Samstag, 31. Oktober 2015

Rezension zu "Die 100 - Tag 21 von Kass Morgan, übersetzt von Michaela Link, Heyne fliegt, Dystopie

Titel: Die 100 Tag 21
Originaltitel: The 100 - Day 21
Autorin: Kass Morgan
übersetzt von: Michaela Link
Seitenzahl: 320 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (19.10.15)
Isbn Nr. 13-978-3-453-26950-7
Verlag: Heyne fliegt
Preis: 12,99 Euro

 
Verlagsinfo:
"Seit Jahrhunderten hat kein Mensch mehr einen Fuß auf die Erde gesetzt – bis jetzt
100 jugendliche Straftäter wurden aus dem Weltraum entsandt, um die Erde nach einer Nuklearkatastrophe erneut zu besiedeln. Eine völlig entvölkerte Erde – das dachten sie. Falsch gedacht.

Komplett überraschend wird das Camp der Jugendlichen von Erdgeborenen überfallen - ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Wells versucht, die Überlebenden in Sicherheit zu bringen, muss aber gegen Anfeindungen aus der eigenen Gruppe kämpfen. Bellamy ist währenddessen auf der verzweifelten Suche nach seiner Schwester Octavia, die spurlos verschwunden ist. Die mutige Clarke, die in ihren Gefühlen zwischen ihm und Wells schwankt, hilft ihm dabei - und stößt auf ein grässliches Geheimnis. Gleichzeitig droht auf den Raumschiffen der Sauerstoff auszugehen. Das Überleben der Menschen hängt am seidenen Faden."
Über die Autorin:
Kass Morgan studierte an der Brown University bis zum Bachelor und absolvierte anschließend ein Masterprogramm in Oxford. Derzeit lebt sie als Lektorin und freie Autorin in Brooklyn. Noch vor Erscheinen ihres ersten Buches, Die 100, konnte sie bereits die Rechte der Serienverfilmung verkaufen.

Eigene Meinung:
Es geht nahtlos und spannend weiter mit der Geschichte. Sofort ist man wieder mitten im Geschehen. Kass Morgans packender Erzählstil mit vielen, verschiedenen Handlungssträngen und Personen lässt den Leser am Buch kleben.

In dieser Fortsetzung müssen die Jugendlichen um ihr Überleben kämpfen. Die Erdbewohner überfallen das Camp, Bellamy sucht nach seiner Schwester und die Weltraumbewohner kämpfen im All ums Überleben.

Auch dieser Band ist wieder voller Action und voller Gefühle. Die Personen sind sehr lebendig gezeichnet, man bekommt einen Einblick in ihre Gefühlswelt und hat den Eindruck, dass sie sich weiterentwickeln.

Am Schluss gibt es einen ganz fiesen Cliffhanger. Ich bin total gespannt, wie es weitergeht. Leider erscheint Band 3 wohl erst im Mai 2016.  Absolute Leseempfehlung auch für Band 2 und auch für Fans der Fernsehserie, da die Bücher total abweichen von der Serie!


Mittwoch, 28. Oktober 2015

Rezension zu "Die 100" von Kass Morgan, übersetzt von Michael Pfingstl, Heyne fliegt, Dystopie


Titel: Die 100 
Originaltitel: The 100
Autorin: Kass Morgan
Übersetzt von Michael Pfingstl
Seitenzahl: 320 Seiten (Paperback, 27.7.15)
Isbn Nr. 13-978-3-453-26949-1
Verlag: Heyne fliegt
Preis: 12,99 Euro
Empfohlen ab 14 Jahren 

Verlagsinfo: "Eine packende Mischung aus »Der Herr der Fliegen« und »Die Tribute von Panem«
Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten. Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist. Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten nach ihrer Ankunft vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können." 

Über die Autorin:
Kass Morgan studierte an der Brown University bis zum Bachelor und absolvierte anschließend ein Masterprogramm in Oxford. Derzeit lebt sie als Lektorin und freie Autorin in Brooklyn. Noch vor Erscheinen ihres ersten Buches, Die 100, konnte sie bereits die Rechte der Serienverfilmung verkaufen.

