechniken studiert. Wir erleben viele Dialoge zwischen Kris und den Erben. Anfangs sind die mehr als hilfsbereit, alle Fragen von Kris zu beantworten, und scheinbar sind sich alle einig, dass keiner von ihnen mit dem Mord etwas zu tun hat. Als Kris jedoch weiteremittelt, gerät sie in Gefahr und die Einigkeit der Erbengemeinschaft bekommt so langsam Risse.

Ein Krimi, der ohne großes Blutvergießen und Gewaltszenen auskommt, dafür den Leser mitraten lässt. Da fast jeder der Verdächtigen ein Motiv hat, wird es ganz schön schwierig.
4/5 Sterne für diesen soliden Krimi mit sympathischer Ermittlerin.

Mittwoch, 19. November 2014

Rezension zu "Belzebub" von Christine Bendik, Emons Verlag, Kriminalroman

Titel: Belzebub
Autorin: Cristine Bendik
Seitenzahl: 224 Seiten (17.9.14) broschiert

Isbn Nr. 13-978-3954513918
Verlag: Emons Verlag
Preis: 9,90 Euro

 Klappentext:
"Im beschaulichen hessischen Oberursel entdeckt Bestatterin Natalja eine männliche Leiche auf ihrem Grundstück. Als sie Nachforschungen anstellt, stößt sie auf eine satanische Sekte im Taunus – und auf Spuren ihrer totgeglaubten Schwester Dana, die vom Schwimmen im Meer nie zurückkehrte. Lebt sie womöglich noch? Natalja nähert sich den Teufelsanbetern – und gerät dabei in höchste Gefahr ."

Über die Autorin:
Christine Bendik lebt und schreibt in der Nähe von Frankfurt. Dem Genre Thriller gilt ihre besondere Leidenschaft. Nach der Veröffentlichung zahlreicher Heftromane beteiligte sie sich am neobooks-Wettbewerb mit dem Kurzthriller aus Aschaffenburg WWW Wilde Wichtelweiber. Aus ihrer Feder stammen auch Flammende Wut und die Kurzgeschichte Feuer! aus der feurig-frechen Anthologie dreier befreundeter Autorinnen.

Im April 2014 erschien ihr Jugendthriller-Debut Hatecrimes im Bookshouse Verlag. Die Geschichte behandelt das Thema Neonazismus und spielt im Geburtsort der Autorin.

Eigene Meinung:

Christine Bendiks "Belzebub" hat mich anfangs etwas verwirrt. Es werden sehr viele Personen erwähnt, die nicht sofort vorgestellt werden. Deren Beziehungen zu Natalja, der Hauptperson in diesem Krimi, werden erst so nach und nach geklärt.

Der Plot ist spannend und fesselnd geschrieben, die Erzählstränge wechseln zwischen den verschiedenen Personen. Natalja, die Leiterin eines Bestattungsunternehmens, erzählt uns ihre Erlebnisse aus der Ich-Perspektive.  Sie ist eine interessante Person, die zwischen ihrem Freund Marc und ihrem Ehemann Carlos etwas hin- und hergerissen ist. Auch Melda, eine Anhängerin der Satans-Sekte, berichtet ihre Sicht der Dinge.

Der Krimi hat Lokalkolorit, Pit, der Assistent von Natalja spricht Mundart, was ich köstlich finde, und einige Überraschungen und Wendungen hat die Autorin mit eingebaut. Zum Ende hin geht dann alles etwas zu schnell und wirkt dann etwas zu konstruiert.

Sonntag, 16. November 2014

Bekanntgabe der Gewinner der "Abgründe"-Blogtour



Das Los hat entschieden:

Gewonnen haben beim Bannerdeal:

Platz 1: Bücherwürmchen
Platz 2: Martinas Buchwelten


Und die Gewinner der Blogtour sind:

Platz 1: Kasia
Platz 2: The Real Kaisu
Platz 3: Sabsionne


 

Vielen Dank, dass ihr so zahlreich mitgemacht habt. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und viel Spaß mit den Gewinn-Paketen.

