Sonntag, 21. Oktober 2018

Rezension zu "Verborgen - 1. Fall für Gefängnisärztin Eva Korell" von Anna Simons, Penguin Verlag, Kriminalroman

Titel: Verborgen - 1. Fall für Gefängnisärztin Eva Korell
Autorin: Anna Simons
Seitenzahl: 432 Seiten, (TB, Broschur, 8.10.18)

Isbn Nr. 13-978-3-328-10289-2
Verlag: Penguin Verlag
Preis: 10,00 Euro

Verlagsinfo:
"Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr erster Fall: Ein Kampf um Leben und Tod.
Neuer Job, neue Stadt – Eva hofft, die Schatten ihrer Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Aber noch vor ihrem ersten Arbeitstag als Gefängnisärztin in einer Münchner Haftanstalt wird sie in einen Kriminalfall verwickelt: Die Frau eines Inhaftierten bittet sie verzweifelt um Hilfe. Eva weist sie zurück, doch am nächsten Tag ist die Frau spurlos verschwunden. Eva macht sich Vorwürfe: Was hatte sie ihr sagen wollen? Wovor hatte sie Angst? Auf eigene Faust versucht Eva, der Wahrheit auf die Spur zu kommen – ohne zu ahnen, dass der Täter sie längst im Blick hat und ihr schon ganz nahe ist. Gefährlich nah …"

Über die Autorin:

Anna Simons ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin, die 1966 in Bergneustadt geboren wurde. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin arbeitete viele Jahre als Personalberaterin bei einer Großbank in Frankfurt. Vor einigen Jahren wechselte sie ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women’s Edition Kurzkrimi-Preis, 2015 war sie für den UH!-Literaturpreis des Ulla-Hahn-Hauses in Monheim nominiert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Münchner Umland.

Eigene Meinung:

Eine neue Krimireihe, die sich um eine Gefängnisärztin dreht, das klang sehr interessant und spannend. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, da mir die Jugendbücher von Anna Simons sehr gut gefallen haben.

Eva Korell ist von Berlin nach München gezogen, um dort einen Neuanfang zu wagen. Sie fängt dort einen neuen Job als Gefängnisärztin an. Vor Arbeitsbeginn lernt sie Nicole Ahrends, die Frau eines Gefängnisinsassen, kennen, der sie erste Hilfe leistet. Als Nicole Eva um Hilfe bittet, weil sie eine erschreckende Entdeckung in ihrem Keller gemacht hat, lehnt diese ab. Die Ärztin bereut das jedoch und gerät durch Nicole immer tiefer in einen Kriminalfall.

Die Autorin erzählt uns diesen spannenden Krimi über verschiedene Handlungsstränge. Wir nehmen Anteil am Leben von Nicole Ahrends, erleben den Gefängnisalltag durch Eva Korell, verfolgen die Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei, nehmen Einblick in die Gedanken eines unbekannten Täters, so dass die Seiten nur so fliegen und man kaum weg kommt vom Buch.

Neben einem spannenden Kriminalfall ist es sehr interessant, einer Gefängnisärztin bei ihrer Tätigkeit über die Schulter schauen zu können.

Eva Korell ist eine sympathische Protagonistin, sehr lebendig gezeichnet mit Stärken und Schwächen. Wir lernen sie im Laufe der Story näher kennen. Insgesamt sind alle Figuren in diesem Buch sehr glaubwürdig und passend.

Ich kann diesen sehr spannenden und  fesselnden Auftakt einer neuen Reihe nur empfehlen und freue mich auf weitere Fälle mit der sympathischen Ärtzin.




Mittwoch, 10. Oktober 2018

Rezension zu "Bluthaus" von Romy Fölck, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Bluthaus
Autorin: Romy Fölck
Seitenzahl: 319 Seiten (Hardcover, 28.9.18)
Isbn Nr. 13-978-3-431-04111-8
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Preis: 20,00 Euro
 Verlagsinfo:
 "Nach ihrem letzten Fall erholt sich Frida Paulsen in der Elbmarsch, als sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Jo erreicht. Vergangene Nacht fand diese in der Marsch die Leiche einer Frau und ist nun überzeugt, dass man sie des Mordes verdächtigt. Kurz darauf verschwindet Jo spurlos. Besorgt begibt sich Frida auf die Suche nach ihrer Freundin. Die Spur führt auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthus nennen. Vor vielen Jahren wurde dort eine Familie grausam hingerichtet – den Täter hat man nie gefunden …"

Über die Autorin:
ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in Ostfriesland. TOTENWEG ist der erste Band ihrer Krimiserie um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.

