Donnerstag, 11. Juni 2015

Rezension zu "Die dritte Stimme" von Cila und Rolf Börjlind, übersetzt von Christel Hildebrandt, btb Verlag, Kriminalroman

Titel: Die dritte Stimme
Autoren Cilla und Rolf Börjlind
Übersetzt von: Christel Hildebrandt
Seitenzahl: 544 Seiten (10.11.14)
Isbn Nr. 13-978-3442753949
Verlag: btb Verlag
Preis: 19,99 Euro
 Klappentext:
"Der zweite Fall für Olivia Rönning und Tom Stilton
Marseille: In einem Naherholungsgebiet wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie wurde brutal ermordet. Man weiß nicht viel über sie - nur dass sie in einem Zirkus ganz in der Nähe gearbeitet hat. Zur selben Zeit in Stockholm: In seinem Haus in Rotebro erhängt sich der Zollbeamte Bengt Sahlmann. Schnell findet die Polizei heraus, dass es sich nicht um einen Selbstmord gehandelt hat - obwohl alles darauf hindeutete.

Zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Zwei Morde, an deren Aufklärung Polizeianwärterin Olivia Rönning und der ehemalige Kriminalkommissar Tom Stilton ein jeweils ganz privates Interesse haben ..."
Über die Autoren:
Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die dritte Stimme" ist der zweite Teil der Serie um um die angehende Polizistin Olivia Rönning und den ehemaligen Kriminalkommissar Tom Stilton.

Eigene Meinung:
Der zerstückelte Leichnam einer Frau wurde am Strand von Marseille gefunden. Ganz langsam bekommen wir erzählt, wer diese Frau war, und warum Abbas ihren Mord unbedingt rächen möchte.

Mette Olsäter ist krankgeschrieben und forscht trotz ihrer Krankheit nach, wo die Drogen, die die Zollbehörde beschlagnahmt hat, hingekommen sind, und ob der mutmaßliche Selbstmord an dem Zollbeamten Bengt Sahlmann damit in Zusammenhang steht.

Die angehende Polizistin Olivia Rönning kehrt nach einer Auszeit nach Schweden zurück. Polizistin möchte sie nicht mehr werden, lieber Kunstgeschichte studieren und sie ändert ihren Nachnamen aufgrund ihrer Vergangenheit in Rivera. Olivia ermittelt heimlich, ob der Selbstmord von Bengt nicht doch ein Mord war und stößt dabei auf einen dubiosen Finanzinvestor mit einem Glasauge. 

Tom Stilton, ein erfolgreicher Kriminalkommissar, der einige Jahre im Obdachlosen-Milieu verbracht hatte, hilft seinem Freund Abbas bei dessen Ermittlungen in Marseille.

Für den Leser ist es von Vorteil, wenn er den Vorgänger dieser Reihe gelesen hat, da oft Bezug auf "Die Springflut" genommen wird.  Bei mir war das nicht der Fall, doch dieser Krimi hat mich so gepackt, dass ich "Die Springflut" auf jeden Fall lesen werde.

Man könnte sagen, das sind drei Krimis zu einem verpackt mit starken, interessanten Ermittlern und eigentlich genauso interessanten, sehr lebendigen Charakteren.

Schon von der ersten Seite an war ich gefesselt, mitten im Geschehen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die beiden Autoren verstehen ihr Handwerk. Sie bauen die Spannung so nach und nach auf ohne allzuviel Blut zu vergießen auf. Der Erzählstil ist sehr bildhaft, ohne Schnörkel und einige überraschende Wendungen und Überraschungen wurden von den Autoren eingebaut.

Zum Ende hin steigt die Spannungsspirale noch einmal so richtig an und endet in einem packenden Finale.

Für diesen komplexen, vielschichtigen Krimi mit aktuellem, sozialkritischen Bezug gibt es von mir 5 verdiente Sterne (ein Erzählstrang nimmt sich der Problematik in Pflegeheimen an)


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