Mittwoch, 16. August 2017

Rezension zu "Das Leuchten einer Sommernacht" von Ella Simon, Goldmann Verlag, Liebesroman

Titel: Das Leuchten einer Sommernacht
Autorin: Ella Simon
Seitenzahl: 400 Seiten (TB, Klappenbroschur,17.7.17)
Isbn Nr. 13-978-3-442-48591-8
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Lynne lässt Träume wahr werden: Ihre Organisation erfüllt die Herzenswünsche schwerkranker Kinder. Ausgerechnet ein Wunsch entpuppt sich aber für sie selbst als Albtraum, denn plötzlich steht ihre Jugendliebe vor ihr: Reed Rivers war ein rebellischer Teenager, heute ist er ein umschwärmter Rugbystar, ein walisischer Nationalheld. Und er scheint den Tag nicht vergessen zu haben, an dem Lynne ihn sitzen ließ. Zum ersten Mal wünscht Lynne sich selbst etwas – nämlich dass Reed wieder aus ihrem ruhigen Leben verschwindet. Doch da ist auch die Erinnerung an leuchtende Sommernächte und das Gefühl, dass sie sich lange genug gegen die große Liebe gewehrt hat ..."

Über die Autorin:
Ella Simon wuchs in einer Kleinstadt in der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und ihre Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf machte. Ihre Liebe zu Wales arbeitete sie bereits in ihre historischen Romane ein, die sie mit großem Erfolg unter ihrem Klarnamen Sabrina Qunaj veröffentlicht.

Eigene Meinung: 
Diese spannende und fesselnde Liebesgeschichte ist flüssig erzählt, so dass die Seiten nur so dahinfliegen.

Erzählt wird über verschiedene Erzählperspektiven. Wir erfahren ganz langsam, was zwischen Lynne und Reed in der Vergangenheit passiert ist und warum Lynne Reed nicht mehr sehen möchte. Natürlich spielt ein Handlungsstrang in der Gegenwart und handelt von Lynne, die für eine Organisation arbeitet, die schwerkranken Kindern Wünsche erfüllt.

Nicht nur die Liebesgeschichte zwischen Lynne und Reed wird von Ella Simon erzählt, auch das kranke Mädchen Winnie und ihre Mutter Jen spielen eine Hauptrolle in diesem Roman. Genaugenommen sind es zwei Geschichten, die hier erzählt werden.

Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet und sehr sympathisch, so dass man mitfiebert und auf ein Happy End für alle hofft.

"Ein Gefühl wie warmer Sommerregen" ist wohl der erste Teil, in dem es hauptsächlich um die Schwester von Reed geht. Dieser zweite Teil lässt sich jedoch sehr gut lesen, auch wenn man den 1. Teil nicht kennt.

5/5 Sterne für diesen gefühlvollen, berührenden Liebesroman. "Das Leuchten einer Sommernacht" ist eine wunderschöne Sommerlektüre, die in Wales spielt und sehr schnell gelesen ist.


Sonntag, 6. August 2017

Rezension zu "Nr. 25" von Frank Kodiak, Droemer Knaur Verlag, Thriller

Titel: Nummer 25
Autor: Frank Kodiak
Seitenzahl: 384 Seiten (TB, 3.7.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52009-3
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Psychopath gegen Psychopath: ein nervenzerrender Thriller, ein unerbittliches Duell auf Leben und Tod.

Der Schriftsteller Andreas Zordan ist Dauergast auf den Bestsellerlisten. Die riesige Fangemeinde kann nicht genug kriegen von seinen Thrillern. Nichts bereitet Zordan mehr Freude als das detailgenaue Beschreiben ausgefallener Tötungsmethoden. Das gelingt dem Einzelgänger nur, weil er sich selbst für einen Psychopathen hält. Er ist kontaktscheu, meidet andere Menschen und lebt einsam in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er weiß: Würde er nicht in seinen Büchern töten, müsste er auf die Realität ausweichen.
Als er eines Morgens im Garten die übel zugerichtete Leiche eines Mädchens im Teenageralter findet, meldet er es nicht der Polizei, sondern lässt sich auf ein Psychoduell mit einem Mörder ein, der ihn offenbar herausfordert. Und muss erkennen, dass er selbst weit entfernt ist von dessen kaltblütiger Grausamkeit."

Über den Autor:
Frank Kodiak ist das Pseudonym für Andreas Winkelmann, geboren 1968, der bei Rowohlt (rororo) schon einige Thriller veröffentlicht hat (u.a. die Bestseller DeathBook, Die Zucht, KillGame). Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für spannende, unheimliche Geschichten. Bevor er sein erstes Buch veröffentlichte, arbeitete er nach dem Studium der Sportwissenschaften zunächst jedoch als Soldat, Sportlehrer, Taxifahrer, Versicherungsfachmann und freier Redakteur. Mit seiner Familie lebt er in der Nähe von Bremen - in einem einsamen Haus am Waldrand. Mehr über Andreas Winkelmann: andreaswinkelmann.com.

Eigene Meinung:
Frank Kodiak alias Andreas Winkelmann, hat mit "Nr. 25" einen rasanten, spannenden und fesselnden Thriller erschaffen. Von der ersten Seite an ist die Story spannend erzählt.

Andreas Zordan, der Bestsellerautor und Zyniker, um den sich dieser Thriller dreht, ist eine interessante Figur, die einen ständig überrascht. Der Autor lebt alleine in einem Haus im Wald und hasst Fans und Interviews.
Es macht Spaß, den Schlagabtausch, den er sich mit der frisch ausgelernten Journalistin Greta Weiß ständig liefert, zu verfolgen. Greta Weiß soll ihn zu einem Interview überreden, damit sie eine Festanstellung bei ihrer Zeitung bekommt. Ob ihr das wohl gelingen mag?

Erzählt wird über verschiedene Perspektiven, was die Story um so interessanter macht. 

Der Running Gag "Helene Fischer" hat mir auch sehr gut gefallen.

Die Geschichte bietet neben einem interessanten Plot, einige Wendungen, ist manchmal etwas zynisch und überrascht am Ende.

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Man hat das Gefühl, dass der Autor am Schreiben dieser Story genauso viel Spaß hatte, wie ich beim Lesen des Thrillers.


Mittwoch, 2. August 2017

Rezension zu "Engel und Tod" von Mathias Wünsche, KBV Verlag, Krimi

Titel: Engel und Tod - Ein Siegburg-Krimi
Autor: Mathias Wünsche
Seitenzahl: 270 Seiten (TB, 15.2.17)
Isbn Nr. 13-978-3954413560

Verlag: KBV Verlag
Preis: 10,95 Euro

    Verlagsinfo:
     "Privatdetektiv Lou Parker wird von der Vergangenheit eingeholt: ausgerechnet die Ex-Prostituierte Tina, die Mitschuld daran trägt, dass er vor fünf Jahren den Polizeidienst quittieren musste, bittet ihn um Hilfe, weil sie gegen die Rotlichtgröße Stanko aussagen soll. Eher widerwillig lässt sich Parker darauf ein und erhofft sich im Gegenzug die Namen derjenigen, die an der Intrige gegen ihn beteiligt waren.
    Gleichzeitig ist Parker auf der Suche nach seinem spurlos verschwundenen Freund und Kollegen Winkler. Dabei ermittelt er unter Jugendlichen, die von zu Hause abgehauen sind und nun auf der Straße leben. Als ein obdachloses Mädchen ermordet in einem Auto am Köln-Bonner Flughafen aufgefunden wird, trifft es Parker wie ein Faustschlag: es ist der Wagen seines verschwundenen Freundes Winkler …"

    Über den Autor:  
    Mathias Wünsche, geboren 1957 in Köln, ist Diplom-Sozialpädagoge und seit über 20 Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe tätig.
    Er ist Verfasser zahlreicher Kriminalromane und Kinderkrimis. Neben seiner Autorentätigkeit ist er auch erfolgreich als Musiker und Komponist unterwegs. Wünsche ist Mitglied der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur SYNDIKAT. www.mathiaswuensche.de.

    Eigene Meinung:
    Lou Parker, der früher bei der Kripo war, ist nach Siegburg gezogen und mittlerweile als Privatdetektiv tätig. Nachdem er einen hochgestellten Politiker in einem früheren Fall in die Quere kam, in dem es um Kinderpornografie ging, musste er seinen Dienst quittieren. Als Lockvogel wurde damals die Prostituierte, Tina Rottländer, eingesetzt. Mittlerweile ist diese Tina als Immobilienmaklerin tätig und bittet Lou um Hilfe. Sie hat Angst vor Stanko, einer Größe im Rotlichtmileu, gegen den sie aussagen soll. Gleichzeitig wird ein früherer Kollege und Freund, Thomas Winkler, vermisst und Lou versucht ihn zu finden. Bei der Suche nach Thomas Winkler stößt der Detektiv auf einen Fall, in dem es um ein fünfzehnjähriges Mädchen geht, das vermisst wird.

    "Engel und Tod" ist der erste Krimi von Mathias Wünsche der Reihe um Lou Parker, den ich gelesen habe. Diesen Krimi kann man sehr gut lesen, auch wenn man die vorherigen Bände nicht kennt.

    Der Krimi liest sich flüssig und ist spannend von Anfang an. Er spielt in der Gegend um Köln und Siegburg und enthält neben viel Musik - der Detektiv steht auf gute Rockmusik, wie man aus den Songtiteln, die genannt werden, erfährt - auch entsprechend viel Lokalkolorit.

    Lou Parker ist ein sympathischer Detektiv, der viele Gespräche mit den Angehörigen  der vermissten Personen führt und entsprechend seine Schlüsse zieht.

    Wir können fleißig mitermitteln, werden auf falsche Fährten geführt und dürfen viel aus dem Privatleben von Lou erfahren, was hier gar nicht stört.

