Dienstag, 14. April 2015

Rezension zu "Bird Box" von Josh Malerman, Endzeitthriller oder Horrorroman, Penhaligon Verlag

Titel: Birdbox
Autor: Josh Malerman
Seitenzahl:320 Seiten (12.3.15), Pappband mit Schutzumschlag

Isbn Nr. 13-978-3-7645-3121-8
Verlag: Penhaligon Verlag
Preis: 19,99 Euro
 Klappentext:
Ich sehe was, das du nicht siehst - und es ist tödlich...
Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …

Über den Autor:
Josh Malerman ist ein großer Fan von Gruselliteratur und zählt mehr als 500 Horrorfilme zu seinen Favoriten. Er schrieb zunächst Gedichte und Kurzgeschichten, doch seine professionelle Karriere startete er mit Songtexten, bevor er sich ganz seinem Debüt Bird Box widmete. Josh Malerman ist Sänger und Chef der gefeierten Indie-Band The High Strung, mit der er bereits zweimal in Guantanamo Bay aufgetreten ist. Er lebt heute mit seiner Verlobten in Royal Oak, Michigan.

Eigene Meinung: 
Das Buch, das sich ganz bescheiden "Roman" nennt entfaltet seine Sogwirkung von der ersten Seite an. Ich war von Anfang an gefesselt vom sachlich nüchternen Erzählstil von Josh Malerman. In kurzen Kapiteln beschreibt er Malories Erlebnisse nach der Katastrophe, die erst einmal ganz weit entfernt begann, bis sie immer näher rückte und in das Umfeld von Malorie hereingebrochen ist, wie wir in einzelnen Kapiteln erfahren.

Die Story ist gut durchdacht, die Protagonisten sind starke Charaktere. Insbesondere Malorie gefällt mir sehr gut. Interessant ist auch, wie sie ihre Kinder nennt, "Das Mädchen" und "der Junge". Sie haben keine Namen, vielleicht damit sie Distanz zu ihnen wahren kann?

Der Autor weiß genau, wie die Menschen ticken und in Ausnahmesituationen reagieren, das merkt man der Geschichte an.

Das Grauen ist namenlos, unfassbar, nicht sichtbar und regt das Kopfkino des Lesers an. Das ist Horror pur! Josh Malerman braucht keine Fäkalsprache, keine Horrormonster oder Zombies um Gänsehaut produzieren.

Eine faszinierende Geschichte, die überzeugt. Das Buch kann man getrost neben Klassikern wie "Die Stadt der Blinden" von José Saramago oder "Die Straße" von Cormac McCarthy ins Buchregal stellen.

5/5 Sterne gibt es von mir für dieses Highlight. Ich bin absolut begeistert und kann das Buch nur  empfehlen. Der Autor steht ab jetzt unter meiner Beobachtung :).





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