Mittwoch, 27. Mai 2015

Rezension zu "Eisige Schwestern" von S. K. Tremayne, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Eisige Schwestern
Autor: S. K. Tremayne
Isbn Nr. 13-978-3-426-51635-5
Seitenzahl: 400 Seiten (4.5.15, Paperback)
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 14,99 Euro

 Klappentext: "Ein Jahr nachdem die sechsjährige Lydia durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, sind ihre Eltern Sarah und Angus psychisch am Ende. Um neu anzufangen, ziehen sie zusammen mit Lydias Zwillingsschwester Kirstie auf eine atemberaubend schöne Privatinsel der schottischen Hebriden. Doch auch hier finden sie keine Ruhe. Kirstie behauptet steif und fest, sie sei in Wirklichkeit Lydia, die Eltern hätten den falschen Zwilling beerdigt.
Bald hüllen Winternebel die Insel ein, Angus ist beruflich oft abwesend, und bei Sarah schleicht sich das unheimliche Gefühl ein, etwas stimme nicht. Zunehmend fragt sie sich, welches ihrer Mädchen lebt. Als ein heftiger Sturm aufzieht, sind Sarah und Kirstie komplett isoliert und den Geistern der Vergangenheit ausgeliefert."

Über den Autor:
S.K. Tremayne ist ein englischer Bestsellerautor und preisgekrönter Reisejournalist, der regelmäßig für internationale Zeitungen und Magazine schreibt.

Eigene Meinung: Ein Psychothriller, der in Schottland, genau genommen auf einer schottischen Hebrideninsel spielt, den muß ich als Schottlandfan unbedingt lesen. Ich wurde nicht enttäuscht.

Die Story ist voller unterschwelliger Spannung, fesselt von Anfang an und besticht durch seine Atmosphäre. Ich konnte mir das Drama, das sich in der Familie von Sarah und Angus abspielte, so richtig gut vorstellen. Ihre Hoffnungen, ihre Ängste und ihr Zorn waren sehr gut nachvollziehbar.

Die Landschafts- und Naturbeschreibungen von Skye und der Privatinsel der Protagonisten tun ihr übriges dazu.

Sarah erzählt in der Ich-Perspektive, womit wir ihr sehr nahe kommen und einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt erhalten. Die Sichtweise von Angus wird uns auch nicht vorenthalten. Beide Ehegatten haben ihre Geheimnisse, die ich gern aufgelöst haben wollte und die mich daher Seite für Seite verschlingen ließen. Der überlebende Zwilling ist mehr als mysteriös, manchmal sogar unheimlich. Ich konnte das Mädchen nicht so ganz einschätzen.

Ein rundum gelungener Psychothriller, der eher auf leisen Sohlen daherkommt, mich aber sehr gut unterhalten hat, da er immer noch eine Überraschung parat hatte, wenn ich meinte, den absoluten Durchblick zu haben. Daher 5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.


Montag, 25. Mai 2015

Rezension zu "Amen" von Rudi Jagusch, Thriller, Heyne Verlag

Titel: Amen
Autor: Rudi Jagusch
Seitenzahl: 384 Seiten TB (10.2.14)
Isbn Nr.  13-978-3-453-41055-8
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 8,99 Euro

Verlagsinfo "Ein Mann droht, mit einem Sprengstoffgürtel bewaffnet den Kölner Dom in die Luft zu sprengen. Im Dom sitzt der nach einem Herzinfarkt dienstunfähiggeschriebene Kommissar Landgräf. Der Erpresser Roman Winter hat sich ihn als Vermittler ausgesucht. Landgräf weiß noch nicht, warum. Im Zuge der ersten Ermittlung taucht eine Frau bei der Polizei auf, die behauptet, die Frau des Erpressers zu sein, und gibt an, dass ihr Mann es absolut ernst meint. Die Lage spitzt sich dramatisch zu."

 

Über den Autor:
Rudi Jagusch, 1967 geboren, lebt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf bei Köln. Als Bücherwurm entdeckte er bereits als Jugendlicher seine Leidenschaft zum Schreiben. Nach sechs Regionalkrimis schrieb er mit »Amen« seinen ersten Thriller. www.krimistory.de.

