Donnerstag, 15. Oktober 2015

Rezension zu "Die Lichtung" von Linus Geschke, Kriminalroman, Ullstein Verlag

Titel: Die Lichtung
Autor: Linus Geschke
Seitenzahl: 384 Seiten (Broschur 10.10.14)
Isbn Nr. 13-978-354-828-6365
Verlag: Ullstein Verlag
Preis: 9,99 Euro
 Verlagsinfo:
"Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party- Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt..."

Über den Autor:
Der 1970 geborene Linus Geschke arbeitet als freier Journalist für führende deutsche Magazine und Tageszeitungen, darunter Spiegel Online, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Manager Magazin. Dazu verfasst er für das Special-Interest-Magazin „unterwasser“ Tauch- und Reisereportagen und bedient alle zwei Monate eine Kolumne („Nachgedanken“). Mit seinen Reportagen hat der Kölner mehrere Journalistenpreise gewonnen.

Eigene Meinung:
Was für ein Krimi! Ich bin total hinweg. Linus Geschke hat es total drauf, den Leser bei der Stange zu halten. Aus der Ich-Perspektive des Reporters Jan Römer nehmen wir an seinen Recherchen Teil. Erzählt wird die Geschichte in zwei Erzählebenen, einmal in der Gegenwart und in der Vergangenheit im Jahr 1986. Wir erfahren ganz langsam, was genau an dem Party-Wochenende geschah.  Leider lässt uns Linus Geschke ganz schön im Ungewissen. Er schafft es, dass Jan Römer einen alten Freund über die Geschehnisse befragt, so dass Jan Genaueres erfährt, nur der Leser leider nicht. Das ist wirklich sehr raffiniert gemacht. Bis zum Schluss habe ich gerätselt, was denn genau passiert ist und wer es war,  ich kam nicht darauf.

Die Figuren sind sehr lebendig, Jan und Mütze, die ermitteln, sind dazu noch sehr sympathisch. 

Wer in den 80er Jahren aufgewachsen ist, hat noch mehr Freude an diesem Krimi. Die Clique von Jan war mit den damals üblichen Leichtkrafträdern unterwegs, ich habe auch so ein Teil gefahren, eine MTX, habe dieselbe Musik gehört, die erste Liebe erfahren, genau wie Jan und seine Freunde.

5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für dieses Krimihighlight, das ich in jeder freien Minute lesen musste.  Ich bin schon total gespannt und freue mich auf den 2. Band der im Frühjahr des nächsten Jahres erscheinen soll. Ich bin Jan und Mütze-Fan.



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