Montag, 18. Mai 2015

Rezension zu "Tokio Kill", Barry Lancet , Heyne Verlag, Thriller

Titel: Tokio Kill
Autor: Barry Lancet
Seitenzahl: 496 Seiten, TB (11.5.15)
Isbn Nr. 13-978-3-453-43781-4
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Klappentext: 
" Töte die Vergangenheit
Jim Brodie, feingeistiger Experte für asiatische Kultur und zugleich in den Kampfkünsten bewandert, hat in Tokio die Ermittleragentur seines Vaters übernommen. Eines Tages suchen ihn der alte Akira Miura, ehemaliger Geschäftsmann und Soldat im Zweiten Weltkrieg, sowie sein dubioser Sohn auf. Miura fürchtet, dass ihm Feinde aus der Vergangenheit nach dem Leben trachten. Die Spur deutet auf die Triaden und auf ein schreckliches Kriegsverbrechen hin, dessen Ausläufer in die Gegenwart zu reichen scheinen. 12 Stunden später wird Miuras Sohn im Vergnügungsviertel Tokios ermordet aufgefunden, grausam verstümmelt. Brodie muss in die Welt der Geheimbünde und der Mächtigen eintauchen in einem Kampf um Schuld und Sühne, in dem ein Menschenleben nichts zählt …"

Über den Autor:
Barry Lancets große Liebe zu Japan nahm vor über 30 Jahren ihren Anfang. Nach einer ersten Asienreise beschloss Lancet, seine Heimat Kalifornien zu verlassen und für längere Zeit in Tokio zu leben. Er blieb über 20 Jahre in Japan, arbeitete bei einem großen Verlag und entwickelte zahlreiche Bücher vor allem über die japanische Kunst und Kultur. Als Lancet eines Tages aufgrund eines Missverständnisses stundenlang von der Tokio Metropolitan Police verhört wurde, beschloss er, einen Thriller zu schreiben: Sein Debüt Japantown war geboren.

Eigene Meinung:

Der Klappentext klang vielversprechend und ich mag es, wenn ich über ein spannendes Buch noch so nebenbei meinen Horizont erweitern kann.  Leider hat mich dieser sogenannte Thriller sehr enttäuscht.

Aus der Ich-Perspektive lässt uns Jim Brodie, Mitinhaber einer Ermittleragentur in Tokio und Kunsthändler (natürlich Experte für asiatische Kunstwerke), der noch dazu einige asiatische Kampfkünste beherrscht, an einem seiner Fälle teilhaben. Über Verbindungen zur Polizei, zu einem Ganoven aus der Unterwelt von Tokio und über weitere Kontakte, versucht er den Mörder von Miuras Sohn zu finden und gerät dabei selbst in Gefahr.

Leider ist diese Geschichte weder fesselnd, noch spannend erzählt. Der Ermittler Jim Brodie ist so eine Art Superman, der allen Gefahren trotzt, immer die richtigen Leute kennt und unzerstörbar zu sein scheint. Der Charakter bleibt trotzdem farb- und leblos. Auch allen weiteren Charaktere in dieser Geschichte fehlt die nötige Tiefe.
Der einzig spannende und gut erzählte Teil der Story waren die Erlebnisse von Wu.


Mir hat der sachlich, nüchterne Erzählstil von Barry Lancet und wie er seine Kenntnisse über Japan, asiatische Kunstwerke, Geschichte und Kampfkünste ständig anbringt, nicht gefallen. Trotz einiger Kampfszenen fehlt die nötige Spannung und das Tempo in der Geschichte.

2/5 Sterne erhält diese Story von mir. Einem Thrillerfan würde ich das Buch nicht empfehlen, wer sich jedoch für Japan, seine Kultur und Vergangenheit interessiert, dem könnte das Buch gefallen.

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