Freitag, 21. September 2018

Rezension zu "Die Familie des Wurdalak - eine alte Vampirgeschichte" von Alexei K. Tolstoi, herausgegeben von Uwe Siebert, illustriert von Daniel Brandt, Pandämonium Verlag, klassischer Schauerroman

Titel: Die Familie des Wurdalak - eine alte Vampirgeschichte
Autor: Alexei K. Tolstoi 
Herausgegeben von: Uwe Siebert
Illustriert von: Daniel Brandt
Seitenzahl: 64 Seiten (gebundene Ausgabe, 22.5.18)
Isbn Nr. 13-978-3944893174
Verlag: Pandämonium Verlag
Preis: 17,95 Euro
 

Verlagsinfo:
 "Ein französischer Adeliger reist in diplomatischer Mission durch die Ländereien jenseits der Moldau. Als er notgedrungen in einem serbischen Dorf rasten muss, lernt er die schöne Zdenka kennen und verliebt sich in sie. Doch die junge Frau und ihre Familie schweben in großer Gefahr, denn die Gegend wird von einem Wurdalak, einer besonders heimtückischen Art von Vampir, heimgesucht.

Bereits seit über hundert Jahren zieht die Schauergeschichte des russischen Schriftstellers Alexei K. Tolstoi die Menschen in ihren Bann. Längst gilt „Die Familie des Wurdalak“ als ein Klassiker des Genres, der mit dieser Veröffentlichung als bibliophile Ausgabe vorliegt."

Über den Autor:

Graf Alexei Konstantinowitsch Tolstoi wurde am 24. August 1817 in Sankt Petersburg geboren und starb am 28. September 1875 in Krasny Rog. Er war ein russischer Schriftsteller, Dramatiker und Dichter. Tolstoi stammte aus der bekannten russischen Adelsfamilie der Tolstois und war ein Cousin von Leo Tolstoi. Einige seiner Werke sind: 1841 Der Vampir, 1858 Die Sünderin, 1862 Don Juan, 1864 Der Tod Iwans des Schrecklichen, 1868 Zar Fjodor Joannowitsch, 1875 Der Drache und 1876 Zar Boris

    Eigene Meinung:

    Ein französischer Adeliger, der "Marquis", berichtet von einem unheimlichen Ereignis, das er auf seiner Reise nach Moldawien hatte. Er musste - bedingt durch einen Wintereinbruch - Rast in einem kleinen Dorf jenseits der Moldau machen. Die Dorfbewohner dort glauben an Vampire und laut den Bewohnern soll dort ein besonders heimtückischer Vampir, ein Wurdalak, sein Unwesen treiben. Der Marquis glaubt nicht an Vampire, er hält das für einen Aberglauben. Er muss bald feststellen, dass es den Wurdalak doch gibt ...

    Die Geschichte ist sehr atmosphärisch und natürlich spielt die Liebe auch eine Rolle in dieser Vampirgeschichte.  Im Gegensatz zu den meisten aktuellen Vampirgeschichten kommt diese Story ohne brutale Splatterszenen aus, sie lebt von der Erzählkraft des Schriftstellers.  Daniel Brandt hat das Büchlein wundervoll mit vielen passenden Bildern illustriert und jede Seite verziert.

    Ich empfehle dieses Highlight gerne weiter.







     



    Dienstag, 18. September 2018

    Rezension zu "Dark Lake" von Sarah Bailey, übersetzt von Astrid Arz, Bertelsmann Verlag, Thriller

    Titel: Dark Lake
    Autorin: Sarah Bailey
    Übersetzt von: Astrid Arz
    Seitenzahl: 512 Seiten, Paperback (27.8.18)
    Isbn Nr. 13-978-3-570-10356-2
    Verlag: Bertelsmann Verlag
    Preis: 15,00 Euro

    Verlagsinfo:
    "Sie war so schön. Jetzt ist sie tot.
    In einem Badesee bei einer australischen Kleinstadt wird die Leiche einer wunderschönen Frau gefunden. Der Tatort ist mit Rosenblättern geschmückt. Für Detective Gemma Woodstock und ihren Partner Felix McKinnon ein komplexer Fall. Denn die Tote, Rosalind Ryan, war Gemmas Klassenkameradin und immer von Geheimnissen umgeben. Alle behaupten, Rosalind geliebt und bewundert zu haben: der Direktor der Schule, an der sie unterrichtete; die Schüler, denen sie den Kopf verdrehte; ihr wohlhabender Vater und ihre drei Brüder.

