Montag, 18. April 2016

Rezension zu "Die Schattenbucht" von Eric Berg, Limes Verlag, Kriminalroman

Titel: Die Schattenbucht
Autor: Eric Berg
Seitenzahl: 417 Seiten (Klappenbroschur, Paperback, 22.2.16)
Isbn Nr. 13-978-3-8090-2642-6
Verlag: Limes Verlag
Preis: 14,99 Euro

Verlagsinfo: "Wer einen Traum hat, ist zu allem fähig…
Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.

Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?"

Über den Autor:
 Seit Jahren zählt Eric Berg zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman Das Nebelhaus, der Leser wie Kritiker gleichermaßen begeisterte. Nach Das Küstengrab ist Die Schattenbucht nun der dritte Roman des Erfolgsautors.

Eigene Meinung:
Die Psychologin Ina Bartholdy hat zwei schwierige Fälle zu bearbeiten. Marlene Adamski, 62 Jahre alt, Bäckersfrau, versuchte sich umzubringen, indem sie sich vom Balkon stürzte. Den Sprung hat sie überlebt. Ina Bartholdy versucht mit der Bäckersfrau über ihre Gründe für ihren Sprung zu sprechen. Doch diese schweigt beharrlich. Aus ihrem Umfeld kann niemand nachvollziehen, warum sie sich umbringen wollte. Sie ist ehrenamtlich in der Gemeinde tätig, führt eine glückliche Ehe und die Bäckerei läuft gut. Das wirft natürlich sofort Fragen auf. War es eventuell gar kein Selbstmordversuch, sondern ein Mordversuch?

Beim zweiten Fall handelt es sich um den Teenager Christopher, dessen Mutter vor einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Schwung ins Privatleben von Ina Bartholdy bringt ihre Tochter Stefanie, die bei ihrem Vater lebte und nun zu ihrer Mutter ziehen möchte. Als Stefanie sich auch noch mit Christopher anfreundet, ist der Ärger vorprogrammiert.

Auch dieser Krimi von Eric Berg konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Erzählt wird durch verschiedene Erzählperspektiven. Wir nehmen an Inas Ermittlungen und Sitzungen mit ihren Klienten teil und bekommen einen Einblick in ihr Privatleben. Durch die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, erfahren wir, was vor Marlenes Selbstmordversuch geschah.
 Auch dieser Krimi spielt wieder an der  Küste in Meklenburg Vorpommern, im kleinen Dorf Prerow.

Die Spannung steigt langsam an, Puzzleteil für Puzzleteil bekommen wir serviert, wie die ganzen Vorgänge zusammenhängen. Zum Ende hin gibt es noch einige Überraschungen.

Psychologin Ina ist in diesem raffinierten Psychospiel quasi die Ermittlerin. Sie ist eine interessante, sympathische Protagonistin, die versucht ihren Klienten zu helfen, doch dabei an ihre Grenzen stösst.  Auch sämtliche anderen Charaktere sind sehr gut getroffen und handeln authentisch, wobei manche Ereignisse gar nicht von den handelnden Personen so gewollt waren. Wir erfahren, dass manche Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen zu Handlungen fähig sind, die wir ihnen unter normalen Umständen nicht zugetraut hätten. 

Dieser  raffiniert gewebte Krimi, in dem die ganze Zeit über eine unterschwellige Spannung herrscht, über Geheimnisse, Rache, Schuld, Vergeltung und Moral hat mich total überzeugt. 5/5 Sterne gibt es dafür von mir und meine absolute Leseempfehlung.



 

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