Samstag, 13. August 2016

Rezension zu "Rabenfraß" von Biggi Rist und Dr. Liliane Skalecki, Gmeiner Verlag, Kriminalroman

Titel: Rabenfraß
Autorinnen: Biggi Rist und Liliane Skalecki
Seitenzahl: 409 Seiten (Paperback, Februar 2016)
Isbn Nr. 13-978-3-8392-1832-7
Verlag: Gmeiner Verlag
Preis: 12,99 Euro

Verlagsinfo:
"Messerscharf  Ausgerechnet an Hölzles erstem Urlaubstag im Harz wird eine junge Frau enthauptet aufgefunden. Alle Indizien deuten darauf hin, dass der Ehemann der Mörder ist. Doch der Kriminalhauptkommissar hat Zweifel. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, und stößt dabei auf eine unglaubliche Mordserie. Seit 20 Jahren treibt ein Mörder unbemerkt sein Unwesen und tötet seine Opfer nach mittelalterlichen Methoden. Hölzle gerät bei seinen Nachforschungen selbst ins Visier des Mörders und begibt sich in tödliche Gefahr …"

Über die Autorinnen:
Biggi Rist, geboren 1964 in Reutlingen. Nach der Ausbildung zur PTA an der Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie in Isny arbeitete sie lange Zeit in der Labordiagnostik sowie zwei Jahre in der Forschung. Bereits als Siebenjährige schrieb sie auf der Schreibmaschine Geschichten. Zwei Jahre lebte sie in Melbourne, Australien. 2005 zog sie mit ihrem Mann nach Lilienthal am Rande Bremens. www.krimi-bremen.de

Dr. Liliane Skalecki, geboren 1958 in Saarlouis. Nach einer Banklehre studierte sie Kunstgeschichte sowie klassische und vorderasiatische Archäologie an der Universität des Saarlandes. Seit 2001 lebt sie mit ihrer Familie in Bremen. Sie schreibt für die Zeitschrift Pferdesport – Bremen und veröffentlichte bisher Fachartikel und Sachbücher.

Eigene Meinung:

Die Autorin Biggi Rist hat total nett bei mir angefragt, ob ich nicht ihren Krimi rezensieren möchte. Sie stammt auch aus Reutlingen, reitet gerne und ihr Krimi "Rabenfraß" spielt auch noch im Harz, wo ich schon Urlaub gemacht habe. Bei so vielen Gemeinsamkeiten konnte ich natürlich nicht "nein" sagen.

"Rabenfraß" ist der vierte Teil einer Reihe um den Kriminalhauptkommissar Hölzle. Die Bände lassen sich unabhängig voneinander lesen. Die beiden Autorinnen erzählen spannend und sehr detailliert. Für ihre Recherchen haben sich die beiden Damen sehr viel Zeit genommen. 

Nach der Trennung von seiner Freundin braucht der sympathische Hölzle unbedingt eine Auszeit und hat sich für einen ruhigen Wanderurlaub im Harz entschieden. Er führt uns zu interessanten Sehenswürdigkeiten, beleuchtet die kulinarische Seite des Harzes, kommt mit den Stammtischbrüdern aus seiner Pension ins Gespräch und stolpert schon an seinem ersten Urlaubstag über eine Leiche.

Das Opfer wurde enthauptet, was Hölzle an eine Hinrichtung erinnert. Ein Verdächtiger ist sofort gefunden, der Ehemann der Frau soll die Tat begangen haben. Bei seinen Ausflügen stößt er auf einige alte Fälle, bei denen die Getöteten auf ungewöhnliche Weise ums Leben gekommen sind. Da ist seine Neugier natürlich geweckt und er erkennt Zusammenhänge, die keinem der Ermittler bisher aufgefallen sind. Denn die alten Fälle wurden als Unfall oder als Selbstmord zu den Akten gelegt. Bei manchen einem der Fälle wurde vielleicht sogar ein falscher Täter ermittelt. Durch Hölzles Ermittlungen wird natürlich auch der Täter auf ihn aufmerksam und er gerät in große Gefahr.

Ein Handlungsstrang dreht sich rund um Hölzle, der ab und an auch "Schwäbisch" denkt, denn der ein oder andere Satz ist in Schwäbischer Sprache, für Nichtschwaben aber sicher gut verständlich. Ein weiterer Erzählstrang handelt vom jeweiligen Opfer. Wir erfahren, wie es zum Tod des Opfers kam.

Vor diesen Kapiteln sind kleinere Abschnitte aus dem Tagebuch eines Henkers zu lesen. Diese Abschnitte stammen wohl aus einem Originaltagebuch eines Henkers aus dem Mittelalter, was dem Krimi zusätzlich etwas gruselige Spannung verleiht.

Zum Ende hin kann der Leser raten, wer denn nun der Täter ist. 
 
4/5 Sterne für diesen schaurig schönen Krimi mit viel Lokalkolorit und einem sympathischen Ermittler.

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