Samstag, 16. März 2019

Rezension zu "Das Modehaus - Töchter der Freiheit" von Julia Kröhn, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Das Modehaus - Töchter der Freiheit
Autorin: Julia Kröhn
Seitenzahl: 527 Seiten (TB, Klappenbroschur, 18.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7341-0571-5
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 10,99 Euro

Verlagsinfo: 
"Hundert Jahre, drei Frauen und ein Traum - ein Traum von Samt und Seide, von Freiheit und Liebe. Die goldenen Zwanziger, spektakuläre Modekollektionen und … Coco Chanel. Fanny hat genug von der altbackenen Mode im familieneigenen Imperium und will in Paris als Modeschöpferin durchstarten. Am Ende hat sie nur als Mannequin Erfolg, und auch dieser glitzernde Traum zerplatzt. 1946 kämpft Tochter Lisbeth im zerbombten Frankfurt ums nackte Überleben – und um das Modehaus ihrer Vorfahren. Erfindungsreich führt sie es in eine neue Zeit, zahlt dafür jedoch einen hohen Preis. 1971 ist Rieke die Liebe wichtiger als das Geschäft. Doch dann steht das Familienunternehmen vor dem Bankrott – und sie vor einer folgenschweren Entscheidung ..."

Über die Autorin: 
Die große Leidenschaft von Julia Kröhn ist nicht nur das Erzählen von Geschichten, sondern die Beschäftigung mit der Geschichte: Die studierte Historikerin veröffentlichte – manchmal auch unter Pseudonym – bislang über dreißig großteils historische Romane. Mit »Das Modehaus« wagt sie den Sprung vom Mittelalter ins 20. Jahrhundert – und hat dabei einen Heimvorteil: Seit 2001 lebt die gebürtige Österreicherin in Frankfurt am Main, dem Schauplatz des Romans.

Eigene Meinung:

Der Klappentext klang spannend und interessant.

Allerdings fesselt die Geschichte von Fanny, Lisbeth und Rieke überhaupt nicht. Fanny lebt in Frankfurt in den 20er Jahren. Sie möchte nach von Frankfurt nach Paris und dort als Modeschöpferin erfolgreich sein. Lisbeth kämpft in den 40er Jahren um ihr Überleben. Rieke versucht in den 70er Jahren das Modehaus zu retten.j

Die Story wird über drei Handlungsstränge erzählt, die ständig zwischen den Personen Rieke, Fanny und Lisbeth wechseln.

Die Autorin erzählt sehr ausführlich, Spannung ist überhaupt gar keine vorhanden, auch kein Übergang zum nächsten Erzählstrang. Es passiert leider so gut wie überhaupt gar nichts.

Gefesselt hat mich die Geschichte der drei Frauen überhaupt nicht. Der langatmige Erzählstil führte dazu, dass ich mit den Gedanken abgeschweift bin und entsprechend lange für das Buch gebraucht habe.

Zu den einzelnen Figuren habe ich leider überhaupt gar keinen Draht gefunden.

Ich hatte mit einer Familiengeschichte gerechnet, in dem das Modehaus und Mode im Mittelpunkt steht. Das war leider überhaupt nicht so. Hier kann ich leider keine Leseempfehlung abgeben.




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Mittwoch, 13. März 2019

Rezension zu "Gut Greifenau - Morgenröte", Hanna Caspian, Knaur Verlag, Roman

Titel: Gut Greifenau -Morgenröte
Autorin: Hanna Caspian
Seitenzahl: 574 Seiten (TB, 3.19)
Isbn Nr. 13-978-3-426-521526
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo: 

Nach einem Mordanschlag ist es fraglich, ob Konstantin das noch erleben wird. Immerhin pflegte die Dorflehrerin Rebecca ihn aufopferungsvoll. Graf Adolphis indes ist verzweifelt. Durch den Kauf von Kriegsanleihen ist das Gut hoch verschuldet.Gräfin Feodora drängt Katharina zur Hochzeit mit dem Scheusal Ludwig, einem Neffen des Kaisers. Diese Verbindung wird zur Überlebensfrage für Gut Greifenau. Doch Katharinas Herz schlägt für den Industriellensohn Julius. Kurz vor der Hochzeit flieht sie. In Berlin gerät sie mitten in die Wirren der Novemberrevolution.

