Dienstag, 1. Dezember 2015

Rezension zu "Kalter Rauch" von Stephan Ludwig, Fischer TB Verlag, Thriller

Titel: Zorn - Kalter Rauch
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 406 Seiten, TB,  (26.11.15)
Isbn Nr. 978-3-596-03192-4
Verlag: Fischer Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"»MACHE ICH IHNEN ANGST? Das ist gut. Es gehört zu meinem Job. Und ich bin gut darin. Sehr gut.«
Es regnet Fische auf die Stadt. Erst landet eine kleine Elritze in der Dachrinne der Kirche auf dem Hasenberg, kurz darauf klatschen Aale und Lachse auf die nächtlichen Straßen und Wege. Bei Morgengrauen wird das Ausmaß des ungewöhnlichen Phänomens sichtbar. Doch während der Aufräumarbeiten kommt etwas viel Seltsameres zutage: Ein künstliches Hüftgelenk liegt im Mülleimer unter einer glitschigen Rotfeder. Zorn und Schröder ermitteln, dass es einer Frau eingesetzt wurde. Doch diese Frau ist verschwunden. Die beiden Kommissare treffen nur ihren Mann Gregor Zettl an, der, wie Schröder feststellt, vor Jahren ein gefeierter Popstar war. Je mehr Zorn und Schröder ermitteln, desto mehr Fragen tauchen auf: Warum ist Zettls Frau verschwunden? War sie in dunkle Machenschaften verstrickt? Warum kann Gregor Zettl den Ermittlern keine Informationen liefern? Ist er wirklich der unwissende Ehemann, der er vorgibt zu sein? Ist Zettls Frau tot?
Was die beiden Ermittler nicht wissen: Jemand ist hinter Zettl her, er schüchtert ihn ein und droht ihn umzubringen …
Der fünfte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder
Alle Bände der Zorn-Reihe sind erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt."

Über den Autor:
Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung:
Dem 5. Band um die beiden Kult-Ermittler Zorn und Schröder habe ich bereits seit Monaten entgegengefiebert. Entsprechend hoch war auch meine Erwartungshaltung an diesen Thriller.

Zorn und Schröder, der diesmal Vorgesetzter von Zorn ist, ermitteln in einem reichlich mysteriösen Fall. Ein künstliches Hüftgelenk wird in einem Mülleimer gefunden. Die Besitzerin des Hüftgelenks ist schnell ermittelt, allerdings ist diese spurlos verschwunden. Der etwas merkwürdige Ehemann der Hüftgelenkbesitzerin weiß nicht, wo seine Frau steckt. Entsprechend schwierig gestaltet sich die Ermittlungsarbeit von Zorn und Schröder, die relativ planlos ist, und bei der Kommissar Zufall etws zu oft zu Hilfe kommt.

Die Story wird durch einzelne  Handlungsstränge aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Ermittlungsarbeit von Zorn und Schröder wechseln ab zwischen Zorns privaten Problemen, die Erlebnisse des Ehemanns der Verschwundenen, dessen Leben langsam aber sicher vollkommen aus den Fugen gerät, und die Sichtweise einer weiteren, anfangs sehr geheimnisvollen Person.

Die Perspektivenwechsel erfolgen sehr schnell, was der Geschichte Spannung und Tempo gibt.

Stephan Ludwig ist ein guter Erzähler. Die Dialoge zwischen Zorn und Schröder sind total klasse. Ich mag diesen verschrobenen, egoistischen Einzelgänger Zorn und seinen trockenen Humor, genauso wie seinen eifrigen, etwas unterwürfigen Kollegen Schröder.

Entsprechend unterhaltsam ist dieser Thriller, den ich allerdings eher als Krimi bezeichnen würde. Für einen Thriller fehlt mir dann doch die Hochspannung, die hier leider nicht vorhanden ist. Ich konnte das Buch gut aus der Hand legen, so richtig gefesselt hat mich die Geschichte dann doch nicht.
Das Ende der Geschichte wirkt allerdings etwas zu konstruiert. Es hat mich nicht überzeugt.

Von mir gibt es 3,5 Sterne für diesen unterhaltsamen 5. Kriminalfall von Zorn und Schröder. Wer weniger auf Hochspannung, sondern auf die Wortwechsel zwischen Zorn und Schröder Wert legt, sollte das Buch unbedingt lesen.






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