Dienstag, 5. Mai 2015

Rezension zu "Die Magie der kleinen Dinge" von Jessie Burton, Limes Verlag, historischer Roman

Die Magie der kleinen Dingen
Autorin: Jessie Burton
Seitenzahl: 480 Seiten (gebundenes Buch, 16.3.15)
Isbn Nr. 13-978-3-8090-2647-1
Verlag: Limes Verlag
Preis: 19,99 Euro

 Klappentext:
"Wenn der Schein trügt, muss man zweimal hinsehen
Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – und Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden …"

Über die Autorin:
Jessie Burton, geboren 1982, studierte an der Oxford University sowie an der Central School of Speech and Drama. Sie arbeitet unter anderem als Schauspielerin und lebt in London. Mit ihrem Debütroman "Die Magie der kleinen Dinge" begeisterte sie Verlage in aller Welt – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In ihrer Heimat England eroberte sie sofort die Bestsellerliste und wurde von der Presse hochgelobt.
www.jessieburton.co.uk/index.html

Eigene Meinung:

Jessie Burtons Roman entführt uns in das Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Wir erhalten Einblick in das Leben der 18jährigen Nella, der man anmerkt, dass sie sehr jung ist und noch wenig Lebenserfahrung besitzt. Da ihre Familie verarmt ist, wird sie mit dem Amsterdamer Kaufmann Johannes Brandt verheiratet und zieht in dessen Haus nach Amsterdam. Johannes ist sehr freundlich zu Nella, er behandelt sie gut. Seine Schwester hingegen lässt Nella ihre Abneigung spüren. Nella fühlt sich in dem Haus nicht sehr wohl. Ihr Mann ist ständig weg und scheint kein großes Interesse an ihr zu haben und seine Schwester ist sehr abweisend zu ihr.  Auch die Dienerschaft geht erst einmal auf Distanz zu ihrer neuen Mitbewohnerin.
Als Nella von Johannes ein Puppenhaus bekommt, das eine genaue Nachbildung ihres neuen Heimes ist, soll sie das einrichten. Sie bekommt mysteriöse Päckchen, die die Bewohner des Hauses beinhalten ..

Jessie Burton erzählt aus der Sicht von Nella, die im Laufe der Handlung erwachsen wird. Gut beschrieben ist die Doppelmoral der Gesellschaft, der religiöse Eifer und die Problematik der Frauen im 17. Jahrhundert. Die Autorin scheint hier sehr gut recherchiert zu haben.

Am Ende bleiben einige Dinge im Dunkeln, die ich gerne näher beleuchtet gehabt hätte.

Ein richtig gut erzählter, sehr atmosphärischer, geheimnisvoller  Debütroman, sehr ruhig erzählt und dennoch fesselnd mit sehr gut ausgearbeiteten Charakteren.

Von mir erhält dieser gelungene Abstecher nach Amsterdam ins 17. Jahrhundert 4/5 Sterne. 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Rezension zu "Spätsommersprossen" von Britta Orlowski, Liebesroman, Bookshouse Verlag

Titel: Spätsommersprossen Autorin: Britta Orlowski Seitenzahl: 419 Seiten (TB, 25.9.17) Isbn Nr. 13-978-9963-53-782-2 Verlag: Bookshou...