Samstag, 11. August 2018

Rezension zu "schwarzer Engel" von Sandrone Dazieri, übersetzt von Claudia Franz, Piper Verlag, Thriller

Titel: Schwarzer Engel
Autor: Sandrone Dazieri
übersetzt von: Claudia Franz
Seitenzahl: 480 Seiten, Klappenbroschur (1.6.18)
Isbn Nr: 13-978-3-492-06114-8
Verlag: Piper Verlag
Preis: 16,99 Euro

Verlagsinfo: 
 "Panik auf dem Hauptbahnhof in Rom: Im Luxusabteil des Schnellzugs aus Mailand werden alle Passagiere tot aufgefunden: auf mysteriöse Weise ermordet, hinter verschlossenen Türen, lautlos und rasend schnell. Colomba Caselli, die gerade wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist, ist ratlos. Handelt es sich hier etwa um den Terroranschlag, den Rom schon so lange befürchtet? Doch der so geniale wie traumatisierte Dante Torre glaubt nicht an diese Theorie. Da stoßen Dante und Colomba auf die Spur eines Menschen, der jahrzehntelang unsichtbar geblieben ist – obwohl das Blut Hunderter Menschen an seinen Fingern klebt. Hat er auch die Toten aus dem Schnellzug auf dem Gewissen?"

Über den Autor:
Sandrone Dazieri, geboren 1964 in Cremona, ist einer der erfolgreichsten Krimi-Drehbuchautoren Italiens. Er arbeitete als Programmmacher im größten Verlagshaus Italiens und gründete einen eigenen Verlag für Kriminalromane. Mit »In der Finsternis«, dem ersten Fall für Dante Torre und Colomba Caselli, eroberte er die internationalen Bestsellerlisten und avancierte zu einem der erfolgreichsten Spannungsautoren Europas. Mit »Schwarzer Engel« setzt er die Serie fort.

Eigene Meinung: 

Mit dem 2. Band rund um das ungewöhnliche Ermittlerteam Dante Torre und Colomba Caselli hat Sandrone Dazieri erneut einen erstklassigen Thriller geschrieben.

Diese Story ist von der ersten Seite an spannend und fesselnd geschrieben.Viel Action und Tempo, pfiffige Dialoge, Verschwörungstheorien und Schießereien lassen das Leserherz höher schlagen. Ein ganz fieser Cliffhanger am Ende lassen auf einen dritten Teil dieser Reihe hoffen.


Ich bin absoluter Fan dieser beiden schrulligen Ermittler. Colomba Caselli ist in diesem Fall auf die Hilfe von Dante Torre angewiesen. Der völlig traumatisierte, hochbegabte Mann hat so seine Eigenheiten, mit denen Colomba klar kommen muss. Doch nicht nur das Ermittlerteam ist hier außergewöhnlich, auch der Antigonist ist alles andere als normal.







Freitag, 3. August 2018

Rezension zu "Der Schatten" von Melanie Raabe, BTB Verlag, Psychothriller


Titel: Der Schatten
Autorin: Melanie Raabe
Seitenzahl: 416 Seiten, (Paperback, 
Klappenbroschur (23.7.18))
Isbn Nr. 13-978-3-442-75752-7
Verlag: BTB Verlag
Preis: 16.- Euro


Verlagsinfo:
"„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine alte Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab, eine Irre ist sie, es kann gar nicht anders sein – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht. Bald kommt Norah ein schlimmer Verdacht: Hat sie tatsächlich allen Grund, sich an Grimm zu rächen? Was ist damals, in der schlimmsten Nacht ihres Lebens, wirklich passiert? Und kann Norah für Gerechtigkeit sorgen, ohne selbst zur Mörderin zu werden?"

Über die Autorin:
Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin - und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT. Melanie Raabes Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht. Die FALLE war international eines der heißumkämpftesten Bücher der letzten Jahre, TriStar Pictures sicherte sich die Filmrechte. Melanie Raabe lebt und schreibt in Köl

Eigene Meinung:
Die Journalistin Norah ist von Berlin nach Wien gezogen und möchte dort ein neues Leben beginnen. Eine Bettlerin prophezeit ihr, dass sie in der Nacht des 11. Februars einen Mann namens Arthur Grimm ermorden wird. Diese Prophezeihung verstört Norah sehr, da vor vielen Jahren etwas Schlimmes am 11. Februar passiert ist. Sie beginnt zu recherchieren und stellt fest, dass es einen Arthur Grimm gibt. Sie stoßt sogar zufällig  auf das Büro dieses Mannes. Sie bekommt mysteriöse Textnachrichten und ihre Freunde ziehen sich von ihr zurück.