Eigene Meinung: 
Rudi Jagusch hat mit seinem Debüt einen superspannenden, überraschend guten Thriller erschaffen. Der Leser wird gefesselt durch kurze Kapitel, verschiedene Erzählperspektiven, interessante Charaktere und durch einen Blick in die Vergangenheit des Täters und seiner Lebensgefährtin. Gut gefällt mir bei diesem Thriller auch, dass der Leser erzählt bekommt, wie es zur Tat kam. Rudi Jagusch erzählt ohne Längen und ohne Abschweifen. So müssen Thriller geschrieben sein.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen tempo- und actionreichen Thriller mit einigen interessanten Wendungen und Überraschungen.


Montag, 18. Mai 2015

Rezension zu "Tokio Kill", Barry Lancet , Heyne Verlag, Thriller

Titel: Tokio Kill
Autor: Barry Lancet
Seitenzahl: 496 Seiten, TB (11.5.15)
Isbn Nr. 13-978-3-453-43781-4
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext: 
" Töte die Vergangenheit
Jim Brodie, feingeistiger Experte für asiatische Kultur und zugleich in den Kampfkünsten bewandert, hat in Tokio die Ermittleragentur seines Vaters übernommen. Eines Tages suchen ihn der alte Akira Miura, ehemaliger Geschäftsmann und Soldat im Zweiten Weltkrieg, sowie sein dubioser Sohn auf. Miura fürchtet, dass ihm Feinde aus der Vergangenheit nach dem Leben trachten. Die Spur deutet auf die Triaden und auf ein schreckliches Kriegsverbrechen hin, dessen Ausläufer in die Gegenwart zu reichen scheinen. 12 Stunden später wird Miuras Sohn im Vergnügungsviertel Tokios ermordet aufgefunden, grausam verstümmelt. Brodie muss in die Welt der Geheimbünde und der Mächtigen eintauchen in einem Kampf um Schuld und Sühne, in dem ein Menschenleben nichts zählt …"

Über den Autor:
Barry Lancets große Liebe zu Japan nahm vor über 30 Jahren ihren Anfang. Nach einer ersten Asienreise beschloss Lancet, seine Heimat Kalifornien zu verlassen und für längere Zeit in Tokio zu leben. Er blieb über 20 Jahre in Japan, arbeitete bei einem großen Verlag und entwickelte zahlreiche Bücher vor allem über die japanische Kunst und Kultur. Als Lancet eines Tages aufgrund eines Missverständnisses stundenlang von der Tokio Metropolitan Police verhört wurde, beschloss er, einen Thriller zu schreiben: Sein Debüt Japantown war geboren.

Eigene Meinung:

Der Klappentext klang vielversprechend und ich mag es, wenn ich über ein spannendes Buch noch so nebenbei meinen Horizont erweitern kann.  Leider hat mich dieser sogenannte Thriller sehr enttäuscht.

Aus der Ich-Perspektive lässt uns Jim Brodie, Mitinhaber einer Ermittleragentur in Tokio und Kunsthändler (natürlich Experte für asiatische Kunstwerke), der noch dazu einige asiatische Kampfkünste beherrscht, an einem seiner Fälle teilhaben. Über Verbindungen zur Polizei, zu einem Ganoven aus der Unterwelt von Tokio und über weitere Kontakte, versucht er den Mörder von Miuras Sohn zu finden und gerät dabei selbst in Gefahr.

Leider ist diese Geschichte weder fesselnd, noch spannend erzählt. Der Ermittler Jim Brodie ist so eine Art Superman, der allen Gefahren trotzt, immer die richtigen Leute kennt und unzerstörbar zu sein scheint. Der Charakter bleibt trotzdem farb- und leblos. Auch allen weiteren Charaktere in dieser Geschichte fehlt die nötige Tiefe.
Der einzig spannende und gut erzählte Teil der Story waren die Erlebnisse von Wu.


Mir hat der sachlich, nüchterne Erzählstil von Barry Lancet und wie er seine Kenntnisse über Japan, asiatische Kunstwerke, Geschichte und Kampfkünste ständig anbringt, nicht gefallen. Trotz einiger Kampfszenen fehlt die nötige Spannung und das Tempo in der Geschichte.

2/5 Sterne erhält diese Story von mir. Einem Thrillerfan würde ich das Buch nicht empfehlen, wer sich jedoch für Japan, seine Kultur und Vergangenheit interessiert, dem könnte das Buch gefallen.