Eigene Meinung:
Das Debüt von Kass Morgan ist flüssig zu lesen, total fesselnd und spannend geschrieben, die 320 Seiten fliegen nur so dahin. Das hat natürlich mit der spannenden Handlung und den verschiedenen, gut charakterisierten und vielschichtigen Personen zu tun.

Verschiedene Personen wie Clarke oder Bellamy, die auf der Erde um ihr Überleben kämpft oder Glass in der Raumstation, erzählen, was ihnen passiert und geben einen Blick auf vergangene Geschehnisse frei. Die Kapitel sind kurz gehalten und die Handlungsstränge wechseln ab. Es gibt jede Menge Action, Liebesgeschichten, Geheimnisse und Intrigen.

Das Buch weicht von der Fernsehserie allerdings etwas ab. So kommen verschiedene Personen im Buch vor, wie Glass, die in der Fernsehserie nicht vorkommen, manche Personen in der Serie, wie Finn, gibt es im Buch nicht.

Auch wenn man bereits ein Fan der Serie ist, lohnt es sich diese Mischung aus Dystopie und Science Fiction zu lesen.

Von mir gibt es 5/5 Sterne für diesen spannenden ersten Teil der Trilogie. Ich warte gespannt, wie es weitergeht.


Dienstag, 27. Oktober 2015

Rezension zu "Die Betrogene" von Charlotte Link, Blanvalet Verlag, Kriminalroman

Titel: Die Betrogene
Autorin: Charlotte Link
Seitenzahl: 640 Seiten, (TB,9.9.15)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0085-7
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt."

Über die Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses und zuletzt Die Betrogene eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.


Eigene Meinung:
Kates Linvilles Vater ist brutal ermordet worden. Die Polizistin bei Scotland Yard möchte doch genaueres wissen über den Mord an ihrem Vater und vor allem den Mörder fassen. Das Ermittlungsteam vor Ort arbeitet ihrer Meinung nach nicht sorgfältig genug.  Daher kehrt sie in ihr Elternhaus zurück und beginnt Nachforschungen über den Mord anzustellen. Dabei stößt sie auf ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit ihres Vaters.

Caleb Hale, der alkoholkranke Ermittler vor Ort ist davon überzeugt, dass ein gerade aus dem Gefängnis entlassener Straftäter, der von Kates Vater seinerzeit gefasst wurde, und Rache geschworen hatte, hinter dem Mord steckt und verfolgt diese Spur.

Zur selben Zeit fährt das Ehepaar Crane mit ihrem fünfjährigen Adoptivsohn Sammy auf eine einsame Farm im Norden von England um dort Urlaub zu machen. Kurz vor ihrer Fahrt in die Einsamkeit bekommt die Familie Besuch von der leiblichen Mutter Sammys und deren Freund.
 
Charlotte Links erzählt flüssig und sehr detailliert. Anfangs ist noch nicht klar, wie die verschiedenen Erzählstränge zusammenhängen, doch die Handlungen werden so nach und nach zusammengeführt. 

Die verschiedenen Personen wie die einsame, nicht sehr erfolgreiche Polizistin Kate Linville oder der alkoholkranke Ermittler vor Ort Caleb Hale sind sehr gut charakterisiert, sehr lebendig und sehr sympathisch.
Die Ermittlungsarbeit wird von der Autorin intensiv geschildert und ziemlich lange bleibt das Geheimis von Kates Vater im Dunkeln und macht den Leser neugierig. 

Es dauert sehr lange, bis eine Spur zum Täter führt, allerdings war mir die Geschichte ein klein wenig zu konstruiert zum Ende hin. Von mir gibt es daher 4/5 Sterne für diesen komplexen Krimi.



Sonntag, 25. Oktober 2015

Rezension zu "Die Blutschule" von Max Rhode, Thriller, Bastei Lübbe Verlag, Thriller

Titel: Die Blutschule
Autor: Max Rhode
Seitenzahl: 255 Seiten, Paperback (8.10.15)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17267-2
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo:
 
"Eine unbewohnte Insel im Storkower See

Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer

Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ...  "

Über den Autor:
Der Berliner Autor hat als Gerichtsreporter gearbeitet, bevor er mit "Die Blutschule" seinen ersten Roman schrieb. Er lebt sehr zurückgezogen im Südwesten der Hauptstadt. Da er der digital vernetzten Welt kritisch gegenübersteht, findet man ihn weder auf Facebook noch Twitter.

