Sonntag, 2. Oktober 2016

Rezension zu "Die Wahrheit " von Melanie Raabe, BTB Verlag, Thriller

Titel: Die Wahrheit
Autorin: Melanie Raabe
Seitenzahl: 448 Seiten, Paperback, Klappenbroschur  (29.8.16)
Isbn Nr. 13-978-3-442-75492-2
Verlag: BTB Verlag
Preis: 16,00

 


Verlagsinfo:
"Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah (37) den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben …"

Über die Autorin:
Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln – als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie betreibt ihren eigenen Interview-Blog (www.biographilia.com) und erhielt bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Die Rechte an ihrem Roman "Die Falle" wurden bereits vor Erscheinen international verkauft, u.a. nach Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das englischsprachige Ausland.

Eigene Meinung: 
Da mir Melanie Raabes erster Psychothriller "Die Falle " ganz gut gefallen hatte, habe ich mich auf diesen neuen Thriller von ihr total gefreut.

Die Story ist flüssig erzählt. Melanie Raabe erzählt in kurzen Kapitel aus der Ich-Perspektive von Sarah, über die wir durch ihre Gedanken und Rückblicke auf ihre Beziehung zu  Philipp sehr viel erfahren. Der Fremde kommt in kurzen Abschnitten auch zu Wort. Er bleibt jedoch bis zur Auflösung sehr mysteriös.
 
Übermäßig spannend ist dieser "Thriller" nicht. Man könnte das Buch einen "Spannungsroman" nennen, Thriller ist hier zu hoch gegriffen.

Zwar wird Sarah von Seite zu Seite immer rätselhafter, man hat das Gefühl, sie hat etwas zu verbergen und rätselt, ob sie Schuld am Tod ihres Mannes hat oder ob mit ihr sonst etwas nicht stimmt, doch die Rückblicke in das Leben mit Philipp und Sarahs Gedanken sind stellenweise etwas langatmig. Melanie Raabe bietet dem Leser verschiedene Möglichkeiten an zu raten, wer denn der Fremde sein könnte, die alle dann wieder sehr schnell verworfen werden.

Die Auflösung hat mich überhaupt nicht überzeugen können. Die ganze Geschichte wirkt zu konstruiert. Im Rückblick auf das ganze Buch werden viele Ereignisse und Reaktionen noch unglaubwürdiger. Ich möchte nicht spoilern, aber z. B. eine beste Freundin weiß alles über die eigene Person, auch über das Verhältnis Sarahs zur Schwiegermutter.

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Nein. Mich hat der Schluß total genervt. Ich fand vieles unlogisch und sehr konstruiert. Bin gespannt, wie es dir gefällt. Annette Lunau war ja total begeistert.

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