Freitag, 15. Mai 2015

Rezension von Katja Kaddel Peters zu Soul & Bronze - Elemente der Schattenwelt, Band 2 von Laura Kneidl, Carlsen Impress Verlag, Fantasy



Titel: Soul & Bronze - Elemente der Schattenwelt, Band 2
Autorin: Laura Kneidl
Verlag: Carlsen Impress Verlag (2.10.14)
Seitenzahl: 548 Seiten
Isbn Nr. 13-9783646600551
Preis: 3,99 Euro
 

!!! ACHTUNG !!! Diese Rezi kann Spoiler zu Teil 1 enthalten !!!
(Meine Rezi zu Blood&Gold, Band 1: http://vergessenebuecher.blogspot.de/2014/06/rezension-von-katja-kaddel-peters-zu_19.html)
Band 2 dieser Trilogie konnte mich wieder begeistern… und sogar mein geliebter Warden durfte dabei sein

 
Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Der Angriff der Kreaturen der Nacht hat ein Blutbad angerichtet und auf Seiten der Jäger sind empfindliche Verluste zu spüren. Mariella (Ella) befindet sich eigentlich noch in der Ausbildung zur Soul Huntress. Aber dadurch, dass nur wenige Geisterjäger überlebt haben und die Hilfe quasi von jedem angenommen wird, schleicht sich Ella – gegen das Verbot der Mutter – zum einberufenen Treffen der Soul Hunter. Sie trauert zwar noch um ihren Vater, möchte aber auch ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten. Sie folgt ihrem Ruf und möchte finanziell etwas zum Haushalt beisteuern. Deswegen nimmt sie auch den erstbesten, gut bezahlten Job an und geht auf Poltergeist-Jagd bei Familie Gardner. Da ihr bisheriger Venator leider bei den Ereignissen ums Leben gekommen ist, wird ihr der verletzte Blood Hunter Wayne zur Seite gestellt, der langsam wieder an die Jagd herangeführt werden soll. Hier prallen von den Charakteren her wirklich zwei Welten aufeinander und beide müssen erst einmal lernen, miteinander umzugehen und sollen nebenbei auch noch ihre Aufgabe lösen.
Wird das ungleiche Paar den Poltergeist ins Jenseits schicken? Kommen beide miteinander klar und können sich aufeinander verlassen? Und werden wir noch vertrauten Gesichtern und dem neuen Vampirkönig begegnen?

 
Meine Meinung


Da es sich hierbei um die Fortsetzung von Blood&Gold in einer Trilogie handelt, rate ich zunächst einmal, das erste Buch zu lesen. Auch vor dem Hintergrund, dass von der Autorin vorausgesetzt wird, dass alle Hunter-Gattungen bekannt sind und diese nicht noch einmal detailliert erklärt werden.
Die weibliche Protagonistin dieser in sich abgeschlossenen und stimmigen Geschichte ist Ella, aus deren Sicht auch noch einmal die schrecklichen Geschehnisse als kleiner Rückblick geschildert werden. Durch die Ausführungen zu ihrem Leben erhält der Leser auch genügend Input zu den Aufgaben und Fähigkeiten eines Geisterjägers.
Der männliche Gegenpart hierzu stellt Wayne, Wardens bester Freund, dar und ich habe mich schon tierisch auf diese Konstellation gefreut. Auch im Hinblick auf die tolle Romanze zwischen Warden und Cain im ersten Teil, hoffte ich auf eine außergewöhnliche neue Liebesgeschichte – und wurde nicht enttäuscht. Laura Kneidl hat in diesem eBook eine neue, charakterlich ganz andere Lovestory aufgezeigt und ich bin ihr sehr dankbar dafür. Wayne hatte es in manchen Passagen auch FAST geschafft, Warden den Favoriten-Rang bei mir abzulaufen „wink“-Emoticon
Wo wir gerade dabei sind, Warden und Cain aber natürlich auch Jules werden gekonnt in den Handlungsstrang eingebaut. Mein Herz ging beim Lesen auf, als meine Lieblingscharaktere wieder dabei waren… Jules hatte ja bereits eine entscheidende Rolle eingenommen, die er in Soul&Bronze weiter führt. Mehr möchte ich zu ihm aber auch nicht verraten.
Laura Kneidl konnte mich wieder von ihrem Schreibstil überzeugen, obwohl mich Blood&Gold doch ein wenig mehr „umgehauen“ hatte. Nichtsdestotrotz kam ich wieder wunderbar ins Geschehen hinein und freundete mich langsam aber sicher mit den beiden „Zankäpfeln“ Wayne und Ella an. Hier flogen die Fetzen, aber auch gleichzeitig die Funken, was mir beim Lesen wirklich eins ums andere Mal ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert hatte.
Bei Trilogien hat man doch manchmal das Gefühl, als ob der zweite Teil etwas stiefmütterlich behandelt wird, aber bei dieser Reihe passt für mich alles in Band 1 und Band 2 jeweils zusammen. Es sind bezgl. der Romanzen auch schon an sich runde, abgeschlossene Geschichten.