Eigene Meinung:
Da hat sich Sebastian Fitzek äh Max Rhode ja etwas ausgedacht! Er veröffentlicht als Max Rhode diesen Thriller und schreibt dann über diesen Max Rhode sofort den nächsten "Das Joshua Profil" (erscheint am 26.10.15). Ich mag so was ja und da mich bisher alle Bücher des Autoren begeistert haben, musste ich natürlich sofort "Die Blutschule" haben.

Simon, der sich in der Psychiatrie befindet, beschreibt in einem Tagebuch seine Erlebnisse als dreizehnjähriger Teenager am Storkower See. Man bekommt also bereits am Anfang des Buches eine Vorahnung, dass die Geschichte nicht so gut ausgehen könnte.

Da die Familie Geldprobleme hat, ziehen sie von Berlin nach Brandenburg in das Elternhaus seines Vaters. Schon am Kiosk, an dem sie anhalten, haben sie eine seltsame Begegnung mit Teenagern aus dem Dorf und eine bedrückende, beängstigende Atmosphäre ist bereits spürbar. Die beiden Jungs begegnen verschiedenen Personen aus dem Dorf, z. B.  Stotter-Peter, ihrem Nachbarn, dem Böses nachgesagt wird und der ihnen eine unheimliche Geschichte über den See erzählt, oder Sandy die ihr raffiniertes Spiel mit den Jungs spielt. Bald darauf folgen unheimliche, verstörende Ereignisse und ihr Vater scheint sich total zu verändern.

An einem Nachmittag habe ich "Die Blutschule" verschlungen, zusammen mit Simon gehofft, dass sich alle Ereignisse erklären lassen würden, dass manche Personen, wie Sandy, eine Abreibung bekommen würden, manchen Tieren nichts geschehen möge und die ganze Sache ein gutes Ende nehmen könnte.

Die Story ist spannend erzählt mit überraschenden Wendungen und die beklemmende Atmosphäre im Dorf ist schon fast körperlich spürbar. 

5/5 Sterne für diesen spannenden, teilweise blutigen und unheimlichen Thriller. Ich mag es, wenn nur Andeutungen gemacht werden, über das, was gerade passiert und schon geht bei mir das Kopfkino los!




  


Montag, 19. Oktober 2015

Rezension zu "Finderlohn" von Stephen King, übersetzt von Bernhard Kleinschmidt, Roman

Titel: Finderlohn
Originaltitel: Finders Keppers 
Autor: Stephen King
übersetzt von: Bernhard Kleinschmidt
Seitenzahl: 544 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (8.9.15)
Isbn Nr. 13-978-3-453-27009-1
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 22,99 Euro

Verlagsinfo:
"Besessen bis zum Mord
John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?"

Über den Autor:
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, Carrie, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und zuletzt 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. Sein Hauptwerk erscheint im Heyne-Verlag.

Eigene Meinung: 
Der 2. Teil der Reihe rund um den Ermittler Bill Hodges, den wir schon aus "Mr. Mercedes" kennen, könnte man auch lesen, ohne den 1. Teil der Reihe zu kennen. Allerdings trifft man hier auf einige Personen aus dem Vorgänger. Raffiniert gemacht ist, dass der Vater von Peter Saubers  in "Mr. Mercedes" schwer verletzt wurde. Der Ermittler Bill Hodges tritt allerdings erst ziemlich spät in dieser Geschichte auf.


Stephen King erzählt die Geschichte, die sich rund um einen Schriftsteller, Fans und Literatur dreht, aus verschiedenen Perspektiven. Da ist z. B. Morris Bellamy, einer der Hauptfiguren dieser Geschichte, dessen Lebensgeschichte wir erfahren, oder der Junge Peter Saubers, der das von Bellamy vergrabene Geld und die Notizbücher des ermordeten Autoren findet.

Morris Bellamy und Peter Saubers verbindet nicht nur der vergrabene Koffer, beide sind Literaturliebhaber, jeder aber auf seine ganz eigene Weise. Während Morris Bellamy ein unsympathischer Zeitgenosse ist, der besessen davon ist, dass die Story, auf die er sich eingeschossen hat, weitererzählt werden muss, ist  Peter Saubers ein total sympathischer, unschuldiger Charakter, der seiner Familie helfen möchte, und die gefundenen Notizbücher aus Liebe zur Literatur veröffentlicht sehen möchte.

