Montag, 29. Januar 2018

Rezension zu "Von Elise" von Verena Maria Kalmann, Tinte und Feder Verlag, historischer Roman

Titel: Von Elise
Autorin:Verena Maria Kalmann
Seitenzahl: 444 Seiten, TB (12.6.17)
Isbn Nr. 13-978- 1542046190
Verlag: Tinte und Feder Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Ein historischer Liebesroman über zwei Musikerinnen, die in unterschiedlichen Zeiten um ihre Existenz kämpfen.
Im Januar 2014 zieht die Geigerin Valerie Mollwitz von München nach Paris, um den Posten der zweiten Konzertmeisterin in einem Orchester anzutreten und die gescheiterte Beziehung zu ihrem Exfreund zu verarbeiten. Doch der Neuanfang in Paris entpuppt sich als wahre Katastrophe: Madame Prokova, die erste Konzertmeisterin, begegnet ihr feindselig, Freunde hat sie nicht und aufgrund mangelhafter Sprachkenntnisse kann sie den Alltag kaum bewältigen.
In dieser verfahrenen Situation findet sie das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise in den Hohlräumen ihres geerbten Biedermeiersofas. Die Lektüre führt Valerie in das beschauliche Bonn des Jahres 1914, wo sich die junge Pianistin Elise in den attraktiven Geiger Karl verliebt. Die beiden Musiker schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft, doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung. Tief berührt von Elises Geschichte, nimmt Valerie ihr Schicksal entschlossen selbst in die Hand und gibt der Liebe eine Chance."

Über die Autorin: 
Verena Maria Kalmann, geboren und aufgewachsen in der Nähe von Bonn, ist Diplom-Übersetzerin für Italienisch, Französisch und Englisch. Nach ihrem Studium an der Universität Mainz arbeitete sie zunächst als Übersetzerin und Lektorin in Bonn und im norditalienischen Modena. Heute lebt sie am Bodensee und ist für einen Schweizer Sprachdienstleister tätig.
Sie spielt Geige und Klavier und ist in mehreren Kammermusikensembles und Orchestern aktiv. Ihre Leidenschaft für Musik prägt auch ihren Debütroman „Von Elise“, dessen Protagonistinnen Musikerinnen sind.
Weitere Informationen zur Autorin finden Sie unter www.verena-maria-kalmann.de

Eigene Meinung:
Die Geigerin Valerie verlässt ihren Freund um eine Anstellung als stellvertretende Konzertmeisterin in Paris anzunehmen. Sie findet beim Umzug das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise, die 1914 in Bonn gelebt hat und Pianistin war. 

Valerie hat es nicht leicht im Orchester. Die Konzertmeisterin Prokova und der Maestro sind ihr feindselig gesinnt, im Orchester herrscht eine angespannte Atmosphäre und Valerie beherrscht die französische Sprache nicht so richtig. Als Valerie erkrant, stellt sie fest, dass sie auch Freunde im Orchester hat, die ihr helfen, das Mobbing der Prokova und des Maestros zu ertragen. Auch das Tagebuch ihrer Urgroßtante hilft ihr, ihren Weg zu finden und nicht zu verzweifeln. 

Von Anfang an war ich gefesselt von der Geschichte. Die beiden Handlungsstränge wechseln sich ab, so dass die Seiten nur so fliegen, man möchte ja wissen, wie es weitergeht bei der jeweilig anderen Musikerin.

Auch der Erzählstrang, der uns Elises hartes Leben nahebringt, ist sehr fesselnd, gefühlvoll und spannend erzählt.  

Beide Frauen sind sehr sympathisch und sehr lebendig gezeichnet. 

Dieser historische Liebesroman ist voller Musik zwischen den Zeilen und bietet spannende Einblicke in den Alltag von Musikern.

Dieser Debütroman von Verena Maria Kalmann erhält meine absolute Leseempfehlung.
 
 



Sonntag, 21. Januar 2018

Rezension zu "Das Hexenzeichen" von Nora Berger, Tinte und Feder Verlag, historischer Roman

Titel: Das Hexenzeichen
Autorin: Nora Berger
Seitenzahl: 475 Seiten, TB (September 17)

Isbn Nr.: 13-978-1542047357
Verlag: Tinte und Feder Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Ein packender historischer Roman von der Erfolgsautorin Nora Berger: Dramatisch und voller Atmosphäre führt die Geschichte durch das finstere Mittelalter.
Oberschwaben, im Jahre 1415: Emmas Leben beginnt auf den Stufen eines Klosters. Als sich die Burgherrin Magdalena des Findelkindes annimmt und es als ihr eigenes ausgibt, scheint ihre Zukunft gesichert. Doch das Schicksal ist unberechenbar. Emma wächst bei ihrem Vater und ihrem Stiefbruder Ekart auf. Sorgenfrei verlebt sie eine unbeschwerte Kindheit, und als sie sich unsterblich in den Ritter Wolfram verliebt, glaubt Emma, ihr Glück gefunden zu haben. Doch ihre Liebe steht vor großen Herausforderungen: Ihr Geliebter ist ein leidenschaftlicher Verfechter der Kirchenreform und ein Verteidiger des Ketzers Jan Hus. Zudem verbirgt Emma ein großes Geheimnis: Ein Muttermal, von dem nur wenige Menschen wissen. Als Vater und Bruder zu einer Pilgerreise ins Heilige Land nach Jerusalem aufbrechen, gerät ihre Welt aus den Fugen." 

