Mittwoch, 21. Dezember 2016

Rezension zu "Das Leuchten meiner Welt" von Sophia Khan, übersetzt von Gabiele Weber-Jaric, Diana Verlag, Roman

Titel: Das Leuchten meiner Welt
Autorin: Sophia Khan
Übersetzt von: Gabriele Weber-Jaric
Seitenzahl: 480 Seiten, TB, Klappenbroschur (13.6.16)
Isbn Nr. 13-978-3-453-35896-6
Verlag: Diana Verlag

Verlagsinfo: "Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.

Anrührend und klug erzählt Sophia Khan in ihrem beeindruckenden Debüt von einer geheimen Liebe und deren Folgen für eine ganze Familie"

Über die Autorin:
Sophia Khan wurde 1985 als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines pakistanischen Vaters geboren. Sie wuchs in beiden Ländern auf, reiste viel, studierte in den USA und lebt heute mit ihrem Mann in Islamabad. Das Leuchten meiner Welt ist ihr erster Roman.

Eigene Meinung:  
Irenie ist neun Jahre alt, als ihre Mutter Yasmeen die Familie verlässt. Irenie, die ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Mutter hat und zu ihrem Vater eigentlich gar keine Beziehung hat, muss damit klar kommen. Sie übernimmt neben der Hausarbeit das Kochen von aufwendigen Currygerichten.

Von ihrem Vater erfährt Irenie nicht, was geschehen ist. Fünf Jahre später entdeckt Irenie in einer Kiste versteckte Briefe ihrer Mutter an einem Mann namens Ahmed. Ihre Neugier ist geweckt und sie fährt nach Pakistan, um das Geheimnis um das Verschwinden ihrer Mutter und um die Liebe ihrer Mutter zu Ahmed zu ergründen.

Dieses Debüt von Sophia Khan liest sich flüssig und bewegt sich sprachlich auf hohem Niveau, allerdings fehlen spannende Momente in dieser Geschichte.

Erst nach etwa der Hälfte des Buches fährt Irenie gegen den Willen ihres Vaters nach Pakistan und befragt Verwandte und Freunde von Yasmeen nach deren Beziehung zu Ahmed.

In der ersten Hälfte erfahren wir sehr viel über ihren Vater James, wie er Yasmeen kennengelernt hat und was es mit Ahmed auf sich hat. Irenie erzählt aus der Ich-Perspektive, da sollte man meinen, dass der Leser dem einsamen Mädchen nahe kommt, doch das ist leider nicht so.

Der Anfang der einzelnen Kapitel ist mit Auszügen aus den Briefen von Ahmed und Yasmeen. Diese Briefauszüge sind wunderschön, fast poetisch geschrieben und haben mir sehr gut gefallen.

Obwohl wir sehr viel von den einzelnen Charakteren erfahren, blieben die Personen alle etwas auf Distanz zum Leser. Der Geschichte fehlen spannende, geheimnisvolle Momente und Charaktere, die den Leser an das Buch fesseln.

Ich hatte mir von diesem Buch mehr erhofft.


 

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