    5/5 Sterne für diesen spannenden Krimi mit raffinierten Wendungen, einem eigensinnigen Kater, der für den ein oder anderen Lacher sorgt,  und einem schlüssigen Ende





       

    Donnerstag, 27. Juli 2017

    Rezension "Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal Band 1" von Robert McCammon, übersetzt von Nicole Lischewski, Luzifer Verlag, Thriller

    Titel: Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal - Band 1
    Autor: Robert McCammon
    Übersetzt von: Nicole Lischewski
    Seitenzahl: 516 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag, 25.5.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-95835-197-4
    Verlag: Luzifer Verlag
    Preis:  19,95 Euro

    Verlagsinfo:
    "Geht eine Hexe in Carolina um? Das zumindest glauben die Bewohner der kleinen Stadt Fount Royal. Ihr Name ist Rachel Howarth, eine Fremde – wunderschön und mutig. Kein Wunder, dass sie von manchen Einwohnern gehasst wird und den meisten zumindest suspekt vorkommt.
    Der fahrende Friedensrichter Isaac Woodward und sein scharfsinniger Gerichtsdiener Matthew Corbett sollen ihr den Hexenprozess machen. Die Beweise sind erdrückend: In ihrem Haus finden sich okkulte Hinweise, sie weigert sich, die Worte des Herrn zu sprechen, und Zeugen berichten von unaussprechlichen Dingen, die sie mit dem Leibhaftigen selbst begangen haben soll.
    Aber Matthew zweifelt an den Anschuldigungen. Gibt es so etwas wie Hexerei wirklich? Und wenn Rachel tatsächlich wie ein Dämon durch die Nacht fliegen kann, wieso hat sie sich dann nicht längst selbst aus dem Gefängnis befreit?
    In Fount Royal gehen noch weitaus rätselhaftere Dinge vor. Wer ermordete Rachels Ehemann? Wer wäre imstande, eine ganze Stadt zu paralysieren? Und wer würde davon profitieren, wenn die Hexe verbrannt würde?
    Es tobt tatsächlich ein Kampf zwischen Gott und Teufel, zwischen Gut und Böse in dieser Stadt, und selbst die Unschuldigen sind nicht länger sicher. Schon bald muss sich Matthew Corbett mit Herz und Hirn dem wahrhaftigen Bösen stellen, das in Fount Royal umgeht …"

    Über den Autor:
    Robert McCammon ist der Autor der New York Times Bestseller Boy's Life und Gone South, sowie zahlreicher anderer von Kritikern hochgelobter Romane. Mehrere Millionen Exemplare seiner Bücher befinden sich im Umlauf. Robert McCammon ist für sein Lebenswerk mit dem Bram Stoker Lifetime Achievement Award ausgezeichnet worden und hat außerdem den Grand Master Award der World Horror Convention und den World Fantasy Award erhalten.
    Er lebt in Alabama.

    Eigene Meinung:  
    Robert McCammons erster Teil über den Gerichtsdiener Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal fesselt von der ersten Seite an.

    Wir begeben uns 1699 nach Fount Royal und verfolgen dort die Ereignisse, die über den Friedensrichter Woodward und seinen  Gerichtsdiener Matthew Corbett, hereinbrechen. Die beiden sollen der angeblichen Hexe Rachel, die wunderschön und sehr klug ist, den Prozeß machen. Es gibt angebliche Zeugenaussagen, die gesehen haben wollen, wie es die Hexe mit dem Leibhaftigen getrieben hat, es werden Beweise gegen Rachel gefunden und die Lage scheint aussichtslos für die arme Frau. Doch der Gerichtsdiener zweifelt, der Friedensrichter wird sehr krank und Matthew beginnt zu ermitteln.

    Hier passt einfach alles, es herrscht eine atmosphärisch dichte, etwas düstere Atmosphäre vor, die Handlung ist sehr fesselnd und spannend, sehr realistisch und bildgewaltig beschrieben. Die Figuren sind sehr lebendig dargestellt.
    Der überaus intelligente Gerichtsdiener Matthew Corbett ist eine sehr sympathische Figur. Er hinterfragt jedes Ereignis und stellt den angeblichen Zeugen sehr intelligente Fragen, so dass seine Gegenüber oft in Zweifel geraten. Natürlich gibt es zwielichtige Gestalten, viele Intrigen,  und man hofft, dass der Mörder von Rachels Ehemann gefunden wird und Rachel frei gesprochen wird.

    Am Ende erwartet den Leser ein böser Cliffhanger.

    Ich kann diesen historischen Thriller, der sehr spannend und fesselnd erzählt ist, jedem Leser nur empfehlen. Ich finde ihn auch sehr gut übersetzt und warte sehnsüchtig auf Band 2.


    Samstag, 22. Juli 2017

    Rezension zu "Der Hirte" von Ingar Johnsrud, übersetzt von Daniela Stilzebach, Blanvalet Verlag, Thriller

    Titel: Der Hirte
    Autor: Ingar Johnsrud
    Übersetzt von: Daniela Stilzebach
    Seitenzahl: 511 Seiten, Paperback, Klappenbroschur (26.6.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-7645-0587-5
    Verlag: Blanvalet Verlag
    Preis: 14,99 Euro

    Verlagsinfo:
     "Die Kinder von »Gottes Licht« folgen ihrem Hirten ... bis in den Tod!
    Die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst – ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Doch kurz darauf wird Beier nach Solro beordert, einem alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte »Gottes Licht« grausam abgeschlachtet. Das Gelände des Hofs ist ausgestattet wie ein Hochsicherheitstrakt, und im Keller des Gebäudes stoßen die Ermittler auf ein Labor, das auf monströse Experimente hinweist. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, unter ihnen die vermisste Annette Wetre ..."

    Über den Autor:
    Ingar Johnsrud, Jahrgang 1974, wuchs in Holmestrand auf. Er studierte Film- und Medienwissenschaften und arbeitete fünfzehn Jahre als Journalist bei einem der größten norwegischen Medienunternehmen. Sein erster Roman, der Thriller »Der Hirte«, wurde als bestes Krimidebüt für den Maurits Hansen Prisen nominiert, und in seiner Heimat wird Johnsrud als neuer Star der skandinavischen Spannungsliteratur gefeiert.

    Eigene Meinung:
    Der Klappentext klang spannend, die Thematik hat mich interessiert. Die Presse überschlägt sich, das Buch wurde als bestes Thrillerdebüt für den Maruits Hansen Prisen nominiert.
    So richtig nachvollziehen kann ich diesen Hype um "Der Hirte" nicht.

    Dieses Debüt von Ingar Johnsrud ist zwar temporeich erzählt, ständig wechseln die Erzählstränge, mal in die Vergangenheit, dann wieder wird die Sichtweise von verschiedenen Personen wiedergegeben. Flüssig geschrieben und spannend finde ich diesen Thriller nicht. Ich stolpere über manche Formulierungen, manche Szene hätte ich gerne ausführlicher beschrieben gehabt, dann wieder verliert sich der Autor in Details, die für die Handlung völlig unrelevant sind. Frauenbrüste unter der Kleidung scheinen es ihm angetan zu haben, die beschreibt er sehr ausführlich, was Form, Brustwarzenfarbe, etc. angeht. Mag sein, dass dieser Thriller auch einfach schlecht übersetzt wurde.

    Vom Hauptkommissar Fredrik Beier erfahren wir zwar viel Privates, er hat Sex mit der Ex und mit seiner neuen Freundin natürlich auch. Er bleibt trotzdem ziemlich blass.

    Ingar Johnsrud behandelt viele Themen, Nazis, Versuche am Menschen, eine Sekte spielt eine Rolle, religiöser Fanatismus und natürlich darf Islamismus auch nicht fehlen. Spannend wird diese Story trotzdem nicht und es wäre besser gewesen, wenn er manche Themen nicht nur umrissen hätte, sondern mehr auf die Thematik eingegangen wäre.

    Dieser Thriller hat gute Ansätze, mehr jedoch nicht. Ich frage mich, was da noch für Thriller für den Maurits Hansen Prisen nominiert worden sind?
    Diese Reihe werde ich definitiv nicht weiterverfolgen.




    Mittwoch, 19. Juli 2017

    Rezension zu "Die Festung am Rhein" von Maria W. Peter, Bastei Lübbe Verlag, Historischer Roman

    Titel: Die Festung am Rhein
    Autorin: Maria W. Peter
    Seitenzahl: 607 Seiten (TB, 16.3.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-404-17519-2
    Verlag: Bastei Lübbe Verlag
    Preis:  10,00 Euro
      
    Verlagsinfo: "Eine gigantische Festung, ein teuflischer Verrat und eine verbotene Liebe
     
    Coblenz, 1822: Hoch über der Stadt entsteht die preußische Feste Ehrenbreitstein. Als geheime Baupläne von dort verschwinden, wird Franziskas Bruder wegen Landesverrats verhaftet. Er soll die Pläne an die Franzosen verkauft haben – immerhin war ihr gemeinsamer Vater ein Offizier Napoleons. Um seine Unschuld zu beweisen, ist Franziska auf die Hilfe des strengen Leutnants Rudolph Harten angewiesen. Bei der Suche nach dem wahren Verräter kommen sich die beiden näher, als es sich für einen Preußen und eine Halbfranzösin gehört ...

    Die Festung Ehrenbreitstein (erbaut 1817 bis 1828) thront bis heute hoch über Rhein und Mosel. Zum 200-jährigen Jubiläum der Festungsstadt Koblenz entwirft Maria W. Peter ein schillerndes Panorama der Rheinprovinz im 19. Jahrhundert. Preußische Disziplin trifft auf rheinische Lebensfreude"
     
    Über die Autorin:
    Maria W. Peter ist seit Langem von Amerika begeistert. Während ihres Studiums der  Amerikanistik und Anglistik war sie Mitglied eines amerikanischen Chors auf dem Militärstützpunkt in Kaiserslautern und pflegte intensive Kontakte zu amerikanischen Familien. Später lebte sie in Columbia, Missouri, wo sie als Fulbright-Stipendiatin die School of Journalism besuchte. Dort erlag sie endgültig der Faszination amerikanischer Kultur und Geschichte. Schon zu Studienzeiten arbeitete Maria W. Peter als Journalistin. Heute ist sie als freie Autorin tätig und pendelt zwischen dem Rheinland und dem Saarland.
     