Über die Autorin:
Nora Berger lebt seit vielen Jahren in Bayern. Sie studierte in Paris und hat seitdem eine Vorliebe für französische Literatur und Geschichte. Dies spiegelt sich vor allem in ihren historischen Romanen mit Schwerpunkt Frankreich wider.
Die Erinnerungen ihrer Eltern und diverse Zeitzeugenberichte veranlassten sie dann zu ihren beiden Romanen über die schwere Zeit des Zweiten Weltkriegs. "Bratkartoffeln und Rote Beete" und "Königsberger Klopse mit Champagner".
In "Der Fluch der Zuckerinsel" entführt sie den Leser auf die Insel Martinique und in das Paris des 19. Jahrhunderts.
Die unvergleichliche Pariser Atmosphäre wird in "Ein verhängnisvoller Abend in Paris" lebendig und ihr neuester Roman "Sturmwind über Auprèsmont" ist eine Familiensaga, die am Vorabend des Zweiten Weltkriegs beginnt.
Umfangreiche Recherchen erforderte der Roman "Die gefährlichen Intrigen des Marquis de Cinq Mars". Geschichtlicher Hintergrund ist Venedig und Frankreich um 1640 unter Ludwig XIII und Kardinal Richelieu.
Ihr neues Buch "Das Hexenzeichen" ist ein packender und dramatischer Roman, der die Leser durch das finstere Mittelalter führt. Historischer Hintergrund: Das Konzil zu Konstanz und der Feuertod des Reformers Jan Hus. 

Eigene Meinung:
Baby Emma wurde 1415 auf den Stufen eines Klosters ausgesetzt. Die Burgherrin von Schrockenstein nimmt sich Emma an und erzieht sie zusammen mit ihrem Sohn Ekart. Das Mädchen erhält sehr viele Freiheiten für die damalige Zeit.
Als ihr Halbbruder Ekart zusammen mit ihrem Vater Ethelbert zu einer Pilgerreise nach Jerusalem aufbrechen, bekommen Mutter und Tochter einige Probleme. Wolfram, ein Ritter, der den Ketzer Jan Hus beisteht, darf bei den beiden Frauen auf seiner Durchreise übernachten und Emma und Wolfram verlieben sich in einander. Doch Wolfram muss weiterreisen und Emma gerät durch ihre Schönheit und durch ein Schönheitsmal, das ein "Hexenzeichen" sein soll, in Gefahr.


Nora Berger hat mit "Das Hexenzeichen" einen von der ersten Seite an fesselnden, sehr spannenden, stimmigen, historischen Roman erschaffen. Die Protagonistin Emma ist sehr sympathisch und lebendig dargestellt. Allerdings geht die Autorin mit ihr nicht zimperlich um. Emma muss unglaublich viel erdulden und ertragen. Wolfram ist ein junger Mann, der für seine Überzeugungen eintritt.

Ein gelungener temporeicher, historischer Roman rund um das Konzil zu Konstanz und den Reformer Jan Hus, der meine absolute Leseempfehlung erhält.





Mittwoch, 10. Januar 2018

Rezension zu "Die Oleanderfrauen" von Teresa Simon, Heyne Verlag, Roman

Titel: Die Oleanderfrauen
Autorin: Teresa Simon
Seitenzahl: 544 Seiten, (TB, Klappenbroschur, 9.1.2018)
Isbn Nr: 13-978-3-453-42115-8
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
"Was, wenn die Liebe alle Schranken durchbricht?
Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen."

Über die Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

Eigene Meinung:
Der erste Erzählstrang spielt in der Gegenwart. Jule Weisbach unterhält ein kleines Café in Hamburg. Der Erhalt ihres Cafés ist durch eine Mieterhöhung gefährdet. Jule lernt eine ältere Dame, Johanna Martens, kennen, die ein altes Tagebuch beim Entrümpeln auf dem Dachboden gefunden hat. Die beiden Frauen freunden sich an und Jule hilft ihr dabei, einige Rätsel aus den Tagebucheintragungen zu recherchieren.