Über die Autorin: 

Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Sprachen und Politikwissenschaft in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Zuletzt war sie Anzeigenleiterin und Projektmanagerin in einem Fachverlag. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.

Eigene Meinung:
Im letzte Band dieser Reihe überschlagen sich die Ereignisse.  Konstantin wird nach dem Mordanschlag von der Dorflehrerin Rebecca gepflegt, Katharina kämpft gegen ihre Mutter, die sie mit dem total unsympathischen Neffen des Kaisers verheiraten möchte, Alexander möchte so gerne Musik studieren, doch das Gut ist hoch verschuldet und eine Rettung ist nicht in Sicht.
Die Gräfin ist von der neuen Zeit und von den Änderungen in ihrem Gut überhaupt nicht begeistert.

Ich bin von dieser Reihe total begeistert. Sie ist in einer spannenden Zeit angesiedelt. Durch die verschiedenen Figuren, die auf dem Gut Greifenau leben, bekommt man einen guten Einblick in das Leben zu der Zeit, den Erlebnissen verschiedener Soldaten im 1. Weltkrieg, dem Schicksal der Frauen und Kinder. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, sehr interessant und müssen teilweise sehr stark sein. Katharina entwickelt sich während den einzelnen Bänden weiter.

Die Reihe möchte man einfach in einem Rutsch durchlesen. Neben geschichtlichen Ereignissen fiebert man mit den sympathischen Figuren Katharina, Konstantin und Rebecca, sowie dem Kutscher Albert Sonntag. 

In letzter Zeit wurde ich oft vom letzten Teil einer Reihe enttäuscht, das ist hier überhaupt nicht der Fall.  Der letzte Band ist genauso spannend und fesselnd geschrieben und mit vielen Überraschungen gespickt. Ich kann diese ganze Reihe nur empfehlen.





Samstag, 9. März 2019

Rezension zu "Der Schatten" von Petra Hammesfahr, Diana Verlag, Roman

Titel: Der Schatten
Autorin: Petra Hammesfahr
Seitenzahl: 640 Seiten (TB, Broschur, 14.9.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-36007-5
Verlag: Diana Verlag
Originalverlag: Rowohlt (2005 erschienen)
Preis: 10,99 Euro


Verlagsinfo:

"Die ehrgeizige Filmproduzentin Stella Helling hat den Halt verloren. Sie trinkt zu viel, verzweifelt an der Behinderung ihres Kindes und an der allgegenwärtigen Schwiegermutter. Stellas einziger Halt ist ihr Mann Heiner, ein Polizeikommissar. Als sie sich ihren größten Erfolg  "Der Schatten mit den Mörderaugen" noch einmal anschaut, ist Heiner im Dienst. In der Nacht erwacht sie von einem fürchterlichen Schrei. Am nächsten Morgen ist ihre Schwiegermutter tot und das Baby verschwunden. Und nicht einmal Heiner glaubt seiner Frau, dass in der Nacht ein Filmmonster »der Schatten« leibhaftig im Haus war … "

Über die Autorin:
Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller »Der stille Herr Genardy« bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt, wie aktuell »Die Sünderin«. Der Roman wurde unter dem Titel »The Sinner« mit Jessica Biel in der Hauptrolle als erfolgreiche Netflix-Serie produziert.

Eigene Meinung:


Petra Hammesfahr erzählt diese Geschichte von Stella, der erfolgreichen Filmproduzentin, die durch diverse Vorkommnisse zur Alkoholikerin wird, in ständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die Charaktere sind glaubwürdig und werden sehr genau beschrieben. So richtig sympathisch ist allerdings keine der Figuren. Neben Stella ist  Romy, die Autorin des Romanes "Der Schatten" eine sehr wichtige Hauptfigur, deren Leben mit dem Schicksal von Stellas Familie ziemlich stark verknüpft ist.

Aberglaube wirkt in der Geschichte auf alle Bewohner des Dorfes, in dem Stella mit ihrem Mann und ihrer Schwiegermutter lebt.