    Eigene Meinung:
    Da ich die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz im letzten Jahr besucht habe und historische Romane mag, war ich sehr gespannt auf diesen historischen Roman von Maria W. Peter. 
     
    Von Anfang an war ich gefesselt von diesem historischen Roman mit Krimielementen und einer Lovestory. 
     
    Die Autorin scheint gut über die Entstehung der Festung recherchiert zu haben und wir bekommen über die Geschichte mit, was es für Probleme zwischen den Rheinländern und den Preußen zu der Zeit, in der dieser Roman spielt, gegeben hat.  
     
    Die Geschichte rund um die Halbfranzösin Franziska, die die Unschuld ihres Bruders beweisen möchte und dadurch kräftig ermittelt und spioniert, ist von Anfang an fesselnd und spannend erzählt.
     
    Franziska ist eine sympathische, für ihre Zeit sehr selbstbewusste junge Frau. Der Leutnant Rudolf Harten ist zwar ein sehr strenger Preuße, er hilft Franziska wo es nur geht und sammelt dadurch auch Sympathiepunkte. 
     
    Das Leben der Menschen Anfang des 19. Jahrhunderts ist sehr lebendig erzählt, man kann sich die Probleme, die ihren Alltag beherrscht haben, sehr gut vorstellen.

    5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für diesen spannenden, historischen Roman mit vielen überraschenden Wendungen.


     


     

    Dienstag, 18. Juli 2017

    Rezension zu "Blutschmuck" von Petra Mattfeldt, Gmeiner Verlag, Thriller

    Cover Blutschmuck, Thriller
    Titel: Blutschmuck
    Autorin: Petra Mattfeldt
    Seitenzahl: 276 Seiten, Klappenbroschur (5.7.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-8392-2143-3
    Verlag: Gmeiner Verlag

    Verlagsinfo:
     "Ohne Gewissen  Die Kommissarin Sarah Bischoff lernt auf der Beerdigung ihrer Mutter Lisa Schönfeld kennen, die sich als eine Freundin aus Jugendtagen vorstellt. Nachdem Lisa eine Halskette an Sarah bemerkt, verschwindet sie sichtlich verstört von der Trauerfeier. Sarah Bischoff beginnt daraufhin mit ihrem Freund, dem Profiler Falko Cornelsen, hinter das Geheimnis des Schmuckstücks zu kommen und öffnet damit die Tür zu einem dunklen Kapitel, in dem auch ihre eigene Familie eine bedeutende Rolle zu spielen scheint"

    Über die Autorin:
    Petra Mattfeldt lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Bremen. Sie arbeitet als freie Journalistin und hat unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits mehrere historische Romane veröffentlicht. Mit »Sekundentod«, dem ersten Fall des Profilers Falko Cornelsen, ist ihr der erfolgreiche Sprung ins Krimigenre gelungen.

    Eigene Meinung: 
    In diesem dritten Band rund um den Profiler Falko Cornelsen, rollt dieser einen alten Fall auf. Seine Freundin Sarah hat auf der Beerdigung ihrer Freundin eine merkwürdige Begegnung mit einer alten Freundin ihrer Mutter. Falko wird neugierig und fängt an zu ermitteln. Dabei stößt er auf einige alte Fälle, in denen es um brutale Vergewaltigungen geht.

    In einem Erzählstrang führt Falko Gespräche mit den noch lebenden Opfern und durchsucht alte Dokumente von Sarahs Familie. Ein weiteren Handlungsstrang spielt in der Vergangenheit. Hier erfahren wir, was den Opfern damals passiert ist und auch einiges über die Täter, die aber noch im Dunkeln bleiben.

    Dieser Krimi braucht etwas, bis er spannend wird. Am Anfang der Geschichte wird sehr viel Privates von Falko uns einer Beziehung zu Sarah behandelt. 

    Der Profiler  ist ein sympathischer Ermittler, der interessante Gespräche mit den Opfern führt und unkonventionelle Ermittlungsmethoden anwendet.

    Die beiden Vorgängerbände waren wesentlich thrilliger. "Blutschmuck" ist ein solider Krimi mit viel Ermittlungsarbeit, Thriller würde ich die Story nicht nennen.










    Montag, 10. Juli 2017

    Rezension zu "Love is war - Verlangen" von R. K. Lilley, übersetzt von Sonja Häußler, Heyne Verlag, Lovestory

    Titel: Love is war - Verlangen
    Autorin: R. K. Lilley
    Übersetzt von: Sonja Häußler
    Seitenzahl: 352 Seiten, Klappenbroschur, Paperback, (19.6.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-453-58055-8
    Verlag: Heyne Verlag

    Preis: 12,99 Euro
     Verlagsinfo: "Es ist Liebe. Es ist Krieg. Es ist Scarletts und Dantes Geschichte.
    Scarlett hatte schon immer große Träume. Ihr Ziel war Hollywood. Aber in ihren wildesten Träumen hätte sie sich nicht ausgemalt, dass sie mit 28 Jahren pleite sein und in 10.000 Meter Höhe Drinks servieren würde. Sie war nichts als eine bessere Kellnerin über den Wolken. Und eines Tages saß er da, durchbohrte sie mit seinem heißen Blick und bestellte einen Gin Tonic. Es war Jahre her, seit sie ihn gesehen, seit er sie geliebt hatte. Dante wollte sie. Wieder. Und sie ihn. Sie würde mitspielen … aber dieses Mal war er an der Reihe. Sie würde IHN brechen. Denn letzten Endes ist Liebe Krieg."

    Über die Autorin:
    R. K. Lilley schreibt, seit sie denken kann. Um ihre Rechnungen bezahlen zu können, hat sie unter anderem viele Jahre lang als Stewardess gearbeitet. Ihr war schon lange klar, dass sie eines Tages darüber schreiben würde. LOVE IS WAR ist ihre erste Serie bei Heyne.

    Eigene Meinung: 
    Diese Lovestory ist in einem sehr leichten Schreibstil geschrieben. Scarlett beschreibt die Ereignisse aus ihrer Sicht. Ab und an wechselt der Erzählstrang in die Vergangenheit. Wir erfahren viel über Scarlett und Dantes Jugend. Scarlett wuchs in Armut auf, während Dantes Familie sehr reich ist. Das kennen wir doch schon, oder?

    Die Protagonisten sind nicht sehr gut ausgearbeitet, keine Figur wirkt irgendwie authentisch, sie erfüllen so ziemlich jedes Klischee.  Sympathiepunkte konnte Scarlett trotz ihrer verkorksten Jugend bei mir nicht gewinnen, sie hat mich eher genervt. So richtig passiert ist in der Geschichte eigentlich überhaupt nichts und am Schluss bleibt offen, warum Scarlett und Dante so eine chaotische Beziehung führen.

    Der erste Band dieser Reihe hat sich interessant angehört, das war es dann leider auch schon. Wer auf seichte Erotikszenen steht ohne große Handlung und Figuren mag, die jedes Klischee erfüllen, ist hier vielleicht richtig. Ich kann diese Reihe nicht empfehlen und werde sie auch nicht weiterverfolgen.

     

    Samstag, 8. Juli 2017

    Gewinnspiel "Das Geheimnis des Seelenspiegels" von Tom Glasauer zu gewinnen











    Gestern habe ich euch das Buch "Das Geheimnis des Seelenspiegels" von Tom Glasauer vorgestellt.


    Tom Glasauer hat mir freundlicherweise ein Exemplar seines Buches "Das Geheimnis des Seelenspiegels" für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt.  Vielen Dank.


    Bitte beantwortet folgende Frage per Mail an biggiralf at freenet.de oder als Kommentar  (bitte gebt eure Mailadresse an):

    Was macht Tom Glasauer zur Zeit beruflich?


    Zeit habt ihr bis zum 16.7.17, 23.59 Uhr, am  17.7.17 wird dann ausgelost.  Der Gewinner wird auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben.

    Teilnahmebedingungen:
    1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
    2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
    3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
    3. Versand ist nur innerhalb Deutschlands und Österreichs möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
    4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
    5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

    Ich wünsche euch viel Glück und hoffe, dass ihr mir weiterhin treu bleibt und ganz viel Spaß hiei mir habt.


    Ramdom org hat entschieden: Roswitha W. hat das Buch gewonnen. Sie hat bereits eine Mail von mir. Herzlichen Glückwunsch.

    Donnerstag, 6. Juli 2017

    Rezension zu "Das Geheimnis des Seelenspiegels" von Tom Glasauer, Ansata Verlag, Roman

    Titel: Das Geheimnis des Seelenspiegels
    Autor: Tom Glasauer
    Seitenzahl: 240 Seiten (Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,10.4.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-7787-7525-7
    Verlag: Ansata Verlag
    Preis: 16,99 Euro

    Verlagsinfo:
     "Die wundersame Reise zum wahren Selbst

    Vor langer Zeit in einem fernen Land: Der junge Händler Mansaar hat alles, was man sich nur wünschen kann – ein gut gehendes Geschäft, eine schöne Frau und zwei wohlgeratene Kinder. Doch statt sich an seinem Erfolg zu erfreuen und seinen Reichtum zu vermehren, wie es von ihm erwartet wird, verspürt er ein zunehmendes Unbehagen und wachsende Verzweiflung. Selbst die angesehensten Ärzte können ihm nicht weiterhelfen. Allein der geheimnisvolle Seelenspiegel scheint Heilung zu versprechen, doch die Suche danach ist lang und beschwerlich. Mansaar begibt sich auf eine Reise ins Ungewisse …

    Ein farbenprächtiger, exotischer Roman mit einem hochaktuellen Thema: Mansaars Reise steht sinnbildlich für die Bemühungen, uns aus Fremdbestimmung zu lösen, zu innerem Gleichgewicht zurückzufinden und ein zufriedenes, erfülltes Leben zu führen."