Melanie Raabe schreibt flüssig, von Anfang an fesselnd und spannend. Die Story ist atmosphärisch dicht und sehr düster.
Die Autorin beschreibt die Geschehnisse sehr detailliert.
Als Leser ist man hin- und hergerissen, stellt Vermutungen an und zweifelt an Norahs Wahrnehmung. Norah taucht immer tiefer in ihre eigene Welt, man weiß nicht, ob ihre Wahrnehmungen trügen oder ob sie das Geschilderte wirklich erlebt hat.
Die Kapitel sind spannend und oft wird der Leser über die Erkenntnisse von Norah erst einmal im Unklaren gelassen, so dass man gezwungen ist, schnell weiterzulesen.

In Rückblicken von Norah erfahren wir, was genau vor vielen Jahren am 11. Februar geschehen ist.
Ab etwas der Hälfte des Buches war mir klar, dass hier irgendetwas gar nicht stimmen kann. Der Spannung tat es keinen Abbruch. Die Auflösung war dann eine Überraschung.

Melanie Raabe ist mit "Der Schatten" ein überaus raffinierter, komplexer Psychothriller gelungen.




Freitag, 27. Juli 2018

Rezension zu "Mozart und der Fall des Harlekins " von Klaus Zeh, Books on Demand, Roman

Titel: Mozart und der Fall des Harlekins
Autor: Klaus Zeh
Seitenzahl: 288 Seiten, TB, Auflage: 4(8.5.18)
Verlag: Books on Demand
Isbn Nr. 13-978-3746026114
Preis:  9,90 Euro


Verlagsinfo:
"Am 18. November 1791 wird Wolfgang Amadeus Mozart zum letzten Mal in Wien öffentlich gesehen. Zwei Tage später legt er sich krank zu Bett und stirbt am 5. Dezember. Von diesem letzten Tag in der Öffentlichkeit wissen die Chronisten wenig. Der Roman dichtet ihn nach.
Mozart irrt durch Wien, von Erinnerungen heimgesucht, von der Musik in ihm getrieben, von einem geheimnisvollen Brief in Aufruhr versetzt. Ein mysteriöser Fremder begegnet ihm, er sucht Hilfe in Kaffeehäusern, besucht Freunde, will bei seiner Geliebten unterkommen, gequält von der Angst, dass man ihn vergiften will.
Der Roman schlüpft in die Haut des weltberühmten Komponisten und zeigt ihn als zerrissene, leidenschaftliche und geltungsbedürftige Künstlerseele, die Schutz sucht vor der Welt und doch auf ihre Gunst nicht verzichten kann."

Über den Autor:
Klaus Zeh, Jahrgang 1965, wirkt als Sänger, Liedermacher und Musikjournalist und war für mehr als zehn Jahre mit einem musikalisch-literarischen Irlandprogramm unterwegs. Er lebt in Reutlingen. Sein erster Roman "Taxi" erschien 2015. Es folgten die Gedichtbände "Die Leichtigkeit des Windes" und "An Ufern aus Jade". Das vorliegende Buch "Mozart oder der Fall des Harlekins" ist sein zweiter Roman.

Eigene Meinung:
Klaus Zeh erzählt über den letzten Tag von Mozart, lässt den Künstler auf sein Leben zurückblicken, durch Wien irren, sich mit Bekannten treffen und über sein Leben sinnieren. Man kommt dem Komponisten sehr nahe, da er uns an seinen Begegnungen mit Freunden, seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt.

Ich denke, dieser Auszug aus dem Leben Mozarts, über das der Autor über ein Jahr lang recherchiert hat, ist etwas für Fans von Mozart, für Klassik- oder Opernfans. Ich habe mich mit dem Buch etwas schwer getan, da ich bisher noch keinen Zugang zu Opern gefunden habe und ich in der Schule genug über Mozart erfahren habe.
 
Man merkt, dass es Klaus Zeh wichtig ist, etwas über die letzten Tage von Mozart zu schreiben. Auch der Aufbau des Buches ist super und die Wortwahl geht in Richtung  der alten Meister, passt also in die Zeit als der Komponist lebte. 
Schaut einfach mal bei Amazon in das Buch rein. Dann merkt ihr schnell, ob das was für euch ist.