Als Leser rät man mit, was denn nun genau passiert ist in dieser Nacht, wer den nun der Täter ist, wo das Baby abgeblieben ist. Am Ende wird man dann überrascht mit einer Auflösung, mit der man gar nicht gerechnet hätte.

Petra Hammesfahr schreibt dieses manchmal etwas unheimliche Familiendrama mit Krimielementen gewohnt flüssig, aber auch etwas zu ausführlich für meinen Geschmack. Darunter leidet die Spannung leider etwas.




Familiendrama, ausführlich erzählt, Schicksal versch. Familien hängen zusammen, Aberglauben 


Samstag, 2. März 2019

Rezension zu "Lazarus" von Lars Kepler, übersetzt von Thorsten Alms und Susanne Dahmann, Bastei Lübbe Verlag, Thriller

Titel: Lazarus
Autoren: Lars Kepler
Übersetzt von: Thorsten Alms und Susanne Dahmann
Seitenzahl: 637 Seiten, (Hardcover, 28.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3-7857-2650-1
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 22,00 Euro
Altersempfehlung: ab 16 Jahren


Verlagsinfo:
"Hat Jurek Walter überlebt? Der gefährlichste Serienmörder Schwedens wurde vor Jahren für tot erklärt. Er war bei einem dramatischen Polizeieinsatz von mehreren Kugeln getroffen in den Fluss gestürzt. Seine Leiche wurde jedoch niemals gefunden. Als nun der Schädel von Joonna Linnas toter Ehefrau in der Wohnung eines Grabschänders entdeckt und eine perfide Mordserie aus ganz Europa gemeldet wird, ahnt Joona Linna das Unvorstellbare: Der Albtraum ist nicht zu Ende, und der grausame Serienmörder droht, alle lebendig zu begraben, die Joona lieb sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ..."


Über die Autoren: 
Lars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Jeder für sich hat bereits erfolgreich eigene Romane veröffentlicht, bis sie sich entschieden haben ihre ganze Energie und Kreativität in ein gemeinsames Schreibprojekt zu stecken. Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war sensationell erfolgreich und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Die folgenden Kriminalromane mit dem Ermittler Joona Linna (Paganinis Fluch, Flammenkinder, Der Sandmann und Ich jage Dich) setzten die Erfolgsgeschichte fort und standen allesamt auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. Allein in Schweden sind inzwischen über zwei Millionen Bücher des Autorenpaars verkauft. 2012 wurde Der Hypnotiseur von Lasse Hallström für das internationale Kino verfilmt. Das Ehepaar lebt mit seinen drei Töchtern in Stockholm, nur einen Steinwurf vom schwedischen „Scotland Yard“ entfernt.

Eigene Meinung: 
Der siebte Fall für Joonna Linna, beginnt von Anfang an spannend und fesselnd, man ist sofort mitten im Geschehen.
Joonna Linna wurde aus dem Gefängnis entlassen und soll in Oslo seinen Dienst antreten. Als im Haus eines Mordopfers neben zahlreichen Leichenteilen der Kopf von Joonas Frau gefunden wird, ist Joonna felsenfest davon überzeugt, dass Jurek Walter noch lebt. Der Ermittler denkt, dass sein alter Gegenspieler Jagd auf ihn uns seine Lieben macht. Er kann allerdings das ermittelnde Team nicht davon überzeugen. Auch Saga ist sich sicher, dass Jurek Walter tot ist. Bald wird es jedoch für sie persönlich. Als in Europa immer mehr seltsame Morde geschehen, die Joona als Zeichen sieht, beschließt er, seine Tochter zu schützen und unterzutauchen.

Dieser Thriller lebt von starken Charakteren, Perspektivenwechseln, einer düsteren Atmosphäre, vielen bizarren Mordfällen, viel Action und Tempo. Ständig erlebt man neue Wendungen und Überraschungen, mit denen man nicht gerechnet hätte. Man fragt sich, ob Jurek Walter noch am Leben sein kann oder ob es sich um einen Nachfolger des Serienmörders handelt, der die Morde begeht und hinter Saga und Joona her ist. Man leidet mit den beiden Ermittlern und mit ihren Familienangehörigen.

