Montag, 2. Januar 2017

Rezension zu "Wintertod" von Thomas Nommensen, Rowohlt Taschenbuch, Kriminalroman

 
Titel: Wintertod
Autor: Thomas Nommensen
Seitenzahl: 432 Seiten, TB, Auflage: 2 (21.9.16)
Isbn Nr. 13-978-3499271984
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Eine tote Frau. Lieblos verscharrt. Von niemandem vermisst.

Ein früher Wintereinbruch überzieht die Hauptstadt mit eisigem Frost, da wird auf einem verwilderten Friedhof in Berlin-Buch eine Leiche gefunden. Hauptkommissar Arne Larsen nimmt zusammen mit seiner Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, doch die Spuren sind alles andere als eindeutig. War es Mord, oder sollte ein Suizid vertuscht werden? Und wie sind die Hinweise auf ein angeblich geheimes Haus Nr. 24 in der Waldsiedlung der DDR zu werten?
Gleichzeitig spielen sich seltsame Dinge an einer Berliner Grundschule ab: Ein Mädchen kritzelt mehrfach «Hilfe» in sein Aufsatzheft, und eine Lehrerin fürchtet ihre Schüler. Aber wie hängt das alles mit der toten Frau zusammen?
Gerade als Larsen und Aslan sich auf der richtigen Fährte glauben, machen sie einen weiteren grausigen Fund.

Hochsensibel und eigenwillig: Arne Larsen ermittelt in Berlin"

Über den Autor:
Thomas Nommensen wurde in Schleswig-Holstein geboren, zog aber noch vor dem Fall der Mauer nach Berlin und arbeitete dort als Musiker, Toningenieur, Dozent und Software-Entwickler. 2010 wurde er mit dem Freiburger Krimipreis (1. Platz) ausgezeichnet. 2011 war er Preisträger des Agatha-Christie-Krimipreises und des 1. Deutschen E-Book-Preises. Sein Romanbedüt, der Kriminalroman "Ein dunkler Sommer", ist im Juni 2014 im Rowohlt Verlag erschienen. Mit seiner Frau, der Autorin Jutta Maria Herrmann, lebt der Autor seit einigen Jahren vor den Toren Berlins im brandenburgischen Panketal.
http://www.thomas-nommensen.de 



Eigene Meinung:

Dieser Krimi wird über drei verschiedene Handlungsstränge erzählt. Der ermittelnde Kommissar Arne Larsen lässt uns an seinen Ermittlungen teilhaben. Er ist neu in Berlin und hat so seine Probleme mit seinem Vorgesetzten und mit der WG, in der er wohnt. Seine Teamkollegin Maya Arslan ist keine einfache Frau, sie scheint sehr cool zu sein und zwischen zwei Kulturen festzustecken. Sie lässt Arne darüber im Dunklen, was mit ihrem früheren Teamkollegen passiert ist.

Die Lehrerin Lea ist nach 6-monatiger Zwangspause  wieder im Schuldienst. Sie beobachtet an der Grundschule verstörende Geschehnisse und bekommt von einer Schülerin einen Hilferuf. Sie beginnt zu recherchieren und stößt dabei auf komische Verhaltensweisen einer Familie. Der Rektor geht auf die Beobachtungen der Lehrerin nicht ein, nur ihr Ex-Mann schenkt ihr Gehör, hält sie dann aber auch für überreizt.

Ein Junge berichtet von seinen Erfahrungen in einer Waldsiedlung in der ehemaligen DDR.

Anfangs ist noch total unklar, wie diese drei Handlungsstränge zusammengehören. So nach und nach werden die Erzählstränge gekonnt zusammengeführt.

Thomas Nommensen erzählt sehr detailliert, wir bekommen viel aus dem Privatleben von Arne Larsen mit.

Insbesondere die Vorkommnisse an der Schule und die Reaktionen von Lehrkräften und Rektor sind leider sehr aktuell.

5/5 Sterne für diesen fesselnden und spannenden Krimi mit sehr viel Atmosphäre und Berliner Lokalkolorit, einem interessanten Plot und lebendigen Charakteren. So mag ich Krimis! Den 1. Band um den Ermittler Larsen werde ich mir auch noch holen und ich hoffe auf weitere Folgen.


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