Freitag, 19. April 2019

Rezension zu "Der schwarze Thron - Die Kriegerin" von Kendare Blake, übersetzt von Charlotte Lungstrass-Kapfer, Penhaligon Verlag, Fantasy

Titel: Der schwarze Thron - Die Kriegerin
Autorin: Kendare Blake
Übersetzt von: Charlotte Lungstrass-Kapfer
Seitenzahl: 512 Seiten (broschiert, 25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3764532178
Verlag: Penhaligon Verlag
Preis: 15,00 Euro

Verlagsinfo:
"Ihr Leben lang hat Katharine auf diesen Moment gewartet: Sie hat den Kampf um den Thron gewonnen und trägt die Krone des Reichs Fennbirn. Doch ihre Herrschaft wird angefochten – es gibt Gerüchte, ihre Schwestern seien noch am Leben und warteten nur darauf, Katharine zu stürzen. Tatsächlich haben Mirabella und Arsinoe überlebt. Sie verstecken sich auf dem Festland und werden dort von einer unheimlichen Vision heimgesucht: Die legendäre Blaue Königin weist sie an, nach Fennbirn zurückzukehren, um ihr Schicksal zu erfüllen ...
Über die Autorin: Kendare Blake studierte in London Creative Writing, ehe sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Die »New York Times«-Bestsellerautorin hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht, der große Durchbruch aber gelang ihr mit der düsteren Fantasy-Saga »Der Schwarze Thron«. Kendare Blake wurde in Südkorea geboren und lebt heute in Kent, Washington. Die Tierfreundin liebt Reisen, Schokolade und Computerspiele."

Eigene Meinung:
Nach dem fiesen Cliffhanger in Band 2 war ich total gespannt auf die Fortsetzung dieser Reihe.

Erzählt wird über verschiedene Personen in der Gegenwart. Ein Erzählstrang spielt sich auf Fennbirn ab, Katharine trägt die Krone des Reiches. Auf Fennbirn bedroht ein unheimlicher Nebel die Bewohner. Die Einwohner der Insel meinen, dass Katherine damit zu tun hat. Jules und Camden sind bei den Kriegerinnen untergekommen, die Jules für einen Aufstand gewinnen möchten. Die beiden Schwestern Mirabella und Arsinoe sind mit Billy auf dem Festland in Sicherheit. Arsinoe hat Albträume von der Blauen Königin, die sie überreden möchte, auf die Insel zurückzukehren.

Kendare Blake erzählt flüssig, doch so richtig spannend erzählt und zum Mitfiebern ist dieser Band nicht.

Die Geschichte der Blauen Königin, die wir über die Träume und Visionen von Arsinoe erfahren, ist zwar richtig interessant, doch fehlt mir in diesem Band Wendungen, Spannung und Tempo. Man hätte hier mehr aus der Story machen können. Schade, denn die Welt von Fennbirn ist eine sehr interessante Welt. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Autoren Geschichten künstlich in die Länge ziehen.


Freitag, 12. April 2019

Rezension zu "Mehr als tausend Worte" von Lilli Beck, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Mehr als tausend Worte
Autorin: Lilli Beck
Seitenzahl: 496 Seiten, Hardcover (25.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7645-0650-6
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 20,00 Euro 

Verlagsinfo: 
 Berlin, 9. November 1938: Aliza erwacht von durchdringenden Schreien, als ihr Großvater von der Gestapo abgeholt wird. Die politische Lage in Deutschland spitzt sich immer weiter zu, doch entgegen aller Mahnungen weigert sich ihr Vater, ein jüdischer Arzt, das Land zu verlassen. Nur seine Tochter will er im Ausland in Sicherheit bringen. Aliza ist am Boden zerstört, dass sie Fabian, ihre große Liebe, zurücklassen muss. Beim Abschied versprechen sich die beiden, nach ihrer Rückkehr zu heiraten. Doch werden sie die Wirren des Krieges überstehen?

 Über die Autorin:
Lilli Beck wurde in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie »Brigitte«, »Burda-Moden« und »Twen«. »Mehr als tausend Worte« ist nach »Glück und Glas« und »Wie der Wind und das Meer« ihr dritter historischer Roman bei Blanvalet.

Eigene Meinung:
Lilli Beck schreibt die Geschichte des jüdischen Mädchens Alizia und deren Familie von der ersten Seite an fesselnd und spannend.