    Über den Autor:
    Tom Glasauer, 1968 geboren, war bis 2012 Berater, Projektleiter und Seniormanager bei internationalen Kunden. Nach seinem eigenen Burn-out 2012 wagte er erfolgreich den Neubeginn als ganzheitlicher Trainer und Coach für Burn-out-Prävention, -Begleitung und -Nachsorge. Dabei arbeitet Tom Glasauer u.a. auch mit Meditation und Qi Gong. Das Geheimnis des Seelenspiegels, in dem er Erfahrungen aus seiner persönlichen Krise verarbeitet, ist sein erstes Buch. Tom Glasauer lebt in Baden-Württemberg. www.tomglasauer.de


    Eigene Meinung:
    Mansaar ist ein erfolgreicher Händler. Er hat eine Familie und Freunde. Doch irgendwie ist er mit seinem Leben nicht zufrieden. Er fühlt sich krank, antriebslos und kann die anstehende Arbeit nicht mehr bewältigen. Seine Freunde raten ihm zum Arzt zu gehen. Alle Ärzte, die er kontaktiert, können ihm nicht weiterhelfen. Ein Freund erzählt ihm, dass es ihm einmal ähnlich erging und Mansaar begibt sich auf seinen Rat hin zu einem weisen Mann, der ihm den Tipp gibt, sich auf die Suche nah dem Seelenspiegel zu begeben. Mansaar muss auf seiner Reise einige Abenteuer bestehen und bekommt einige Lektionen erteilt.

    Tom Glausauer hat zum aktuellen Thema "Burnout" und Sinn des Lebens eine märchenhafte Geschichte, die an die Erzählungen aus 1001 Nacht erinnern, erschaffen. Mansaar ist ein sympathischer Protagonist, der sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt.

    In der spannend und flüssig erzählten Geschichte sind viele Lebensweisheiten verpackt. Die regt zum Nachdenken und Innehalten an. Habe ich euch neugierig auf dieses Buch gemacht? Dann schaut am Wochenende hier vorbei. Es gibt ein Exemplar von diesem Buch bei mir zu gewinnen.



    Samstag, 1. Juli 2017

    Rezension zu "Amnesia - Ich muss mich erinnern" von Jutta Maria Herrmann, Droemer Knaur Verlag, Thriller

    Titel: Amnesia - Ich muss mich erinnern
    Autorin: Jutta Maria Herrmann
    Seitenzahl: 304 Seiten (TB, 1.6.17)
    Isbn Nr.  13-978-3-426-51997-4
    Verlag: Droemer Knaur Verlag
    Preis: 9,99 Euro
    Verlagsinfo:

    "Du hast nichts zu verlieren.
    Du hast eine mörderische Wut.
    Und du kannst dich an nichts erinnern …
    Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.
    Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot – und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerung an die vergangene Nacht. Amnesie …
    Die deutsche Spannungs-Autorin Jutta Maria Herrmann legt endlich nach und blickt mit ihrem düsteren und psychologisch tiefgründigen Thriller in die menschlichen Abgründe. Ein Psycho-Thriller der Extraklasse!"
    Verlagsinfo:

    Über die Autorin:
    Mitte der Achtziger strandete die Saarländerin Jutta Maria Herrmann in Berlin, studierte Germanistik und Filmwissenschaften, sympathisierte mit der Hausbesetzerszene und stürzte sich ins Nachtleben. Sie war u.a. als Buchhändlerin, Putzfrau, Sekretärin, Synchrondrehbuch-Autorin und Veranstalterin von Punkkonzerten tätig. Heute arbeitet sie für eine Tageszeitung und lebt mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, vor den Toren Berlins. Nach "Hotline" und "Schuld bist du" ist "Amnesia" ihr dritter Thriller im Knaur Verlag.

    Eigene Meinung
    Nachdem ich die beiden ersten Bücher von Jutta Maria Herrmann nahezu verschlungen habe, habe ich mich auf den dritten Thriller der Autorin riesig gefreut.

    In "Amnesia - Ich muss mich erinnern" geht es um Helen, die ihrer eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen kann. Sie ist unheilbar an Krebs erkrankt, muss ziemlich viele Medikamente nehmen, die ihre Wahrnehmung trüben, ihr Freund ist spurlos verschwunden und daher beschließt sie, in ihre Heimat zurückzukehren. Sie möchte ihre Schwester und ihre Mutter über ihre tödliche Erkrankung informieren. Helen hatte ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und möchte sich mit ihrer Mutter vor ihrem Tod versöhnen. Das klappt erst einmal gar nicht. Helens Auftauchen verursacht große Unruhe in ihrer Familie und in ihrem früheren Freundeskreis.

    Ihre Schwester ist schwanger und freut sich sehr auf das Kind. Kristin, so heißt ihre Schwester,  ist mit Leon verheiratet. Helen kennt Leon aus ihrer Jugendzeit und ist nicht begeistert davon, dass er ihr Schwager ist. Das Verhältnis von Kristin und Helen kühlt immer mehr ab, da Helen vermutet, dass Leon Kristin misshandelt und sie darauf anspricht. Als ihr Schwager eines morgens tot aufgefunden wird, deutet darauf hin, dass Helen etwas mit seinem Tod zu tun hat.

    Die Story ist aus der Ich-Perspektive von Helen geschrieben. Ihre Gefühle, ihre Empfindungen, ihre Verwirrung und ihre Verzweiflung, weil sie oft Erinnerungslücken hat, sind gut nachvollziehbar.  Durch Rückblicke erfahren wir, was in ihrer Jugendzeit mit ihrer Freundin passiert ist und was Leon damit zu tun hatte.
    Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet. Die Spannung, die in Helens Familie herrscht, kann man schon fast körperlich spüren.

    Die Geschichte braucht etwas, bis sie spannend wird. Atemlose Spannung von der ersten Seite an, wie ich sie von einem Thriller erwarte, herrscht hier allerdings nicht.

    Ich würde die Geschichte auch nicht als Thriller bezeichnen, psychologischer Spannungsroman wäre hier passender.  Das Familiendrama und die Beziehungen der Personen untereinander stehen in dieser Geschichte im Vordergrund.





    Mittwoch, 28. Juni 2017

    Überraschungspäckchen im Juni zu gewinnen

    Überraschungspäckchen Beispiel

    Im Juni gibt es wieder ein Überraschungspäckchen bei mir zu gewinnen. Ich bin etwas spät dran und habe auch wenig Rezensionen veröffentlicht, weil wir renoviert haben, umgezogen sind und erst einmal ohne Internet waren. Ich hoffe, ihr seid meinem Blog trotzdem treu geblieben.

    Was ist denn in dem Päckchen drin? Ein Buch auf jeden Fall, ein Lesezeichen, Leseproben, Süssigkeiten, mögt ihr handgesiedete Seife oder feste Handcreme?  Dann könnte die auch im Päckchen sein.

    Was ihr tun müsst?

    Bitte beantwortet folgende Frage per Mail an biggiralf at freenet.de oder als Kommentar  (bitte gebt eure Mailadresse an):

    Ich lese im Moment den letzten Teil einer Trilogie. Da es schon eine Weile her ist, dass ich die beiden vorherigen Bände gelesen habe und ziemlich viele Personen vorkommen, tue ich mich etwas schwer, die Personen alle zuzuordnen. Geht es euch auch oft so? Wäre da nicht eine kleine Inhaltszusammenfassung hilfreich oder ein Personenregister?

    Zeit habt ihr bis zum 4.7.17, 23.59 Uhr, am  5.7.17 wird dann ausgelost.  Der Gewinner wird auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben.

    Teilnahmebedingungen:
    1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
    2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
    3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
    3. Versand ist nur innerhalb Deutschlands und Österreichs möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
    4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
    5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

    Ich wünsche euch viel Glück und hoffe, dass ihr mir weiterhin treu bleibt und ganz viel Spaß hier bei mir habt.

    Die Auslosung hat stattgefunden, Randomorg hat entschieden, gewonnen hat: Jocelyn. Herzlichen Glückwunsch, du hast schon eine Mail von mir bekommen.

    Montag, 26. Juni 2017

    Meine Meinung zu dem Krimi-Spiel "Crime-Master 2 - 25 rätselhafte Kriminalfälle für Profi-Ermittler, Tatort: Urlaub von Sonja Klein, erschienen im Gmeiner Verlag, Spiel


    Titel des Spieles: Crime Master 2, 25 rätselhafte Kriminalfälle für Profi-Ermittler, Tatort: Urlaub
    Autor: Sonja Klein 
    Maße: 11x12 cm
    Erschienen: April 2017
    EAN 4260220581598

    Verlag: Gmeiner Verlag
     Preis: 9,90 Euro
    Spielerzahl: ab 2
    Altersempfehlung: ab 14 Jahren
    Spieldauer: ca. 15 - 20 Minuten pro Fall
    Spielcharakteristik: Glück, Taktik, Überlegung


    Spielinhalt:
    - 25 Karten »Fall«
    - 25 Großkarten »Aufklärung des Falls«
    - 1 Block mit Ermittlungsakten
    - 1 Spielanleitung  


     Verlagsinfo: 
    Mehr Spielspaß für Krimifans  Mord im Ostfriesischen Wattenmeer, mysteriöser Einbruch im Schwarzwald, Schiffsunglück vor der Küste Rügens, gefälschte Glaskunst im Bayerischen Wald, Raubmord in St. Moritz, Betrug in einem Sylter Gourmet-Restaurant, Drogenschmuggel am Bodensee, Entführung in den Kitzbüheler Alpen, zwei tote Bergsteiger nahe Schloss Neuschwanstein … Diese 25 Kriminalfälle aus den beliebtesten Urlaubsregionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben es in sich. Rätselhafte Verbrechen, die nur von den cleversten Ermittlern restlos aufgeklärt werden können. Denn viele Hinweise gibt es nicht: ein paar zum Teil recht merkwürdige Spuren, die eine oder andere Zeugenaussage, eine Skizze vom Tatort. Wer war der Täter? Was war sein Motiv? Welche Hilfsmittel benutzte er? Und vor allem: Was hat sich eigentlich genau abgespielt? Klären Sie die mysteriösen Fälle! Durch Fragen, Raten und Kombinieren nähern Sie sich Schritt für Schritt der Lösung – allein im Wettstreit mit den anderen Ermittlern oder gemeinsam im Team. 
     