Die Charaktere in diesem Buch sind wieder einmal sehr gut ausgearbeitet und sehr lebendig. Gut gefallen haben mir auch die Dialoge und den typischen King-Sarkasmus, der immer wieder aufblitzt.

Obwohl die Geschichte einige Längen hat und sicherlich wieder gut 100 Seiten weniger hätte umfassen können, hat mich der 2. Band der Trilogie doch irgendwie gefesselt und das, obwohl das Ende auch sehr vorhersehbar war.

4/5 Sterne bekommt diese Geschichte von mir. Ich bin sehr gespannt auf den dritten Teil dieser Reihe, denn Bill Hodges besucht den Täter aus "Mr. Mercedes" regelmäßig im Krankenhaus. Er versucht herauszufinden, ob er wirklich an einer irreparablen Hirnverletzung leidet oder nicht. Das werden wir wohl dann im 3. Teil erfahren, auf den wir wohl noch etwas warten müssen.





Donnerstag, 15. Oktober 2015

Rezension zu "Die Lichtung" von Linus Geschke, Kriminalroman, Ullstein Verlag

Titel: Die Lichtung
Autor: Linus Geschke
Seitenzahl: 384 Seiten (Broschur 10.10.14)
Isbn Nr. 13-978-354-828-6365
Verlag: Ullstein Verlag
Preis: 9,99 Euro
 Verlagsinfo:
"Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party- Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt..."

Über den Autor:
Der 1970 geborene Linus Geschke arbeitet als freier Journalist für führende deutsche Magazine und Tageszeitungen, darunter Spiegel Online, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Manager Magazin. Dazu verfasst er für das Special-Interest-Magazin „unterwasser“ Tauch- und Reisereportagen und bedient alle zwei Monate eine Kolumne („Nachgedanken“). Mit seinen Reportagen hat der Kölner mehrere Journalistenpreise gewonnen.

Eigene Meinung:
Was für ein Krimi! Ich bin total hinweg. Linus Geschke hat es total drauf, den Leser bei der Stange zu halten. Aus der Ich-Perspektive des Reporters Jan Römer nehmen wir an seinen Recherchen Teil. Erzählt wird die Geschichte in zwei Erzählebenen, einmal in der Gegenwart und in der Vergangenheit im Jahr 1986. Wir erfahren ganz langsam, was genau an dem Party-Wochenende geschah.  Leider lässt uns Linus Geschke ganz schön im Ungewissen. Er schafft es, dass Jan Römer einen alten Freund über die Geschehnisse befragt, so dass Jan Genaueres erfährt, nur der Leser leider nicht. Das ist wirklich sehr raffiniert gemacht. Bis zum Schluss habe ich gerätselt, was denn genau passiert ist und wer es war,  ich kam nicht darauf.

Die Figuren sind sehr lebendig, Jan und Mütze, die ermitteln, sind dazu noch sehr sympathisch. 

Wer in den 80er Jahren aufgewachsen ist, hat noch mehr Freude an diesem Krimi. Die Clique von Jan war mit den damals üblichen Leichtkrafträdern unterwegs, ich habe auch so ein Teil gefahren, eine MTX, habe dieselbe Musik gehört, die erste Liebe erfahren, genau wie Jan und seine Freunde.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für dieses Krimihighlight, das ich in jeder freien Minute lesen musste.  Ich bin schon total gespannt und freue mich auf den 2. Band der im Frühjahr des nächsten Jahres erscheinen soll. Ich bin Jan und Mütze-Fan.



Montag, 12. Oktober 2015

Rezension zu "Wie ein fernes Lied" von Micaela Jary, Roman, Piper Verlag

Titel: Wie ein fernes Lied
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 540 Seiten (TB, 10.8.2015)
Isbn Nr. 13-978-3-492-3063-3
Verlag: Piper Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo: "Hamburg,1939: Verzweifelt sieht Marga dem Zug hinterher, mit dem ihr Jugendfreund Michael in die Ferne reist. Seit sie denken kann, ist sie in den jüdischen Klarinettisten verliebt, zahllose Stunden verbrachte sie mit ihm in den Tanzlokalen der Hamburger Swingjugend. Obwohl seine Herkunft ihn zur Emigration nach Paris zwingt, ist Marga fest entschlossen, ihn wiederzusehen. Denn ihre Liebe ist wie ein Lied, das niemals verklingt. Doch in dessen süße Melodie mischen sich schon bald die kalten Klänge des Krieges ..."

