Montag, 12. Oktober 2015

Rezension zu "Wie ein fernes Lied" von Micaela Jary, Roman, Piper Verlag

Titel: Wie ein fernes Lied
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 540 Seiten (TB, 10.8.2015)
Isbn Nr. 13-978-3-492-3063-3
Verlag: Piper Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo: "Hamburg,1939: Verzweifelt sieht Marga dem Zug hinterher, mit dem ihr Jugendfreund Michael in die Ferne reist. Seit sie denken kann, ist sie in den jüdischen Klarinettisten verliebt, zahllose Stunden verbrachte sie mit ihm in den Tanzlokalen der Hamburger Swingjugend. Obwohl seine Herkunft ihn zur Emigration nach Paris zwingt, ist Marga fest entschlossen, ihn wiederzusehen. Denn ihre Liebe ist wie ein Lied, das niemals verklingt. Doch in dessen süße Melodie mischen sich schon bald die kalten Klänge des Krieges ..."

Über die Autorin:
Micaela Jary wurde als Tochter des Filmkomponisten Michael Jary in Hamburg geboren. Sie wuchs in der Welt des Kinos und der Musik auf und arbeitete als Zeitungsredakteurin, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Seit vielen Jahren schreibt sie nun erfolgreich Bücher. Durch ihren Vater...

Eigene Meinung:
Auf Micaela Jarys Bücher freue ich mich immer besonders, entsprechend hoch ist auch meine Erwartungshaltung.

Der Erzählstil der Autorin ist gewohnt flüssig und von der ersten Seite an fesselnd. Der Leser ist sofort fasziniert von den sympathischen, sehr gut charakterisierten Protagonisten und man ist sofort mitten im Geschehen. Die Story, um die es in Micaelas Büchern geht, hat immer einen geschichtlichen Hintergrund, der dem Leser neue Einblicke schenkt, die im Geschichtsunterricht nie behandelt wurden. In "Wie ein fernes Lied" geht es um den Swing und um die Probleme der Musiker während des 2. Weltkriegs.

Als Leser nimmt man Teil am Schicksal von Marga, einer jungen Sängerin, die sich in Michael, ihren Jugendfreund, verliebt hat. Michael ist Halbjude und reist mit seinem Orchester in die Schweiz. Ein weiterer Erzählstrang handelt von Andrea, einer Pianistin, die ungefähr 1999 in Paris studiert. Mit Andrea und dem Journalisten Frank Renner, versuchen wir herauszufinden, was ein älterer Herr genau von ihr will und warum sie sich beobachtet fühlt. Beide Erzählstränge hängen zusammen.

Für alle Leser, die spannende Romane mit historischem Hintergrund lieben, meine absolute Leseempfehlung. 


1 Kommentar:

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