 
Ich weiß nicht, wie die Schriftstellerin es geschafft hat, aber sie hat mich so in ihren Bann gezogen, dass sie mit Elemente der Schattenwelt nach meiner Nummer 1-Trilogie DIVERGENT/Die Bestimmung von Veronica Roth Platz 2 meiner Lieblings-Trilogien erklommen hat!
Mittlerweile habe ich mir auch groß auf die Fahne geschrieben, alles von Laura Kneidl zu lesen, was ich irgendwie zwischen die Finger bekommen kann!!!

Ich kann nur immer wieder an den Verlag den Appell richten: Bringt diese Reihe BITTE, BITTE, BITTE als Print heraus, damit ich sie mir ins Regal stellen und von dort immer wieder zum Lesen herausholen kann.
Alle Leser, die (noch) keinen eReader ihr Eigen nennen, tun mir wirklich von Herzen leid, denn sie kommen nicht in den Genuss dieser eBooks.

Fazit
Natürlich eine absolute Lese- und Kaufempfehlung von mir!
Das Zielpublikum dieser Reihe liegt tatsächlich im jugendlichen Bereich ab 14 Jahren, aber auch erwachsene Leser von Dystopien (aber auch von Vampir- und Geistergeschichten!) dürften von diesem Roman genauso begeistert sein wie ich – und ich vergebe natürlich wie nicht anders zu erwarten fantastische 5/5 Sterne!


 

Montag, 11. Mai 2015

Rezension zu "Schmerzfresser - damit sie leben, musst du leiden" von Fred Ink, eBook, Horror

Titel: Schmerzfresser - damit sie leben, musst du leiden
Autor: Fred Ink
Seitenzahl der Printausgabe: 252 Seiten
ASIN: B00WRAXJNG
Isbn Nr. 13-978-1511827515
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (2.5.15)
Preis: 2,99 Euro
 

Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Als Bestsellerautor Jussi Karlsson zum Zahnarzt geht, ahnt er nicht, welche Tortur ihm bevorsteht. Bald wird ihm klar: Er ist einer Kreatur ausgeliefert, die es genießt, ihn zu quälen. Worum handelt es sich bei dem Ding, das vorgibt, ein Mensch zu sein?
Kaum ist er dem Albtraum auf dem Behandlungsstuhl entflohen, stellt Jussi Nachforschungen an und trifft dabei auf den flüchtigen Schwerverbrecher Robert Strauss. Die beiden Männer kommen einer Verschwörung auf die Spur, die nicht nur sie bedroht, sondern die gesamte Menschheit.
Gemeinsam mit einem alten Mann, einer verrückten Schönheit und einem übersinnlich begabten Kind stellen sie sich den Schmerzfressern in den Weg. Eine blutige Hatz beginnt …"

Über den Autor:
Fred Ink wurde 1980 in Tübingen geboren.
Nach Abitur und Zivildienst absolvierte er eine Ergotherapie-Ausbildung, fasste in diesem Beruf jedoch nie Fuß. Stattdessen verschlug es ihn zum Studieren nach Berlin. Mittlerweile darf er sich auch Diplombiologe nennen.
Seit seiner Kindheit verschlingt Fred Ink fantastische Bücher jeglicher Art. Von der Fantasy kam er über die Science-Fiction zum Horror und schließlich zu knallharten Thrillern. Diese breitgefächerte Palette findet sich auch in Inks Werken: Von klassischem Horror bis zum verrückten Genremix ist alles dabei - Hauptsache, es ist originell, spannend und "anders".
Derzeit lebt Fred Ink mit seiner Frau in Helsinki und arbeitet an der Übernahme der Welth... ähm, daran, irgendwann vom Schreiben leben zu können. Hier geht es auf die Homepage von Fred Ink: http://fred-ink.jimdo.com/