Über die Autorin:
Micaela Jary wurde als Tochter des Filmkomponisten Michael Jary in Hamburg geboren. Sie wuchs in der Welt des Kinos und der Musik auf und arbeitete als Zeitungsredakteurin, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Seit vielen Jahren schreibt sie nun erfolgreich Bücher. Durch ihren Vater...

Eigene Meinung:
Auf Micaela Jarys Bücher freue ich mich immer besonders, entsprechend hoch ist auch meine Erwartungshaltung.

Der Erzählstil der Autorin ist gewohnt flüssig und von der ersten Seite an fesselnd. Der Leser ist sofort fasziniert von den sympathischen, sehr gut charakterisierten Protagonisten und man ist sofort mitten im Geschehen. Die Story, um die es in Micaelas Büchern geht, hat immer einen geschichtlichen Hintergrund, der dem Leser neue Einblicke schenkt, die im Geschichtsunterricht nie behandelt wurden. In "Wie ein fernes Lied" geht es um den Swing und um die Probleme der Musiker während des 2. Weltkriegs.

Als Leser nimmt man Teil am Schicksal von Marga, einer jungen Sängerin, die sich in Michael, ihren Jugendfreund, verliebt hat. Michael ist Halbjude und reist mit seinem Orchester in die Schweiz. Ein weiterer Erzählstrang handelt von Andrea, einer Pianistin, die ungefähr 1999 in Paris studiert. Mit Andrea und dem Journalisten Frank Renner, versuchen wir herauszufinden, was ein älterer Herr genau von ihr will und warum sie sich beobachtet fühlt. Beide Erzählstränge hängen zusammen.

Für alle Leser, die spannende Romane mit historischem Hintergrund lieben, meine absolute Leseempfehlung. 


Donnerstag, 8. Oktober 2015

Rezension zu "2 x 3 m Finsternis" von Leonie Lastella, Bookshouse Verlag, Thriller

Titel: 2x3 m Finsternis
Autorin: Leonie Lastella
Seitenzahl: 294 Seiten (broschiert, 25.6.15)
Isbn Nr. 13-978-9963529391
Verlag: Bookshouse
Preis: 12,99 Euro (eBook 4,99)

Verlagsinfo:
"Eine Zelle. Finsternis, Schmerz und kein Ausweg. Was würdest du tun, um zu entkommen? Wärst du bereit, andere zu verletzen? Zu töten? Zu sterben? Samuel ist zehn, als er entführt wird. Sein Peiniger sperrt ihn in eine düstere Zelle. Jahre vergehen, in denen Folterungen die einzige Möglichkeit sind, der Finsternis seines Verlieses zu entkommen. Samuel weiß, wenn er dem Keller irgendwann entfliehen kann, dann nur, um zu sterben. Durch eine Waffe. Durch seine eigene Hand. So will es sein Entführer, und niemand wird seinen Tod aufhalten können."
Über die Autorin:
Leonie Lastella wurde 1981 in Lübeck geboren und wuchs in Haselau, nordwestlich von Hamburg, auf, wo sie noch heute, zusammen mit ihren drei Söhnen, im Haus ihrer Kindheit lebt. Nach ihrem gymnasialen Abschluss studierte sie einige Semester Erziehungswissenschaften und Biologie an der Universität Hamburg. Auslandsaufenthalte in den USA und Italien beeinflussten ihre Arbeit als Autorin ebenso wie ihre Tätigkeit in verschiedenen sozialen Einrichtungen. Seit 2006 widmet sie sich neben ihrer Arbeit und den Kindern dem Schreiben. Ihr erstes Buch "Stille Seele" erschien im Juni 2011 in der Edition Doppelpunkt und der Thriller "Allein" im Oktober 2012 über Create Space. Für mich sind Bücher ein Tor in eine andere Welt und es freut mich, wenn ich mit meinen Welten andere Menschen berühren kann.


