Mittwoch, 27. Juni 2018

Rezension zu "Das Haus der Mädchen" von Andreas Winkelmann, Rowohlt TB Verlag,Thriller

Titel: Das Haus der Mädchen
Autor: Andreas Winkelmann
Seitenzahl: TB, 400 Seiten, (26.6.18)
Isbn Nr. 13-978-3499275166
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Schweig, um zu leben
Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum zu machen. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in einer Villa am Kanal ein. Schnell freundet sie sich mit ihrer Zimmernachbarin an - aber die ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Weil ihr das merkwürdig vorkommt, sucht sie nach ihr.
Freddy Förster, früher erfolgreicher Geschäftsmann, ist inzwischen auf der Straße gelandet. Zufällig beobachtet er, wie jemand einen Mann am Steuer seines Autos erschießt. Um nicht zum nächsten Opfer zu werden, sucht er den Mörder.
Bis er auf Leni trifft, die das Verschwinden ihrer neuen Freundin nicht hinnehmen will. Bald begreifen die beiden, dass ihre beiden Fälle mehr miteinander zu tun haben, als ihnen lieb ist - und dass sie in großer Gefahr schweben..."

Über den Autor:
Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas. 

Eigene Meinung:
Dieser Thriller ist von der ersten Seite an spannend, fesselnd und temporeich. Cliffhanger am Ende der kurzen Kapitel lassen die Seiten nur so fliegen, man möchte ja wissen, wie es weitergeht. Viele Perspektivenwechsel, Überraschungen und Wendungen gibt es genug in dieser Story.

Leni ist eine sympathische, etwas naive Protagonistin, die versucht ihre verschwundene, neue Freundin zu finden. Freddy Förster ist ein Unglücksrabe, der früher sehr erfolgreich war, dann aber abgestürzt ist. Er gerät in den Focus eines Mörders. Zusammen sind Leni und Freddy ein interessantes Ermittlerduo.

Dieser Thriller um verschwundene, entführte und ermordete Mädchen erhält meine absolute Leseempfehlung. 



Freitag, 22. Juni 2018

Rezension zu "Aufruhr der Engel" von Anatole France, übersetzt von Oliver M. Fehn, Pandämonium Verlag, Klassiker der Weltliteratur


Titel: Aufruhr der Engel
Autor: Anatole France
Übersetzt von: Oliver M. Fehn
Seitenzahl: 268 Seiten (TB, 1.4.18)
Isbn Nr. 13-978-3-944-893181
Verlag: Pandämonium Verlag
Preis: 16,95 Euro

Verlagsinfo:
"Sie sind wieder da.
Viele Äonen nach dem ersten Fall Satans macht sich ein neues Heer von Engeln auf, um gegen den Gott des Alten Testaments zu rebellieren – diesmal mit eher ungewöhnlichen Waffen.
Ein neuer Krieg steht bevor, der auch die Schöpfung zu gefährden droht. Doch die Macht und Anziehungskraft der Menschentöchter ist größer als vermutet und sorgt für allerlei Wirrungen. Im frivolen Paris des frühen 20. Jahrhunderts kommt es zu amourösen Eskapaden und mehrmals sogar zum blanken Verbrechen.
Wie die Welt, in der wir leben, wirklich zur besten aller Welten werden kann, offenbart sich erst bei Satans glamourösem Auftritt.

Über den Autor:
Anatole France (1844 – 1924) war ein bekannter französischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger. International bekannt wurden seine Romane Die Insel der Pinguine und Thaïs.
In kirchlichen Kreisen jedoch munkelte man, er sei mit dem Teufel im Bunde; aus diesem Grund setzte der Vatikan sein Gesamtwerk auf die Liste der verbotenen Bücher.
In seinem Roman Aufruhr der Engel kommen Freunde der dunklen Mächte und der kunstvollen Satire gleichermaßen auf ihre Kosten."

Übersetzt wurde dieses Meisterwerk der dunklen Literatur von Oliver M. Fehn. Uwe Siebert, der Inhaber des Verlages Pandämonium hat dem Übersetzer 10 interessante Fragen zu "Aufruhr der Engel" gestellt. Lest hier: Interview zu "Aufruhr der Engel"

Eine Leseprobe gibt es hier: Leseprobe Aufruhr der Engel


Eigene Meinung:
In der Bibliothek des Hauses d'Esparvieu geschehen 1912 seltsame Dinge. Der Bibliothekar verzweifelt fast, da sich Bücher bewegen und verschwinden. Die Bücher erscheinen zwar später wieder, doch wie und wohin die Bücher verschwinden, bleibt rätselhaft. Die Familie, die im Besitz der Bibliothek ist, interessiert sich zunächst nicht für die Probleme des Bibliothekars, da sie die Bibliothek, in der sich wertvolle theologische und philosophische Werke befinden, nur deshalb pflegen, weil es im Testament so verlangt wurde. Maurice, der Sohn der Familie, ein Lebemann, wie er im Buche steht, kommt dem seltsamen Geschehen auf die Spur. Er macht  Bekanntschaft mit seinem Schutzengel Arcade und bekommt heraus, dass dieser die Bücher entwendet um sie zu lesen.