Der zweite Handlungsstrang betrifft dieses Tagebuch, das Sophie Terhoven führte. Das Mädchen ist 17 Jahre alt und Tochter eines Kaffeebarons. Sie lebte mit ihrer Familie in einer schönen Villa in Hamburg und genießt das Leben. Sophie verbringt viel Zeit mit ihren Freunden Malte Voss und Hannes Kröger. Während Malte, der sich für Literatur interessiert, ihr Vertrauter ist, verliebt sie sich in Hannes, den Sohn der Köchin der Terhovens. Heimlich treffen sich die Liebenden im Gewächshaus.

Die beiden Erzählstränge wechseln sich ab, was dazu führt, dass die Seiten nur so dahinfliegen, weil man ja wissen möchte, wie es weitergeht bei den Terhovens oder bei Jule und Johanna.


Die Protagonisten in diesem Roman sind alle sehr lebendig gezeichnet. Entsprechend hofft und leidet man mit den Figuren.
Sophie Terhoven ist eine starke Frau, die sich gegen ihre Familie auflehnt und die mit ihrer großen Liebe leben möchte, gegen alle Hindernisse, die ihr im Weg stehen. Auch Jule ist eine starke Persönlichkeit, die ihren Eltern beweisen möchte, dass sie Erfolg im Beruf hat.

Die Figur des Malte Voss gefällt mir besonders gut. Er ist der gute Freund von Sophie, auf den sie immer zählen kann. Dabei interessiert er sich für Musik und Literatur und hat einiges zu erleiden in der Geschichte.
Eine weitere sehr interessante, aber unsympathische Figur ist der SS-Offizier Hellmuth Moers, der bei den Terhovens ein- und ausgeht und dessen Rolle anfangs nicht so ganz klar ist. Dieser Mann ist ein sehr gefährlicher, eiskalter Mensch, der immer wieder auf Sophie und ihr Umfeld trifft.

Nebenbei bekommt der Leser Einblick in die Zeit, während die Nazis in Deutschland an die Macht kamen, in die Ereignisse vor und während des Krieges. Der Hass auf Juden und Andersdenkende wird zum Thema, der Überlebenskampf der Frauen, die die Familie ernähren müssen und der Bürgerkrieg in Spanien wird angeschnitten.

Sehr interessant zu lesen sind auch die Infos über Kaffee, die verschiedenen Sorten und die Zubereitung, die man über Jule bekommt.

Die Tagebucheintragungen sind zwar schön anzuschauen und wirken autenthisch, sie sind aber anstrengend zu lesen, da die Schriftart kursiv, sehr eng und sehr blas ist.

Teresas Simon hat mit dieser spannenden Familiensaga einen von der ersten Seite an fesselnden Roman mit vielen Wendungen und Überraschungen erschaffen. Er bekommt meine absolute Leseempfehlung.







Montag, 1. Januar 2018

Neujahrswünsche





Ich wünsche euch ein frohes, gesundes, glückliches, erfolgreiches und friedvolles neues Jahr!
Mögen sich eure Wünsche und Pläne erfüllen und das neue Jahreuch  viel spannende Begegnungen und Ereignisse bringen.

Ich habe kurz nach Mitternacht bereits mein erstes Buch gewonnen in einer meiner Lieblingsbüchergruppen, dem Crime and Thrill Wohnzimmer. Ich habe mich total gefreut darüber. So darf das neue Jahr gerne beginnen.  Was es wohl Neues bringen wird? Ich bin gespannt darauf.

2017 hat für uns sehr viel Neues gebracht. Wir sind nach über 15 Jahren in einem kleinen Reihenhaus Mitten in der Stadt aufs Land in ein Dorf gezogen, in ein großes Haus mit viel Platz und einem großen Garten. Die Fahrt zur Arbeit ist jetzt zwar viel länger, aber dabei kann ich dann ganz gut Hörbücher oder eine schöne Playliste anhören. Wir hatten das gar nicht geplant, es kam einfach so dazwischen und hat unsere Urlaubspläne ganz schön durcheinandergebracht. Anstatt Urlaub im Wohnmobil in den USA zu verbringen, haben wir renoviert und sind umgezogen.

2017 durfte ich viele meiner Freunde, die ich durch Facebook kennengelernt habe, auf der Büchermesse treffen. Ich genieße diese Treffen total und hoffe, dass ich 2018 wieder nach Frankfurt fahren kann.

Ich wünsche euch viele tolle Leseerlebnisse in 2018.

Wir lesen uns!

Liebe Grüße
Biggi






Rezension zu "Die kleine Sommerküche am Meer" von Jenny Colgan, übersetzt von Sonja Hagemann, Piper Verlag, Roman

Titel: Die kleine Sommerküche am Meer Autorin: Jenny Colgan Übersetzt von: Sonja Hagemann Seitenzahl: 448 Seiten , TB, Klappenbroschur...