Wir erhalten einen tiefen Einblick in das Leben der Juden in Berlin ab 1938, über Kindertransporte nach England und über das Leben in England zu dieser Zeit. Sehr genau hat die Autorin beschrieben, wie die Nazis das Leben der jüdischen Bevölkerung immer mehr einschränken, wie die Menschen um ihr Leben kämpfen müssen, wie Neider  und sogenannte "Freunde" ihr Hab und Gut an sich reißen und wie die Menschen glauben, dass das alles ein böser Traum ist, der bald ein Ende haben wird. 

Aliza ist eine sympathische Protagonistin, die ihre erste große Liebe Fabian unbedingt wiedersehen möchte. Die Figur der Aliza ist wie eine Freundin, man fiebert mit, ob sich für sie und ihre Familie alles zum Guten wendet. Auch alle anderen Figuren sind sehr lebendig dargestellt.

Lilli Beck hat einige Überraschungen in der Geschichte parat, ihre Protagonisten müssen allerdings auch eine Menge aushalten.

Mir hat diese sehr gut recherchierte Geschichte gefallen und ich kann sie euch nur empfehlen.


Mittwoch, 10. April 2019

Rezension zu "Mein - Wie weit wirst du gehen um ihn zu behalten? von J L Butler, übersetzt von Stefanie Kremer, Rowohlt Verlag, Roman

Titel: Mein - Wie weit wirst du gehen um ihn zu behalten?
Autorin: J L Butler
Übersetzt von: Stefanie Kremer
Seitenzahl: 544 Seiten (Broschur, 26.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-499-29180-7
Verlag: Rororo Verlag
Preis: 12,99 Euro 

Verlagsinfo: 
"Mit diesem Fall wird sie endlich Karriere machen, da ist sich die Londoner Scheidungsanwältin Francine Day sicher. Martin Joy will sich von seiner Frau Donna scheiden lassen. Der Unternehmer ist millionenschwer - und wahnsinnig attraktiv. Wider besseres Wissen beginnt Fran eine verbotene Affäre mit ihrem Mandanten, dem sie mehr und mehr verfällt. Als seine Frau kurz darauf spurlos verschwindet, gerät Martin ins Visier der Ermittlungen. Doch auch Fran hat ein Geheimnis. Sie ist nicht nur Anwältin und Geliebte des Hauptverdächtigen - sie ist die letzte Person, die Donna Joy lebend gesehen hat ..."

Über die Autorin: 
JL Butler ist das Pseudonym einer britischen Journalistin und Autorin, die bereits erfolgreich diverse Bestseller veröffentlichte. Vor ihrer schriftstellerischen Karriere studierte sie Jura und arbeitete als Anwältin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London.

Eigene Meinung:

Francine Day, über die wir im Laufe der Geschichte mehr erfahren, arbeitet als Anwältin und möchte sich als Kronanwältin bewerben. Sie ist sehr ehrgeizig und lebt für ihren Beruf.
Francine wird mit der Scheidung von Martin Joy betraut. Dessen Frau scheint es bei der Scheidung auf seine Besitztümer abgesehen zu haben, denn Martin Joy ist sehr reich und seine Noch-Ehefrau gibt gerne Geld aus. Als ein Gütetermin vor Gericht vereinbart wird, erscheint Donna Joy nicht zum Termin. Sie scheint spurlos verschwunden zu sein. Francine trifft sich auch privat mit Martin Joy und fängt mit ihm ein Verhältnis an.

Francine ist ein nicht sonderlich sympathischer Charakter. Sie ist sehr ehrgeizig, hat so gut wie kein Privatleben, nur eine beste Freundin, mit der sie sich auch nicht sehr oft trifft. Sie scheint von dem gutaussehenden Martin Joy und dessen Reichtum fasziniert zu sein und fängt deshalb mit ihrem Mandanten ein Verhältnis an. Auf Donna Joy scheint sie eifersüchtig zu sein und möchte mehr über sie erfahren, weshalb sie sie auch verfolgt. Im Laufe der Geschichte erfahren wir sehr viel aus der Vergangenheit von Francine, was auch ihr manchmal etwas unlogisches Verhalten erklärt.

Martin Joy ist unglaublich reich und sehr gutaussehend. Man ist sich die ganze Zeit über nicht sicher, ob er seine Frau nicht einfach loswerden will.

Erzählt wir die Story aus Francines Sicht.

Der Roman braucht sehr lange, bis endlich etwas passiert und bis Spannung aufkommt. Man möchte als Leser jedoch unbedingt erfahren, was mit Donna Joy passiert ist und wer dahinter steckt. J L Butler hat auch einige Wendungen und Überraschungen parat.
Eine Liebesgeschichte und einige Sex-Szenen sind in der Story auch enthalten.

