Donnerstag, 29. Januar 2015

Rezension zu "Pleiten, Pech und Leichen - Ein Saarland-Krimi" von Elke Schwab,Sutton Verlag, Krimikomödie

Titel: Pleiten, Pech und Leichen
Autorin: Elke Schwab:
Seitenzahl: 256 Seiten (broschiert 1.9.14)

Isbn Nr. 13-978-3954003853
Verlag: Sutton Verlag
Preis: 12,99 Euro

 Klappentext:
"Vielleicht hätte sie doch irgendetwas lernen sollen. Dann müsste sich Jenny ihren Lebensunterhalt nicht in der blöden Bäckerei im Europa-Center verdienen - von ein paar Ladendiebstählen ab und zu mal abgesehen. Vor allem wäre ihr dann der Chef vom Wachdienst nicht hinterhergelaufen - und wäre noch am Leben. Die Fragerei der Polizei bliebe Jenny auch erspart und die Besuche dieses lästigen Kommissars erst recht. Aber so ein langweiliges, ordentliches Leben liegt einfach nicht in ihren Genen. Lieber zieht sie mit ihrer Freundin Anna in ihrem ausrangierten Leichenwagen um die Häuser. Irgendwie wird schon alles gut gehen. Und im Notfall kann sie ja immer noch mit Simon, dem jung gebliebenen Ferrari-Fahrer, in die Karibik abhauen. Einer selbstbewussten, schlagfertigen Frau wie Jenny kann doch eigentlich nichts passieren ... Mit viel schwarzem Humor lässt Erfolgsautorin Elke Schwab, Gewinnerin des Saarländischen Autorenpreises 2013 und 2014, ihre neue Heldin Jenny auf Saarbrücken los. Sie will ja nichts Böses. Aber Polizei und Unterwelt sollten sich warm anziehen."


Über die Autorin:
Elke Schwab lebt umgeben von Natur und Tieren in einem kleinen, ruhigen 250-Seelen-Dorf im Krummen Elsass. Dort lässt sie sich gerne zu schauerlichen Kriminalromanen inspirieren.
In Saarbrücken geboren und im Saarland aufgewachsen, fühlt sich die Autorin in ländlicher Umgebung heimisch. Nach dem Gymnasium hat sie viele Jahre im Sozialministerium in der Abteilung Altenpolitik gearbeitet, bis sie als freie Autorin ins angrenzende Frankreich gezogen ist.
Ihre Krimis sind Polizeiromane. Sie spielen in ländlicher Umgebung, wo die Menschen gerne mal kauzig und wortkarg sind.
Eine ihre Hauptfiguren ist der Hauptkommissar Kullmann, der sich vom aktiven Kommissar zum Rentner und Ersatz-Opa mit beratender Funktion für die Polizei gemausert hat. Sein Schützling, eine junge Kommissarin und alleinerziehende Mutter, greift gern auf seinen reichen Erfahrungsschatz zurück, womit die Autorin die sogenannte „Wahlfamilie“ immer wieder in ihre Handlungen mit einbaut.
Weiterhin gibt es von der Autorin eine Serie mit Lukas Baccus und Theo Borg, zwei übermütige Kriminalkommissare, die mit lockeren Sprüchen spektakuläre Fälle aufklären.
Ihre Krimis zählen zu den „Whodunit Krimis“.


Eigene Meinung:
Jenny, Teilzeitkraft in einer Bäckerei und von Chef und Kolleginnen total genervt, wohnt zusammen mit ihrem dreibeinigen Hund Kapt'n Ahab in einer kleinen Wohnung. Ihr Stalker Tobias steht Tag und Nacht vor ihrer Tür und bekommt so auch mit, wenn der Kriminalkommissar Jenny besucht und  nie wieder auftaucht. Jenny ist eine notorische Diebin, die im Europa-Center, in dem sie arbeitet, Parfums, Dessous und ab und an auch mal High Heels mitgehen lässt, um sie im Internet dann meistbietend zu verhöckern. Sie fährt einen ausrangierten Leichenwagen und ihre einzige Verwandte Oma Käthe, muss oft Sozialstunden im Altersheim ableisten, weil sie Waren aus Luxemburg ins Saarland schmuggelt. Sie scheint die kriminelle Ader an Jenny wohl weitervererbt zu haben. Nachdem Jenny vom Sicherheitschef des Centers ertappt wurde, dieser im Gerangel unglücklich stürzt, und dabei ums Leben kommt, scheint das Unglück Jenny zu verfolgen. Denn wenn sie denkt, heute wäre ihr schlimmste Tag, dann kommt es noch schlimmer ...

Elke Schwab hat sich an einer Krimikomödie versucht,was ihr ganz gut gelungen ist. Ihr Schreibstil ist flüssig und die Story liest sich total gut.  Ihre Protagonistin Jenny ist eine liebenswert chaotische Person, Käpt'n Ahab und ihre Vermieterin, die unter Verfolgungswahn leidet, spielen neben Jenny auch eine große Rolle in diesem Krimi.

Einen Logikfehler habe ich gefunden, DNA-Spuren von Jenny wurden an einer Leiche gefunden, dabei wurde Jenny bisher eigentlich nur von den Kommissaren befragt. Das hat das Lektorat wohl übersehen.

Mit skurrilen Situationen und leicht schwarzem Humor bietet "Pleiten, Pech und Leichen" gute, etwas andere Krimiunterhaltung. Dafür gibt es von mir 4/5 Sterne. Ich bin mir sicher, dass es noch mehr Krimis mit Jenny, Oma Käthe und Käpt'n Ahab geben wird.



 

1 Kommentar:

  1. Was den entdeckten Logikfehler angeht, so darf man den ganzen Roman nicht ganz ernst nehmen. Außerdem könnten die Ermittler nur geblufft haben. So verrückt die Geschichte auch ist, so gut hat sie mich unterhalten.

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