"Lazarus" kann man lesen, ohne die vorherigen Bände der Reihe zu kennen. Ich würde euch dennoch raten, die ganze Reihe zu lesen, da sich die Ermittler Joona Linna und Saga, weiterentwickeln. Da es in diesem Band darum geht, ob Jurek Walter noch am Leben ist, der Gegenspieler von Joona in "Der Sandmann", macht es noch mehr Sinn,  zumindest diesen Band der Reihe vorher zu lesen.

5/5  Sterne für diesen temporeichen, blutigen, sehr atmosphärischen und düsteren Pageturner.




Montag, 25. Februar 2019

Rezension zu "Das glühende Grab" von Yrsa Sigurdardóttir, übersetzt von Tina Flecken, Thriller, BTB Verlag

Titel: Das glühende Grab
Autorin: Yrsa Sigurdardóttir
Übersetzt von: Tina Flecken
Seitenzahl: 368 Seiten (TB Broschur, 14.1.19)
Isbn Nr. 13-978-3-442-71837-5
Verlag: BTB Verlag
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo:

"Auf den isländischen Westmännerinseln werden bei Ausgrabungen drei Leichen und ein abgetrennter Kopf gefunden. Sie liegen im Keller des Elternhauses von Markús Magnússon, das bei einem Vulkanausbruch vor mehr als dreißig Jahren verschüttet wurde. Da Markús die Ausgrabung vorher unbedingt verhindern wollte, steht er plötzlich unter Mordverdacht: Hat er als Jugendlicher drei Menschen getötet und verstümmelt? Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir glaubt an seine Unschuld. Doch dann wird eine weitere Leiche entdeckt ... "
Über die Autorin:
 Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Thriller in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den »besten Kriminalautorinnen der Welt« (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit »Das letzte Ritual«, der Erfolgs-Serie von Thrillern um die junge Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. Bei btb erscheint mit dem Spiegel-Bestseller »DNA« und »SOG« außerdem die Serie um Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freyja.

Eigene Meinung:
Schon der Prolog fängt spannend an und man kann noch nicht einordnen, wer die Person ist, die hier ermordet wird.
Die Autorin schreibt von Anfang an spannend und fesselnd über viele, verschiedene Handlungsstränge, die sich zum Ende der Geschichte hin zusammenfügen und schlüssig sind.

Viele Cliffhanger lassen den Leser ganz schön lange im Dunkeln, um was es eigentlich überhaupt geht.

Die Anwältin Dóra Gudmundsdóttir ermittelt hier in ihrem dritten Fall zusammen mit ihrer Sekretärin. Sie führt Gespräche mit Zeugen, mit Familienangehörigen ihres Mandanten, mit Freunden der Familie und mit Bewohnern der Westmännerinseln.

Die Story ist atmosphärisch, spannend und temporeich und hält am Ende noch eine Überraschung parat. Man kann diesen Band problemlos lesen, ohne die vorherigen Bände der Reihe zu kennen.



Mittwoch, 20. Februar 2019

Rezension zu "Die Fliedertochter" von Teresa Simon, Heyne Verlag, historischer Roman

Titel: Die Fliedertochter
Autorin: Teresa Simon
Seitenzahl: 496 Seiten (Klappenbroschur, 11.2.19)
Isbn Nr. 13-978-3-453-42145-5
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:

Eine geheimnisvolle Schneekugel. Das Erbe einer starken Frau. Eine Liebe, die sich nie erfüllt hat.

Berlin 1936
Die Sängerin Luzie Kühn steht ganz am Anfang ihrer Karriere und träumt von einem Leben im Rampenlicht. Doch als Jüdin fühlt sie sich nicht mehr sicher und verlässt Berlin in Richtung Wien. Sie verliebt sich in den charismatischen Bela Król und schwebt im siebten Himmel, doch schon bald wird klar, dass Luzie auch in Wien nicht sicher ist  ..

Berlin 2018
Paulina Wilke wird von ihrer mütterlichen Freundin Antonia gebeten, in Wien ein Erbstück für sie abzuholen. Sie ahnt nicht, dass die Reise nach Wien ihr Leben verändern wird ...