Durch seine Lektüre ist Arcade davon überzeugt, dass Gott gestürzt werden muss und verlässt Maurice, um in Paris nach anderen Engeln zu suchen und Gott zu stürzen. Er begegnet dort vielen, verschiedenen Engeln, die seit dem Sturz Luzifers auf der Erde weilen. Maurice sucht nach Arcade und ist entsetzt über die Pläne seines ehemaligen Schutzengels. Nectaire, der Gärtner erzählt über den ersten Aufstand der Engel und was aus diesem Aufstand wurde. Die Götter der Antike und das dunkle Mittelalter, werden hier neu interpretiert.

Maurice und Arcade sind sehr interessante Charaktere, die sich im Laufe der Geschichte verändern, da Maurice versucht, seinen Schutzengel zu beschützen.

Oliver M. Fehn hat den feinen Humor des Autoren, der in dieser Geschichte die Rolle Gottes und Satans neu interpretiert, sehr gut in die deutsche Sprache übersetzt.

Satan begleitet hier die Menschen, hilft ihnen dabei, sich weiterzuentwickeln, das Schöne in der Welt zu sehen und neugierig zu bleiben. Gott hingegen ist der Bösewicht, der Leid und Elend in die Welt gebracht hat.

Die Geschichte wurde zwar 1912 geschrieben und entsprechend bezieht sie sich auch auf das Leben in Frankreich zu dieser Zeit. Sie bleibt jedoch auch sehr aktuell mit ihrer Botschaft, dass Macht den Charakter verdirbt.

Ein absolutes Highlight für Leser, die Satire lieben.



Mittwoch, 13. Juni 2018

Rezension zum Hörbuch "So bitter die Rache" von Eric Berg, gekürzte Fassung gelesen von Vera Veltz, Randomhouse Audio, Kriminalroman

Titel: So bitter die Rache
Autor: Eric Berg
Sprecherin: Vera Veltz
Laufzeit: ca 8 h 48 min
mp3-CD (19.3.18)
Isbn Nr. 13-978-3-8371-4140-5 
Verlag: Randomhouse Audio
Preis: 11,89 Euro

Verlagsinfo:

"Hinter idyllischen Fassaden lauert das Verbrechen ...

Nach Jahren im Ausland kehrt Ellen Holst mit ihrem Sohn nach Deutschland zurück – und hofft, in dem kleinen, beschaulichen Haus in Heiligendamm endlich zur Ruhe zu kommen. Doch beim Einzug erfährt sie, dass in ihrem neuen zu Hause vor sechs Jahren drei Menschen ermordet wurden! Ellen will sich von der schauerlichen Vorgeschichte nicht irre machen lassen, doch plötzlich kommt es zu beunruhigenden Vorkommnissen: Gegenstände verschwinden spurlos aus dem Haus. Ellen fühlt sich beobachtet. Und es gibt merkwürdige Parallelen zu den Geschehnissen vor sechs Jahren …"

 Über den Autor und die Sprecherin:

Eric Berg zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman Das Nebelhaus, der 2017 mit Felicitas Woll in der Hauptrolle verfilmt wurde. Seither begeistert Eric Berg mit jedem seiner Romane Leser und Kritiker aufs Neue und erobert regelmäßig die Bestsellerlisten.

Schauspielerin und Synchronsprecherin Vera Teltz spielte in bekannten TV-Serien wie Danni Lowinski und Großstadtrevier, und hat u. a. Naomie Harris in Fluch der Karibik ihre Stimme geliehen. Zudem ist sie in zahlreichen Hörbüchern zu hören

Eigene Meinung:

Die Geschichte um die Bewohner von Vineta wird über zwei Handlungsstränge erzählt. Der erste schildert die Ereignisse, die in der Gegenwart passieren. Der zweite Erzählstrang führt uns in die Vergangenheit, wo in Ellens Haus vor sechs Jahreen drei Menschen ermordet wurden.

