Freitag, 18. März 2016

Rezension zu"Black Rabbit Hall" von Eve Chase, übersetzt von Carolin Müller, Blanvalet Verlag, Familiengeschichte

Titel: Black Rabbit Hall
Autorin: Eve Chase
Übersetzt von: Carolin Müller
Seitenzahl: 416 Seiten, gebunden, Pappband mit Schutzumschlag (29.2.16)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0560-8
Verlag: Blanvalet Verlag

Verlagsinfo:
 " Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert ...
Amber Alton weiß, dass die Stunden auf Black Rabbit Hall, dem Sommersitz ihrer Familie, anders vergehen, ihren eigenen Takt haben. Es ist ruhig und idyllisch. Bis zu einem stürmischen Abend 1968. Vereint durch eine unfassbare Tragödie, müssen sich die vier Alton-Geschwister mehr denn je aufeinander verlassen. Doch schon bald wird diese Verbundenheit auf eine harte Probe gestellt.

Jahrzehnte später fahren Lorna Smith und ihr Verlobter Jon auf der Suche nach einem Ort für ihre Hochzeitsfeier durch die wilde Landschaft Cornwalls – und stoßen auf ein altes, leicht verfallenes, aber wunderschönes Haus. Ein Haus, das Lorna nach und nach seine schönsten Geschichten und traurigsten Momente verrät ..."

Über die Autorin:
Eve Chase wollte schon immer über Familien schreiben – solche, die fast untergehen aber irgendwie doch überleben – und über große, alte Häuser, in denen Familiengeheimnisse und nicht erzählte Geschichten in den bröckelnden Steinmauern weiterleben. Black Rabbit Hall ist so eine Geschichte.

Eve Chase ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Oxfordshire.

Eigene Meinung:
Diese Familiengeschichte, die Ende der 60er Jahre in Cornwall spielt, wird über zwei Erzählstränge geschildert.  In einem Handlungsstrang berichtet Amber Alton aus der Ich-Perspektive von den Sommerferien auf "Black Rabbit Hall", wie der Sommersitz der Familie "Pencraw Hall" genannt wird. Es dreht sich alles um das Familienleben. Die Kinder der Familie Alton, die Zwillinge Toby und Amber, Kitty und der kleine Barny, erleben auf "Black Rabbit Hall" eine glückliche Kindheit. Doch dann wird das Familienglück durch einen Unglücksfall getrübt. Nichts ist mehr wie es war.

In einem weiteren Erzählstrang plant Lorna Smith ihre Hochzeit. Sie möchte unbedingt in Cornwall heiraten und sucht nach einer geeigneten Location. Lorna verliebt sich in das alte Haus. Wir bekommen die Bewohner von "Black Rabbit Hall" und das alte Anwesen sehr genau beschrieben.
Die junge Frau hat das eigenartige Gefühl, dass sie schon mit ihrer Mutter auf "Black Rabbit Hall" war und lässt sich auch nicht von ihrem Verlobten davon abbringen, dort ihre Hochzeit zu feiern. Bei ihrem Aufenthalt dort findet sie sehr viel über ihre eigene Vergangenheit heraus.

Die Autorin erzählt sehr detailliert. Das Haus, die Räumlichkeiten und die Umgebung werden genau geschildert, so dass man das Gefühl hat, "Black Rabbit Hall" genau zu kennen. Allerdings passiert nicht sehr viel. So richtig gefesselt hat mich die Geschichte nicht. Zum Ende hin wird es etwas spannender.

Ich hatte mehr erwartet, da das Buch für Fans der Serie "Downtown Abbey" geeignet zu sein schien. Die angesprochene Serie ist aber viel komplexer, spannender und hat diesen typischen, englischen Humor.

Die Figuren dieser Geschichte sind sehr gut charakterisiert. Das Mädchen Amber ist sehr sympathisch und geht sehr liebevoll mit ihren Geschwistern um. Ihr Zwillingsbruder Toby ist ein Wildfang, der sich durch die Ereignisse von der Familie abkapselt und und leider keine Hilfe von seinem Vater und später von seiner Stiefmutter erfährt. Als ein weiterer Schicksalschlag die Familie trifft, wird es für die Kinder, vorallem für Amber und Toby fast unerträglich.


3/5 Sterne für diese sehr ruhige Familiengeschichte, die erst zum Ende hin so richtig fesselt und ein weiteres Familiengeheimnis lüftet.

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