Freitag, 6. November 2015

Rezension zu "Das Wolkenhotel" von Oliver Fehn, Pandämonium Verlag, Roman

Titel: Das Wolkenhotel
Autor: Oliver Fehn
Seitenzahl: 172 Seiten (broschiert, 30.9.15)
Isbn Nr. 13-978-3944893037
Verlag: Pandämonium Verlag
Preis: 12,90 Euro

Verlagsinfo:
"In dem aufwühlend erzählten Roman "Das Wolkenhotel" schildert Oliver Fehn die Odyssee der beiden Teenager Sparrow und Wolfi in das verruchte „Wolkenhotel“, einen in den Wäldern versteckten Umschlagplatz für die unheilvolle Droge Cloud 13, die Menschen in eine Welt versetzt, in der sie alles wiederfinden können, was sie je verloren haben. Unter dem Einfluss von Cloud 13 trifft Sparrow seine geliebte Mutter wieder, die sich selbst das Leben nahm. Zu spät erkennt er, dass der Flug auf Wolke dreizehn auch der Weg ins nackte Grauen ist."

Über den Autor:
Oliver Fehn, Autor und Musiker, schrieb nicht nur Romane wie „Die Klavierbrücke“ und „Verfluchter Sommer“, er ist auch als Autor, Lektor und Übersetzer von Musikfachbüchern der …für Dummies-Reihe (Verlag Wiley/VCH, Weinheim) tätig. In seiner Jugend lebt er abwechselnd in Deutschland und Amerika und reiste in der Welt herum. Seit einigen Jahren führt er mit seiner Familie ein anonymes und zurückgezogenes Leben in einer Kleinstadt. 

Eigene Meinung:
Auf "Das Wolkenhotel" habe ich mich total gefreut. Durfte ich doch schon einen Ausschnitt aus der Geschichte auf Olivers Blog lesen.

Wie üblich, hat der Autor eine wundervolle, poetische Sprache gewählt. Die Geschichte fesselt von Anfang an. Sie ist spannend und sehr atmosphärisch erzählt.

Wolfi und den Ich-Erzähler Sparrow kennt der Leser bereits aus "Die Klavierbrücke", die ich jedem Leser empfehle. Sie gehört, wie das Wolkenhotel, zu den ganz besonderen Geschichten, die lange nachklingen.

Die Personen sind sehr gut charakterisiert und teilweise etwas skurril. Alle Personen haben zwei Seiten, sie sind nicht nur "gut" oder "böse". Fast alle Protagonisten sind auf der Suche nach etwas, das ihnen fehlt oder nach einer Person, die sie kennenlernen, oder wiedersehen möchten. Dafür benutzen sie die Droge Cloud 13. Doch alles im Leben hat seinen Preis, wie es in dem Roman so schön heißt.  Ist es ein Trugbild, was sie da sehen? Ist es Realität oder Traum, was sie erleben?

Die Story ist spannend und unheimlich. Wer sucht, der findet Musik in der Geschichte. Die verschiedenen Personen, wie Marla, die Psychiaterin, oder Husky, erzählen ihre ganz eigenen Geschichten.

Meine absolute Leseempfehlung für diese etwas unheimliche, wunderschön erzählte Geschichte, die von Anfang an einen traurigen Unterton hat.


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