Eigene Meinung: 
Leonie Lastella hat mit "2 x 3 m" Finsternis einen verstörenden Thriller erschaffen, der bestimmt nichts für schwache Nerven ist.

In kurzen Kapitel wird die Geschichte durch verschiedene Perspektiven erzählt. Wir zittern z. B. mit den Opfern, die in Verliesen auf ihren Peiniger warten und unaussprechliches Erdulden müssen, nehmen Teil an der Ermittlungsarbeit der Kommissare oder dürfen einen Blick in die Seele des Täters werfen.

Von der ersten Seite an ist dieser Thriller nicht mehr aus der Hand zu legen, so gefesselt ist man vom Geschehen und hofft, dass der Täter schnell entlarvt wird. Doch der scheint ganz schön raffiniert und der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein. Eine unerwartete Wendung darf der Leser auch erwarten. 

5/5 Sterne für diesen  gut durchdachten, schonungslosen Thriller, der gegen Ende noch an Tempo  zunimmt.




Dienstag, 6. Oktober 2015

Verlosung und Buchvorstellung von "Amsterdam blutrot" von Lena Avazini, Kriminalroman, Emons Verlag

Titel: Amsterdam blutrot
Autorin: Lena Avazini
Seitenzahl: 256 Seiten (Broschur)
Isbn Nr. 13-978-3-95451-661-2
Verlag: Emons Verlag
Preis: 9,90 Euro

  Verlagsinfo:
"Amsterdam: Grausame Morde an erfolgreichen Frauen erschüttern das Venedig des Nordens. Die farbenhörende Klavierlehrerin und Hobbykriminologin Maxi Mikulicz mischt sich in die Ermittlungen von Hoofdinspecteur Cornelius Bontekoe ein und folgt einer heißen Spur ins Amsterdamer Callboymilieu. Dort erwartet sie allerdings kein erotisches, sondern ein lebensgefährliches Abenteuer..."

Über die Autorin:
Die Musikerin und Autorin Lena Avanzini studierte einige Jahre in den Niederlanden und lebte dort auf
einem Hausboot, bevor sie in ihrer Geburtsstadt Innsbruck sesshaft wurde. Ob im heimischen Keller, im Zug oder in einem »bruin café« in Amsterdam, das Morden geht ihr überall flott von der Hand. Da sie sich in der Wahl der Waffen auf Worte beschränkt, ist sie bisher straffrei ausgegangen.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "ROYAL, Band 2 – Ein Königreich aus Seide“ von Valentina Fast, eBook, Fantasy, Jugendbuch, Dystopie



Titel: ROYAL, Band 2 – Ein Königreich aus Seide
Autorin: Valentina Fast

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1760 KB
Seitenzahl der Printausgabe:
224 Seiten (lt. Verlagsseite)
ASIN: B013GJKXL2
ISBN: 978-3-656-60161-9

Verlag: Impress/Carlsen (03.09.15)
Preis: 3,99 Euro
(lediglich als eBook erhältlich)


Band 2 konnte mich nicht ganz so begeistern wie der Vorgänger. Er ist aber eine gute Fortsetzung – mit fiesem Cliffhanger!


*** Achtung Spoilergefahr, da es sich um Teil 2 einer Reihe handelt ***

Hier meine Rezi zu Band 1 (5/5 Sterne):
http://vergessenebuecher.blogspot.de/2015/08/rezension-von-katja-kaddel-peters-zu_27.html

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Die Mädchen haben mittlerweile die vier Kandidaten (Phillip, Fernand, Henry und Charles) kennengelernt und jede rätselt vor sich hin, wer denn nun der Prinz ist. Damit sich die jungen Männer ein besseres Bild machen können, finden abendliche Treffen mit einzelnen Damen statt, zu denen sie sie sich ordentlich herausputzen.
Wie nicht anders zu erwarten, gibt es Reibereien unter den Mädels und Tatyana (Tanya) kann sich wirklich glücklich schätzen, eine so gute Freundin in Claire gefunden zu haben. Auch der Männergeschmack der beiden ist unterschiedlich, so dass sie sich nicht ins Gehege kommen und sich ihr Herz ausschütten und Ratschläge geben können.
Leider passiert ein kleines „Unglück“ und Tanya rennt von Stund an gehandicapt durchs Schloss. Sie kann sich auch nicht wirklich entscheiden, ob sie nun lieber nach Hause oder weiter am Wettbewerb teilnehmen möchte… denn dies ist es nun einmal… ein Casting, Wettstreit, Wettrennen… wie man es auch immer nennen mag und wie nicht anders zu erwarten, kommen bei Tanya Gefühle ins Spiel, obwohl sie das doch eigentlich alles gar nicht wollte…