Mittwoch, 3. April 2019

Rezension zu "Lügenmeer" von Susanne Kliem, Roman, C. Bertelsmann Verlag

Titel: Lügenmeer
Autorin: Susanne Kliem
Seitenzahl: 315 Seiten (Paperback, Klappenbroschur, 11.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-570-10353-1
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
Preis: 15,00 Euro 

Verlagsinfo:
"Eine traumatische Nacht. Trügerische Erinnerungen. Und eine verstörende Wahrheit Früher waren sie das Traumpaar der Jugend-Clique: der beliebte Magnus und die schillernd-faszinierende Milla. Und Svenja, die beste Freundin von beiden, als dritte im Bunde. Bis Milla bei einer nächtlichen Party im Freizeitbad auf mysteriöse Weise ums Leben kommt. Magnus gilt schnell als der Schuldige, wird ohne handfeste Beweise aus seiner norddeutschen Heimatstadt vertrieben. Neunzehn Jahre später kehrt er als erfolgreicher Anwalt zurück, um endlich die Wahrheit herauszufinden. Svenja fiebert dem Wiedersehen entgegen und hat gleichzeitig Angst: Was hat Magnus vor? Wird er die alten, kaum verheilten Wunden wieder aufreißen? Und wie soll sie ihm erklären, dass sein schlimmster Kontrahent von damals ihr Ehemann geworden ist? Schritt für Schritt entlarvt Magnus das Gespinst von Lügen, das über der Todesnacht liegt. Und löst damit, ohne es zu ahnen, eine neue Katastrophe aus ... "

Über die Autorin:
Susanne Kliem wurde am Niederrhein geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Berlin. Sie ist gelernte Buchhändlerin und arbeitete u.a. als Pressereferentin beim Fernsehen sowie für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Seit 2009 schreibt sie Krimis, für die sie bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschienen ihre hoch gelobten Spannungsromane "Trügerische Nähe" (2015) und "Das Scherbenhaus" (2017).

Eigene Meinung:
Magnus ist zurück in seiner Heimatstadt und möchte herausfinden, was in der Nacht, in der Milla ums Leben kam, wirklich passiert ist. Er trifft auf verschiedene Cliquenmitglieder von damals, die nicht alle begeistert sind von Magnus Rückkehr.

Susanne Kliem erzählt diesen Psychothriller abwechselnd über verschiedene Personen. Magnus, Svenja und Annik berichten ihre Sicht der Dinge in der Gegenwart und als Jugendliche kurz vor Millas Tod.

Die Autorin hat einen spannenden, fesselnden Psychothriller geschrieben. Die Charaktere sind gut beschrieben, ziemlich interessant und wir erhalten einen tiefen Einblick in ihre Psyche.

Milla ist eine interessante Figur mit einigen Problemen, der schillernde Star der Clique. Sie reagiert unberechenbar und provoziert die Jungs der Clique ganz schön. Svenja ist ein ruhiger Pool und die beste Freundin von Magnus. Magnus scheint der Anführer der Clique zu sein.

Einige spannende Wendungen erwarten uns und am Ende eine große Überraschung. Ich kann diesen Pageturner allen Lesern unbedingt empfehlen.





Sonntag, 31. März 2019

Rezension zu "Liebes Kind" von Romy Hausmann, DTV-Verlag, Thriller

Titel: Liebes Kind
Autorin: Romy Hausmann
Seitenzahl: 432 Seiten, TB Klappenbroschur (28.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3423262293
Verlag: DTV Verlag
Preis: 15,90 Euro 

Verlagsinfo: 
In einer fensterlosen Hütte im Wald folgt Lenas Leben und das ihrer zwei Kinder strengen Regeln: Mahlzeiten, Toilettengänge, Lernzeiten – der Zeitplan muss minutiös eingehalten werden. Sauerstoff bekommen sie über einen »Zirkulationsapparat«. Der Vater versorgt seine Familie, er beschützt sie vor den Gefahren der Welt, er kümmert sich darum, dass seine Kinder immer eine Mutter haben. Doch eines Tages gelingt ihnen die Flucht – und nun geht der Albtraum erst richtig los."

Über die Autorin:
Romy Hausmann wurde 1981 geboren und war bereits mit 24 Jahren Redaktionsleiterin bei einer Münchner Fernsehproduktion. Dort hat sie mit hunderten von Protagonisten gearbeitet und von deren Leben erzählt. Seit der Geburt ihres Sohnes arbeitet sie frei fürs Fernsehen, seit 2016 schreibt sie regelmäßig für den blog www.mymonk.de. ›Liebes Kind‹ ist ihr Thrillerdebüt. Romy Hausmann wohnt mit ihrer Familie in einem abgeschiedenen Waldhaus in der Nähe von Stuttgart.
 