Mittwoch, 25. Juli 2018

Rezension zu "Das Atelier in Paris" von Guillaume Musso, übersetzt von Eliane Hagedorn und Bettina Runge, Piper Verlag, Roman


Titel: Das Atelier in Paris
Autor. Guillaume Musso
Übersetzt von: Eliane Hagedorn, Bettina Runge
Seitenzahl: 464 Seiten, Klappenbroschur (1.6.18)
Isbn Nr. 13-978-3-86612-446-2
Verlag: Piper Verlag
Preis: 16,99 Euro 


Verlagsinfo:
"Ein abgelegenes kleines Atelier am Ende einer Allee, mitten in Paris: Hier hat sich die Londoner Polizistin Madeline eingemietet, um eine Weile abzuschalten. Doch plötzlich sieht sie sich Gaspard gegenüber, einem mürrischen amerikanischen Schriftsteller. Offenbar gab es einen Irrtum, denn auch er hat das Atelier gemietet, um in Ruhe schreiben zu können. Der Ärger legt sich, als die beiden erkennen, an welch besonderen Ort sie geraten sind. Das Atelier gehörte einst einem gefeierten Maler, von dem aber nur noch drei Gemälde existieren sollen – alle drei verschollen und unermesslich wertvoll. Als sie sich gemeinsam auf die Suche nach den Bildern begeben, wird ihnen schnell klar, dass den Maler ein grausames Geheimnis umgibt …
Für Madeline und Gaspard beginnt eine spannende Jagd, die sie von Paris nach New York führt und sie nicht nur mit ungeahnten menschlichen Abgründen, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert."

Über den Autor:  
Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.

Eigene Meinung: 
Die Londoner Polizistin Madeline möchte sich in Paris eine Auszeit nehmen und mietet deshalb ein kleines Atelier an. Der etwas verschrobene Autor Gaspard landet auch dort. Er möchte in aller Ruhe ein Theaterstück schreiben und ist gar nicht darüber erfreut, dass er jetzt Gesellschaft hat. Das Atelier gehörte wohl dem Künstler Sean Lorenz. Die beiden total unterschiedlichen Mieter bekommen jedoch Interesse an der Geschichte des Künstlers Sean Lorenz und beginnen über sein Leben und über einige verschwundene Bilder von ihm nachzuforschen. Sie dringen immer mehr in die Vergangenheit des verstorbenen Künstlers und einen damit verbundenen Kriminalfall ein.

Madeline und Gaspard sind sehr interessante Charaktere, der verschrobene Alkoholiker Gaspard, der Menschen nicht so sehr mag, und die Ermittlerin Madeline, die eine gescheiterte Beziehung verarbeiten muss. 
Auch die Geschichte des Malers und ehemaligen Graffiti-Künstlers Sean Lorenz, die sich durch die Suche der beiden ganz langsam dem Leser erschließt, ist sehr interessant und spannend. So nebenbei erfährt der Leser sehr viel über Malerei und Kunst. 

Musso schreibt gewohnt spannend und fesselnd, sprachlich bewegt sich die Geschichte auf sehr hohem Niveau. Das Buch kann man kaum aus der Hand legen, denn die Handlung wird schnell vorangetrieben. Die Zitate über jedem Kapitel passen sehr gut zu der Geschichte. 

Das Ende überrascht den Leser dann doch sehr. 
"Das Atelier in Paris" führt den Leser nicht nur an viele Orte in Paris, die beiden Protagonisten reisen auch nach Barcelona und landen schließlich in den USA.

Mussos Geschichte ist ein fesselnder Krimi und eine dramatische Familiengeschichte.


 


Montag, 16. Juli 2018

Rezension zu "Die kleine Sommerküche am Meer" von Jenny Colgan, übersetzt von Sonja Hagemann, Piper Verlag, Roman

Titel: Die kleine Sommerküche am Meer
Autorin: Jenny Colgan
Übersetzt von: Sonja Hagemann
Seitenzahl: 448 Seiten, TB, Klappenbroschur (1.6.18)
Isbn Nr. 13-978-3-492-31323-0
Verlag: Piper Verlag
Preis: 11,00 Euro


Verlagsinfo: "Vom quirligen London zur entlegenen Insel Mure? Nein – nur widerwillig kehrt die junge Flora in ihre schottische Heimat zurück. Weder die unberührte Landschaft noch das glitzernde Meer können sie aufmuntern, während sie ihren geschwächten Vater und ihre Brüder versorgt. Doch dann entdeckt sie das alte Kochbuch ihrer verstorbenen Mutter, und als sie ein Rezept nach dem anderen ausprobiert, öffnet sich ihr Herz: für die Sinnlichkeit des Essens, für die Schönheit der Natur und für einen neuen Anfang … "