Über die Autorin:
Valentina Fast wurde 1989 geboren und lebt heute im schönen Münsterland. Beruflich dreht sich bei ihr alles um Zahlen, weshalb sie sich in ihrer Freizeit zum Ausgleich dem Schreiben widmet. Ihre Leidenschaft dafür begann mit den Gruselgeschichten in einer Teenie-Zeitschrift und verrückten Ideen, die erst Ruhe gaben, wenn sie diese aufschrieb. Ihr Debüt »Royal« entwickelte sich aus einer ursprünglichen Kurzgeschichte zu einer sechsbändigen Reihe. 


Meine Meinung:

Ich fand mich gut zurecht im Folgeband und habe mich wieder über einen guten, flüssigen und bildlichen Schreibstil von Valentina Fast gefreut. Mittlerweile geht es doch ziemlich ins Detail. Der Leser bekommt einen kleinen Einblick durch die Ich-Perspektive von Tatyana in die Charaktere der Prinzenkandidaten, lediglich Charles bleibt da ein wenig farblos, wie ich finde. Tanya und Claire scheinen sich gesucht und gefunden zu haben und wie bei einem Wettstreit üblich, muss auch eine Aufgabe gemeinsam von zwei Kandidatinnen gelöst werden. Ich verrate natürlich nicht an dieser Stelle, wie sich die beiden Freundinnen schlagen…

Dieses eBook konnte mich wieder sehr gut unterhalten, aber ich hatte zwischendrin beim Text manchmal das Gefühl, dass irgendwas nicht zusammen passt. Irritiert war ich auch über den „roten Feuerregen“ auf der Glaskuppel von Viterra (diese Wortumschreibung, damit ich nicht zu viel spoiler!), aber ich denke mal, dass dies zur Hintergrundgeschichte der Dystopie gehört und bin gespannt, ob dieses Rätsel für mich schon in Band 3 zufriedenstellend aufgelöst wird.
Tanya muss sich diverse Anfeindungen der anderen Mädchen gefallen lassen, denn es bleibt nicht unbemerkt, dass anscheinend doch zwei (!!!) Kandidaten ein „ernstes“ Interesse an ihr entwickeln und sich zwischen ihr und Ferdinand eine tolle „Kumpelfreundschaft“ entwickelt. Eifersüchtiger Hühnerhaufen sage ich nur dazu.
Die Szene auf dem Turmdach hat sich in mein Gedächtnis ein wenig eingeprägt, da Tanya danach Erinnerungslücken hat und mir es etwas merkwürdig vorkommt, dass ein Gegenstand von dort ganz wo anders wiedergefunden wird… grübel… oder habe ich den Text verkehrt im Gedächtnis? Man wird sehen…
Ich befürchte, dass die vier männlichen Jungerwachsenen auch noch ein anderes Geheimnis haben, als die Tatsache, dass einer von ihnen der Prinz ist. Manches kam doch sehr mysteriös und unterschwellig rüber.
Das Buch schließt mit einem ganz fiesen Cliffhanger, allerdings kann man sich schon denken, wie es im dritten Band weiter geht. Auf jeden Fall werden ungefähr die Hälfte der weiblichen Castingteilnehmer die „große Bühne“ verlassen müssen…
Es stört mich persönlich ein wenig, dass die Seitenzahl pro eBook doch recht gering (immer um und bei 200 Seiten) angesetzt wurde und ein konstanter Preis von 3,99 EUR pro Teil verlangt wird. Ich liebe allerdings diese Reihe, freue mich über MONATLICHE (!!!) Erscheinungstermine und werde natürlich am Ball bleiben.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass jetzt das Auswahlverfahren beginnt, das Augenmerk intensiver auf einzelne Personen gelenkt wird, die Zerrissenheit von Tanya, ihre Freundschaft zu Claire, aber auch die Gefühle u.a. zu Phillip im Vordergrund stehen und auch andeutungsweise der dystopische Hintergrund beleuchtet wird.
Ich freue mich darauf, heute mit Band 3 – Ein Schloss aus Alabaster fortfahren zu können (das eBook gibt es seit gestern zu kaufen). Ein bisschen traurig werde ich sein, weil diese Episode wieder in wenigen Stunden gelesen sein wird… seufz…
Diese Reihe habe ich genauso ins Herz geschlossen wie Selection und ich würde mich immer noch wahnsinnig darüber freuen, wenn der CARLSEN Verlag „ROYAL“ als Printausgaben auf den Markt bringen würde, denn die Cover sind wirklich ein Traum… ich habe mich zum Cover-Käufer entwickelt, unglaublich!
Der angestrebten Leserschaft/Zielgruppe „ab 14 Jahre“ kann ich wieder nur zustimmen und würde hier noch das Wort „weiblich“ einfügen wollen.

