Mittwoch, 29. Juli 2015

Rezension zu "Das Liebesleben des Nathaniel P. von Adelle Waldman, übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, Roman, Liebeskind Verlag

Titel: Das Liebesleben des Nathaniel P.

Autorin: Adelle Waldman
Übersetzt von: Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Seitenzahl: 304 Seiten, gebundene Ausgabe (15.6.15)
Isbn Nr. 13-978-3954380480
Verlag: Liebeskind Verlag
Preis: 19,90 Euro


Klappentext:
"Der Stadtneurotiker von heute trägt Sneakers, ernährt sich biologisch und hat immer das passende Marx-Zitat parat – nur das mit den Frauen ist nach wie vor schwierig. Scharfsinnig und mit viel Witz erzählt Adelle Waldman vom Suchen, Finden und Verlieren der Liebe. Ihr Debütroman ist eine brillante Sittenkomödie, die in Amerika zum viel diskutierten Bestseller wurde.
Eigentlich könnte es kaum besser laufen für Nathaniel Piven. Er hat seinen ersten Buchvertrag in der Tasche, schreibt für angesagte Magazine und tummelt sich in der hippen Kulturszene von Brooklyn. Auch sein Liebesleben hat Aufwind. Seine Exfreundin Elisa versucht, ihn wieder zu verführen, die attraktive Greer flirtet mit ihm, und als er die intelligente, selbstbewusste Hannah kennenlernt und eine Beziehung mit ihr eingeht, scheint das Glück endgültig vor seiner Tür zu stehen. Das Problem ist nur, dass Nate es nicht hereinlässt. Je ernster es zwischen ihm und Hannah wird, desto mehr wird er von Zweifeln geplagt. Ist er tatsächlich bereit, sich jetzt schon zu binden? Ist Hannah wirklich die richtige Frau? Ein quälender Zerfallsprozess beginnt ... Scharfsinnig und mit großer Beobachtungsgabe seziert Adelle Waldman die Psyche des modernen Mannes und sein Verhältnis zu Frauen. Ihr viel diskutierter Bestseller ist ein humorvolles, aber auch entlarvendes Porträt einer Generation, die alles hinterfragt, sich aber bei der ersten aller Fragen – wie passen Männer und Frauen überhaupt zusammen? – immer wieder selbst im Wege steht."


Über die Autorin: 
Adelle Waldman, geboren und aufgewachsen in Baltimore, studierte Journalismus in New York und schrieb anschließend für das »Wall Street Journal«, »The Village Voice« und andere Publikationen. Ihr Debütroman »Das Liebesleben des Nathaniel P.« erschien 2013 und zählte für viele Kritiker zu den besten Romanen des Jahres. Adelle Waldman ist verheiratet und lebt in Brooklyn.

Eigene Meinung:  
Der Klappentext klang sehr interessant, auch die Kritiken klangen vielversprechend. Deshalb war ich sehr gespannt auf den "viel diskutierten Sittenroman".

Entsprechend enttäuscht war ich von diesem Blick in die Seele von Nathaniel Piven.

Protagonist Nathaniel Piven hat zwar viele Verabredungen, sinniert, kritisiert und lässt seine vergangenen Beziehungen Revue passieren. Allerdings sind seine Dates, seine Beziehungen und der Blick in seine Seele unspektakulär und langweilig.

Die intellektuelle Singleszene in Brooklyn scheinen dieselben Probleme zu haben, wie alle Singles dieser Welt. Man lernt sich kennen, schwebt auf einer rosaroten Wolke, dann werden Fehler am Partner gesucht, bis die Beziehung scheitert.  Die Beziehungen, die Dates, die Konflikte und die Missverständnisse zwischen den Geschlechtern, das alles ist nichts neues und relativ unspektakulär erzählt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Adelle Waldman einen Blick in die Psyche des modernen Mannes geworfen hat. Es scheint mir eher das Wunschdenken einer Frau zu sein, dass die Psyche so auszusehen hat.

Schade, ich hatte hier deutlich mehr erwartet. 




 

 

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