Eigene Meinung:
Auf das Debüt von Romy Hausmann war ich sehr gespannt, da es gerade in aller Munde ist.

Zur  Story an sich möchte ich nichts verraten, um nicht zu spoilern. Da verrät die Verlagsinfo schon fast etwas zu viel.

Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Sofort hat mich der Erzählstil der Autorin völlig fasziniert. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Bei diesem Buch muss man wirklich die Nächte durchlesen, das kann ich bestätigen.

Erzählt wird abwechselnd über verschiedene Perspektiven. "Lena", die Mutter, erzählt von ihrem Martyrium in der Hütte. Die dreizehnjährige Tochter Hannah berichtet in einem weiteren Strang. Sie hat die Zeit in der Hütte, total anders wahrgenommen als ihre Mutter und berichtet sehr sachlich nüchtern darüber. Ein weitere Erzählperspektive übernimmt Matthias, der Vater von Lena, der seine Tochter verzweifelt gesucht hat und sich von der Polizei im Stich gelassen fühlt.

"Lena" war mir sofort sympathisch und hatte mein volles Mitgefühl. Man kann verstehen, dass sie nach den Erlebnissen in der Hütte nicht in der Psychiatrie bleiben möchte, schließlich ist sie da genauso eingesperrt, wie sie vorher in der Hütte im Wald war.

Romy Hausmann gibt neben den Erlebnissen der Familie in der Hütte einen Einblick in die überall lauernde Presse, die vor Opfern überhaupt keinen Halt machen und kein Verständnis hat für die Angehörigen der Opfer. Ab und an dürfen wir Zeitungsberichte über die Ereignisse in der Hütte und über die Opfer lesen, die sich nicht immer mit der Wahrheit decken.

Für mich ist dieser Thriller ein absolutes Highlight, den ich sehr gerne empfehle. Mit einigen Wendungen habe ich überhaupt nicht gerechnet und auf den Täter wäre ich nicht gekommen.


Montag, 25. März 2019

Rezension zu "Als die Tage ihr Licht verloren" von Stephanie von Hayek, Piper Verlag, Roman

Titel: Als die Tage ihr Licht verloren
Autorin: Stephanie von Hayek
Seitenzahl: 304 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag, 1.3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-86612-466-0
Verlag: Piper Verlag
Preis: 20,00 Euro

 Verlagsinfo: 
Stephanie von Hayek verbindet in ihrem Debüt »Als die Tage ihr Licht verloren« die fiktive Geschichte zweier Schwestern in Berlin und die wahre Geschichte eines verhängnisvollen Transports aus dem Jahr 1940 zu einem faszinierenden Roman um Liebe, Neid, Verrat und Ideologie. Linda und Gitte, Töchter einer liberalen, gut bürgerlichen Berliner Familie, genießen ihre Jugend. Gitte, die als Sekretärin im Reichsinnenministerium arbeitet, hofft, einst als Juristin Karriere zu machen, Linda, die ungestüme Träumerin, schlägt den künstlerischen Weg ein und heiratet den sensiblen Erich, die Liebe ihres Lebens. Als seine Nachrichten von der Front ausbleiben und sein Schicksal ungewiss ist, fällt sie in tiefe Melancholie – gefährlich in einer Zeit, in der psychische Krankheiten zum Todesurteil werden können. Denn die Nationalsozialisten planen bereits, was sie verharmlosend »Euthanasie«, den guten Tod, nennen …"

Über die Autorin: 
Stephanie von Hayek wurde 1971 in Wolfratshausen als Tochter einer finnlandschwedischen Mutter und eines deutschen Vaters geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Politische Wissenschaften in München und Paris. Sie arbeitete als Referentin in internationalen Organisationen, unter anderem für die Weltbank in Washington D.C. und die europäischen Regionen in Straßburg. Sie schreibt Literaturrezensionen, leitet Schreibkurse und arbeitet im Feld der internationalen Beziehungen und Völkerverständigung. „Als die Tage ihr Licht verloren“ ist ihr erster Roman.

Eigene Meinung:
Die beiden Schwestern Linda und Gitte haben während des Krieges unterschiedliche Träume. Linda möchte Juristin werden und Gitte hat ihr Herz an einen Mann verloren, der an der Front dient. Als sie keine Nachricht mehr von ihrem Liebsten erhält, fällt Gitte in eine tiefe Depression, was zu dieser Zeit mehr als gefährlich ist.
Die Spitzel der Nazis lauern überall und so wird Linda in ein "Heim" eingewiesen ...