Mittwoch, 12. November 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Pinguine lieben nur einmal" von Kyra Groh, Chick-Lit/Liebesroman, Blanvalet-Taschenbuch



Titel: Pinguine lieben nur einmal
Autorin: Kyra Groh
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag : Blanvalet  Verlag (TB) (16.9.13)
ISBN Nr. : 13-9783442380442
Preis: 9,99 Euro
(auch als eBook erhältlich, 8,99 Euro – gesehen als EPUB/Kindle)





Man muss doch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen…


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten)
Feli (Spitzname für Felicitas) ist Anfang 20, studiert und teilt sich eine WG mit Cem Demirel, einem schwulen Türken. Die junge Frau ist unordentlich, regelrecht schlampig, frustrierter Single, glaubt nicht mehr wirklich an die große Liebe, hat aber eine Schwäche für die Dienstagsabend-Family-Filme bei SAT1, die so schön „vorhersehbar sind“: Mann und Frau laufen sich über den Weg, finden zueinander, es gibt ein nettes Hick-Hack, am besten mit Eifersucht und Intrigen garniert und beim großen Showdown fallen sich beide Hauptdarsteller nach zwei Stunden glücklich in die Arme. Niemals, wirklich niemals, hätte sich Feli träumen lassen, dass sich so eine Liebesgeschichte auch einmal in ihrem Leben abspielen könnte. Schon gar nicht, als sie kopfüber in die Wohnungstür ihres neuen Mitbewohners im Wohnblock hineinfällt und sich liegend vor einem Adonis wiederfindet  …

Eine Chaotin und ein blinder Ordnungsfanatiker (was überlebensnotwendig ist bei dieser Behinderung!) treffen aufeinander und obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können, sprühen die Funken zwischen den Protagonisten wie verrückt. Was der Leser schnell merkt, raffen Feli und Janosch nicht gleich auf Anhieb.

Infos zur Autorin:
Kyra Groh, geboren 1990, lebt in Seligenstadt und hat in Gießen Geschichte und Fachjournalistik studiert. Zur Zeit arbeitet sie als Werbetexterin.
http://m.randomhouse.de/Autor/Kyra-Groh/p463828.rhd
http://www.lovelybooks.de/autor/Kyra-Groh/ 
 
Meine Meinung
Kyra Groh erzählt hier eine humorvolle und spannende Lovestory aus Sicht des weiblichen Tollpatschs (Pinguin), die ihrem blinden Traumprinzen (Maulwurf) vor die Füsse fällt.

Im lockeren, jugendlichen Ton werden die Ereignisse in der Ich-Form von Feli erzählt, und ich konnte mir bei manchen Szenen wirklich ein Lächeln nicht verkneifen, aber bei einigen Begegnungen im Buch musste ich auch kräftig schlucken, weil mir der Hals so eng wurde.

Der Autorin gelingt es in ihrem Debutroman gekonnt die Emotionen der beiden jungen Menschen in frischen Worten zu vermitteln, was vielleicht auch daran liegen mag, dass die Schriftstellerin selbst erst Mitte 20 ist.

Da fliegt ein Janosch schon einmal über einen unachtsam auf den Boden gestellten Teller mit den Resten der Spaghetti Bolognese oder Feli bekommt einen Anfall, als sich ihr Schwarm sich plötzlich ganz anders verhält, wenn seine Ex-Freundin in der Nähe ist.

Ich kann aus meiner Sicht sagen, dass ich bis zur Hälfte den Roman sehr gerne lesen mochte. Mir gefiel so Einiges: Angefangen vom Cover, über die Grundidee der Geschichte, die beiden Protagonisten, die netten Randfiguren (u.a. der beste Freund von Janosch und seine Schwester mit Anhang) bis hin zur Aufzeigung der Probleme zwischen einem gehandicapten Menschen in der heutigen Zeit, der aber sein Leben von Geburt an mit einer tollen Familie im Hintergrund in den Griff bekommen kann und einer jungen Frau, die so verliebt ist und dadurch quasi „vergisst“, dass ihr Partner „anders“ ist.