Über die Autorin:
Jenny Colgan studierte an der Universität von Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit dem Marineingenieur Andrew hat sie drei Kinder, und die Familie lebt etwa die Hälfte des Jahres in Frankreich.
Die Romane um »Die kleine Bäckerei am Strandweg« standen wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

 Eigene Meinung: :  

Flora arbeitet als Rechtsanwaltsgehilfin in London für eine große Kanzlei.Sie ist heimlich in ihren Chef verliebt, der sie erst beachtet, als er für einen wichtigen Mandanten jemanden braucht, der ihn auf der Insel Mure vertritt. Vor vielen Jahren ist Flora nach dem Tod ihrer Mutter von der Insel Mure nach London geflohen. Flora möchte eigentlich nicht nach Mure zu ihren drei Brüdern und ihrem Vater zurück. Der Mandant ihrer Kanzlei, Colton Rogers, ist bei den Inselbewohnern nicht sehr beliebt. Der Hof ihrer Familie ist verwahrlost und er rentiert sich auch nicht richtig. Flora bringt den Hof auf Vordermann. Als sie das alte Rezeptbuch ihrer Mutter findet, kocht sie die Rezepte nach und ihre Lebensfreude kehrt zurück.

Das Buch liest sich flüssig, mit viel Humor, die Handlung braucht jedoch etwas, bis sie in die Gänge kommt.
Die Protagonistin Flora ist leicht überzeichnet dargestellt. Ich bin mit ihr nicht so richtig warm geworden.
Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Landschaft der Insel Mure. 

Die ganze Handlung ähnelt zu sehr den Büchern der kleinen Strandbäckerei und ist sehr vorhersehbar.


 


Mittwoch, 11. Juli 2018

Rezension zu "Wähle den Tod " von Jutta Maria Herrmann, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Wähle den Tod
Autorin: Jutta Maria Herrmann
Seitenzahl: 304 Seiten (TB, 2.7.18)
Isbn Nr. 13-978-3426519981
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Ein düsterer Psycho-Thriller über Schuld und Rache vor Berliner Kulisse – Jutta Maria Herrmann in Bestform!

Jana Langenfeld hat alle Brücken zu ihrem alten Leben eingerissen. Als liebevolle Gattin und Mutter lebt sie vor den Toren Berlins. Niemand ahnt, dass Jana nicht die ist, die sie vorgibt zu sein. Doch als sie eines Morgens den Familienhund tot im Garten findet, kehrt die Angst zurück, und mit ihr die Erinnerung an ein längst vergangenes Unrecht. Dann werden Janas Kinder entführt, und schließlich steht sie vor einer unmöglichen Wahl: Entweder sie stirbt oder ihre Kinder. Und Jana muss erkennen: Wenn dich die Vergangenheit einholt, wird die Gegenwart zur Hölle auf Erden …"

Über die Autorin:
Jutta Maria Herrmann ist gebürtige Saarländerin, gelernte Buchhändlerin, studierte Germanistin. Sie hat Rockkonzerte veranstaltet, Synchrondrehbücher geschrieben und arbeitet zurzeit für eine Tageszeitung. Ihre Kurzgeschichten wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Beim MDR-Literaturwettbewerb 2010 kam ihr Beitrag in die Liste der Top 25. Seit 2003 lebt sie mit ihrem Mann, dem Autor Thomas Nommensen, im Berliner Speckgürtel im brandenburgischen Panketal. Sie ist Mitglied im Syndikat.
Weitere Informationen unter: www.jutta-maria-herrmann.de 

Eigene Meinung:
Jutta Maria Herrmann hat mit "Wähle den Tod" einen raffinierten Psychothriller geschrieben, der von der ersten Seite spannend und fesselnd geschrieben ist. Kurze Kapitel mit wechselnden Handlungssträngen bringen Tempo in die Geschichte.

Jana ist eine sehr sympathische Protagonistin, mit der man als Leser mitleidet. Man rätselt, wer Jana Böses will, was sie in der Vergangenheit getan haben soll und ist sehr gespannt darauf, was Jana uns und ihrer Familie verheimlicht. So nach und nach werden Janas Geheimnisse offenbart.

Falsche Spuren und Wendungen machen die Story perfekt. Auf den Täter wäre ich nicht gekommen.

