Samstag, 21. November 2015

Rezension zu "Der Schinder" von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler, Thriller, Telescope Verlag

Titel: Der Schinder
Autorinnen: Nadine d'Arachart und Sarah Wedler
Seitenzahl: 218 Seiten (broschiert, 16.11.15)
Isbn Nr. 13-978-3959150101
Verlag: telescope Verlag
Preis: 9,99 Euro

 Verlagsinfo:
"Was, wenn jemand eine Rechnung mit dir offen hat? Was, wenn dieser Jemand ein Serienmörder ist? Maxim Winterberg kann sich an nichts mehr erinnern. Der ehemals anerkannte Folterexperte und Mitarbeiter der Polizei ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Dennoch ruft Kommissarin Daria Storm ihn zur Hilfe, als an verlassenen Orten auf einmal grausam zugerichtete Leichen gefunden werden. Die Toten tragen die Handschrift des Schinders, eines Serienmörders, der vor zwei Jahren sein Unwesen trieb und dann spurlos verschwand. Doch jetzt ist er zurück und eine Hetzjagd durch die Ruinen Berlins nimmt ihren Lauf. Zu spät verstehen Maxim und Daria, dass sie absolut niemandem vertrauen dürfen …"

Über die Autorinnen:
Nadine d’Arachart und Sarah Wedler, geboren 1985 und 1986 in Hattingen, schreiben seit mehr als 10 Jahren gemeinsam. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien erhielten sie verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen. Außerdem nahmen sie am Finale des Open Mike 2011 teil. Zuletzt wurden sie im November 2012 mit dem Förderpreis des Literaturbüro Ruhr ausgezeichnet. Ihr erster Roman „Die Muse des Mörders“ wird für ZDF und ORF verfilmt. „Abgründe“ ist ihre dritte Krimi-Veröffentlichung und zugleich das erste Buch, das sie je schrieben.

Eigene Meinung: 
Kein leichter Fall für Kommissarin Daria Storm und ihren Kollegen Martin. In Berlin treibt ein Serienmörder, der auch "Der Schinder" genannt wird, weil er seinen Opfern die Haut abzieht, sein Unwesen. Die Ermittlungsarbeit gestaltet sich als sehr schwierig, da der Killer keine Spuren hinterlässt. Etwas ist auffällig, er legt seine Opfer an so genannten "Lost Places" ab. Fast scheint es, als ob er die Polizei an diese Orte führen möchte, damit sie die Leichen oder Leichenteile finden.  Daria braucht die Hilfe des Folterexperten Maxim Winterberg. Doch der hat eine Amnesie, da er selbst ein Opfer des Schinders wurde und als Einziger dessen Folter überlebt hat.

Die beiden Autorinnen haben hier einen Thriller erschaffen, der von der Atmosphäre an den verlassenen Orten, einigen "Lost Places" in Berlin, lebt. Zusammen mit den grausamen Verbrechen des Schinders ist das ziemlich unheimlich und ergibt während des Lesens eine leichte Gänsehaut.

Der Experte für mittelalterliche Foltermethoden Maxim Winterberg, der durch seine Erlebnisse mit dem Schinder traumatisiert wurde und über seinen Schatten springen muss, um Daria zu helfen, ist genauso wie die alleinerziehende Daria, die zu Alleingängen neigt, eine sehr lebendig dargestellte, interessante Figur.

Es stellen sich natürlich Fragen wie, warum hat Maxim die Folter des Schinders überlebt? Hat der Mörder es wieder auf den Folterexperten abgesehen und warum? Da ist es schon vorprogrammiert, dass man unbedingt wissen möchte, wie die ganze Geschichte ausgehen wird.

Die Story ist von Anfang an spannend und fesselnd erzählt und nichts für zartbesaitete Gemüter. Zum Ende hin steigert sich das Tempo noch einmal und man wird so richtig überrascht.

Für diesen Thriller vergebe ich doch gerne 5/5 Sterne. Auch dieses neue Buch der beiden Autorinnen kann ich euch absolut empfehlen.





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