    Stück für Stück entfaltet Sarah Bailey in ihrem packenden Thriller die Abgründe ihrer Figuren, jede auf ihre Weise gefangen in einem Netz aus Lügen und verdrängter Schuld."

    Über die Autorin:

    Sarah Bailey lebt mit ihren zwei Kindern in Melbourne und leitet dort eine Agentur für Kommunikation. »Dark Lake« ist ihr erstes Buch, das begeistert von der Presse und den Lesern gefeiert wurde.


    Eigene Meinung:

    Der Klappentext klang nach einem spannenden Thriller, wenn er dann auch noch in Australien spielt und sich die Pressestimmen überschlagen, muss ich ihn natürlich lesen.

    Die wunderschöne und unnahbare Lehrerin Rosalind Ryan wird tot am Badesee einer Kleinstadt in Australien gefunden. Sie war an ihrem College beliebt bei ihren Schülern und bei ihren Kollegen. Detective Gemma Woodstock und ihr Kollege Felix McKinnon nehmen die Ermittlungen auf. Ihre Arbeit gestaltet sich schwierig, da Rose niemand richtig kannte. Gemma kennt Rosalind von früher.

    Leider handelt es sich bei dieser Story überhaupt nicht um einen Thriller. Die Geschichte ist sehr langatmig geschrieben, die Figuren bleiben blass und ich habe keine sympathische Figur in diesem "Thriller" entdecken können. Zwar ist die Ermittlungsarbeit der Detectives solide geschildert, sie steht leider eher im Hintergrund. Im Vordergrund steht Gemmas Privatleben. Sie betrügt ihren Partner und denkt ständig darüber nach, wie sie ihren Kollegen zu einem Schäferstündchen treffen könnte.

    Neben dem Haupthandlungsstrang gibt es noch Rückblicke in die Vergangenheit von Gemma. Man erfährt dadurch auch einiges über Rose und die Ereignisse, die zum Tod der Lehrerin führten.

    Diesen Thriller kann ich nicht empfehlen. Es fehlt hier total an Spannung und die Charaktere konnten mich auch nicht überzeugen.



    Mittwoch, 12. September 2018

    Rezension zu "Nach vielen Sommern sterben die Schwäne" von Oliver M. Fehn, Pandämonium Verlag, Erzählungen

    Titel: Nach vielen Sommern sterben die Schwäne
    Autor: Oliver M. Fehn
    Seitenzahl: 240 Seiten (TB, 21.8.18)
    Isbn Nr. 13-978-3944893198
    Verlag: Pandämonium Verlag
    Preis: 16,95 Euro

    Verlagsinfo:
     "14 Geschichten – 14 Reisen zu den unterschiedlichsten Orten der Welt: eine kleine, verwunschene Pension in Südfrankreich; eine sagenumwobene Stadt in Spanien, wo eine seltsame Frau ihr Unwesen treibt; ein Dorf, in dem Jugendliche sich zu einer spiritistischen Sitzung treffen; Paris, New York oder die Badlands von New Mexico. Es ist unmöglich, Oliver Fehns psychologische Erzählungen zu lesen, ohne in die dunkelsten Bereiche der eigenen Seele vorzudringen.

    Inhalt:
    -Es gibt keine hellen Nächte
    -Die Stadt im Nebel
    -Untern Linden
    -Zuhause ist ein einsamer Ort
    -Die sich ans Licht wagen
    -Lady in Black
    -Tastee, der Eisverkäufer
    -Des Mondes fette Beute
    -American Gigolo
    -Nach vielen Sommern sterben die Schwäne
    -"Sag ihnen, ich bin tot ..."
    -Antares
    -Bevor die Zeit begann
    -Ein Indianersommer"

    Über den Autor:
    Oliver Fehn, geboren 1960, ist Autor und Übersetzer zahlreicher Romane und Musikfachbücher. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören die Romane "Verfluchter Sommer" und "Die Klavierbrücke" sowie die Kurzgeschichtensammlung "Hitzemond". Er wohnte mehrmals längere Zeit in den USA, in den 80er Jahren auch in New York City. Heute lebt er mit seiner Familie zurückgezogen in einer ländlichen Gegend und verbringt einen Großteil seiner Zeit mit dem Schreiben und Übersetzen von Musikliteratur sowie seiner großen Liebe, dem Klavierspiel. 

    Auf der Verlagssseite des Pandämonium Verlages gibt es ein interessantes Interview mit Oliver M. Fehn:   Interview mit Oliver M. Fehn

    Eigene Meinung:

    Oliver M. Fehns 14 Erzählungen führen den Leser rund um die Welt. Der Autor erzählt sehr atmosphärisch, wort- und bildgewaltig, so dass das Kopfkino stark angeregt wird.

