Sonntag, 29. März 2015

Rezension zu "Taxi" von Klaus Zeh, Roman, Books on Demand

Titel: Taxi
Autor: Klaus Zeh
Seitenzahl: 180 Seiten

Isbn Nr.: 13-978-3-7347-6290-1 (Paperback)
Verlag: BoD Verlag
Preis: 6,90 Euro
 
Klappentext:
"Ein Heiligabend im Taxi. Mit Heiligabenden hat der Fahrer und Besitzer des Taxis so seine Erfahrungen. Vor zwei Jahren schoss ihm ein Junkie ins Bein, und dass er danach wieder mit dem Boxen anfing, macht die Sache nicht besser. Doch dieser Heiligabend ist anders. Unterwegs auf den schneeverwehten Straßen, in der Stadt, über Land, immer wartend auf eine Nachricht von Malaika, seiner verheirateten Geliebten, ereignet sich Unerwartetes. Immer wieder rühren die Erlebnisse an seine Vergangenheit: seine Kindheit mit dem alkoholkranken, gewalttätigen Vater; seine Schwester, die ihm immer Zuflucht und Ermutigung bot; sein waghalsiges Intermezzo in Detroit, der Stadt des Soul; den langen Kampf um die Befreiung aus seinem inneren Gefängnis; und nicht zuletzt an seine Liebe zur Musik. Als die nächtliche Irrfahrt fast zu Ende ist, geschieht dann doch noch ein kleines Wunder."

Über den Autor:
Klaus Zeh, Jahrgang 1965, wirkt als Sänger, Liedermacher und Musikjournalist und war für mehr als zehn Jahre mit einem musikalischen-literarischen Irlandprogramm unterwegs. Er lebt in Reutlingen. Bisher veröffentlichte er Gedichtbände und Musik-CDs. Taxi ist sein erster Roman.

Eigene Meinung:
Der Reutlinger Klaus Zeh hat  mit "Taxi" seinen ersten Roman geschrieben. Er liest sich gut, dieser Roman, in dem der Protagonist aus der Ich-Perspektive von seinen Begegnungen an Heiligabend als Taxifahrer berichtet. Abwechselnd dazu nehmen wir im nächsten Kapitel an seiner schweren Kindheit in den siebziger Jahren teil oder an seinen Erlebnissen in Detroit. Nach Detroit hat es ihn verschlagen, weil er auf der Suche nach dem Soul war. Ob er den gefunden hat? Lest selbst.

Klaus Zehs Schreibstil gefällt mir gut. Schonungslos offen beschreibt er, was sein Protagonist mit seinem alkoholkranken Vater erleben musste.

In dieser Lovestory, der Tragödie, dem Roadmovie mit Lokalkolorit - denn Reutlingen erkennt man hier auch ganz gut wieder -  oder wie immer man diesen Roman nennen möchte, spielt die Musik eine große Rolle in und zwischen den Zeilen.

Der "Ton" des Roman ist etwas melancholisch gestimmt, voller Tristesse und gleichzeitig hoffnungsvoll, denn der Protagonist wurde nicht zum Ebenbild seines Vaters. Er hat einen anderen Weg gewählt.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für dieses wortgewaltige, spannend geschriebene Debüt, das uns manchmal nur durch einen Nebensatz sprachlos werden lässt. Einziger Nachteil: viel zu schnell gelesen.


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