Montag, 8. August 2016

Rezension zu "Die Witwe" von Fiona Barton, übersetzt von Sabine Längsfeld, Wunderlich Verlag, Psychothriller

Titel: Die Witwe
Autorin: Fiona Barton
übersetzt von: Sabine Längsfeld
Seitenzahl: 432 Seiten, broschiert (21.5.16)
Isbn Nr. 13-978-3805250979
Verlag: Wunderlich Verlag 
Preis: 16,99 Euro
 
Verlagsinfo:
"Die Frau.
Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.

Der Mann.
Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.

Die Witwe.
Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist zum ersten Mal allein. Allein und frei. Frei ihre Geschichte zu erzählen.
Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß.

Perfekt konstruierte psychologische Spannung und komplexe Charaktere, erzählt von einer authentischen Stimme."
Über die Autorin:
Fiona Barton wurde in Cambridge geboren und arbeitete lange bei der «Daily Mail», beim «Daily Telegraph» und bei der «Mail on Sunday». Für ihre Tätigkeit gewann sie den britischen Preis «Reporter of the Year». Viele Jahre war sie als Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin für verschiedene Medien tätig. Heute arbeitet sie als Medientrainerin. «Die Witwe» ist ihr erster Roman.
Eigene Meinung:
Zur Geschichte möchte ich nicht so viel erzählen um die Spannung nicht zu nehmen. Die Story lebt schließlich von Geheimnissen, Verschleierung und Täuschung.
Schon sehr jung hat Jean, die beim Friseur arbeitet, Glen geheiratet. Sie scheint ihm alles, was er erzählt,zu glauben und erweckt den Anschein, sehr naiv zu sein. Die junge Frau vergöttert ihn regelrecht. Als er eines Verbrechens beschuldigt wird, kommen Jean Zweifel, ob sie Glen wirklich kennt. Sie hält jedoch zu ihrem Ehemann.
Durch diese Story bekommt man einen genauen Einblick, wie Menschen aus dem näheren Umfeld reagieren, wenn ein Mann wie Glen eines Verbrechens bezichtigt wird. Hier wird sehr realistisch wiedergegeben, wie Verwandte, Freunde, Bekannte, die Verkäufer aus dem Supermarkt und Geschäftskollegen auf einen Verdacht reagieren. Reporter belagern die beiden Tag und Nacht. Auch die Rolle der Medien scheint mir realistisch zu sein. Jean ist jedoch erst nach Glens Tod bereit, mit einer Reporterin zu reden.

Fiona Barton erzählt flüssig, sachlich nüchtern und schnörkellos. Ich war jedoch sofort von der Geschichte gefesselt, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.  Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man bekommt so nach und nach ein Bild über die Beziehung von Jean zu ihrem Mann Glen.
Erzählt wird die Story über verschiedene Perspektiven, in der Gegenwart und in Rückblicken auf die Vergangenheit. 

Dem Leser stellen sich viele Fragen. Ist Glen wirklich der Täter? Hat Jean etwas mit Glens Tod zu tun? Was ist mit dem verschwundenen Kind passiert? Diese Fragen möchte man beantwortet haben. Die Geschichte weckt Emotionen beim Leser.
Wer Bücher wie "Girl on the train" oder "Gone girl" mag, wird "die Witwe" lieben, da kann ich mich nur anschließen. 
5/5 Sterne für dieses mehr als gelungene Debüt, das einen Blick in die Psyche und in die Beziehung von Jean und Glen gewährt. 
Für mich die Überraschung des Jahres, obwohl ich schon sehr früh eine Ahnung hatte, was genau passiert ist. 



Kommentare:

  1. Ich sehe es ganz ähnlich wie Du :)
    Mir hat es auch sehr gut gefallen und ich fand vor allem die Figuren sehr überzeugend.
    Ich fand es sehr fesselnd herauszufinden, was die Witwe wirklich weiß :)
    Liebe Grüße
    Ela

    AntwortenLöschen
  2. Wie cool, ich hab mir grad das Hörbuch runtergeladen. Na dann hab ich das ja richtig gemacht :)

    AntwortenLöschen

1. Lesung von Petra Durst-Benning im Cafèhaus Veit in Reutlingen

Am Mittwochabend war Premiere der Caféhauslesungen von Petra Durst-Benning im Caféhaus Veit in Reutlingen. Die Gäste der restlos ausver...