    Eigene Meinung: 
    Zur Abwechslung war ich als Spieletester für das neueste Krimispiel des Gmeiner Verlages tätig. Ich habe die ganze Familie mit einbezogen und das Spiel zu zweit und mit bis zu 4 Personen getestet.
    Bei Crime Master 2 sollen Spieler Kriminalfälle, die in bekannten Urlaubsregionen spielen, lösen. Die Fälle werden durch Fragen, die dem Spielleiter gestellt werden und die dieser mit Ja oder Nein beantwortet, gelöst. Man hat anfangs einige Hinweise zum Fall. Durch Fragen an den Spielleiter, die dieser a oder Nein beantwortet, soll der Fall gelöst werden. Wer die meisten Hintergründe des Falls herausfindet, gewinnt. 
    Manche Fälle waren ganz schön kniffelig, so dass der Spielleiter ab und an einen zusätzlichen Tipp geben musste. 
    Die angegebene Zeitangabe von 15-20 Minuten pro Fall ist richtig. Die Anleitung ist schnell durchgelesen und gut erklärt. 
    Das Spiel ist handlich in einem Karton verpackt, so dass es in jeden Koffer und in jede Strandtasche passt.
    Wenn man die 25 Fälle durchgespielt hat, kann man das Spiel ja weiterverschenken, denn dann sind die Fälle bekannt.
    Krimirätselfans kann ich das Spiel bedenkenlos empfehlen.  Es hat auch den Tennies in der Familie, die mehr auf Computerspiele fixiert sind, Spaß gemacht zu rätseln und zu ermitteln.

     
     

    Donnerstag, 22. Juni 2017

    Rezension zu "Der Näher" von Rainer Löffler, Bastei Lübbe Verlag, Thriller

    Titel: Der Näher
    Autor: Rainer Löffler
    Seitenzahl: 463 Seiten (TB, 24.4.17)

    Isbn Nr.  13-978-3-404-17454-6
    Altersempfehlung: ab 16 Jahren
    Verlag: Bastei Lübbe Verlag
    Preis:12.- Euro

    Verlagsinfo:
    "Ein Thriller wie ein Stich ins Herz
    In der Nähe von Köln verschwinden zwei schwangere Frauen. Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, übernimmt die Ermittlungen. Kurz darauf werden die Leichen einer Mutter und ihres Kindes in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt. Es handelt sich um eine Frau, die vor Jahren verschwunden ist. Dann taucht eine der beiden vermissten Frauen wieder auf und gibt erste Hinweise auf den Täter. Martin Abel muss sich in eine Welt zerstörerischer Fantasien hineindenken. Denn der Mörder tötet nicht nur, sondern platziert etwas im Körper der Toten ...
    Der dritte Band aus Rainer Löfflers fesselnder Thriller-Reihe um den Fallanalytiker Martin Abel."

    Über den Autor: 
    Rainer Löffler, geboren am 13. November 1961 in Mühlacker, absolvierte mehere Ausbildungen und arbeitete danach u. a. als Filialleiter eines Supermarktes,  Tankstellenchef und Industriemechaniker. Heute ist er Facheinkäufer beim größten Lackieranlagenhersteller der Welt.
    Zwischen 1985 und 1987 schrieb er Beiträge für das Deutsche MAD-Magazin unter dem damaligen Redakteur Herbert Feuerstein. Seit 1998 liefert er unter dem Pseudonym Rainer Hanczuk mehrere Arbeiten für Atlan bzw. die Perry Rhodan-Reihe und schrieb Kurzgeschichten für Anthologien.
    Rainer Löffler ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Hemmingen bei Stuttgart. 

    Eigene Meinung:
    Dieser dritte Fall von Martin Abel ist flüssig und sehr spannend geschrieben. Da die Story über verschiedene Handlungsstränge, einmal aus der Sicht der entführten Frauen, einmal aus der Sicht des Täters und natürlich aus der Sicht von Abel, erzählt wird, rasen die Seiten nur so dahin.

    Dieser neueste Teil rund um den Fallanalytiker Abel lässt sich auch gut lesen, wenn man die ersten beiden Teile nicht kennt.

    Die Morde, zu denen Abel hinzugezogen wird, sind sehr bizarr und verstörend. Teilweise gibt es  in dem Buch Szenen, die nichts für schwache Nerven sind.

    Abel hat es nicht leicht, da der Täter keine Spuren hinterlässt und seine Kollegen, insbesondere der Chef der Mordkommission in Gummersbach, überhaupt nicht begeistert sind , dass Abel als Fallanalytiker mitmischt.

    So nach und nach macht sich Abel ein Bild von dem Mörder und rückt ihm näher. Er hat keine Zeit zu verlieren, schließlich hat der Mörder noch zwei Frauen in seiner Gewalt.

    Spannende Wendungen geben dem Thriller noch mehr Tempo und fesseln den  Leser. Auf den Mörder wäre ich nie gekommen.

    5/5 Sterne und meine Leseempfehlung für hartgesottene Thrillerfans.









    Mittwoch, 31. Mai 2017

    Rezension zu "Loney" von Andrew Michael Hurley, übersetzt von Yasemin Dincer, Ullstein Verlag, Horroroman

    Titel: Loney
    Autor: Andrew Michael Hurley
    Übersetzt von: Yasemin Dincer
    Seitenzahl: 384 Seiten (Hardcover, 9.9.16)
    Isbn Nr. 13-978-3550081378
    Verlag: Ullstein Verlag
    Preis: 22,00 Euro


    Verlagsinfo:

    "The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine brüchige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt, von seiner Krankheit erlöst werden. Dreißig Jahre später legt ein Erdrutsch bei The Loney die Leiche eines Babys frei. In Hannys jüngerem Bruder Tonto weckt dies Erinnerungen an jene Reise, die er all die Jahre tief in seinem Inneren verborgen hatte. Doch jetzt drängt die Vergangenheit mit Macht an die Oberfläche und droht, ihm den Boden unter den Füßen wegzureißen. Dieser ungewöhnliche, faszinierende Roman erweckt mit stilistischer Brillanz und einem virtuosen Gespür für Zwischentöne Charaktere und Landschaft zum Leben. Zugleich stellt er grundsätzliche Fragen nach dem Wesen von Glauben und Aberglauben, Vertrauen und Hoffnung."

    Über den Autor: 

    Andrew Michael Hurley, geboren 1975, lebt nach Stationen in Manchester und London in Lancashire, wo er Englische Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet. Er hat bisher zwei Erzählbände veröffentlicht. Loney ist sein erster Roman. Zunächst in England bei einem kleinen Independent-Veralg erschienen, entwickelte sich Loney bald zum Geheimtipp und wurde mit dem Costa Book Award für das beste Debüt des Jahres ausgezeichnet. 

    Eigene Meinung: 
    Ich bin immer mal wieder auf der Suche von guten Horrorgeschichten. Die Verlagsinfo von "Loney" klang sehr interessant und spannend, nach subtilem Grusel, den ich liebe. Auch das Lob der Presse und der "Geheimtipp" hat mich dazu verführt, das Buch unbedingt lesen zu wollen.

    So richtig in seinen Bann gezogen, hat mich die Story nicht. Spannend geschrieben ist das Buch nicht, die Story zieht sich unglaublich.

    Geschrieben ist die Geschichte aus der Sicht von Tonto in der Ich-Perspektive. Über Rückblicke erfahren wir, was 30 Jahre vorher  in Loney passiert ist. Der Autor arbeitet viel mit Andeutungen, so dass man neugierig wird, was damals geschehen ist.

    Man erfährt schon am Anfang, dass Hanny von seiner Krankheit auf dieser Pilgerreise geheilt wurde. Tonto ist der jüngere Bruder von Hanny und er fühlt sich für seinen kindlichen, älteren Bruder verantwortlich. Die Mutter der beiden, in der Story "Mummer" genannt, ist sehr fromm, weshalb das Leben der beiden Brüder vom Glauben und der Glaubensgemeinschaft geprägt ist. Mummer hat an Tonto eine Erwartungshaltung, was seinen Beruf betrifft, er soll Theologie studieren. 

    Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gelungen, die Story ist atmosphärisch dicht und die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Spannung und Horror kommen hier jedoch zu kurz.






    Sonntag, 28. Mai 2017

    Überraschungspäckchen zu gewinnen

     Auch im Wonnemonat Mai könnt ihr bei mir ein Überraschungspäckchen gewinnen.


    Was ist denn in dem Päckchen drin? Ein Buch auf jeden Fall, ein Lesezeichen, Leseproben, Süssigkeiten, mögt ihr handgesiedete Seife oder feste Handcreme?  Dann könnte die auch im Päckchen sein.

    Was ihr tun müsst?

    Bitte beantwortet folgende Fragen per Mail oder als Kommentar an biggiralf at freenet.de (bitte gebt eure Mailadresse an):
    Welches Buch haut euch in diesem Monat positiv überrascht?
    Ich  freue mich natürlich, wenn ihr meinem Blog treu bleibt und Follower werdet. 

