Freitag, 30. Dezember 2011

Rezension zu "Hemmersmoor"

Titel: Hemmersmoor
Autor: Stefan Kiesbye
Isbn-Nr. 978-3-6085208-4
207 Seiten
www.klett-cotta.de/Tropen












Klappentext: 

Ein kleines Dorf im norddeutschen Teufelsmoor, Jahre nach dem Krieg. Eine Kneipe, wo die Alten von den Wiedergängern und Irrlichtern reden. Ein Gutshaus, dessen Besitzer die Menschen im Dorf verachten und manipulieren. Eine late Fabrik, nach der Niemand zu fragen wagt.

Hier wachsen Christian und seine Freunde auf, in einer verwunschenen Atmosphäre aus Aberglauben, Inzest und Brutalität. Tiefschwarz und erschreckend direkt schildert Stefan Kiesbye das Leben dieser jungen Menschen und des Dorfes. Dabei macht er uns vertraut mit dem Abgründen, die hinter jedem Fenster und am Ende jeden Feldweges lauern können.

Über den Autor:
Stefan Kiesbye geboren 1966 in Eckernförde an der Ostsee, studierte Schauspiel, danach Amerikanistik, Englisch und Vergleichende Literaturwissenscaften an der FU Berlin und in Buffalo, New York. 2001 machte er an der University of Michigan den Master of Fine Arts. Er unterrichtet Kreatives Schreiben im UCLA Extension Writers' Program. 2008 erschien sein Roman "Nebenan ein Mädchen", das in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Kiesbye ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Los Angeles.

Eigene Meinung:

Cover möchte ich normalerweise nicht bewerten, da ich Bücher nicht nach dem Cover kaufe, es kommt schließlich auf den Inhalt an! Hier passt das Cover aber super zum Buch, es ist düster, unheimlich, mysteriös, es gibt die Atmosphäre des Buches super wieder!

Anlässlich der Beerdigung von Anke treffen sich Christian und seine Jugendfreunde in Hemmersmoor, wo sie zusammen aufgewachsen sind. Linde pisst auf das Grab ihrer ehemaligen Jugendfreundin Anke.


Der Autor lässt in jedem Kapitel eine Person ihre Erlebnisse in der ich-Form erzählen. Dabei sind die Kapitel dann sozusagen Kurzgeschichten.. Der Erzählstil des Autors gefällt mir sehr gut, er ist sehr nüchtern, sehr spannend, voller Andeutungen, der Leser ist mitten im Geschehen. Durch die Andeutungen möchte man wissen, wie es weitergeht.
Das Buch ist von Anfang an sehr, sehr spannend, düster, unheimlich, grausam. Sämtliche Grausamkeiten der Menschen spiegeln sich in Hemmersmoor: Schuld, Aberglaube, Inzest, Verrat, Untreue, Mord, Neid, alles ist vorhanden. Hemmersmoor ist wohl das Tor zur Hölle. Der Autor hat sämtliche menschlichen Abgründen in den Geschichten rund um Hemmersmoor zusammengefasst.

Dass diese Dinge passieren, kann man täglich in der Zeitung lesen, sie passieren nebenan, im stillen Kämmerlein, die Nachbarn ahnen etwas, mischen sich aber nicht ein und zur Not hält die Gemeinschaft eben zusammen ..
Das Buch hat mich etwas an die Bücher von Steven King erinnert. 
Ich werde mir das 1. Buch des Autors auf jeden Fall  besorgen und die Neuerscheinungen beobachten, vielleicht ist wieder ein gutes Buch von ihm dabei.

Ich vergebe 5/5 Sterne!

Vielen Dank an das Team von Vorablesen, hier habe ich das Buch gewonnen.

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