Freitag, 18. September 2015

Rezension zu "Der japanische Liebhaber" von Isabel Allende, Suhrkamp Verlag, Liebesroman

Titel: Der japanische Liebhaber
Originaltitel. El amante japonés (Plaza  & Janes)
Autorin: Isabel Allende
übersetzt von: Svenja Becker
Seitenzahl: 336 Seiten (7.9.15) gebunden
Isbn Nr. 13-978-3-518-42496-4
Verlag: Suhrkamp Verlag
Preis: 21,95 Euro
 

Verlagsinfo:
"Die Autorin auf dem Höhepunkt ihres Schaffens
Für Irina ist der neue Job ein Glücksfall. Die junge Frau soll für die Millionärin Alma Belasco als Assistentin arbeiten. Mit einem Schlag ist sie nicht nur ihre Geldsorgen los, sondern gewinnt auch eine Freundin, wie sie noch keine hatte: extravagant, überbordend, mitreißend und an die achtzig. Doch bald spürt sie, dass Alma verwundet ist. Eine Wunde, die nur vergessen scheint, wenn eines der edlen Kuverts im Postfach liegt. Aber wer schreibt Woche um Woche diese Liebesbriefe? Und von wem stammen all die Blumen? Auch um sich von den eigenen Lebenssorgen abzulenken, folgt Irina den Spuren, und es beginnt eine abenteuerliche Reise bis weit in die Vergangenheit.
Isabel Allende erzählt von Freundschaft und der unentrinnbaren Kraft einer lebenslangen Liebe. Davon, wie Zeit und Zwänge über eine solche Liebe hinweggehen und sie verwandeln, in Verbundenheit, Wehmut und ein leises Staunen – darüber, schon so lange gemeinsam unterwegs zu sein."

Über die Autorin:
Isabel Allende, 1942 in Chile geboren, ging nach Pinochets Militärputsch 1973 ins Exil. Die Erinnerungen ihrer Familie, die untrennbar mit der Geschichte ihres Landes verwoben sind, verarbeitete sie in dem Weltbestseller Das Geisterhaus. Allende zählt zu den meistgelesenen Autorinnen weltweit, ihr gesamtes Werk erscheint auf Deutsch im Suhrkamp Verlag.


Eigene Meinung: 
Isabel Allende hat in ihrem gewohnten Schreibsttil voller Poesie eine wunderschöne, tragische Liebesgeschichte geschrieben.

Irina arbeitet im Lark House, einem etwas anderen Altersheim - eher einer Altersresidenz. Dort lernt sie die Künstlerin Alma Belasco kennen, für die sie zusätzlich als Assistentin arbeitet. Alma scheint ein Geheimnis zu wahren, dessen Ursprung in ihrer Vergangenheit liegt. Zusammen mit Almas Enkel Seth versucht Irina das Geheimnis der alten Dame zu ergründen. Der Leser erfährt dadurch Almas und Ichimeis spannende Lebensgeschichte.
Isabel Allende ist einfach eine begnadete Geschichtenerzählerin. Die Figuren Alma, Ichimei, Nathaniel, Seth und Irina sind herrlich lebendig und sehr eigensinnig. Die etwas schrullige Alma habe ich sofort ins Herz geschlossen.
 Das Lark House ist eine tolle Altersresidenz, da könnte ich mir schon vorstellen, irgendwann einmal einzuziehen. Diese Seniorenresidenz scheint voller Leben zu sein, Freidenker, Nihilisten, Hippies und Suchende wohnen dort und können sich im auch im fortgeschrittenen Alter entfalten.

Starke, sehr lebendige und sympathische Charaktere und die geheimnisvolle Vergangenheit von Alma ergeben eine spannende, berührende Geschichte. 

Ein wunderschönes Buch über die Liebe, die ein ganzes Leben lang dauert und über das Altern in Würde, tiefsinnig und sehr bewegend.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für Allende-Fans und solche, die es werden wollen.



1 Kommentar:

  1. Mich haben alle ihre Bücher bewegt und auch dieses wundervolle Buch habe ich gerne gelesen. Man muss aber auch dazu sagen, dass ich quasi mit der Autorin gealtert bin und mich deshalb sehr gut in die Charaktere hineindenken kann.

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