Donnerstag, 8. Januar 2015

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Alytenfluch" von Regina Meißner, Carlsen Impress Verlag, eBook, Fantasy

Titel: Alytenfluch 
Autorin: Regina Meißner
Seitenzahl: 555 Seiten  (Dez. 14)
Verlag: Carlsen Impress Verlag
ISBN: 9783646600926 
Preis: 3,99 EUR (eBook)

Eine interessante Geschichte aus dem Fantasy-Genre, aber…

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):
Lyra Ahorn ist ein 17jähriges introvertiertes Mädchen, das sehr gerne liest und in ihren Büchern versinkt. Ihre Eltern haben ihre Schwierigkeiten mit der Tochter und bestimmen einen sechswöchigen Urlaub bei der Oma in Schottland. In Beauly angekommen, ist Lyra fasziniert von der Natur und macht sich am Morgen mit einem Buch auf eine kleine Wanderung. Sie setzt sich auf die Wiese, verliert sich wieder einmal in ihrem Roman und schläft kurzerhand ein. Als die Schlafmütze erwacht, regnet es in Strömen. Es ist dunkel und Lyra findet den Weg nicht mehr zurück. Sie wird – für sie völlig überraschend – als Alyte erkannt und in einem Wagen mitgenommen. Während der Fahrt wachsen ihr plötzlich die typischen Alytenflügel und sie landet im Schloss Penumbra. Hier werden alle Alyten zu ihrer Bestimmung hingeführt: den für sie vorgesehenen Mann verführen, um ihn dann zu TÖTEN. Lyra ist nach der Prophezeiung auch noch die EINE Alyte, die alle befreien soll… wird es ihr gelingen? Oder muss sie ihre große Liebe Jared opfern?

Meine Meinung
Es handelt sich bei Alytenfluch um das erste Buch, das ich von Regina Meißner gelesen habe. Mir hat der Schreibstil gut gefallen, obwohl dieser doch sehr jugendlich war.

Beim Lesen kam ich leider immer wieder ins Stocken, denn die Rechtschreibfehler, verdrehten oder fehlenden Worte und auch die Grammatik waren (tut mir leid!) doch eine Zumutung! Mir tat die Schriftstellerin schon sehr leid und auch alle Leser dieser Fantasygeschichte, denn ich musste mich zum Schluss schon quälen und selber überreden, den eBook-Reader wieder in die Hand zu nehmen, um weiterzulesen. Da erwarte ich von einem eBook, das durch einen Verlag veröffentlicht wird, doch schon ein etwas gründlicheres und vernünftiges Lektorat! Da mich die Idee jedoch begeistert hat und Regina Meißner selber nichts für die unzureichende Korrektur kann, werde ich ihr bzw. ihrem anderen Roman (Ivery – Von Schatten verführt) eine Chance geben und diesen (hoffentlich) noch in 2015 lesen.

Die Geschichte wird in der Ich-Form aus Lyras Blickwinkel erzählt, was mich sehr angesprochen hat. Mich konnte allerdings der Hauptanteil des Textes nicht völlig überzeugen. Das eBook war nett zu lesen, dümpelte aber an einigen Stellen vor sich hin. Leider wurde ich auch weder mit der Protagonistin, noch mit dem männlichen Gegenpart dazu besonders warm. Die Liebesgeschichte von den beiden hat mich eher nicht erreicht, wenn überhaupt ansatzweise etwas berühren können. Die Auflösung der Story für die Hauptdarsteller fand ich allerdings gut gewählt und konnte ich auch nachvollziehen. Die Schreibweise zum finalen Höhepunkt hin nahm wieder an Fahrt zu, so dass ich die letzten Seiten dann auch in einem Rutsch inhaliert habe. Die Randgeschichte mit der besten Freundin in der Schule, Lacrima, hat mir sehr gut gefallen. Leider wurde diese nur kurz angerissen. Hier hätte ich mir eine ausführlichere Beschreibung/Darstellung gewünscht – vielleicht als gesondertes Kapitel.
Wo ich dann auch schon bei der Länge des eBooks wäre… 555 Seiten finde ich schon grenzwertig für einen abgeschlossenen Roman. Obwohl ich mich eigentlich gar nicht beschweren möchte, denn ich kann mich momentan ohne Ende darüber ärgern, dass es im Fantasy-Bereich fast nur noch Reihen zu kaufen gibt und man ellenlang (manchmal bis zu einem Jahr!) auf die Fortsetzung warten muss.

Im Fall von Alytenfluch hätte ich mir dann doch einen Zweiteiler gewünscht… vielleicht mit 300 Seiten und dann 255 zzgl. einem Zusatzkapitel am Ende zu z.B. Lacrima, ist aber auch nur mein persönliches Empfinden. Das Zielpublikum dieser Reihe liegt (wie kann man es auch anders erwarten in diesem Genre) im weiblichen Bereich und die vom Verlag anvisierte Altersgrenze ab 14 Jahren finde ich völlig in Ordnung.

Fazit
Meine Erwartungen, die ich an eine interessante Idee und einen Klappentext, der mich neugierig machte, hatte, wurden mit diesem eBook leider nicht voll erfüllt. Aufgrund der zum Schluss doch noch wieder gut aufgebauten Spannung und der dahinfliegenden Seiten schwankte ich zwischen 3 und 4 Sternen, vergebe allerdings anhand des unterdurchschnittlichen Lektorats (Entschuldigung an die Autorin!) durchwachsene 3/5 Sterne!




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