Montag, 28. Dezember 2015

Rezension zu "Mit Zorn sie zu strafen" von Tony Parsons, übersetzt von Dietmar Schmidt, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Mit Zorn sie zu strafen
Autor: Tony Parsons
Übersetzt von: Dietmar Schmidt
Seitenzahl: 319 Seiten (Paperback, 10.12.15)
Isbn Nr. 13-978-3-404-17282-5
Verlag: Bastei Lübbe 
Preis:  14,99 Euro

Verlagsinfo:

"London an einem klirrend kalten Neujahrstag. Detective Max Wolfe ist entsetzt: In einer noblen Wohnanlage wurde die Familie Wood ermordet. Mit einer Waffe, die sonst nur bei der Schlachtung von Tieren zum Einsatz kommt: einem Bolzenschussgerät. Allein der jüngste Sohn scheint verschont worden zu sein, doch von ihm fehlt jede Spur. Hat der Killer ihn in seiner Gewalt? Max bleibt nicht viel Zeit. Seine Ermittlungen führen ihn weit in die Vergangenheit, zu einem Mann, der vor 30 Jahren eine Familie tötete, auf die gleiche brutale Art. Doch der ist mittlerweile alt und sterbenskrank. Trotzdem verbirgt er etwas, das spürt Max – eine Ahnung, die ihn ins Grab bringen wird, und zwar buchstäblich."

Über den Autor:
Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte.

Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre lang für den Daily Mirror.

Zudem gehört er zu den ganz großen Stars der englischen Literaturszene, denn alle seine Werke schafften es auf die nationalen und internationalen Bestsellerlisten.

1974 schrieb er seinen ersten Roman The Kids der im Jahr 1976 bei New English Library Ltd. erschien. Der gewünschte Erfolg trat nicht mit der ersten Buchveröffentlichung ein und so bewarb sich Tony Parsons 1976 bei NME, um in der Folge drei Jahre über neue Musikerscheinungen und Bands zu schreiben (darunter The Clash, Sex Pistols, Blondie, David Bowie, u.v.m.). In den 1980er Jahren schlug sich Parsons als freiberuflicher Autor durch, bis er 1990 Bare (Penguin Books Ltd), eine Autobiographie über den Sänger Goerge Michael veröffentlichte. In den 90er Jahren begann er für einige britische TV-Formate zu arbeiten und startete bei The Daily Telegraph als Kolumnist.

Er lebt mit seiner Frau, ihrer gemeinsamen Tochter und ihrem Hund in London. Sein erster Kriminalroman Dein finsteres Herz mit Detective Constable Max Wolfe wurde von der Presse frenetisch gefeiert.

Eigene Meinung: 
Im Prolog wird aus der Sicht des Sohnes der äußerst brutale Überfall auf die Familie geschildert.

Detective Max Wolfe ermittelt und lässt uns aus der Ich-Perspektive an seinen Ermittlungen Teil haben. Der ganze Fall ist äußerst rätselhaft und von dem Kleinkind, das verschwunden ist, fehlt jede Spur. Die Ermittlungen führen das Team zu einem alten Fall und zum "fahrenden Volk", das auch heute noch mit Vorurteilen der Bevölkerung zu kämpfen hat. Das wird in diesem Krimi sehr anschaulich dargestellt.

Die Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig, die ermordete Familie hat scheinbar ein Bilderbuchleben geführt. Szenen ihrer heilen Welt sind im Internet zu sehen. Max gräbt jedoch weiter und stellt fest, dass die heile Welt nur eine Fassade war ..

Mir gefällt der sympathische Ermittler Max Wolf recht gut. Weil er alleinerziehender Vater ist, wird sehr viel aus dem Privatleben von Max erzählt, was hier aber überhaupt nicht stört.
Die Handlung ist sehr spannend, der Krimi ist fesselnd erzählt und lässt einen förmlich an den Seiten kleben. Man möchte unbedingt wissen, wer für das Massaker an der Familie verantwortlich ist. Der Autor führt uns auf falsche Pfade, lässt uns falsche Schlüsse ziehen und ahnen, dass an dem ganzen Szenario irgendetwas überhaupt nicht stimmt.

Die Londoner Polizei kommt hier nicht immer sehr gut weg, Max und seine Kollegen müssen so manche Schlappe einstecken und manche Verletzungen. Allerdings hätten die Ermittler in manchen Situationen auf Verstärkung warten sollen, was sie in der Geschichte leider nicht gemacht haben.

5/5 Sterne für diese großartige, sehr atmosphärische und sozialkritische Krimiunterhaltung aus England mit Londoner Lokalkolorit. Ich bin ein Fan von Max und seinem Team und auf weitere Fälle mit ihm gespannt.


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