Eigene Meinung:

Aus der Ich-Perspektive erzählt uns der Bestsellerautor Jussi Karlsson seine Erlebnisse, die mit einem detailliert beschriebenen Zahnarztbesuch beginnen (Personen, die Angstzustände bekommen, wenn sie zum Zahnarzt müssen, würde ich abraten, diese Geschichte zu lesen, da sie wahrscheinlich nie wieder eine Zahnarztpraxis betreten werden nach dieser Lektüre).

Die Geschichte liest sich flüssig und ist sehr spannend geschrieben. Es treten gute alte Bekannte aus den verschiedenen Fred-Ink-Büchern auf. Der Leser darf sich auf viele Schusswechsel, auf jede Menge Action, skurrilen Humor und absoluten Horror gefasst machen.

Das Leben des Erzählers wird komplett auf den Kopf gestellt und er fragt sich oft, ob er nicht in irgendeiner seiner Storys gelandet ist, denn er muss es zusammen mit einer ziemlich kranken Truppe Anti-Super-Helden mit den Schmerzfressern aufnehmen. Es besteht eine relativ geringe Chance für die bunt zusammengewürfelte Truppe gegen die gut vernetzten Schmerzfresser zu bestehen und an die Rettung unserer Welt durch diese abgefahrenen Typen ist eigentlich nicht zu denken.

Wer die Geschichten von Fred Ink mag und wissen möchte, was bestimmte Personen aus vergangenen Geschichten diesmal erleben und erleiden, wird auch diese Story des Autors mögen.

Wer einfach eine horrormäßig gute Story mit irren Figuren und anderen Welten lesen möchte, der ist hier auf jeden Fall auch gut bedient. Von mir gibt es 4/5 Sterne.





Dienstag, 5. Mai 2015

Rezension zu "Die Magie der kleinen Dinge" von Jessie Burton, Limes Verlag, historischer Roman

Die Magie der kleinen Dingen
Autorin: Jessie Burton
Seitenzahl: 480 Seiten (gebundenes Buch, 16.3.15)
Isbn Nr. 13-978-3-8090-2647-1
Verlag: Limes Verlag
Preis: 19,99 Euro

 Klappentext:
"Wenn der Schein trügt, muss man zweimal hinsehen
Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – und Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden …"

Über die Autorin:
Jessie Burton, geboren 1982, studierte an der Oxford University sowie an der Central School of Speech and Drama. Sie arbeitet unter anderem als Schauspielerin und lebt in London. Mit ihrem Debütroman "Die Magie der kleinen Dinge" begeisterte sie Verlage in aller Welt – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In ihrer Heimat England eroberte sie sofort die Bestsellerliste und wurde von der Presse hochgelobt.
www.jessieburton.co.uk/index.html

Eigene Meinung:

Jessie Burtons Roman entführt uns in das Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Wir erhalten Einblick in das Leben der 18jährigen Nella, der man anmerkt, dass sie sehr jung ist und noch wenig Lebenserfahrung besitzt. Da ihre Familie verarmt ist, wird sie mit dem Amsterdamer Kaufmann Johannes Brandt verheiratet und zieht in dessen Haus nach Amsterdam. Johannes ist sehr freundlich zu Nella, er behandelt sie gut. Seine Schwester hingegen lässt Nella ihre Abneigung spüren. Nella fühlt sich in dem Haus nicht sehr wohl. Ihr Mann ist ständig weg und scheint kein großes Interesse an ihr zu haben und seine Schwester ist sehr abweisend zu ihr.  Auch die Dienerschaft geht erst einmal auf Distanz zu ihrer neuen Mitbewohnerin.
Als Nella von Johannes ein Puppenhaus bekommt, das eine genaue Nachbildung ihres neuen Heimes ist, soll sie das einrichten. Sie bekommt mysteriöse Päckchen, die die Bewohner des Hauses beinhalten ..

Jessie Burton erzählt aus der Sicht von Nella, die im Laufe der Handlung erwachsen wird. Gut beschrieben ist die Doppelmoral der Gesellschaft, der religiöse Eifer und die Problematik der Frauen im 17. Jahrhundert. Die Autorin scheint hier sehr gut recherchiert zu haben.