Dieser atmosphärische Psychothriller erhält meine absolute Leseempfehlung. 




Montag, 2. Juli 2018

Rezension zu "Der Kult" von Marlon James, übersetzt von Wolfgang Binder, Heyne Verlag, Roman

Titel: Der Kult
Autor: Marlon James
Übersetzt von Wolfgang Binder
Seitenzahl: 288 Seiten (gebundene Ausgabe, 21.5.18)
Isbn Nr. 13-978-3453677180
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 22 Euro

Verlagsinfo:
"Im Dorf Gibbeah beginnt der Sonntag mit einem bösen Omen: Während der Morgenmesse fliegt ein Geier durch das geschlossene Kirchenfenster und schlägt tot auf der Kanzel auf. Nur wenige Minuten später wirft ein schwarz gekleideter Fremder den Dorfprediger zu Boden und übernimmt die Kontrolle über die Gemeinde. Als selbst ernannter Apostel York predigt er Rache und Verdammnis. Doch der alte Prediger weigert sich, seinen Platz widerstandslos abzugeben. Ein gnadenloser Glaubenskampf beginnt. Das Dorf scheint dem Untergang geweiht."

Über den Autor:
Marlon James wurde 1970 als Sohn zweier Polizeibeamter in Kingston geboren. Mehr als zehn Jahre arbeitete er als Werbetexter und Grafikdesigner, u.a. für den Dancehall-Musiker Sean Paul und das T-Magazin der New York Times. Bei einem Literaturworkshop in Jamaika wurde eine Dozentin der Wilkes University Pennsylvania auf James aufmerksam und verschaffte ihm ein Masterstudium in Kreatives Schreiben sowie eine Assistentenstelle. Sein erster Roman Der Kult erfuhr über siebzig Ablehnungen, ehe er einen Verlag fand und in der Folge als bestes Debüt für den »Los Angeles Times Book Prize« und den »Commonwealth Writers’ Prize« nominiert wurde. Für sein 2009 erschienenes Nachfolgewerk The Book of Night Women über eine Revolte jamaikanischer Sklavinnen während der Kolonialzeit erhielt James den »Dayton Literary PDorf Gibbeah

Eigene Meinung: 

Dieser Roman von Marlon James spielt in dem fiktiven Dorf Gibbeah auf Jamaika, vermutlich um 1950. Die Einwohner von Gibbeah gehen sonntags brav in die Kirche. Doch der Rum-Prediger, so wird der Pastor in Gibbeah genannt, ist ein Alkoholiker.. So richtig ernst genommen wird er von seiner Gemeinde nicht. Als der charismatische Apostel York in die Kirche eindringt und den Rum-Prediger hinauswirft, ändert sich das Leben der Gemeindemitglieder. Apostel York mag das Kino, in das die Bewohner von Gibbeah gerne gehen, nicht, Fernsehen verpönt er und den Namen von Jesu möchte er in seiner Kirche auch nicht hören. So richtig nachvollziehen kann man nicht, was dieser Apostel eigentlich predigt. Er wirft auf jeden Fall mit vielen Bibelsprüchen um sich. Da der Apostel Wunder wirken kann  hat er bald eine Schar von treuen Gläubigen um sich, die ihm fast schon hörig sind. Doch der alte Dorfprediger gibt den Kampf um seine Lämmchen nicht auf ....

Der Klappentext klingt richtig spannend. Ich habe einen Roman erwartet mit Spannung, Tempo, der leicht unheimlich und sehr atmosphärisch ist.   

Überzeugt hat mich dieser Roman überhaupt nicht. Die Sprache ist sehr einfach, ziemlich derb, teilweise etwas pubertär, Gossensprache eben. Im Gegensatz dazu wirft der Autor mit vielen Bibelsprüchen um sich.

Die Protagonisten erfüllen jedes Klischee. Die Handlung zieht sich dahin. Gegen Ende kommt noch etwas Spannung auf.

Die guten Bewertungen kann ich nicht nachvollziehen. Da gibt es bessere Bücher mit derselben Thematik, Scheinheiligkeit, Aberglauben und Glaubenskampf.
 

Rezension zu "schwarzer Engel" von Sandrone Dazieri, übersetzt von Claudia Franz, Piper Verlag, Thriller

Titel: Schwarzer Engel Autor: Sandrone Dazieri übersetzt von: Claudia Franz Seitenzahl: 4 80 Seiten , Klappenbroschur (1.6.18) Isbn Nr...