Eigene Meinung: 

Romy Fölcks zweiter Kriminalroman führt uns wieder in die Elbmarsch, wo sich Frida Paulsen auf dem Obsthof ihrer Eltern von ihrem ersten Fall erholt.

Als sie ihre Freundin Jo sie um Hilfe bittet, weil sie die Leiche einer Frau gefunden hat und davon überzeugt ist, dass sie die ermittelnde Kripo des Mordes verdächtigt, beginnt Frida sich in den Mordfall einzumischen und zu recherchieren.

Auch der zweite Fall von Frida Paulsen ist total fesselnd uns spannend geschrieben, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Verschiedene Handlungsstränge, die teilweise in die Vergangenheit führen, werfen anfangs noch mehr Fragen auf und erhöhen die Spannung. Am Ende sind alle Rätsel gelöst.
mit
Frida Paulsen ist eine total sympathische junge Frau, die sehr lebendig dargestellt ist und die ich gerne noch bei weiteren Fällen begleiten würde.

Ich kann diesen sehr atmosphärischen Krimi mit seiner komplexen Handlung nur jedem Krimileser empfehlen.






Dienstag, 2. Oktober 2018

Rezension zu "Grenzgänger" von Mechtild Borrmann, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Grenzgänger
Autorin: Mechtild Borrmann
Seitenzahl: 288 Seiten, Hardcover (1.10.18)
Isbn Nr. 13-978-3-426-28179-6
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 20,00 Euro


Verlagsinfo: "
Die Geschichte einer verlorenen Kindheit
Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist: Spiegel-Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann mit ihrem neuen Meisterwerk "Grenzgänger" rund um ein düsteres Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte:
Heimkinder in den 50er und 60er Jahren.
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Borrmann, die mit ihrem zuletzt erschienen Roman "Trümmerkind" monatelang auf Platz 2 der Spiegel-Bestseller-Liste stand, erzählt mit der ihr eigenen soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau - ein ehemaliges Heimkind - , die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt.

Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen.
Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen in ein kirchliches Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte."

Über die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.

Eigene Meinung:
Henni lebt mit ihren Geschwistern und Eltern in der Eifel. Der Vater wird kurz vor Ende des Krieges doch noch eingezogen und kehrt traumatisiert zurück. Die Mutter versucht mit Hilfe von Henni die Familie durchzubringen, während der Vater sich der Kirche zuwendet. Als Hennis Mutter erkrankt und stirbt, versucht Henni die Familie durch Kaffeeschmuggel durchzubringen. Das Vorhaben endet in einem Disaster. Hennis Schwester stirbt, ihre Geschwister landen in einem Heim und Henni in einer Besserungsanstalt.

Die Geschichte beginnt mit einer Gerichtsverhandlung. Erst einmal rätseln wir, warum Henni 1970 vor Gericht steht. Ihre damalige Schulfreundin Elsa verfolgt den Prozess und erzählt dem Leser von dem Leben in der Eifel zu ihrer Schulzeit.

In einem weiteren Erzählstrang lernen wir den Künstler Thomas kennen, der zur gleichen Zeit wie Hennis Brüder in einem Heim der Kirche lebte und sich an das grausame Heimleben erinnert.

Die Handlungsstränge wechseln ständig, auch zwischen den Zeiten, was der Geschichte viel Spannung und Tempo verleiht.

Mechtild Borrmann beschreibt das Leben der Heimkinder in den 50er Jahren, das von Grausamkeiten und Doppelmoral geprägt ist. Die Autorin hat wohl sehr gut recherchiert und Zeitzeugen befragt.

Die Geschichte um Henni und ihre Geschwister zeigt auf, dass Wahrheit und Lüge oft nicht weit voneinander entfernt sind und dass zwischen Recht und Gerechtigkeit leider Welten liegen können.

Ich kann diese fesselnde, tragische Geschichte nur empfehlen.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe die Geschichte an einem Nachmittag am Wochenende gelesen.







Rezension zu "Verborgen - 1. Fall für Gefängnisärztin Eva Korell" von Anna Simons, Penguin Verlag, Kriminalroman

Titel: Verborgen - 1. Fall für Gefängnisärztin Eva Korell Autorin: Anna Simons Seitenzahl : 432 Seiten, (TB, Broschur, 8.10.18) Isbn Nr...