Fazit: Wieder eine Kauf-/Leseempfehlung von mir für alle, die dieser Reihe weiter folgen möchten!
Ich kann sehr gute 4/5 Sterne vergeben.


Donnerstag, 1. Oktober 2015

Rezension zu "Kräuter der Provinz" von Petra Durst-Benning, Blanvalet Verlag, Gegenwartsroman

Titel: Kräuter der Provinz
Autorin: Petra Durst Benning
Seitenzahl: 509 Seiten (TB, Klappenbroschur, 14.9.15)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0011-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Eine Prise Glück, ein Löffel Freude und jede Menge Liebe – so schmeckt das echte Leben.
Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist!"

Über die Autorin:
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Übersetzerin und Wirtschaftskorrespondentin arbeitete sie im Im- und Exportgeschäft, bevor sie ins elterliche Antiquitätengeschäft einstieg. Seit zehn Jahren ist sie hauptberuflich als Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart. All ihre Romane sind SPIEGEL-Bestseller und fast im gesamten europäischen Ausland zu lesen.
Eigene Meinung: 

Petra Durst-Benning hat hier in ihrem gewohnt leichten, flüssigen Erzählstil eine interessante Geschichte erschaffen. Die Story spielt im Voralpenland in dem kleinen, beschaulichen Dorf Maierhofen. Das Dorf ist von Landflucht betroffen, es gibt schon keinen Supermarkt mehr in dem schönen Dorf, dafür stellt Christine gut schmeckende Kräutersalze her, beim Bäcker gibt es wohlschmeckende Brote und Kuchen und der Metzger fertigt gute Würste. Als die Bürgermeisterin und Wirtin der "goldenen Rose" erkrankt, beschließt sie spontan ihre Cousine Greta, eine Werbefachfrau, um Hilfe zu bitten. Sie greift dazu auf einen kleinen Trick zurück.

Sympathische, lebendige Figuren, wie Greta, die durch ihren Aufenthalt in Maierhofen ins Grübeln kommt, was in ihrem Leben denn wichtig ist, der gutaussehende Zimmermann Vincent, Christine, die immer für ihre Familie da war und jetzt das Projekt Maierhofen in die Hände nimmt, hauchen der Geschichte Leben ein. Als Leser ist man mittendrin im Geschehen im Dorf und kann die guten Gerichte, die der etwas verschlossene Koch Sam in der "goldenen Rose" zaubert, schon fast riechen und schmecken.

Petra Durst-Benning hat hier eine interessante und sehr aktuelle Geschichte über den Zusammenhalt von Dorfbewohnern, über Träume, die jeder verwirklichen sollte und über gutes Essen und Work-Life-Balance, wie es so schön heißt, geschrieben. Es hat Spaß gemacht, diese Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt,  und in der natürlich die Liebe auch nicht zu kurz kommt,  zu lesen. 5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.

Kleiner Bericht über meinen Besuch der Frankfurter Buchmesse

Ich habe am Freitag, den 13.10.17, die Buchmesse besucht und mich mit einigen lieben Freunden, die aus ganz Deutschland angereist waren ...