Dienstag, 26. April 2016

Rezension zu "Romeo und Romy" von Andreas Izquierdo, Insel Verlag, Roman

Titel: Romeo und Romy
Autor: Andreas Izquierdo
Seitenzahl: 491 Seiten (Klappenbroschur, 11.4.16)
Isbn Nr. 13-978-3-458-36141-1
Verlag: Insel Taschenbuch
Preis: 14,99 Euro
 


Verlagsinfo:
 "Romy könnte eine große Schauspielerin sein, aber niemand sieht sie, denn sie ist nur die Souffleuse. Aber auch das nicht lange, denn nach einem harmlosen Flirt mit Hauptdarsteller Ben, dessen einzige schauspielerische Glanzleistung sein Auftritt als »Frischedoktor« in einem Waschmittelspot ist, wird sie gefeuert. Und Ben kurz nach ihr.
Romy kehrt zurück in ihr winziges Dorf, um dort ihr Erbe anzutreten. Hier leben nur noch Alte. Und die haben sich in den Kopf gesetzt, rasch das Zeitliche zu segnen, denn auf dem Friedhof sind nur noch zwei Plätze frei. Wer da zu spät kommt, muss auf den Friedhof ins Nachbardorf. Und da gibt es – wie jeder weiß – nur Idioten.
Romy schmiedet einen tollkühnen Plan: Sie will mit den Alten ein elisabethanisches Theater bauen. Aus der gammeligen Scheune hinter ihrem Hof. Und mit ihnen Romeo und Julia auf die Bühne bringen. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star: Der »Frischedoktor« soll Regie führen! Ben ist begeistert: Regisseur! Das könnte unter Umständen der erste Job werden, den er nicht voll gegen die Wand fährt ...
Bestsellerautor Andreas Izquierdo (Das Glücksbüro, Der Club der Traumtänzer) erzählt in seinem neuen Roman Romeo & Romy, wie ein Mauerblümchen seine Schüchternheit überwindet, gegen alle Widerstände seinem Traum folgt und damit nicht nur ein ganzes Dorf zu neuem Leben erweckt, sondern auch die große Liebe und eine Heimat findet."

Über den Autor:
Andreas Izquierdo, geboren 1968, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Er veröffentlichte u. a. den Roman König von Albanien (2007), der mit dem Sir-Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, sowie den Roman Apocalypsia (2010), der den Lovelybooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorab-lesen.de gewählt wurde. Zuletzt erschienen von ihm die Bestseller Das Glücksbüro (2013) und Der Club der Traumtänzer (2014).

Eigene Meinung: 
Andreas Izquierdo erzählt gewohnt flüssig und mit einem humorvollen Unterton die Geschichte der schüchternen Schauspielerin Romy, die als Souffleuse am Theater arbeitete und nach ihrem Rauswurf zurückkehrt in das Dorf ihrer Kindheit. Das Dorf ist nur noch von alten Leuten bewohnt, deren Hauptziel es ist, einen der letzten Plätze auf dem Friedhof von Großzerlitsch zu ergattern.
Romy versucht ihren Traum von einem eigenen Theater zu überwinden und holt dabei die Großzerlitscher aus ihrer Apathie.

In Rückblicken erfährt der Leser, dass Romy von allen Bewohnern des Dorfes gemeinsam erzogen wurde, da ihre Mutter früh starb. Ihren Vater hat sie gar nicht gekannt.

Romy, Ben und die Großzerlitscher Alten sind allesamt liebenswerte, etwas verschrobene Charaktere. Man hofft mit Romy, dass sie alle Widrigkeiten, die ihr auf dem Weg zu ihrem großen Traum in die Quere kommen, überwinden kann und ihr Theater eröffnet werden wird. Man wünscht der sympathischen Romy, dass sie mit ihrer großen Liebe zusammenfinden wird.

"Romeo und Romy" ist ein lesenswerter Roman über Träume, Ziele, Hoffnung, Gemeinschaft und über die Liebe. 

Wobei mir persönlich die Liebe in diesem Roman etwas zu kurz kommt. Hier hätte ich die Liebesgeschichte etwas mehr im Vordergrund gewünscht, schon aufgrund des Titels hätte ich dies erwartet.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Rezension zu "Ein angesehener Mann" von Abir Mukher Jee, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, historischer Kriminalroman

T itel: Ein angesehener Mann Autor: Abir Mukher Jee Übersetzt von: Jens Plassmann Seitenzahl: 512 Seiten ( TB, 10.7.17) ISBN N...