    Zeit habt ihr bis zum 4.6.17, 23.59 Uhr. am  5.6.17 wird dann ausgelost.  Der Gewinner wird auf meinem Blog bekannt gegeben und per Mail von mir angeschrieben.

    Teilnahmebedingungen:
    1. Bitte habt Verständnis dafür, dass der Gewinn nicht in bar ausgezahlt werden kann. 
    2. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter 18 Jahren müssen die Eltern mit der Teilnahme am Gewinnspiel einverstanden sein.
    3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
    3. Versand ist nur innerhalb Deutschlands und Österreichs möglich, in weitere Länder gegen Erstattung der Portokosten.
    4. Bitte vergesst nicht, eure E-Mailadresse anzugeben.
    5. Eure Daten werden vertraulich behandelt und nach der Verlosung natürlich gelöscht. 

    Ich wünsche euch viel Glück und hoffe, dass ihr mir weiterhin treu bleibt und ganz viel Spaß hier bei mir habt.

    Sorry, dass ich heute erst zum Auslosen kam. Ich bin gerade am Renovieren und Umziehen und habe nicht immer Internetempfang, da wir noch kein Internet in unserem neuen Heim haben. The winner is: Lydia. Herzlichen Glückwunsch! Bitte mail mir deine Adresse, damit ich dein Päckchen losschicken kann.


    Donnerstag, 25. Mai 2017

    Rezension zu "Die Liebe in diesen Zeiten" von Chris Cleave, übersetzt von Susanne Goga-Klinkenberg, DTV-Verlag, Liebesroman

    Titel: Die Liebe in diesen Zeiten
    Autor: Chris Cleave
    Übersetzt von: Susanne Goga-Klinkenberg 
    Seitenzahl: 496 Seiten, (broschiert, 7.4.17)
    Isbn Nr. 13-978-3423361401
    Verlag: DTV Verlag
    Preis: 16,90 Euro

     Verlagsinfo:
    "Mary North ist jung, hübsch und aus guter Familie. In ihrem ganzen Leben musste sie noch nichts Schwereres heben als ein Cocktailglas. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs meldet sie sich impulsiv und voller Enthusiasmus in London zur Truppenunterstützung. Sie wird allerdings ganz unheroisch nur als Hilfslehrerin an einer Schule eingesetzt. Dabei lernt sie Tom kennen, der bei der Schulbehörde arbeitet. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen ... Aber ihre Verlobung begegnet größeren Hindernissen als nur dem Widerstand von Marys Familie. Denn eines Tages kommt Toms Freund Alistair, der sich freiwillig gemeldet hat, auf Heimaturlaub, und sein Zusammentreffen mit Mary löst in ihnen beiden heftige, nie gekannte Gefühle aus. Doch sie werden einander so bald nicht wiedersehen. Briefe sind ihre einzige Möglichkeit, in Verbindung zu bleiben. Und bald überschattet das Drama des Krieges alles andere. Mary und Alistair sehen sich Erfahrungen ausgesetzt, die in ihrem Grauen fast unwirklich erscheinen. Wie lange werden sie noch aneinander Halt finden können?"

    Über den Autor:
    Chris Cleave hat u.a. als Kolumnist für den englischen 'Guardian' geschrieben, als Barmann und Hochseematrose gearbeitet, Meeresnavigation unterrichtet und eine Internetfirma aufgezogen. Bereits sein erster Roman 'Lieber Osama' wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, sein zweiter, 'Little Bee', zu einem Weltbestseller. Er lebt mit seiner Familie in London.

    Eigene Meinung:
    Chris Cleave erzählt die Geschichte von Mary, Tom, Alistair und Hilda, die zu Kriegszeiten in London leben. Die Story ist schwere Kost, leicht, flüssig und mit diesem typischen, englischen Humor erzählt.  Aus der Sicht von verschiedenen Charakteren wie Mary oder Alistair erfahren wir, was die Charaktere gerade erleben. Mary in London, das ständig bombadiert wird, und Alistair, der sich freiwillig gemeldet hat, an der Front.
    Der Leser erfährt den Schrecken des Krieges durch die Schilderungen der Protagonisten schonungslos und ziemlich detailiert.
    Die Ungerechtigkeiten kommen in der Geschichte auch zur Sprache, z. B. werden Londons Kinder aufs Land geschickt, wobei die reichen und schönen Kinder von den Landbewohnern gerne genommen werden, übrig bleibt ein kleiner Rest von Kindern, die von Mary in London unterrichtet werden.

    "Die Liebe in diesen Zeiten" ist keine einfache Liebesgeschichte, die Charaktere müssen einiges durchmachen. Mary und Alistair hatten nicht sehr viel Zeit sich kennenzulernen und  teilweise nur über Briefe Kontakt miteinander.

    Mich hat dieses Bucht total in seinen Bann gezogen. Mary, Tom, Hilda und Alistar sind faszinierende Charaktere, die es nicht leicht haben und deren Leben während der Geschichte sich noch schwieriger gestaltet.

    Ganz gut beschrieben ist hier, dass es Unterschiede gibt, wie das Leben der reichen und der armen Bevölkerung vom Kriegsgeschehen beeinflusst wird. So spüren die reichen Londoner keinerlei Einschränkungen, während das Leben der armen Bevölkerung von Mangel und Leid gekennzeichnet ist. Auch in England war zu der Zeit der Rassismus sehr stark ausgeprägt.

    Chris Cleave bietet eine spannende, nicht alltägliche Liebesgeschichte mit einem interessanten Einblick in das Leben in England während der Zeit des 2. Weltkrieges. Eine Geschichte, die berührt und zum Nachdenken anregt. Ich werde auf jeden Fall danach Ausschau halten, was der Autor noch so geschrieben hat. Das Buch ist ein kleines Highlight und ich kann es euch nur ans Herz legen.




    Sonntag, 21. Mai 2017

    Rezension zu "Das Zeichen des Todes" von Sam Wilson, übersetzt von Andreas Helweg, Penhaligon Verlag, Thriller

    Titel: Im Zeichen des Todes
    Autor: Sam Wilson
    Übersetzt von: Andreas Helweg
    Seitenzahl: 480 Seiten (broschiert, 28.12.16)
    Isnbn Nr. 13-978-3764531737
    Verlag: Penhaligon Verlag

     Verlagsinfo:
     "Mit jedem Opfer wird seine Fährte blutiger ...
    Es ist ein gnadenloses System, in dem die Geburtsstunde darüber entscheidet, ob man ein Leben in Reichtum oder Armut und Elend führt. Niemand schafft es aus eigener Kraft. Die Sterne sind Gesetz. Und sie bringen den Tod … Als eine Mordserie von unvergleichlicher Brutalität die Stadt erschüttert, ruhen alle Augen auf Detective Jerome Burton und Profilerin Lindi. Der eine glaubt an seinen Jagdinstinkt, die andere an die Macht der Sterne – und beide wissen, dass sie es mit dem gefährlichsten Verbrecher zu tun haben, den die Stadt je gesehen hat. Doch sein Plan ist so finster, dass er alles Vorstellbare übersteigt …
    Feuer, Wasser, Erde, Luft - welcher Tod ist dir vorherbestimmt?"

    Über den Autor:
    Sam Wilson wurde in London geboren, zog noch als Kind in seine neue Heimat Zimbabwe. Seinen Studiengang, Kreatives Schreiben, schloss er mit Auszeichnung ab. 2011 wurde er unter den Top 200 der vielversprechendsten Südafrikaner gelistet. Heute arbeitet er als Regisseur in Kapstadt. Im Zeichen des Todes ist sein Debüt.

    Eigene Meinung:
    Astrologie bestimmt das Leben der Menschen. Das Horoskop bestimmt den Alltag, ihre Jobs, das soziale Zusammenleben der Menschen, ob sie arm oder reich sind, in welchem Viertel sie leben, auch ob sie Verbrecher sind.

    Im ersten Erzählstrang wird der Polizeichef ermordet und ein Mädchen, das seine Leiche entdeckte, verschwindet spurlos. Detective Burton wird mit der Ermittlungsarbeit beauftragt. Er soll den Mord zusammen mit der Astrologin Lindi aufklären. Relativ schnell ist klar,  dass es sich beim Mörder um einen Serienmörder handelt.

    In einem zweiten Erzählstrang lernen wir Daniel kennen, der im Sternzeichen des Steinbocks geboren wurde. Er erfährt, dass er eine Tochter hat und er macht sich auf die Suche nach ihr. Was diese beiden Handlungsstränge verbindet, ist vorhersehbar.

    Ich habe das Buch zweimal angefangen zu lesen, da ich beim ersten Mal überhaupt nicht rein kam. Leider war das beim zweiten Mal auch nicht der Fall.

    Auf den ersten 200 Seiten habe ich vergeblich nach einer Art Grundspannung gesucht und immer wieder gehofft, dass etwas Spannung in die Handlung kommt. Genauso erging es mir bei den Protagonisten.
    Detective Burton und Astro-Profilerin Lindi bleiben leblos und blass.

    Die Idee ist interessant und spannend, doch leider fehlt diesem Thriller, der leicht nach einer Dystopie klang, jegliche Spannung. Ständig werden während der Geschichte die Sternzeichen erklärt, was mir irgendwann total auf den Keks ging. Nach  ca. 300 Seiten habe ich dieses Buch abgebrochen.

    Ich kann hier leider keine Leseempfehlung abgeben. Von einem Thriller erwarte ich einfach, dass er mich von Anfang an fesselt, hier war leider gar kein Fesselfaktor vorhanden, auch keiner der Protagonisten konnte mich faszinieren.






     
     

    Mittwoch, 17. Mai 2017

    Rezension zu "Das Labyrinth der Lichter " von Carlos Ruiz Zafón, übersetzt von Peter Schwaar, S. Fischer Verlag, Roman

    Titel: Das Labyrinth der Lichter
    Autor: Carlos Ruiz Zafon
    Übersetzt von: Peter Schwaar
    Seitenzahl:  966 Seiten, Hardcover (19.3.17)
    Isbn Nr. 13-978-3-10-002283-7
    Verlag: S. Fischer Verlag
    Preis: 25,00 Euro

      Verlagsinfo: 
    "Packend, rasant und voller Magie - der neue Zafón!

