Montag, 19. Januar 2015

Rezension zu "Kellerkind" von Nicole Neubauer, TB, Blanvalet Verlag, Krimi

Titel: Kellerkind:
Autorin: Nicole Neubauer
Seitenzahl: 416 Seiten (TB 19.1.15)
Isbn Nr. 13-978-3-442-38337-5
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
"Die erfolgreiche Anwältin Rose Benninghoff liegt mit durchschnittener Kehle in ihrer Designerwohnung. Im Keller des Huases kauert der vierzehnjährige Oliver Baptiste, sein Körper mit Blutergüssen übersäht, seine Hände blutverschmiert. Er kann sich an nichts erinnern. In seinem klirrend kalten Jahrhundertwinter nimmt der Münchner Hauptkommissar Waechter mit seinem Team die Jagd nach dem Mörder auf. Doch bald verschwimmen die Grenzen zwischen Täter und Opfer immer mehr, und die Ermittler stoßen auf ein altes Verbrechen, das nie gesühnt wurde und das seine Schatten bis in die Gegenwart wirft .."

Über die Autorin:
Nicole Neubauer ist 1972 in Ingolstadt geboren und studierte englische Literaturwissenschaft und Jura in München und London. Nach zehn Jahren in einer Wirtschaftskanzlei arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Rechtsanwältin und Lektorin. Sie ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern e.V.« und der »Autorinnenvereinigung e.V.«.

Ihr Kurzkrimi Backstage errang im Jahre 2011 den zweiten Platz im »Broilerbar«-Kurz- geschichtenwettbewerb. Mit dem Romanmanuskript Kellerkind gewann sie einen Förderplatz im Mentoringprogramm der »Mörderischen Schwestern e.V.«

Nicole Neubauer lebt mit ihrer Familie im Herzen Schwabings.

Eigene Meinung:
Nicole Neubauers Debüt-Krimi ist flüssig geschrieben, die Unterhaltung der Ermittler ist oft etwas bayrisch angehauch. Als überaus spannend darf man diese Geschichte allerdings nicht bezeichnen.

Der Leser ist hier eher neugierig darauf, was die Tote Rose Benninghoff für eine Person war, denn die Ermittler tun sich sehr schwer, Freunde von ihr zu finden und ihre Wohnung ist eher steril gehalten, persönliche Dinge fehlen fast ganz. Genauso möchte man wissen, was mit Oliver passiert ist und hat im Geiste natürlich schon einmal eine Vorstellung, was hier geschehen sein könnte. Das möchte man natürlich bestätigt haben. Im Laufe der Handlung erhält man dann einen Einblick in einige persönliche Dramen.

Die Ermittlungsarbeit beschränkt sich auf Verhöre von Oliver, den die Kommissare erst einmal zum Reden bringen müssen, auf Befragungen von Olivers Vater und von Nachbarn und Arbeitskollegen von Rose. Insbesondere die Ermittlerin Elli ist für die Recherchen zuständig, die Roses Vergangenheit betreffen.

Die Ermittler lernt der Leser in diesem Krimi sehr gut kennen, entsprechend viele Nebenschauplätze gibt es hier. Wie üblich, wollen die Vorgesetzten natürlich, dass der Fall schnell gelöst wird und dass prominenten, reichen und sehr einflussreichen Mitbürgern, wie Olivers Vater, nicht auf die Füße getreten wird.

4/5 Sterne erhält dieses Krimidebüt von Nicole Neubauer von mir. Mir hat dieser etwas andere Krimi ohne allzuviel Blutvergießen, dafür mit guten, teilweise mit trockenem Humor gewürzten Dialogen ganz gut gefallen. Wer allerdings einen superspannenden Krimi erwartet, der sollte die Finger davon lassen..


1 Kommentar:

  1. Hallo Biggi!
    Na, da sind wir uns ja recht einig. Ganz ähnlich sehe ich das auch. 😊
    Vielleicht mögen deine Leser ja auch mal bei mir vorbei schauen.
    http://toms-lesewelten.blogspot.de/2015/01/nicole-neubauer-kellerkind-rezension.html

    Liebe Grüße, Thomas! 😉

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