Solche humorvoll angehauchten Liebesromane sind nicht meine bevorzugte Lektüre zur Zeit, aber ich kann nicht leugnen, dass ich dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe und dass mich die Geschichte zum Ende hin sehr aufgewühlt und berührt hat. Ich wurde an einigen Passagen zum Nachdenken animiert und kann sagen, dass ich die Sichtweisen und Ängste von beiden Hauptfiguren sehr gut nachvollziehen konnte.

Als Zielgruppe würde ich hier gängige Chick-Lit-Leserinnen und Mädchen ab 14 Jahren sehen.


Fazit
Eine lustige, aber auch nachdenkliche Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, und die mein Herz vollkommen erreicht hat .
Ich vergebe fantastische 5/5 Sterne und kann dieses Buch mit gutem Gewissen und einem kleinen Seufzer weiterempfehlen!

Montag, 10. November 2014

Blogtour zum megaspannenden Thriller "Abgründe" von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler


Herzlich Willkommen bei der Blogtour zum megaspannenden Thriller "Abgründe" von Nadine d'Arachart und Sarah Wendler! 

Die heutige Station steht unter der Frage: „HABEN MÖRDER AUCH MENSCHLICHE SEITEN?“

Auch wenn sich Ames im Interview etwas bedeckt gehalten hat, konnten die Autorinnen etwas entdecken, was ihn zumindest etwas menschlicher hat erscheinen lassen. Schaut euch das Video an,
löst das Rätsel und findet heraus, was Ames am liebsten trinkt. Verschickt die Antwort auf die Frage an biggiralf@freenet.de per Mail und ergattert so ein Los.



Natürlich könnt ihr auch etwas gewinnen.
Wie das geht?
An jedem Tag der Blogtour stellen wir entweder eine Frage (die ihr in einem Kommentar beantworten könnt) oder es gibt ein Rätsel zu lösen, dessen Antwort ihr heute bitte nicht über das Kontaktformular, sondern  per Mail an biggiralf@freenet.de versendet. Für jede beantwortete Frage und für jedes gelöste Rätsel gibt es ein Los – das heißt, ihr könnt an jedem Blogtour-Tag ein Los sammeln, bis ihr schließlich 10 Stück habt. Ach ja, bis zum Ende der Blogtour könnt ihr unter jedem Beitrag einen Kommentar hinterlassen und jedes Rätsel lösen. Erst nach Ende der Blogtour könnt ihr keine Lose mehr sammeln.
Wie kommt ihr an Zusatzlose?
Zusätzliche Lose könnt ihr dadurch sammeln, dass ihr für die Blogtour werbt. Dies könnt ihr über FB, Twitter, eure Blogs, Google + usw. machen. Für jeden „Beweis“-Link den ihr in die Kommentarfunktion postet, bekommt ihr ein Zusatzlos. So könnt ihr zu euren 10 Losen unendliche viele weitere Lose sammeln und eure Gewinnchancen erhöhen.



Was gibt es zu gewinnen? Die Gewinnpakete sind doch klasse, oder? Also schnell mitgemacht! Ich drück euch die Daumen!











Was gibt es zu beachten?
An der Verlosung dürfen nur volljährige Personen teilnehmen. Die Gewinnerziehung erfolgt per Losverfahren. Die Gewinnernamen werden auf allen teilnehmenden Blogs sowie auf der Facebook-Seite www.facebook.de/darachart.wedler veröffentlicht. Die Gewinner müssen sich selbstständig innerhalb von einer Woche melden (kontakt@write-fever.de), sonst wird neu ausgelost.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Datenschutz: Für die Gewinnspielteilnahme müssen keine Adressdaten angegeben werden. Nur die Gewinner müssen ihre Daten zur Verfügung stellen, damit die Gewinne zugestellt werden können. Diese Daten werden nicht an Dritte weitergegeben! Ansprechpartner der Blogtour laut Impressum auf www.write-fever.de (Nadine d’Arachart und Sarah Wedler)