    Carlos Ruiz Zafón, Autor des Weltbestsellers ›Der Schatten des Windes‹, ist zurück! Mit seinen Romanen rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher schuf der spanische Bestsellerautor eine der faszinierendsten Erzählwelten aller Zeiten. Die Verheißung, die mit ›Der Schatten des Windes‹ begann, findet mit seinem neuen großen Roman ›Das Labyrinth der Lichter‹ ihre Vollendung.

    Spanien in den bleiernen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.

    Meisterlich verknüpft Carlos Ruiz Zafón die Erzählfäden seiner Weltbestseller ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹ zu einem spannenden Finale.

    Über den Autor:
    Carlos Ruiz Zafón begeistert mit seinen Barcelona-Romanen um den Friedhof der Vergessenen Bücher ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹ waren allesamt internationale Bestseller. Auch ›Marina‹, der Roman, den er kurz vor den großen Barcelona-Romanen schuf, stand wochenlang auf den Bestsellerlisten. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen ›Der Fürst des Nebels‹, ›Mitternachtspalast‹ und ›Der dunkle Wächter‹. Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und teilt seine Zeit heute zwischen Barcelona und Los Angeles.

    Eigene Meinung:
    "Das Labyrinth der Lichter" ist der vierte Band der Reihe um die Bibliothek Sempere und Söhne und um den Friedhof der vergessenen Bücher. Jedes Buch kann auch einzeln gelesen werden und man kann die Reihenfolge variieren, da sich jede Story um eine andere Person dreht.

    Alicia Gris ist in diesem Band eine der Hauptfiguren. Sie soll im Auftrag der politischen Polizei  in Barcelona das plötzliche Verschwinden des Ministers Maruicio Vall aufklären. In Valls Besitz war ein geheimnisvolles Buch aus der Reihe "Das Labyrinth der Lichter". Natürlich kommt Alicia durch dieses Buch in die Buchhandlung Sempere und Söhne und wir treffen dort die wohlbekannten Figuren aus den drei Vorgängerbänden wieder.

    Auch dieser Band ist im typischen Zafon-Stil geschrieben, lyrisch, flüssig und spannend zu lesen mit einem Fesselfaktor, so dass die über 900 Seiten nur so dahinfliegen.risch

    Die Figuren des Schriftstellers sind sehr eigensinnig und allesamt sind sie nicht perfekt. Alicia Gris hat eine dunkle und eine sehr verletzliche Seite. Sie ist sehr lebendig, geheimnisvoll und betörend. Auch Fermin, der zu meinen Lieblingsfiguren dieser Reihe gehört,  mischt kräftig mit und seinen Zynismus und seine treffsicheren Kommentare mag ich ganz besonders.

    Carlos Ruiz Zafón hat mich mit dieser Story wieder in seinen Bann gezogen. Er spielt mit Krimielementen, trifftet ab in den phantastischen Bereich und überrascht den Leser immer wieder neu. Ein gelungener Abschluss einer außergewönlichen Reihe, die ihr unbedingt lesen solltet. 



     



    Donnerstag, 11. Mai 2017

    Rezension zu "Mit Müh und Not" von Kai Blum, Books on Demand, Auswandererkrimi

    Titel: Mit Müh und Not
    Autor: Kai Blum
    Seitenzahl: 176 Seiten (TB, 12.4.17)
    Isbn Nr. 13-978-3743162563
    Verlag: Books on Demand
    Preis: 7,95 Euro

    Verlagsinfo:
     "1886 wird die Millionenmetropole Chicago, deren Bevölkerung zu einem Drittel aus deutschen Einwanderern besteht, zum Schauplatz des ersten Bombenanschlags in der Geschichte der USA. Die Brüder Jack und Bob Hunhoff, zwei ehemalige Polizisten aus Chicago, die jetzt im Dakota-Gebiet leben, kehren an ihre alte Wirkungsstätte zurück, um durch eigene Ermittlungen die Freilassung ihres Freundes Andreas Brenner zu erreichen, der nach dem Anschlag verhaftet wurde.
    "Mit Müh und Not" ist der dritte Band in Kai Blums Auswanderer-Serie, die einen Bogen von den 1880er Jahren bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs spannt."

    Über den Autor:
    Kai Blum ist ein Autor von Ratgebern und historischen Kriminalromanen. Er lebt seit 22 Jahren in den USA und hat bisher sieben Bücher geschrieben: die praktischen Ratgeber "Alltag in Amerika", "Immobilien in den USA" und "Bessersprecher Englisch (US)", den unterhaltsamen "Fettnäpfchenführer USA" sowie die historischen Auswanderer-Krimis "Hoffnung ist ein weites Feld", "Man erntet, was man sät" und "Mit Müh und Not".

    Eigene Meinung:
    "Mit Müh und Not" ist der dritte Teil der Auswanderer-Krimi Reihe von Kai Blum. Ich kenne die Vorgänger nicht, was bei dieser Reihe gar kein Problem ist.

    Die Brüder Jack und Bob Hunhoff, die im Dakota-Gebiet leben, kehren nach Chicago zurück um die Freilassung eines Freund, der bei einer Kundgebung der Anarchisten verhaftet wurde, zu erwirken. Beide Brüder waren in Chicago als Polizisten tätig und haben entsprechende Kontakte. Bob allerdings musste Chicago verlassen, da er schon damals Kontakte zu den Anarchisten hatte und das in Polizeikreisen nicht gerne gesehen wurde. Andreas arbeitet als Reporter bei Dakota-Zeitung, was ihm in Chicago sehr hilfreich ist. Er befragt als Reporter viele Polizisten, die auf der Kundgebung verletzt wurde  und auch Anhänger der Anarchisten um herauszufinden, was an der Kundgebung genau passiert ist. Er kommt einigen Ungereimtheiten auf die Spur.

    Kai Blum bildet einen interesssanten Einblick in das Leben der frisch eingewanderten Arbeiter in Chicago, ihre Not, ihren täglichen Kampf ums Überleben und wie sie von den Fabrikanten ausgebeutet werden und sich über Streiks und Kundgebungen zu wehren versuchten. Polizisten stehen auf der Seite der Mächtigen und Reichen und sehen Kommunisten, Sozialisten und Anarchisten als ihre Feinde an. Sie haben die Möglichkeit, über Einschüchterungen, falsche Zeugenaussagen und Bestechungen das Geschehen zu manipulieren.

    Kai Blum gibt uns über "Mit Müh und Not" einen gut recherchierten, spannenden und interessanten Einblick in eine Zeit, in der viele Deutsche nach Amerika ausgewandert sind. Der Krimi lebt von den Gesprächen zwischen Jack und einigen Zeugen und zeigt das bunte Leben in Chicago.


    Mittwoch, 10. Mai 2017

    Rezension zu "Das Gut in der Toskana" von Margot S. Baumann, Tinte und Feder Verlag, Liebesroman


    Titel: Das Gut in der Toskana
    Autorin: Margot S. Baumann
    Seitenzahl: 364 Seiten, (TB, 10.3.17)
    Isbn Nr. 13-978-1477848562
    Verlag: Tinte und Feder
    Preis: 9,99 Euro
     

    Verlagsinfo:
     "Das hatte sich Allegra anders vorgestellt! Mit Herz und Hand wollte sie ihren italienischen Großvater unterstützen. Schließlich kann er als Gärtner auf einem toskanischen Gut jede Hilfe gebrauchen. Also bricht Allegra voller Elan nach Italien auf und ist ziemlich überrascht, als sie dort nicht wirklich willkommen ist.
    Weder ihr mürrischer Großvater noch Massimo, der gutaussehende Neffe des Gutsbesitzers, empfangen sie mit offenen Armen. Doch Gefühle sind wandelbar. Ein gemeinsam aufgedecktes Familiengeheimnis schweißt Allegra und Massimo eng zusammen und stürzt sie in ein unerwartetes Liebeschaos. So müssen beide erkennen, dass hinter den Zypressen der Toskana mehr verborgen liegt, als sie jemals vermutet hätten.
    Mit ihrem neuen Buch taucht Margot S. Baumann in die Atmosphäre der toskanischen Landschaft und in die Geschichten und Eigenarten ihrer Bewohner ein. Ein großer Roman, der mit Leichtigkeit von den Herausforderungen des Lebens, der Liebe und ihren Konsequenzen erzählt."

    Über die Autorin:
    Margot S. Baumanns (1964) Laufbahn als Geschichtenerzählerin begann in der zweiten Klasse, als sie ihrer damaligen Lehrerin erklärte, ihre Eltern hätten sie Fahrenden abgekauft.

    Heute schreibt sie klassische Lyrik, Psychothriller und Romane über Liebe, Verrat, Geheimnisse und Sehnsuchtsorte. Für ihre Werke erhielt sie nationale und internationale Preise. Sie mag raue Küsten, schroffe Felswände, Musik, Hunde, das Leben im Allgemeinen, ihre Familie und träumt von einem Cottage am Meer.

    Margot S. Baumann ist Mitglied des Berner Schriftstellervereins und des Montségur-Autorenforums. Sie lebt und arbeitet im Kanton Bern (Schweiz). Mehr Infos auf www.margotsbaumann.com

    Eigene Meinung: 

    Allegra, die in Frankurt im Bestattungsunternehmen ihrer Familie mitarbeitet, fährt in die Toskana um ihren Großvater, der einen Schlaganfall erlitten hat, zu unterstützen.  Der Großvater, der auf dem Landgut seinens Freundes Lorenzo Ferretiti lebt, hadert mit seinem Schicksal und empfängt eine Enkelin ehe skeptisch und etwas mürrisch. Auch der Neffe des Gutsbesitzers, dem sie ständig begegnet, ist nicht sehr freundlich zu ihr. Massimo, so heißt der Neffe, ist ist sehr attraktiv und wird von den Touristinnen, die auf dem Gut Urlaub machen, umgarnt. Nur Allegra, "Die Totengräberin", wie er sie nennt, fährt scheinbar nicht auf ihn ab.

