Montag, 19. Oktober 2015

Rezension zu "Finderlohn" von Stephen King, übersetzt von Bernhard Kleinschmidt, Roman

Titel: Finderlohn
Originaltitel: Finders Keppers 
Autor: Stephen King
übersetzt von: Bernhard Kleinschmidt
Seitenzahl: 544 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag (8.9.15)
Isbn Nr. 13-978-3-453-27009-1
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 22,99 Euro

Verlagsinfo:
"Besessen bis zum Mord
John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?"

Über den Autor:
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, Carrie, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und zuletzt 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. Sein Hauptwerk erscheint im Heyne-Verlag.

Eigene Meinung: 
Der 2. Teil der Reihe rund um den Ermittler Bill Hodges, den wir schon aus "Mr. Mercedes" kennen, könnte man auch lesen, ohne den 1. Teil der Reihe zu kennen. Allerdings trifft man hier auf einige Personen aus dem Vorgänger. Raffiniert gemacht ist, dass der Vater von Peter Saubers  in "Mr. Mercedes" schwer verletzt wurde. Der Ermittler Bill Hodges tritt allerdings erst ziemlich spät in dieser Geschichte auf.


Stephen King erzählt die Geschichte, die sich rund um einen Schriftsteller, Fans und Literatur dreht, aus verschiedenen Perspektiven. Da ist z. B. Morris Bellamy, einer der Hauptfiguren dieser Geschichte, dessen Lebensgeschichte wir erfahren, oder der Junge Peter Saubers, der das von Bellamy vergrabene Geld und die Notizbücher des ermordeten Autoren findet.

Morris Bellamy und Peter Saubers verbindet nicht nur der vergrabene Koffer, beide sind Literaturliebhaber, jeder aber auf seine ganz eigene Weise. Während Morris Bellamy ein unsympathischer Zeitgenosse ist, der besessen davon ist, dass die Story, auf die er sich eingeschossen hat, weitererzählt werden muss, ist  Peter Saubers ein total sympathischer, unschuldiger Charakter, der seiner Familie helfen möchte, und die gefundenen Notizbücher aus Liebe zur Literatur veröffentlicht sehen möchte.

Die Charaktere in diesem Buch sind wieder einmal sehr gut ausgearbeitet und sehr lebendig. Gut gefallen haben mir auch die Dialoge und den typischen King-Sarkasmus, der immer wieder aufblitzt.

Obwohl die Geschichte einige Längen hat und sicherlich wieder gut 100 Seiten weniger hätte umfassen können, hat mich der 2. Band der Trilogie doch irgendwie gefesselt und das, obwohl das Ende auch sehr vorhersehbar war.

4/5 Sterne bekommt diese Geschichte von mir. Ich bin sehr gespannt auf den dritten Teil dieser Reihe, denn Bill Hodges besucht den Täter aus "Mr. Mercedes" regelmäßig im Krankenhaus. Er versucht herauszufinden, ob er wirklich an einer irreparablen Hirnverletzung leidet oder nicht. Das werden wir wohl dann im 3. Teil erfahren, auf den wir wohl noch etwas warten müssen.





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