Am Ende bleiben einige Dinge im Dunkeln, die ich gerne näher beleuchtet gehabt hätte.

Ein richtig gut erzählter, sehr atmosphärischer, geheimnisvoller  Debütroman, sehr ruhig erzählt und dennoch fesselnd mit sehr gut ausgearbeiteten Charakteren.

Von mir erhält dieser gelungene Abstecher nach Amsterdam ins 17. Jahrhundert 4/5 Sterne. 




Freitag, 1. Mai 2015

Rezension zu Fallout - Mit dem Westwind kommt der Tod, Hans J. Muth, AKW-Thriller, S. MO Verlag

Titel: Fallout - Mit dem Westwind kommt der Tod
Autor: Hans J. Muth
Seitenzahl: 298 Seiten (TB 16.4.2015)
Isbn Nr. 13-978-3940760722
Verlag: S. MO
Preis: 11,50 Euro

 Klappentext:
"Fallout Mit dem Westwind kommt der Tod AKW-Thriller von Hans J. Muth Eine Explosion in einem Uranbergwerk in Niger/ Westafrika und erpresserische Forderungen erschüttern den französischen Staat. Wird das Atomkraftwerk Nuclatom Ziel eines Super-GAUs? Äußere Gefahren wie Terrorangriffe sind nie ganz auszuschließen. Man kann nur hoffen, dass die Reaktoren in einem solchen Fall standhalten. Dass aber auch im Inneren eines AKWs Gefahren lauern, die weit über technisches oder menschliches Versagen hinausgehen, zeigt Hans J. Muth am Beispiel eines fiktiven GAUs im Kraftwerk Nuclatom im deutsch-französisch-luxemburgischen Ländereck."

Über den Autor:
Hans J. Muth, *1944, war sechs Jahre Beamter der Schutzpolizei und anschließend 30 Jahre lang Kriminalbeamter im Trier und im Kreis Trier-Saarburg. Er schreibt als freier Journalist für den "Trierischen Volksfreund" und unter anderem Krimis, Thriller, Lyrik und regionalgeschichtliche Abhandlungen.
Er ist Verfasser der Rom-Thriller Reihe "Die Fälle des Commissario Sparacio".
www.hans-muth.de
Unter dem Pseudonym Hannes Wildecker verfasst Hans Muth unter anderem die Krimi-Reihe "Tatort Hunsrück". Seine Kriminalromane spielen im Hunsrück und beschreiben neben dem eigentlichen Fall die Eigenarten der Natur und den natürlichen bodenständigen Charme der Bewohner von Hunsrück und Hochwald mit ihren Besonderheiten und Problemen.
www.hanneswildecker.de
Unter Hans Muth hat der Autor ein Buch mit biografischem Inhalt herausgegeben. Der Titel lautet: "Ein Kind des Hochwalds"
Hans Muth ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Er lebt im Landkreis Trier-Saarburg, in der Nähe von Trier.

Eigene Meinung: 
Ich habe diesen Thriller als Testleserin bekommen. Der Autor hat mir versichert, dass das Buch vor Veröffentlichung noch ins Lektorat/Korrektorat kommt.
 
In gewohnt flüssigem Erzählstil hat sich Hans J. Muth diesmal das überaus aktuelle Thema Atomkraftwerke und seine Gefahren vorgenommen. Ein richtig guter Thriller ist dabei entstanden,
den der Autor sehr gut recherchiert hat.

Die Perspektivenwechsel und die verschiedenen Zeitebenen passen sehr gut, fesseln den Leser und bringen Spannung in die Story. Dass der Protagonist Jerry die Geschehnisse aus der Ich-Perspektive erzählt, lässt den Leser an seinem Schicksal noch näher teilhaben.

Von mir gibt es für diesen spannenden Thriller über ein brandaktuelles Thema mit beängstigend realistischem Szenario 5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.

Im Anhang gibt es noch Info zu Störfällen, etc.



 

 

Rezension zu "Spätsommersprossen" von Britta Orlowski, Liebesroman, Bookshouse Verlag

Titel: Spätsommersprossen Autorin: Britta Orlowski Seitenzahl: 419 Seiten (TB, 25.9.17) Isbn Nr. 13-978-9963-53-782-2 Verlag: Bookshou...