Mittwoch, 31. Mai 2017

Rezension zu "Loney" von Andrew Michael Hurley, übersetzt von Yasemin Dincer, Ullstein Verlag, Horroroman

Titel: Loney
Autor: Andrew Michael Hurley
Übersetzt von: Yasemin Dincer
Seitenzahl: 384 Seiten (Hardcover, 9.9.16)
Isbn Nr. 13-978-3550081378
Verlag: Ullstein Verlag
Preis: 22,00 Euro


Verlagsinfo:

"The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine brüchige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt, von seiner Krankheit erlöst werden. Dreißig Jahre später legt ein Erdrutsch bei The Loney die Leiche eines Babys frei. In Hannys jüngerem Bruder Tonto weckt dies Erinnerungen an jene Reise, die er all die Jahre tief in seinem Inneren verborgen hatte. Doch jetzt drängt die Vergangenheit mit Macht an die Oberfläche und droht, ihm den Boden unter den Füßen wegzureißen. Dieser ungewöhnliche, faszinierende Roman erweckt mit stilistischer Brillanz und einem virtuosen Gespür für Zwischentöne Charaktere und Landschaft zum Leben. Zugleich stellt er grundsätzliche Fragen nach dem Wesen von Glauben und Aberglauben, Vertrauen und Hoffnung."

Über den Autor: 

Andrew Michael Hurley, geboren 1975, lebt nach Stationen in Manchester und London in Lancashire, wo er Englische Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet. Er hat bisher zwei Erzählbände veröffentlicht. Loney ist sein erster Roman. Zunächst in England bei einem kleinen Independent-Veralg erschienen, entwickelte sich Loney bald zum Geheimtipp und wurde mit dem Costa Book Award für das beste Debüt des Jahres ausgezeichnet. 

Eigene Meinung: 
Ich bin immer mal wieder auf der Suche von guten Horrorgeschichten. Die Verlagsinfo von "Loney" klang sehr interessant und spannend, nach subtilem Grusel, den ich liebe. Auch das Lob der Presse und der "Geheimtipp" hat mich dazu verführt, das Buch unbedingt lesen zu wollen.

So richtig in seinen Bann gezogen, hat mich die Story nicht. Spannend geschrieben ist das Buch nicht, die Story zieht sich unglaublich.

Geschrieben ist die Geschichte aus der Sicht von Tonto in der Ich-Perspektive. Über Rückblicke erfahren wir, was 30 Jahre vorher  in Loney passiert ist. Der Autor arbeitet viel mit Andeutungen, so dass man neugierig wird, was damals geschehen ist.

Man erfährt schon am Anfang, dass Hanny von seiner Krankheit auf dieser Pilgerreise geheilt wurde. Tonto ist der jüngere Bruder von Hanny und er fühlt sich für seinen kindlichen, älteren Bruder verantwortlich. Die Mutter der beiden, in der Story "Mummer" genannt, ist sehr fromm, weshalb das Leben der beiden Brüder vom Glauben und der Glaubensgemeinschaft geprägt ist. Mummer hat an Tonto eine Erwartungshaltung, was seinen Beruf betrifft, er soll Theologie studieren. 

Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gelungen, die Story ist atmosphärisch dicht und die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Spannung und Horror kommen hier jedoch zu kurz.






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