    Die Geschichten sind teilweise etwas unheimlich, manche sind etwas melancholisch, andere sind etwas nostalgisch, wieder andere surreal.

    Es ist ein Genuss, die Protagonisten zu begleiten um Zeuge von seltsamen, nicht greifbaren Ereignissen zu werden.

    Ich würde gerne noch mehr solcher Stories lesen und kann diese Kurzgeschichtensammlung nur weiterempfehlen. Ganz besonders gefallen haben mir "Indianersommer", "Nach vielen Sommern sterben die Schwäne", "Bevor die Zeit begann", "Lady in Black" und "Antares".



    Donnerstag, 6. September 2018

    Rezension zu "Eiskalte Freundschaft - Ich werde nie vegessen" von Laura Marshall, übersetzt von Leena Flegler, Blanvalet Verlag, Psychothriller

    Titel: Eiskalte Freundschaft - Ich werde nie vergessen
    Autorin: Laura Marshall
    Übersetzt von: Leena Flegler
    Seitenzahl: 448 Seiten,  (TB, 18.6.18)
    Isbn Nr. 1-978-373-4105777
    Verlag: Blanvalet Verlag

    Verlagsinfo: 
    "Wenn die Schatten der Vergangenheit dich einholen, ist es zu spät, um zu bereuen ...

    Die alleinerziehende Mutter Louise lebt ein ruhiges Leben mit ihrem kleinen Sohn Henry. Eines Abends, sie klickt sich gerade durch ihre Social-Media-Kanäle, pingt eine Nachricht auf: »Maria Weston möchte mit dir auf Facebook befreundet sein.« Louise ist gleichermaßen irritiert wie geschockt. Maria war eine Klassenkameradin – doch sie verschwand vor 25 Jahren spurlos. Zuletzt wurde sie am Abend der Schulabschlussfeier gesehen, und jeder geht davon aus, dass sie tot ist. Doch nun scheint sie zurück und scheut sich nicht davor, Louise für die dramatischen Ereignisse von damals verantwortlich zu machen …"


    Über die Autorin: 
    Laura Marshall wuchs in Wiltshire auf und studierte Englisch an der University of Sussex. 2015 fand sie, dass es Zeit sei, sich ihren lebenslangen Traum zu erfüllen – das Schreiben eines Romans. Ihr Debüt No Escape. Ich werde nicht vergessen wurde bereits vor der Veröffentlichung für den Lucy-Cavendish-Fiction-Preis nominiert. Laura Marshall lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Kent.

    Eigene Meinung:
    Die alleinerziehende Louise erhält eine Freundschaftsanfrage von einer Klassenkameradin, die während der Abschlussparty spurlos verschwunden ist. Das wirft Louise etwas aus der Bahn. Was will Maria von ihr? Ist sie es wirklich? Wo ist Maria all die Jahre geblieben? Ereignisse während ihrer Schulzeit, die Louise erfolgreich verdrängt hat, kommen wieder hoch. Kurze Zeit später wird ein Klassentreffen organisiert und Louise beschliesst, an diesem Treffen teilzunehmen.

    Der Klappentext klang nach einem spannenden, interessanten Psychothriller.

    Am Anfang ist man sofort mitten im Geschehen und die Story beginnt auch erst einmal sehr spannend. Erzählt wird über zwei Handlungsstränge, der erste bezieht sich auf die Gegenwart, der zweite lässt uns an den Ereignissen zu Louises Schulzeit teilhaben.

    Allerdings hat die Geschichte ganz schöne Längen, die Spannung kommt zu kurz. Erst gegen Ende wird es wieder etwas spannend.

    Mit den Protagonisten dieser Geschichte bin ich nicht so richtig warm geworden. Louise ist sehr labil und nicht sonderlich sympathisch, so dass sich mein Mitleid mit ihr in Grenzen hielt.


    Die Thematik der Geschichte ist sehr interessant, es geht um das Thema Mobbing.



     

    Rezension zu "Die Familie des Wurdalak - eine alte Vampirgeschichte" von Alexei K. Tolstoi, herausgegeben von Uwe Siebert, illustriert von Daniel Brandt, Pandämonium Verlag, klassischer Schauerroman

    Titel: Die Familie des Wurdalak - eine alte Vampirgeschichte Autor: Alexei K. Tolstoi  Herausgegeben von: Uwe Siebert Illustriert von...