Sonntag, 10. Januar 2016

Rezension zu "Das Flüstern der Stadt" von Rosa Ribas und Sabine Hofmann, Rowohlt Verlag, Kriminalroman

Titel: Das Flüstern der Stadt
Autor: Rosa Ribas und Sabine Hofmann
Originaltitel:
Seitenzahl: 512 Seiten (TB, 27.11.15)
Isbn Nr. 13- 978-3499234620
Verlag: Rowohlt Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Ein spannender und atmosphärischer Barcelona-Krimi über die Macht des Wortes: der Überraschungserfolg aus Spanien, für alle Leser von Carlos Ruiz Zafón und Alicia Giménez-Bartlett.

Barcelona, 1952, die Zeit der Franco-Diktatur: Die junge Journalistin Ana Martí soll die Berichterstattung über den Mord an einer Arztwitwe übernehmen - die Chance, endlich Karriere zu machen. Doch Ana darf nur schreiben, was ihr in die Feder diktiert wird, denn die Polizei hat strikte Anweisung, den Fall so schnell wie möglich zu den Akten zu legen.

Dann werden im Besitz der Toten Briefe gefunden - Liebesbriefe eines Unbekannten. Anas Cousine, die Sprachwissenschaftlerin Beatriz, entdeckt darin Hinweise, die zur Lösung des Falls führen könnten. Durch ihre Nachforschungen geraten die Frauen in große Gefahr. Doch Ana und Beatriz wollen die Wahrheit ans Licht bringen, mit den einzigen Waffen, die sie den Mächtigen der Stadt entgegenzusetzen haben: dem Wissen über die Sprache und der Liebe zur Literatur … "


Über die Autorinnen:
Rosa Ribas, geboren 1963 in El Prat de Llobregat, studierte Hispanistik in Barcelona und lebt seit 1991 in Frankfurt am Main. Bisher hat sie neun Romane veröffentlicht.
Sabine Hofmann wurde 1964 in Bochum geboren. Sie studierte Romanistik und Germanistik und arbeitete als Dozentin an der Universität Frankfurt, wo sie auch Rosa Ribas kennenlernte. 2014 erschien «Das Flüstern der Stadt», ihr erster gemeinsamer Roman. Über ihre Erfahrungen beim Schreiben haben die Autorinnen ein Arbeitsjournal verfasst, nachzulesen unter: http://rowohlt.de/ribas-hofmann 

Eigene Meinung: 
Nachdem das Buch stark beworben wurde, der Klappentext sehr spannend klang und das Buch für Fans von Zafon ein unbedingtes Muss sein soll, war ich total gespannt auf diesen Krimi und habe mich richtig darauf gefreut.

Das Buch ist gut erzählt, atmosphärisch dicht, man kann die Stimmung, die sich zwischen den Menschen in der Zeit der Franco-Diktatur geherrscht hat, gut nachvollziehen.

Leider braucht es etwa ein Drittel des Buches, bis etwas Spannung aufkommt, während dieser Zeit werden sehr viele Figuren vorgestellt, die Handlung dümpelt so dahin. Zum Schluss hin überschlagen sich die Ereignisse, es wird spannend und es kommt Tempo ins Geschehen.

Mit Zafons Geschichten ist dieser Krimi überhaupt nicht zu vergleichen. Zwar sind die beiden Hauptfiguren, die Journalistin Ana Marti und die Sprachwissenschaftlerin Beatriz intelligente Frauen, die den Fall unbedingt lösen wollen, so richtig abgeholt haben mich beide Figuren jedoch nicht. In Zafons Geschichten hat das Phantastische, Geheimnisvolle eine besondere Rolle, es gibt starke, sehr sympathische und schrullige Figuren und richtig fiese Bösewichte. Zafon führt uns an verschiedene, interessante Orte in Barcelona, die wir uns sehr gut vorstellen können. Leider fehlt das hier komplett.



Mehr als 3 Sterne mag ich hier nicht vergeben.


 

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