Montag, 13. Juni 2016

Autoreninterview mit Phoebe Ann Miller

 

Da mir das Buch "Herz über Kopf - Famous 1" total gut gefallen hat (meine Rezension findet ihr auf meinem Blog), habe ich Phoebe  um ein Interview gebeten:

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Gute Frage. Die Idee zu Famous hatte ich bereits 2012 und da versucht, umzusetzen – ohne so wirklich Ahnung vom Schreiben zu haben. Das hat man dann auch gemerkt, aber zum Glück hab ich tolle Tipps bekommen. Dann kam eine Idee zu einer Kurzgeschichten-Ausschreibung, wo ich mein Glück versucht habe. Und plötzlich funktionierte das Schreiben – und das Feuer war entfacht.

2. Wie gehst du genau vor, wenn dir eine Idee zu einer Story vorschwebt?
Meist sind es nur einzelne Bilder, die in meinem Kopf auftauchen. Die Geschichte darum herum ergibt sich, ich kann nicht einmal sagen, wie. Plötzlich ist sie da.

3. Tauschst du dich mit anderen Autoren aus?
Ja, sehr gerne sogar. Es ist hilfreich, andere Sichtweisen zu sehen und miteinander ist es eh viel schöner. Man kann sich wunderbar gegenseitig unterstützen und auch mal aufbauen.

4. Was machst du, wenn du nicht schreibst?
Lesen. Fernsehen. Sport. Fotografieren. Einfach das, worauf ich Lust habe.

5. Schreibst du deine Bücher direkt am Computer oder erst einmal handschriftlich in ein Notizbuch?
Beides. Alle Notizen, Charakter, Skizzen Zeitpläne, Plotlines halte ich handschriftlich in einem Notizbuch fest, um jederzeit nachschauen zu können. Ebenso schreibe ich mir vorab auf, was in Kapitel x passiert. Aber den Roman selbst schreibe ich am Laptop.

6. Kannst du schon von deiner Tätigkeit als Autorin leben?
Nein und ich denke nicht, dass ich das jemals kann. Dafür bin ich zu sehr auf Sicherheit bedacht.

7. In deinem Buch "Herz über Kopf - Famous 1" geht es um eine Beziehung von Sara aus Bamberg zu Cooper, einem Hollywood-Star. Die beiden müssen eine Fernbeziehung führen. Hast du  eigene Erfahrungen mit einer Fernbeziehung? Oder wie kamst du auf die Idee dazu?
Ja, ich hatte tatsächlich schon eine Fernbeziehung, allerdings über „nur“ 400 km und keinen Ozean dazwischen. Ich fand es so aber schon schwierig genug; ich bin definitiv nicht der Typ dafür. Die Idee zu Famous kam aber nicht davon, sondern einfach von der Idee, einem Star bei uns in Bamberg über den Weg zu laufen. Meine Heimatstadt wird wirklich ab und zu als Filmstadt benutzt, also ist es keine ganz abstruse Idee. Und wer weiß, was sich aus so einer Begegnung alles entwickeln kann? Da lief meine Fantasie Amok.

8. Cooper ist eine Berühmtheit. Hattest du schon mal eine Beziehung zu einer berühmten Persönlichkeit, könntest du dir eine vorstellen?
Ich glaube, wie man an Famous sieht, kann ich es mir eigentlich nicht vorstellen. Sara hat ein paar meiner Eigenschaften mitbekommen, z.B. dass sie nicht gern im Mittelpunkt steht. Fällt mir auch sehr schwer, allein deswegen wäre so eine Beziehung zu anstrengend für mich. Ich bin ein ruhiger Typ, der seine Abende gern mit seinem Partner verbringt. Ohne Rummel um unsere Person.

9. Wann geht es weiter mit "Herz über Kopf" und was erwartet uns? Magst du uns schon ein wenig darüber verraten?
Ich schreibe derzeit an Band 2 und kann schon verraten, dass es sehr emotional werden wird. Allein beim Plotten habe ich schon das ein oder andere Mal Tränen verdrücken müssen und es hat mir wehgetan, zu planen, mein Traumpaar durch die Hölle zu schicken. Aber es war eben schon immer ihre Geschichte. Dennoch wird es mir als Autorin einiges abverlangen. Und ich hoffe, dass ihr mitfühlen werdet.

10. In deinem 1. Buch "Auf die andere Art" geht es um eine Dreierbeziehung. Meinst du, dass eine Dreierbeziehung funktionieren kann?
Definitiv ja. So romantisch ich auch bin, dennoch denke ich, dass es durchaus möglich ist, mehr als eine Person in sein Herz zu lassen. Ob es der richtige Weg ist, kommt auf die betroffenen Personen an. Es ist sicher keine Patentlösung. Aber wenn sich jeder darauf einlässt und vor allem weiß, worauf er sich einlässt, denke ich, kann es funktionieren. Auch wenn es schwierig sein wird, das möchte ich nicht bestreiten.

Vielen Dank, liebe Phoebe, dass du meine neugierigen Fragen so offen beantwortet hast.

1 Kommentar:

  1. Ein schönes Interview mit einer sehr sympathischen Autorin.

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