Donnerstag, 28. Januar 2016

Rezension zu Böse Lügen von Sharon Bolton, übersetzt von Marie-Luise Bezzenberger, Manhattan Verlag, Psychothriller

Titel: Böse Lügen
Autorin: Sharon Bolton
übersetzt von: Marie-Luise Bezzenberger
Seitenzahl: 464 Seiten , Paperback,Klappenbroschur, 19.10.2015
Isbn Nr. 13-978-3-442-54765-4
Verlag: Manhattan Verlag
Preis: 14,99 Euro
  
Verlagsinfo: "In einer kleinen Gemeinschaft wie der auf den Falklands gehen keine Kinder verloren. Und wenn doch, so kann es sich nur um einen tragischen Unfall handeln, schließlich sind die rauen Küsten der Inselgruppe nicht ungefährlich. Doch als zum dritten Mal ein kleiner Junge verschwindet, glaubt kaum noch jemand an einen Zufall. Die Bewohner müssen befürchten, dass einer von ihnen ein Mörder ist. Auch Catrin Quinn, die nach dem Tod ihrer beiden Söhne ein zurückgezogenes Leben führt, wird in die Suche hineingezogen. Mit jeder Stunde steigen Misstrauen und Hysterie, bis eine regelrechte Hexenjagd beginnt. In ihrem Zentrum stehen Catrin selbst; Rachel, ihre beste Freundin aus Kindertagen; und Catrins ehemaliger Liebhaber Callum. Alle drei hüten Geheimnisse, die sie bis in ihre Träume verfolgen. Und sie vertrauen niemandem – nicht einmal sich selbst. Schließlich wären sie zu allem fähig …"

Über die Autorin:
 Sharon Bolton wurde im englischen Lancashire geboren, hat eine Schauspielausbildung absolviert und Theaterwissenschaft studiert. „Todesopfer“, ihr erster Roman, wurde von Lesern und Presse begeistert gefeiert und machte die Autorin über Nacht zum neuen Star unter den britischen Spannungsautorinnen. Ihrem ersten Triumph folgten mittlerweile sieben weitere Thriller – darunter vier mit der grandiosen Ermittlerin Lacey Flint –, in denen Sharon Bolton ihr brillantes Können immer wieder unter Beweis stellte. Sie wurde bereits für zahlreiche Krimipreise nominiert und für "Schlangenhaus" mit dem Mary Higgins Clark Award ausgezeichnet sowie mit dem Dagger in the Library für ihr Gesamtwerk. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Oxford.

Mehr zur Autorin und ihren Büchern finden Sie unter www.sjbolton.com

Eigene Meinung:  

Dieser Psychothriller ist über verschiedene Perspektiven erzählt. Den Anfang macht Cathrin, die aus der Ich-Perspektive erzählt. Cathrin wirkt etwas verloren, sie trauert um ihre beiden Söhne, lebt alleine, fühlt sich einsam und ist verbittert. Sie plant den Mord an ihrer ehemals besten Freundin. Nach und nach erfährt der Leser, was genau mit ihren Söhnen passiert ist und warum sie die Schuld an deren Tod ihrer besten Freundin gibt.

Im 2. Teil des Buches erzählt Callum seine Sicht der Dinge. Er ist ein Ex-Soldat, der sich um Cathrin kümmert und seine Erlebnisse während des Falkland-Krieges noch nicht so richtig verarbeitet hat.

Im 3. Teil werden die Ereignisse aus der Sicht von Rachel, der ehemals besten Freundin von Cathrin wiedergegeben.

Die Geschichte beginnt langsam, sie braucht etwas Zeit. Doch von Anfang an ist eine unterschwellige Spannung zu spüren. Man weiß nicht, was man der erzählenden Person glauben soll. Wir erfahren sehr viel über die Bewohner der Falklandinseln, über die Landschaft, Tierwelt dieser Inseln, das Zusammenleben der Menschen dort und über den Falklandkrieg.

Die Story ist sehr fesselnd und sehr atmosphärisch erzählt, so dass ich das Buch an einem regnerischen Sonntag verschlungen habe. Das Buch behandelt Themen wie Rache, Vorurteile und Gnade, die mit Kaltblütigkeit verwechselt wird. Die Erzählung ist voller Lügen und Geheimnisse. 

Das Buch bekommt meine absolute Leseempfehlung. Sharon Bolton hat mich mit diesem raffinierten Psychothriller mit überraschendem Ende wieder völlig überzeugt.




 

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