    Margot S. Baumann schreibt leicht und flüssig. Die Orte und die Landschaft der Toskana kann man sich sehr gut vorstellen, denn Margot S. Baummann beschreibt die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten sehr gut, so dass man richtig Lust auf einen Urlaub in der Toskana bekommt.
    Natürlich kommt die Liebe hier nicht zu kurz, Massimo und Allegra müssen sich zusammenraufen und ein Familiengeheimnis aufdecken. Die Dialoge zwischen den beiden sind köstlich. Auch einige Irrungen und Wirrungen sind vorprogrammiert.

    Wer Lust hat auf einen Ausflug in die Toskana, eine schöne Liebesgeschichte und ein Familiengeheimnis ergründen will, ist hier richtig. Auf der Homepage der Autorin könnt ihr euch die Schauplätze der Geschichte anschauen.





    Donnerstag, 4. Mai 2017

    Rezension zu "Der Untergang von Godly Gulch " von Fred Ink, CreateSpace Independent Publishing Platform,Horrornovelle


    Titel: Der Untergang von Godly Gulch
    Autor: Fred Ink
    Seitenzahl: 142 Seiten (TB, 29.4.17)
    Isbn Nr. 13-978-1544809519
    Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform 
    Preis: 6,95 Euro

     Verlagsinfo:
     "Ein Schatten liegt über dem Westernstädtchen Godly Gulch. Die Ernte verdorrt auf den Feldern, das Wasser in den Brunnen ist verdorben und blutrünstige Apachen überfallen die Bewohner.

    Der kleine Ben kann sich all das nicht erklären, immerhin halten er und seine Mutter sich streng an die Gebote, die der Pastor der Gemeinde predigt. Und den Lehren Gottes kann doch gewiss nichts Böses entspringen.

    Als ein schwarzgekleideter Fremder in der Stadt auftaucht, erkennt Ben, dass er sich in vielem getäuscht hat. Was er bislang erdulden musste, verblasst angesichts des Horrors, der bald ganz Godly Gulch erfasst.

    Eine klassisch angehauchte Horrornovelle auf H. P. Lovecrafts Spuren"

    Über den Autor:
    Wer schon als Kind Filme wie »Nightmare on Elm Street« oder »Critters« liebte und bereits im Alter von zwölf Jahren Romane von Stephen King und Dean Koontz verschlang, muss eine Vorliebe für düstere und fantastische Geschichten haben. Fred Ink ist so einer, und weil er außerdem Biologe ist, stecken seine Werke voller abgründiger und verrückter Ideen.
    Inks Bücher decken das gesamte Spektrum der Spannungsliteratur ab. Von klassischen Gruselnovellen wie »Das Grauen in den Bergen« und »Wurmstichig« über knallharte Thriller wie »Uppercut« bis hin zum modernen, verrückten und den Magen strapazierenden Horror-Roman »Fünf Tode« ist alles vertreten. Derzeit lebt Fred Ink in der Nähe von Helsinki, wo er sich mit dem Ausbrüten neuer Gemeinheiten beschäftigt. Auf der Homepage des Autoren gibt es eine Leseprobe: Fred Inks Homepage

    Eigene Meinung:

    Ich bin immer wieder auf der Suche nach guten Horrorgeschichten. Leider sind die sehr rar. Meist ist mir die Sprache zu grottig und die Story zu splatterig. Hier darf ich euch eine klassische Horrornovelle vorstellen, die genau meinen Geschmack getroffen hat.

    Der kleine Ben lebt mit seiner Mutter in Godly Gulch, einer kleinen Westernstadt. Der Junge berichtet ziemlich neutral von den Geschehnissen in der Stadt, in der ein Pastor das Sagen hat und die ganze Gemeinschaft nach seiner Pfeife tanzt. Dass etwas nicht stimmt, spürt Ben genau, obwohl er noch sehr jung ist.

    Als ein Fremder in die Stadt kommt, was nicht sehr oft vorkommt, sorgt das für Unruhe. Er zieht Ben in seinen Bann und zusammen schauen sie hinter die Kulissen der Stadt und des Pastors. Mehr mag ich nicht verraten, um die Spannung nicht vorweg zu nehmen.

    Fred Ink baut die Spannung langsam auf, wobei man schon von der ersten Seite an spürt, dass das Grauen zwischen den Zeilen lauert. Die Geschichte ist sehr atmosphärisch erzählt und ich war von der ersten Seite an gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

    Ben ist ein sympathischer, mutiger und intelligenter Kerl und man staunt, was er und die Bewohner des Städtchens alles aushalten müssen. Der Junge zweifelt an den ganzen Geschehnissen, auch das ist nicht selbstverständlich, schließlich wurde er in dieser Gemeinschaft groß und  sehr viel Bildung hat er nicht erfahren. 

    Ich kann euch dieses Highlight nur empfehlen. Die Story hat einen aktuellen Bezug und regt zum Nachdenken an. Über Religionen, ihre Ausübung und über bedingungslosen Gehorsam.

    Action, Tempo und Grauen kommen in der Story natürlich nicht zu kurz, auch wird es irgendwann ganz schön blutig.












    Mittwoch, 3. Mai 2017

    Rezension zu "Der schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake, Penhaligon Verlag, Fantasy

    Titel: Der schwarze Thron - Die Schwestern
    Autorin: Kendare Blake
    Übersetzt von: Charlotte Lungstrass-Kapfer  
    Seitenzahl: 448 Seiten, Broschiert (9.5.17)
    Isbn Nr. 13-978-376453144
    Verlag: Penhaligon Verlag
    Preis: 14,99 Euro

     Verlagsinfo:
    "Düster und unglaublich fantasievoll: Die Fantasy-Entdeckung aus den USA!
    Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren ― doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod ― er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …"

    Über die Autorin:
    Kendare Blake studierte in London Creative Writing, ehe sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Die New York Times-Bestsellerautorin hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht, darunter die düstere Fantasy-Saga »Der Schwarze Thron«. Kendare Blake wurde in Südkorea geboren und lebt heute in Kent, Washington. Die Tierliebhaberin liebt es zu reisen, Schokolade zu essen und bei »Final Fantasy« zu cheaten. 

    Eigene Meinung: 
    Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Bloggeraktion schon einige Wochen vor Erscheinen vom Verlag bekommen und mich ziemlich mit dem Buch beschäftigt.

    Die Grundidee, dass drei Königinnen mit verschiedenen Talenten gegeneinander kämpfen müssen und nur eine die Herrschaft über Fennbirn antreten kann, hat mir sehr gut gefallen. Auch die Welt, die die Autorin aufgebaut hat, ist eine sehr komplexe und interessante (eine Landkarte von Fennbirn kann man sich auf der Verlagsseite anschauen und herunterladen).Witzig fand ich, dass die Autorin durch ein Gespräch mit einer Imkerin auf die Idee zur Story kam. Dazu habe ich auch einen Blogbeitrag gemacht.

    Band 1 der wohl vierteiligen Fantasy-Reihe um die Königinnen Mirabella, Katherine und Arsinoe, ist flüssig geschrieben und die Autorin erzählt im Präsens.

    Die einzelnen Kapitel wechseln ab, mal dürfen wir Katherine bei den Giftmischern beobachten, dann nehmen wir daran Teil, was Arsinoe bei den Naturbegabten erlebt oder Königin Mirabella bei den Elementwandlern. So lernen wir die drei Königinnen, ihre Freunde und Begleiter und ihre Talente sehr genau kennen.

    Kendare Blake baut die Spannung langsam auf. Anfangs war ich noch nicht so gefesselt von der Story, insbesondere der Erzählstrang über Katherine bei den  Giftmischern fand ich nicht so spannend und fesselnd.
    Doch dann baut die Autorin einige Überraschungen ein und einige sympathische Figuren tauchen auf, wie z. B. bei den Naturbegabten Jules mit ihrem Familiar Camden, der mich an die Schattenwölfe bei GoT erinnerte. Jules ist die Freundin von Arsinoe und spielt in der Geschichte eine große Rolle.

    Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, Katherine muss ziemlich viel erdulden, da sie von Kindheit an ständig Gifte zu sich nehmen muss. Ihr Haus stellt schon sehr lange die Königin, entsprechend ist die Erwartungshaltung an sie ziemlich hoch.
    Arsinoe wird von Jules und Camden beschützt, da Jules eine sehr starke Begabung hat. Wir erfahren auch einiges aus der Vergangenheit von Arsinoe.
    Mirabella war mir von den Königinnen am sympathischsten. Sie handelt sehr emotional und scheint auch die stärkste Königin von den Dreien zu sein. Ihre Priesterinnen haben ihre eigenen Pläne Sie wollen in diesem Jahr an die Macht und schrecken vor nichts zurück.

    4/5 Sterne für diese komplexe Fantasygeschichte, die Tempo und Spannung langsam steigert, eine Lovestory beinhaltet, eine fiese Verschwörung, Täuschungen, politisches Ränkespiel und die Bedeutung von Freundschaft.

    Kendare Blake hat das Buch mit einem bösen Cliffhanger enden lassen, so dass ich gespannt bin, wie es weitergeht. Teil 2 wird wohl im Oktober erscheinen. 







    Rezension zu "Das Leuchten einer Sommernacht" von Ella Simon, Goldmann Verlag, Liebesroman

    Titel: Das Leuchten einer Sommernacht Autorin: Ella Simon Seitenzahl: 400 Seiten (TB, Klappenbroschur,17.7.17) Isbn Nr. 13-978-3-442-4...