Hier die einzelnen Stationen zur Blogtour: 
1. Kitty von My Books Paradise
2. Michelle von Mimos Welt
4. Philly von Wortgestalt
5. Aly von Magische Momente
6. Danni von mydanni
7. Uwe von TVCs kleine Welt
10. Nane von Nanes Leseecke

Samstag, 8. November 2014

Rezension von "Witchboy - Stadt der Geister" von Romana Grimm, eBook, Fantasy


Titel: Witch Boy - Stadt der Geister
Autorin: Romana Grimm
Dateigröße 3817 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 531 Seiten
Isbn-Quelle für Seitenzahl: 1497463300
ASIN: B00J982GVU
Preis: 2,99 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Für den sechzehnjährigen Seth Morgan ist es nicht leicht, im Schatten seiner berühmten Schwester aufzuwachsen. Als die ganze Familie ihretwegen auch noch von New York in das kleine Nest Blackwood Springs zieht, kann es nicht mehr schlimmer werden. Zumindest denkt er das, bis er merkt, dass es im neuen Haus spukt und die Stadtbewohner ein unglaubliches Geheimnis hüten. Ungewollt verstrickt sich Seth in einem Netz aus Magie, Hexerei und übernatürlichem Wissen, sodass er bald selbst Teil des Geheimnisses wird.
Doch als wenig später eine düstere Bedrohung Blackwood Springs heimsucht, muss er sich entscheiden, ob er seine neugefundenen Kräfte akzeptiert, oder sich abwendet, bevor es kein Zurück mehr gibt ..."

Über die Autorin:
Romana Grimm wurde 1983 geboren und von rechtschaffenen Leuten aufgezogen. Den eindringlichen Wunsch, nach Abschluss der Schule einen "sicheren" Arbeitsplatz zu finden, teilte Romana nur bedingt mit ihren Eltern; bereits mit Anfang 20 wusste sie, dass sie ihren Lebensunterhalt lieber mit kreativer Arbeit verdienen wollte. Seither arbeitet sie mal mehr und mal minder fleißig an der Erreichung dieses Ziels. Dabei beschränkt sie sich nicht auf bestimmte Genres, sondern entdeckt sich und ihre Lust am Schreiben mit jeder Geschichte neu. Ihr erklärtes Ziel ist es, Menschen auf eine Reise zu schicken und sie hautnah an ihren Abenteuern teilhaben zu lassen.


Eigene Meinung:
Der sechzehnjährige Seth Morgan ist total unglücklich. Er musste von New York in dieses komische Städtchen Blackwood Springs ziehen. Und das alles nur, weil seine zickige Schwester Hailey dort die Serie "Witch Girls" dreht. Seine Mutter hat überhaupt kein Verständnis für ihn, die ist total auf ihre berühmte Tochter fixiiert. Von Anfang an haben die Blackwoods um Ira und Co. es auf Seth abgesehen. Er hat keine Ahnung warum. Freunde findet er jedoch auch und einen Job bei Gretchen und Claire, schließlich will er bald ein Auto fahren. Zu allem Unglück fühlt er sich in dem Haus, in das die Familie zieht, überhaupt nicht wohl. Bald findet er den Grund heraus, in seinem Zimmer wohnt ein Geist. Mit diesem Geist freundet er sich an.

Witchboy ist eine Highschool-Fantasygeschichte aus der Sicht einen sechzehnjährigen Jungen. Sie ist in  jugendlicher Sprache verfasst, die Wörter "Alter" oder "Joh" kommen sehr oft vor. Die Geschichte liest sich flüssig und spannend.
Seth ist ein sehr interessanter Protagonist, der den Schwierigkeiten, die er mit den Bewohnern von Blackwood Spring hat, ins Auge blicken muss. Dabei bekommt es Seth  mit vielen bunten Geschöpfen zu tun. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen neben Werwölfen, Sirenen und einem Vampir,  Hexen und Geister.

