Sonntag, 15. März 2015

Rezension zu "Revival" von Stephen King, Heyne Verlag, Roman

Titel: Revival
Autor: Stephen King
Seitenzahl: 512 Seiten (gebundene Ausgabe)
Isbn Nr. 13-978-3-453-26963-7
Verlag: Heyne Verlag (3.3.15)
Preis: 22,99 Euro

Verlagsinfo:
"Finster, mysteriös, elektrisierend
Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors.
Der kleine Jamie spielt vor dem Haus mit seinen Plastiksoldaten, da schiebt sich ein dunkler Schatten über ihn, ein Schatten, den er sein Leben lang nicht loswerden wird. Er blickt auf und sieht Charles Jacobs über sich, den jungen Methodistenprediger, der in der neuenglischen Gemeinde gerade sein Amt antritt. Im Nu gewinnt der charismatische Jacobs die Herzen der gottesfürchtigen Einwohner. Den Kindern haben es vor allem die elektrischen Spielereien angetan, mit denen er Bibelgeschichten veranschaulicht. Das alles endet, als ihn ein entsetzlicher Unfall vom Glauben abfallen lässt und er eine letzte Predigt hält, die in einer rasenden Gottverfluchung gipfelt. Von der Gemeinde verstoßen, tingelt er fortan über die Jahrmärkte, wo er elektrische Experimente vorführt, die zunehmend spektakulärer werden. Und immer schrecklichere Folgen nach sich ziehen. Über die Jahre trifft Jamie, inzwischen drogenabhängiger Musiker, wiederholt auf Jacobs, der ihn jedes Mal tiefer in seine dämonische Welt zieht. Als Jamie sich dessen klar wird, gibt es kein Zurück mehr. Das finale Experiment steht bevor."


Über den Autor:
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

Eigene Meinung:  

Es ist die Geschichte von Jamie, dem Rockgitarristen, die uns Stephen King hier erzählt. Jamie begegnet dem Methodistenprediger Charles Jacobs als kleiner Junge. Er trifft den Prediger immer mal wieder im Laufe seines Lebens. Charles Jacobs hat nie diesselbe Rolle oder denselben Beruf bei diesen Begegnungen und diese Treffen haben jedesmal Auswirkungen auf Jamie.

Der Meister bleibt mit "Revival" seinem wunderbaren, detaillierten Erzählstil treu. Er veteilt wie immer Seitenhiebe, diesmal hat er den Glauben im Auge. Auch mit "Revival" schafft er es, uns Leser zu fesseln, obwohl die Geschichte um den Rockgitarristen Jamie nicht so spannend ist.

Was King sehr gut kann, ist die Figuren Jamie, seine Familie, seine erste Liebe, den charismatischen Prediger und Erfinder Charles, sowie alle Nebenfiguren zum Leben zu erwecken. Jamie erzählt sein Leben im Rückblick und wird dabei sehr nostalgisch.

Was mich etwas gestört hat, ist die Werbung für das Buch, die in mich eine Lovecraftsche Horrorstory erwarten ließ. Diese Geschichte hat diese Elemente. Leider begegnen die uns erst in den letzten 50 Seiten und das hat mich dann doch etwas enttäuscht. Unter der Erwartungshaltung hätten der Geschichte 250 Seiten weniger gut getan.

Richtigen Horror und Grusel wie bei "Es" kann man hier nicht erwarten. Auf den letzten 50 Seiten wird die Story sehr spannend und mysteriös. Der Meister ist zahm geworden. Für eingefleischte King-Fans, die nicht unbedingt den Horror erwarten, sondern ein Buch wie "Joyland", ist "Revival" ein Muss.






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