Das Debüt von Stephanie von Hayek ist flüssig geschrieben und fesselnd von der ersten Seite an. Man nimmt sofort Anteil am Leben der beiden total unterschiedlichen Schwestern.
Die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt und die Autorin scheint sehr gut recherchiert zu haben.

Stephanie von Hayek hat eine fiktive Geschichte mit einem wahren Transport verknüpft. Man bekommt daher einen guten Einblick, wie die Nazis die Transporte vertuschen wollten, wie die Menschen nur glauben wollten, was sie sehen, und wie unsagbar das Leid der Kranken zu dieser Zeit war. Den Ort Grafeneck gibt es wirklich. An diesem Ort haben viele Transporte geendet und vielen Menschen wurden hier getötet. Wir haben am Sonntag Grafeneck mit seiner Gedenkstätte besucht.

Was mir sehr gut gefällt ist, dass die Autorin nicht zu ausführlich erzählt. Sie gibt dem Leser Raum, seine Phantasie spielen zu lassen. Da kommt das Kopfkino in Gang und die Story wird überhaupt nicht langatmig.

Meine absolute Leseempfehlung für dieses spannende, sehr informative Debut.



Samstag, 16. März 2019

Rezension zu "Das Modehaus - Töchter der Freiheit" von Julia Kröhn, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Das Modehaus - Töchter der Freiheit
Autorin: Julia Kröhn
Seitenzahl: 527 Seiten (TB, Klappenbroschur, 18.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0571-5
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo: 
"Hundert Jahre, drei Frauen und ein Traum - ein Traum von Samt und Seide, von Freiheit und Liebe. Die goldenen Zwanziger, spektakuläre Modekollektionen und … Coco Chanel. Fanny hat genug von der altbackenen Mode im familieneigenen Imperium und will in Paris als Modeschöpferin durchstarten. Am Ende hat sie nur als Mannequin Erfolg, und auch dieser glitzernde Traum zerplatzt. 1946 kämpft Tochter Lisbeth im zerbombten Frankfurt ums nackte Überleben – und um das Modehaus ihrer Vorfahren. Erfindungsreich führt sie es in eine neue Zeit, zahlt dafür jedoch einen hohen Preis. 1971 ist Rieke die Liebe wichtiger als das Geschäft. Doch dann steht das Familienunternehmen vor dem Bankrott – und sie vor einer folgenschweren Entscheidung ..."

Über die Autorin: 
Die große Leidenschaft von Julia Kröhn ist nicht nur das Erzählen von Geschichten, sondern die Beschäftigung mit der Geschichte: Die studierte Historikerin veröffentlichte – manchmal auch unter Pseudonym – bislang über dreißig großteils historische Romane. Mit »Das Modehaus« wagt sie den Sprung vom Mittelalter ins 20. Jahrhundert – und hat dabei einen Heimvorteil: Seit 2001 lebt die gebürtige Österreicherin in Frankfurt am Main, dem Schauplatz des Romans.

Eigene Meinung:

Der Klappentext klang spannend und interessant.

Allerdings fesselt die Geschichte von Fanny, Lisbeth und Rieke überhaupt nicht. Fanny lebt in Frankfurt in den 20er Jahren. Sie möchte nach von Frankfurt nach Paris und dort als Modeschöpferin erfolgreich sein. Lisbeth kämpft in den 40er Jahren um ihr Überleben. Rieke versucht in den 70er Jahren das Modehaus zu retten.j

Die Story wird über drei Handlungsstränge erzählt, die ständig zwischen den Personen Rieke, Fanny und Lisbeth wechseln.

Die Autorin erzählt sehr ausführlich, Spannung ist überhaupt gar keine vorhanden, auch kein Übergang zum nächsten Erzählstrang. Es passiert leider so gut wie überhaupt gar nichts.

Gefesselt hat mich die Geschichte der drei Frauen überhaupt nicht. Der langatmige Erzählstil führte dazu, dass ich mit den Gedanken abgeschweift bin und entsprechend lange für das Buch gebraucht habe.

Zu den einzelnen Figuren habe ich leider überhaupt gar keinen Draht gefunden.

Ich hatte mit einer Familiengeschichte gerechnet, in dem das Modehaus und Mode im Mittelpunkt steht. Das war leider überhaupt nicht so. Hier kann ich leider keine Leseempfehlung abgeben.




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Rezension zu "Der schwarze Thron - Die Kriegerin" von Kendare Blake, übersetzt von Charlotte Lungstrass-Kapfer, Penhaligon Verlag, Fantasy

Titel: Der schwarze Thron - Die Kriegerin Autorin: Kendare Blake Übersetzt von: Charlotte Lungstrass-Kapfer Seitenzahl: 512 Seiten (br...