Über die Autorin: 

Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

Eigene Meinung:
Teresa Simon schreibt auch diese historische Familiengeschichte über das Leben Luzie Kühns und Paulina Wilkes von Anfang an spannend und fesselnd. Sofort ist man mitten in der Geschichte.

Erzählt wird über drei Handlungsstränge, Paulinas Reise nach Wien 2018 und das Leben von Luzie Kühn, die als Halbjüdin 1936 von Berlin nach Wien geflüchtet ist, um den Nazis zu entgehen. Ein weiterer Erzählstrang handelt von der Wanderung von Simone, der Mutter von Paulina, die mit einer Freundin unterwegs ist.

Insbesondere die Erlebnisse von Luzie, die teilweise in Form von Tagebucheinträgen, dann wieder aus der Ich-Perspektive erzählt werden, sind sehr bewegend und spannend zu lesen. Wie das Schicksal von Luzie, Simone, Antonia und Paulina zusammenhängen, ist sehr interessant zu lesen.

Alle Charaktere sind sehr lebensecht dargestellt.

Man bekommt Lust, nach Wien zu reisen und sich die Orte anzuschauen, von denen hier erzählt wird,  auf die Wiener Spezialitäten, wie z. B. die Sachertorte, und man bekommt viel von der Geschichte Österreichs während der Nazizeit so nebenbei erzählt.

5/5 Sterne für diesen fesselnden Pageturner.




Montag, 11. Februar 2019

Rezension zu " Tunnelspiel" von Carla Berling, Heyne Verlag, Kriminalroman

Titel: Tunnelspiel
Autorin: Carla Berling
Seitenzahl: 272 Seiten (TB, Klappenbroschur, 10.9.18)
Isbn Nr. 13-978-3-453-41995-7
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
Dieser bizarre Fall bringt Reporterin Ira Wittekind an ihre Grenzen.
Im alten Schlachthof von Bad Oeynhausen wird der Verleger Lorenz Brenner aufgefunden. Er ist nackt, mit Handschellen an ein Gitter gefesselt - und tot. Reporterin Ira Wittekind findet etliche Verdächtige, die ihn gehasst haben, darunter aber niemanden, der diesen Mord hätte inszenieren können. Doch dann entdeckt sie einen ungeklärten Todesfall, der über dreißig Jahre zurück liegt, und einen unfassbaren Zusammenhang mit Brenners bizarrem Ende ... 

Über die Autorin: 

Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem regelmäßig mit ihrer Comedyreihe Jesses Maria durch große und kleine Städte.

 Eigene Meinung:

Der dritte Band der Ira Wittekind Reihe fängt schon sehr spannend und fesselnd an. Die Reporterin kommt per Zufall an einen bizarren Tatort. Ein bekannter Verleger wurde während eines Sadomaso-Spiels in einer ober peinlichen Situation getötet. Ira ist neugierig, was dahinter steckt, wittert eine Story und fängt an zu ermitteln, in dem sie im Umfeld des Verlegers Verwandte und Bekannte interviewt. Der Tote scheint nicht sehr beliebt gewesen zu sein ...

Der Krimi ist voller Lokalkolorit und sehr humorvoll. Insbesondere die beiden alten Tanten sind sympathische Originale, die dem Krimi das gewisse etwas verleihen. Die beiden Alten unterhalten sich in ostwestfälischen Dialekt, das ist auch für Nicht-Ostwestfalen witzig zu lesen und man versteht alles.

Die Reporterin Ira ist sehr sympathisch und es stört überhaupt nicht, dass wir sehr viel Privates von ihr erfahren.

Carla Berling überrascht mit einem Ende, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe.

Man kann den Krimi auch ohne Vorkenntnisse dieser Reihe lesen, ich würde allerdings empfehlen, alle Teile dieser Reihe zu lesen, um die Entwicklung von Ira mitzubekommen. Es lohnt sich jeder Band!





Rezension zu "Das Modehaus - Töchter der Freiheit" von Julia Kröhn, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Das Modehaus - Töchter der Freiheit Autorin: Julia Kröhn Seitenzahl: 527 Seiten ( TB, Klappenbroschur, 18.2.19) Isbn Nr. 13-978...