Dienstag, 31. Mai 2016

Rezension zu "Der Keller" von Minette Walters, übersetzt von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann, Goldmann Verlag, Psychothriller

Titel: Der Keller
Autorin: Minette Walters
Übersetzt von: Charlotte Breuer und Norbert Möllemann
Seitenzahl: 224 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 18.4.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48432-4
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Munas Leben ist die Hölle. Und niemand kommt ihr zu Hilfe, denn keiner weiß, dass die Familie Songolis ihr Hausmädchen behandelt wie eine Sklavin. Dabei muss sie sich nicht nur Tag für Tag bis zur Erschöpfung um das Wohl der Songolis kümmern, sondern wird auch noch jede Nacht in einen dunklen, fensterlosen Keller gesperrt. Doch dann kehrt eines Tages der jüngste Sohn der Familie aus unerklärlichen Gründen nicht mehr nach Hause zurück. Damit die ermittelnden Polizeibeamten nichts von Munas Schicksal erfahren, darf sie ihren Keller verlassen. Und diese Chance nutzt sie auch. Denn Muna ist sehr viel klüger, als alle ahnen – und ihre Pläne sind sehr viel schockierender, als irgendjemand jemals vermuten würde ..."


Über die Autorin:
Minette Walters arbeitete lange als Redakteurin in London, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit ihrem Debüt "Im Eishaus", das 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde, zählt sie zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre bisher erschienenen Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Minette Walters lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Dorset, England.


Eigene Meinung:
Nachdem endlich einmal wieder ein Buch von Minette Walters erschienen ist, musste ich das natürlich unbedingt lesen.

Auch dieser Psychothriller der Autorin hat mich nicht enttäuscht. Er ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und fesselnd erzählt. Muna, die aus einem Waisenhaus in Afrika stammt, wird von der Familie Songolis als Sklavin gehalten. Sie lebt im Keller, wird misshandelt und erhält keinerlei Bildung. Doch Muna ist nicht dumm, obwohl sie von sich selbst behauptet, sie hätte einen Hirnschaden. Sie hat von Kindheit an gelernt sich anzupassen und im passenden Moment schlägt sie zurück.

Erzählt wird die ganze Story aus Munas Sicht in der 3. Person. Minette Walters benutzt dazu eine einfache, knappe Sprache, die zu Muna passt. Das junge Mädchen ist eine interessante, vielschichtige Persönlichkeit, die die Familie Songolis und den Leser immer wieder überrascht.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Szenario, das die Autorin hier erschaffen hat, vorkommen kann. Es gibt leider solche Menschen, die andere Menschen ausbeuten und misshandeln, auch das macht diese Story so spannend.

Einige raffinierte Wendungen wurden eingebaut, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte. So mag ich Psychothriller!


5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen raffinierten, abgründigen Psychothriller.



Kommentare:

  1. Hallo Biggi,

    das hört sich ja wirklich sehr interessant an. Danke, dass du das Buch rezensiert hast, denn ich hatte des Längeren Minette Walters nicht mehr auf dem Schirm. Dank deiner Buchbesprechung wandert das Buch auf meine Liste.
    Wünsche dir noch einen schönen "kleinen Freitag" :-)

    Liebe Grüße, Silvia B. aus B.

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    1. Liebe Silvia,
      das freut mich. Ich hatte gesehen, dass es ein neues Buch von Minette Walters gibt und musste das natürlich unbedingt besprechen, denn ich mag ihren Schreibstil total. Ich bin gespannt, wie es dir gefällt.
      Ganz liebe Grüße
      Biggi

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Rezension zu "Der Näher" von Rainer Löffler, Bastei Lübbe Verlag, Thriller

Titel: Der Näher Autor: Rainer Löffler Seitenzahl: 463 Seiten ( TB, 24.4.17) Isbn Nr.  13-978-3-404-17454-6 Altersempfehlung: ab 16 Jahr...