Montag, 2. November 2015

Rezension zu "Trügerische Nähe" von Susanne Kliem, Carl's Books, Kriminalroman


Titel: Trügerische Nähe
Autorin: Susanne Kliem
Seitenzahl: 352 Seiten (Paperback, Klappenbroschur, 14.9.15)
Isbn Nr. 13-978-3-570-58550-4
Verlag: carl's books
Preis: 14,99 Euro


Verlagsinfo
"In einem Dorf vor den Toren Berlins erfüllen sich zwei Paare Mitte vierzig ihren Traum: Sie ziehen auf einen stilvoll renovierten Hof und freuen sich auf ein beschauliches, naturnahes Landleben. Die beiden Männer kennen sich aus Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen Marlis und Nora verstehen sich gut. Als ganz unerwartet Livia, Marlis’ attraktive Tochter aus erster Ehe, auftaucht, setzt sie eine gefährliche Dynamik in Gang. Die junge Frau wirkt verzweifelt, scheint in etwas verstrickt, über das sie nicht sprechen möchte. Alle sorgen sich um sie. Doch Livia verfolgt ihre ganz eigenen abgründigen Interessen und spielt die Bewohner gnadenlos gegeneinander aus. In kürzester Zeit verwandelt sich der idyllische Hof in einen beklemmenden Ort: Eifersucht, Neid und Verdächtigungen vergiften alle Beziehungen und enden in erbitterter Feindschaft. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann …"

Über die Autorin:
Susanne Kliem wurde 1965 am Niederrhein geboren. Sie arbeitete u.a. als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF und für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Ihre Krimis wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihr 2013 bei carl's books Die Beschützerin.

Eigene Meinung:
Die Geschichte beginnt friedlich, idyllisch und man meint, die beiden befreundeten Ehepaare, die gemeinsam auf einen Hof in der Nähe von Berlin gezogen sind, hätten das richtige getan. Fast schon beneidet man die beiden Pärchen. Doch bald merkt man, dass der Schein trügt und eine bedrohliche Atmosphäre zieht auf. Die Beziehungen der Ehepaare sind nicht ganz heil, auch herrscht Neid, Missgunst und Misstrauen zwischen den einzelnen Personen. Nora scheint einen Burnout gehabt zu haben und versucht wieder auf die Beine zu kommen. Welche Probleme Marlis hat, kommen erst so nach und nach zu Tage.
Livia, die wunderschöne Tochter von Marlies taucht auf dem Hof auf und scheint als Katalysator zu wirken. Die Probleme zwischen den Protagonisten treten jetzt offen zu Tage. Wer lügt? Wer spricht die Wahrheit? Warum herrscht plötzlich so eine starke Rivalität zwischen den Personen?

Susanne Kliem hat hier eine interessante Psychostudie geschrieben, die erst gegen Ende der Geschichte zum Krimi wird. Die Personen sind sehr vielschichtig, sehr gut charakterisiert und durch die verschiedenen Erzählperspektiven, in denen jeder Protagonist Gehör bekommt, erhalten wir einen genauen Einblick in deren Gefühlswelt.

5/5 Sterne für diesen etwas anderen Krimi, der mir sehr gut gefallen hat. Ich werde bestimmt noch mehr Bücher von Susanne Kliem lesen, da mir ihr Erzählstil sehr gut gefällt.


 

  

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