Vera Veltz besitzt eine angenehme Stimme und es macht Spaß, ihr zuzuhören. So richtig gepackt hat mich dieser Krimi allerdings nicht, was nicht an der Hörbuchsprecherin liegt, sondern an der fehlenden Spannung.

"So bitter die Rache" wird als Kriminalroman angepriesen. Anfangs kommt jedoch überhaupt keine Spannung auf, so dass ich mich gefragt habe, wo denn hier die Krimihandlung geblieben ist?

Spannend und temporeich wird es erst nach ca. 2/3 des Hörbuches.  Die Story würde ich eher als Drama bezeichnen. Die Figuren und die Story sind interessant, aber nicht mehr. So richtig sympathisch war mir keiner der Protagonisten.

Die Auflösung der Morde ist ziemlich raffiniert, was mir gut gefallen hat.





Mittwoch, 6. Juni 2018

Rezension zu "Die ferne Hoffnung - Die Hansen-Saga Teil 1" von Ellin Carsta, Tinte und Feder Verlag, historische Saga

Titel: Die ferne Hoffnung
Autorin: Ellin Carsta
Seitenzahl: 362 Seiten (TB, 20.2.18)
Isbn Nr. 13-978-1542047883
Verlag: Tinte und Feder Verlag
Preis: 9, 99 Euro

Verlagsinfo:
"Der Auftakt zur historischen Hansen-Saga von Ellin Carsta, der Erfolgsautorin von »Die heimliche Heilerin«: opulent erzählt, emotional und von sinnlicher Farbigkeit.
Eine mächtige Familiendynastie auf dem Prüfstand der Geschichte.
Hamburg 1888: Als der Familienpatriarch Peter Hansen aus dem Leben scheidet, bleiben seine Söhne Robert, Karl und Georg mit einer großen Aufgabe zurück: Wie können sie in diesen turbulenten Zeiten den Fortbestand des hoch verschuldeten Familienunternehmens und die gesellschaftliche Stellung der Hansens sichern? Eine Plantage im fernen Kamerun bietet die einmalige Chance, die stark wachsende Nachfrage nach Kakao zu bedienen. Was von einem Teil der Familie als großes Abenteuer gesehen wird, ist für die anderen schon in der Vorstellung ein Albtraum.
Robert macht sich mit seiner Familie auf den Weg in das Land am Golf von Guinea. Seine Frau Elisabeth kehrt Hamburg nur sehr widerwillig den Rücken, und das Verhältnis zwischen den Eheleuten wird zusehends angespannt. Luise hingegen, ihre jüngste Tochter, findet das Leben auf der Plantage sehr aufregend. Nicht zuletzt, weil mit Hamza, dem Sohn des Vorarbeiters, zum ersten Mal ein Mann in ihr Leben tritt, für den sie starke Gefühle entwickelt …"

Über die Autorin:
Ellin Carsta ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Bremen lebt. Alle Fans ihrer Bestsellerreihe um die »heimliche Heilerin« können sich mit der Veröffentlichung der »Hansen-Saga« über neuen Lesestoff freuen.
Weitere Informationen zur Autorin finden Sie unter www.petra-mattfeldt.de.

Eigene Meinung: 
Der Auftakt der Hansen-Saga "Die ferne Hoffnung" liest sich flüssig und von der ersten Seite an mit einer gewissen Grundspannung. Ellin Carsta hat mit der sympathischen Luise, die mit ihrer Familie nach Kamerun auf eine Kakaoplantage reist, eine starke Protagonistin geschaffen. Luise ist so ganz anders, wie ihre Schwester und wie die anderen Frauen der Hansens. Sie interessiert sich für den Kakaoanbau und hilft nach Kräften auf der Plantage mit. Sie trägt anstatt vornehme Kleider lieber Hosen und freundet sich mit Hamza, den Sohn des Vorarbeiters an. Während sich ihre Mutter in Kamerun überhaupt nicht wohl fühlt, möchte Luise überhaupt nicht mehr weg aus dem exotischen Land.

Zwar sind einige Ereignisse vorhersehbar, dennoch liest sich "Die ferne Hoffnung" richtig gut. Die Seiten fliegen nur so dahin. Wir erhalten einen interessanten Einblick in das Leben in Hamburg, Wien und Kamerun um 1888. Am Ende gibt es einen üblen Cliffhanger, so dass der Leser total gespannt ist auf den 2. Teil dieser Saga.






Rezension zu "Gut Greifenau - Abendglanz " von Hanna Caspian, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Gut Greifenau - Abendglanz Autorin: Hanna Caspian Seitenzahl: 560 Seiten, (TB 02.11.18) Isbn Nr. 13-978-3-426-52150-2 Verlag: ...