Es dauert ziemlich lange, bis Seth und wir Leser überhaupt mitbekommen, warum die Blackwood Spring Gang solch eine große Abneigung gegen Seth hat. Seine Schwester kommt bei der Gang hingegen sehr gut an. Die etwas sarkastische Art und der Humor von Seth gefallen mir gut.

4/5 Sterne, meine Leseempfehlung für alle, die gerne außergewöhnliche Fantasy-Geschichten lesen.

Montag, 3. November 2014

Rezension zu "Zorn - Wie sie töten" von Stephan Ludwig, Thriller, Fischer Taschenbuch

Titel: Zorn - Wie sie töten
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 406 Seiten  (TB, 20.10.14)
Isbn Nr.  13-978-3-596-19861-0
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
"In einer Winternacht wird ein Mensch vor die S-Bahn gestoßen. Niemand beobachtet den Mord, die Polizei geht von Selbstmord aus. Auch Hauptkommissar Claudius Zorn schenkt dem Vorfall keine Beachtung. Er ist damit beschäftigt, seinen ehemaligen Kollegen Schröder zu überreden, wieder sein Partner zu werden. Was jedoch weder Zorn noch Schröder ahnen: Der Täter ist ganz in ihrer Nähe. Und hat eine Reihe neuer Opfer im Visier. Menschen, die den beiden Ermittlern nahestehen …

Der vierte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder"


Über den Autor:
Stephan Ludwig, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung:
Ich muss jedem Leser einfach raten, mit dem ersten Band dieser Reihe zu beginnen, es lohnt sich wirklich, denn die Charaktere und die Beziehung zwischen Zorn und Schröder entwickeln sich im Laufe der Reihe. 

Von Anfang an ist dieser Thriller von Stephan Ludwig fesselnd und spannend geschrieben. Die Spannung lässt im Buch auch nicht nach und endet in einem atemberaubenden Finale.

Schon im ersten Kapitel  sofort Zeuge eines Mordes, die Polizei tippt hier allerdings auf Selbstmord.

Zorn hat ganz andere Probleme, als Arbeiten und kommt daher auch überhaupt nicht in die Gänge. Entsprechend bekommen wir kultmäßige Dialoge zwischen Zorn und Schröder oder Zorn und der Staatsanwältin serviert. Die sind teilweise zum Brüllen komisch! Schröder kontert mit trockenem Humor.

Zorns Arbeitswille steigt erst etwas an, als er mit dem Wachtmeister Kanthak zusammenarbeiten soll. Den kann er überhaupt nicht leiden, der nervt ihn total. Das beruht allerdings auf Gegenseitigkeit.

Zorn zeigt in diesem 4. Teil seinen weichen Kern unter seiner rauen Schale, den wir ja schon immer vermutet haben. Wir erleben hier Zorn in Hochform und Schröder steht ihm in nichts nach.

In diesem 4. Teil vermischen sich die Ermittlungen mit dem Privatleben von Zorn und Schröder. Wir dürfen auf viele verschiedene Überraschungen und Wendungen gespannt sein. Stephan Ludwig betätigt sich ab und an am Ende eines Kapitels als Hellseher mit vagen Andeutungen auf ein Geschehen und wir sind dann um so gespannter, was da denn jetzt genau passieren wird im nächsten oder übernächsten Kapitel.

Dieser temporeiche Thriller ist ziemlich blutig und nichts für zartbesaitete Gemüter. Mich hat er komplett überzeugt und ich vergebe hier sehr gerne 5/5 Sterne und meine Leseempfehlung für dieses Genrehighlight.
 Ich bin gespannt, was sich der Autor im nächsten Teil einfallen lässt, und ich möchte nun endlich den Vornamen von Schröder wissen.


1. Lesung von Petra Durst-Benning im Cafèhaus Veit in Reutlingen

Am Mittwochabend war Premiere der Caféhauslesungen von Petra Durst-Benning im Caféhaus Veit in Reutlingen. Die Gäste der restlos ausver...